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Gesunde Ernährung, aber wie ?

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Bluffkreuz
Beigetreten: 13.01.2007
Oldschool Grinder

Hey Leute, ich habe mich dazu entschlossen meine Ernährung auf "rein gesund" umzustellen und bin nach stundenlanger Recherche und der ein und anderen Dokumentationen einfach nur verwirrt. Mir geht es um eine Vollwertige absolut gesunde Ernährung. Der Geschmack spielt keine Rolle.
Ich bin Laie und habe nicht die Zeit und Möglichkeit die Wahrheit herauszufinden.

Ärzte, Wissenschaftler und Ernährungsexperten Wiedersprechen sich bei allem was man findet.

Der eine behauptet Fleisch ist ungesund, erhöht das Risiko von diversen Krankheiten, lässt die Arterien verstopfen usw., die anderen widerlegen es mit Studien und Behauptungen dinge wie "B12 ist sonst in keiner anderen Nahrungsmittel zu finden."

Bei Soja ist die Meinung gefühlt ziemlich 50/50. Die einen behaupten Soja sei gesund und eine geniale Proteinquelle, während die andren auf den hohen Phytinsäuregehalt verweisen und es für absolut schädlich halten.

Eier sollen angeblich sehr ungesund sein, zumindest das Eigelb aufgrund des Cholesterins

Dasselbe Spiel bei Getreide Produkten...

Ich komme einfach nicht dazu mir einen Ernährungsplan aufzustellen, da jeder etwas anderes behauptet. Ich denke das die großen Konzerne hier gute Arbeit Leisten ^^ um für jede schädigende Studie eine Gegenstudie aufzustellen.

Die einzigen Nahrungsmittel bei denen sich jeder einig ist, sind Obst und Gemüse. Aber auch nur wenn nicht Pestizid verseucht und genmanipuliert ^^

Da aber bei reinen Konsum von Obst und Gemüse dem Körper viele Stoffe fehlen um reibungslos arbeiten zu können, muss ich weitere Lebensmittel finden um den bedarf zu deken.

Ich weis nicht wie ich vorgehen soll... need help


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Zitat
125 Antworten
1outerHITS
Beigetreten: 12.07.2014
Oldschool Grinder

Perfekt wirds sowieso nie werden.

Auf welchen Seiten informierst du dich denn??
Eier und Cholesterin ... der Streit war vor 10 Jahren beendet.

Nimm ein paar richtige Bücher in die Hand ("How not to die", Dr. Strunz im deutschen Raum) als Einstieg.

Auch Dr. Strunz z.B. schreibt in neueren Büchern, dass seine Aussagen von vor 10 Jahre komplett überholt sind.

Wenn du kritisch liest, findest du, dass Dr. Strunz bei anderen Doktoren im DACH-Bereich ordentlich aneckt. Im angloamerikanischen Bereich noch mehr.
Kommt immer darauf wann welche Studien man liest
Es ist ernährungstechnisch längst nicht alles geklärt.

Wenn du Fertiggerichte, Fastfood, Süßkram komplett weglässt bist du schon mal besser als 90%.
Der Rest kommt mit der Zeit und den Präferenzen.

Was ist denn dein Ziel? Langlebigkeit, Abnehmen oder vllt. sogar sportlicher werden?
Auch z.B. über regelmäßiges Fasten zu lesen würde ich dir empfehlen [egal welches Ziel].


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Zitat
Pokamon
Beigetreten: 15.04.2006
Elite Grinder

Original von 1outerHITS
Was ist denn dein Ziel? Langlebigkeit, Abnehmen oder vllt. sogar sportlicher werden?
Auch z.B. über regelmäßiges Fasten zu lesen würde ich dir empfehlen [egal welches Ziel].

ein guter einstieg zum thema:


Antwort
Zitat
pg89
Beigetreten: 05.04.2008
Oldschool Grinder

Original von 1outerHITS
Wenn du Fertiggerichte, Fastfood, Süßkram komplett weglässt bist du schon mal besser als 90%.

This!
Dazu noch schauen dass du gesättigte fettsäuren und kurzkettige Kohlenhydrate reduzierst, ausreichend Gemüse mit auf dem Plan hast und gut ist. Bei dem Rest ändert sich die Meinung sowieso alle paar Jahre...


Antwort
Zitat
PhoenixFFM
Beigetreten: 27.11.2007
Elite Grinder

Original von pg89

Original von 1outerHITS
Wenn du Fertiggerichte, Fastfood, Süßkram komplett weglässt bist du schon mal besser als 90%.

This!
Dazu noch schauen dass du gesättigte fettsäuren und kurzkettige Kohlenhydrate reduzierst, ausreichend Gemüse mit auf dem Plan hast und gut ist. Bei dem Rest ändert sich die Meinung sowieso alle paar Jahre...

#3

Du solltest auch möglichst viel selber zubereiten/kochen, damit Du weißt was drin ist.

Was meiner Meinung zu dem "Fleisch ist gesund vs vegan ist das einzige Wahre" nicht von der Hand zu weisen ist, ist das ein hoher und übermäßiger Fleischkonsum nicht gesund ist. Das liegt vor allem auch daran, dass sich so ein Konsum auf Billigfleisch, welches oft starkt verabeitet und voller ungesunder Zusatzstoffe ist, stützt (ich kenne zumindest niemand, der sich massenweise feinstes und teuerstes Biofleisch kauft).

Massenweiser Fleischkonsum lässt sich leicht als ungesund kritisieren, vegane Ernährung aber auch. Bei moderatem Vegetarismus (Viel Obst und Gemüse, etwas Fisch, sehr wenig Fisch) wird es schon schwierig, ohne da eine radikale Position ein zu nehmen.

Milchprodukte sind ebenfalls eine endlose Diskussion, meiner Meinung nach ist ein übermässiger Verzehr von Milchprodukten nicht gesund (wie gesagt meine Meinung!).


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Zitat
Izzet
Beigetreten: 27.03.2006
Oldschool Grinder

Einfach paar Regeln beachten.
- Essen immer frisch zubereiten, kein convenience food essen (je weniger verarbeitet, umso besser bleiben Nährstoffe erhalten).
- Ausgewogenes Verhältnis der Makronährstoffe Fett, Kohlenhydrate, Protein.
- Fett am besten aus pflanzlichen Quellen (Öle, Nüsse) und weniger aus tierischen Fetten.
- Mehr langkettrige Kohlenhydrate, z.b. Vollkorn statt Weissmehl um Insulinpeaks zu vermeiden und zuviel Energie auf einmal zu dir zu nehmen (wird als Fettpolster gespeichert). Gleiches gilt für Zucker,ist nicht giftig aber zu viel schadet.
- Genug Ballaststoffe durch Gemüse zu dir nehmen.
- Tiere schmecken nicht nur gut, sondern haben auch jede menge gutes Protein und wichtige Mikronährstoffe. Aber bevor du Billigfleisch bei Lidl kaufst, lieber ganz drauf verzichten. Weißes Fleisch (Hähnchen, Pute etc.) ist tendenziell besser als rotes Fleisch, da Mehr Protein, weniger Fett.
- Hör weg, wenn dir irgendwelche Ernährungsgurus irgendwelche tollen Ernährungsweisen erzählen wollen (Ernährung wie in der Steinzeit, Keine Kohlenhydrate, Vegan usw.). Normalerweise ist es nie gesund, wenn du von irgendetwas viel zu viel oder viel zu wenig zu dir nimmst.
- Wenn du bestimmte Ziele hast, regel das über die Makronährstoffe, z.b. mehr Protein für mehr Muskeln, nicht so viel Fett und Kohlehydrate gleichzeitig wenn du abnehmen willst (und Gesamtenegiezufuhr reduzieren.


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Zitat
Thomas6409
Beigetreten: 12.07.2006
BlackMember

hab mir überlegt cliffs zu geben, aber das Video ist viel zu gut um es nicht komplett anzuschauen, sinnvoller kann man 20 Minuten eigentlich nicht verbringen.


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Zitat
Dogdo
Beigetreten: 19.06.2008
Oldschool Grinder

Ich hab vor etwa 2 Monaten ähnliches gemacht. Ich bin positiv von den Wirkungen einer gesunden Ernährung überrascht worden.
Ich war immer der klassiche Single haushalt der halt einfach 0,0 bock hatte selber zu kochen.
Lieferdienste, fast food Restaurants, Bäcker und Fertiggerichte waren quasi meine Hauptquelle für Nahrung. Selber gekocht hab ich wenn nur am Wocheende.
Ich hab mir zu beginn ein paar nützliche helferlein zugelegt:
Reiskocher, Dampfgarer, Kontaktgrill (tefal Optigrill)
Am besten einfach anfangen mit Einfachen gerichten. Anfangs nicht schlagartig umstellen sondern nach und nach.


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Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Wenn du Details wissen willst, kommst du am schnellsten mit dem Suchbegriff "Paleo" vorwärts. Die Idee dahinter ist, dass man wohl am gesündesten unterwegs ist, wenn man sich annähernd so ernährt wie die Neandertaler damals. Damals gabs viel naturbelassene und leicht verfügbare Lebensmittel. Das waren Beeren, Gemüse, Obst, Samen, idR. in der rohen Variante (roh = mehr Mikronährstoffe = besser). Fleisch gabs nicht so oft, weil Fleisch die Angewohnheit hatte wegzurennen oder zu beißen. Über Hülsenfrüchte wird gestritten. MMn solltest du Hülsenfrüchte essen, aber eher mäßig, besonders im Fall von Soja, weil sich zu viel Soja schlecht auf den männlichen Hormonhaushalt auswirken kann. Ähnlich schwieriges Thema ist Milch bzw. Milchprodukte. Die solls früher auch nicht gegeben haben, also dürfte das eher ungesund sein. Heutzutage gibts aber durchaus Menschen, die keinerlei Probleme mit Milch haben, viele haben aber doch eine Unverträglichkeit (wissentlich oder nicht). Auf jeden Fall würde ich bei Hülsenfrüchten etwas sparen und Milch fast komplett meiden. Da gibts aber mittlerweile eh schon genügend Alternativen auf pflanzlicher Basis. Ich trinke zB. gerne Kokosmilch. Bei Käse wirds schwierig. Aber da man das normalerweise nicht täglich isst, sollte der Käse auf der (seltenen) Pizza kein Problem sein. Dann gibts noch Getreide. Getreide gabs, wohl ähnlich wie Milch, erst mit der Sesshaftwerdung. Demnach gilt Getreide, zumindest oder besonders das moderne Getreide als ungesund, was auch in vielen Studien belegt worden ist. Getreide ist ungesund. Milch kann ungesund sein. Wenn Getreide, dann also lieber zu Kamut oder Einkorn greifen (= Urgetreide = keine menschlichen Eingriffe ins Genmaterial) und sehr sparsam einsetzen. Auf der schwarzen Liste stehen also Getreide und Milch und alles was stark verarbeitet wurde. Zucker fällt in die Rubrik Getreide, wobei schnell verfügbares Getreide schlechter ist als langsam verfügbares (aka Vollkorn). Aber auch da kann man drüber streiten. Denn im Vollkorn sind mehr Antinährstoffe enthalten, die wiederrum ungesund sind, zumindest in den für uns "normalen" Mengen. Antinährstoffe kannst du als pflanzeneigenen Fraßschutz verstehen. Die Pflanze will, dass es dir schlecht geht und sie daher künftig in Ruhe lässt.

Wissenschaftlich gesehen dreht sich das alles um die Frage, ob dieses oder jenes Lebensmittel im Zuge der Verdauung Säuren oder Basen bildet. Säuren sind dabei böse, Basen sind gut, wobei es dabei nur auf die Summe ankommt. Unterm Strich solltest du also darauf achten, dass du mehr Basen als Säuren aufnimmst. Wenn du dich an die genannten Richtlinien hälst, bist du automatisch im basenüberschüssigen Bereich, also im guten Bereich. Bist du im säureüberschüssigen Bereich, ist das schlecht weil ungesund. Daraus entstehen Entzündungsprozesse im Körper, die das Immunsystem schwächen und damit zu Erkrankungen führen können, zu leichten und schweren. Wenn du dich also gesund ernährst, wirst du seltener und weniger schwer krank als andere. Studien dazu gibts wie Sand am Meer. Viele "Experten" juckt das halt einfach nicht. Deshalb gibts die Streitereien, obwohl die Wissenschaft viele Fragen schon längst beantwortet hat. Nur beim Thema Milch kann man imo wirklich diskutieren, weil die Studien dazu nicht eindeutig sind.

Wichtig ist bei all dem, dass es sich für dich nicht nach Askese anfühlt. Askese = Diät. Es muss zu deinem neuen Lebensstil werden, den du dein ganzes Leben lang durchziehen kannst ohne negative Gefühle. Wenn du dich quälen musst, schmeißt du das alles früher oder später wieder über Bord. Quälen darfst du dich nur die ersten paar Wochen bis hin zu wenigen Monaten. Irgendwann aber sollte dein Körper den ganzen Müll, den man normalerweise so in sich rein schaufelt los geworden sein und sich an deine neue Ernährung gewöhnt haben. Dann gibts auch keinen Heißhunger und keine Mangelerscheinungen mehr, die du als "normalessender" Mensch sicher hast, aber vermutlich nicht spürst.

Damit der neue Lebensstil komplett ist, solltest du dich auch anfangen viel zu bewegen und Stress einzudämmen bzw. sinnvoll zu managen. Bewegung sollte sowohl die Ausdauer- als auch die Kraftkomponente abdecken. Mach also irgendwas für deine Ausdauer und stemm ein paar Gewichte, regelmäßig versteht sich. 3x 30 Minuten Eisen und 2x 60 Minuten Laufen/Radeln/Schwimmen etc. sollten pro Woche schon drin sein. Ist im Grunde auch nicht viel, wenn man sich mal überlegt wie lange man so vorm Computer oder Fernseher sitzt. Das Einzige was wirklich schwierig umzusetzen ist, ist die Sache mit dem Stress. In unseren Breitengrade lässt sich Stress einfach schwer vermeiden. Wir leben nun mal in einer mehr oder weniger leistungsorientierten Gesellschaft. Das ist nicht gesund, lässt sich aber kaum vermeiden. Kümmer dich also darum, dass du da einen Ausgleich findest. Geh öfter mal in den Wald spazieren oder verlagere dein Workout in den Wald. Lausche öfters dem Gezwitscher der Vögel. Fang an zu meditieren. Nimm dir öfter Zeit nur für dich allein. Lerne zwischen "dringend" und "wichtig" zu unterscheiden, etc. Da kann man schon einiges machen. Auch Dehnübungen können sehr entspannend sein und sollten sowieso gemacht werden, damit man nicht so steif ist wie die meisten Leute. Ist ja teilweise verstörend wie steif viele sind, wie ein Brett.

Bzgl. dem Kochen versteh ich ganz gut, dass das nervig sein kann. Iss öfter roh, dann sparst du dir öfter das Kochen. Obst ist klar. Aber man kann auch viele Gemüsesorten einfach roh essen, mit oder ohne Dressing, wie man mag. Und wenn man Gemüse kochen will, reicht es idR. wenn man es einfach nur 10-20 Minuten dünstet. Dann schmeckts auch gut, aber es bleiben mehr Vitamine erhalten. Wenn du was kochst, mach öfter irgendwas Einfaches u/o koch für eine Woche vor, sofern deine Gefriertruhe genug Platz hat. Aber bitte kauf keinen Fertigfraß. Das ist meistens echt kompletter Müll. Das willst du dir eigentlich nicht zumuten, zumindest nicht regelmäßig.

Und du wirst dich nach einer Weile tatsächlich viel besser und fitter fühlen. Das ist keine Einbildung und kein Gerücht. Du wirst auch seltener krank werden. Das ist ja gerade jetzt in der kalten Jahreszeit immer ein Thema. Während es rund um dich herum hustet und schnieft, wirst du dich einfach nur gut fühlen. Unverwundbar wirst du aber trotzdem nicht. Du wirst also nicht fliegen und auch keinen LKW aufhalten können. Du kannst auch trotzdem krank werden. Nur ist die Wahrscheinlichkeit dafür viel viel geringer.

Edit:
Ich hab bisher nur über die Lebensmittelauswahl gesprochen. Die Lebensmittelqualität ist aber auch extrem wichtig. Heutzutage wird ja fast alles gespritzt bis zum Gehtnichtmehr. Das ist natürlich sehr ungesund, keine Frage. Auf den ganzen Flaschen der Unkrautvernichter, Pilztöter usw. sind ja Totenköpfe und andere Warnsymbole abgebildet. Das hat schon seinen Grund. Versuch also öfter zum Bioprodukt zu greifen. Auch dort gibts schwarze Schafe, aber es kommt wie immer auf die Summe an. Wenn du Bio isst, wird deine Schadstoffbelastung viel geringer sein als wenn du konventionelle Produkte konsumierst. Die Belastung wird aber nie auf Null sinken, zumindest nicht zu unseren Lebzeiten, nehm ich an.

Übrigens hast du keine Mängel zu befürchten, wenn du deine neue Ernährungsweise ernst nimmst. Nahrungsergänzungen kannst du dir also sparen. Die brauchst du dann nicht. Und wenn du wirklich nicht immer deine ganzen Nährstoffe reinbekommst, greif auf ein hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel zurück. Ich empfehle da gerne das hier: https://www.amazon.de/Eubiopur-Multivital-Premium-Multivitamin-Tabletten/dp/B00PE6NLOW

Was am öftesten zu kurz kommt, sind die Omega-3 Fette. Gönn dir also öfter mal ein paar Leinsamen, Hanfsamen (bzw. deren Öle) oder iss 1x die Woche einen fetten Fisch wie zB. Lachs. Bei Fisch hat man aber leider das Risiko, dass selbiger mit Quecksilber oder sonst was vergiftet ist. Was soll man machen? Die Welt ist nicht perfekt. Aber wir machen das beste draus, dann funktioniert das schon. Der Körper hält ja verdammt viel aus und ist ein Entgiftungswunder. Mute ihm deshalb einfach nicht zu viel zu, dann kommt er schon klar. Und wenn du mal über die Stränge schlägst, hilfst du einfach nach, indem du selbst eine Entgiftungskur durchführst. Dann isst du einfach 4 Wochen lang täglich 1-2 Esslöffel voll Bentonit, etwas Chlorella und Spirulina und vll. einen Esslöffel Flohsamenschalen. Diverse Kräutertees sind da auch nützlich. Dann passts wieder. Und vergiss nicht aufs Trinken. Trinken ist immer das A und O. 25-50ml pro Kilogramm Körpergewicht ist so der normale Bereich. Je nach Belastung kannst du eher im unteren oder oberen Bereich sein. Mehr brauchst du normalerweise nicht, weniger auch nicht.

LG


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Snookz
Beigetreten: 13.06.2008
PokerStrategist

Paleo ist sicher nicht der heilige Gral der Ernährung.
Tolle Rezepte mit vielen frischen Zutaten, die recht einfach sind und ein paar Basics für die Küche mitbringen, dafür taugt es aber allemal.
Die Ideologie dahinter würde ich dabei aber mal ausblenden.


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Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Als heiligen Gral würd ich das auch nicht sehen. Den heiligen Gral hat man bisher noch nicht gefunden. Ernährung ist da keine Ausnahme. Was man festhalten kann, ist, dass man mit Paleo wahrscheinlich schon mal sehr gut unterwegs ist. Der Vorteil und Grund, warum ich genau Paleo angesprochen habe, ist der, dass man dort imo die Hintergründe am besten erklärt bekommt, zumindest auf den Seiten, die ich bisher so angesurft habe. Da findet man einen guten und seriös beleuchteten Einstieg. Und, wenn man gesund aber nicht Paleo isst, isst man so oder so 60-70% Paleo. Bei den gesunden Ernährungsvarianten oder -ideen gibts ja insgesamt viel mehr Gemeinsamkeiten als Gegensätze. Deshalb fand ich das als Beispiel insgesamt recht gut. Wer Milch verträgt, soll sie gerne trinken. Das macht aber bei den meisten Menschen nicht so viel der gesamten Ernährung aus. Deshalb kann man das ruhig anders als bei Paleo handhaben. Wichtig ist generell, dass man sich bei all den Infos und Strömungen, die man so findet, nicht an die militanten Vertreter orientiert. Man kann immer alles übertreiben, was dann am eigentlichen Ziel vorbeigeht. Außerdem ist ja nicht alles eindeutig bewiesen. Von daher macht es sowieso keinen Sinn in irgendeiner Weise militant zu sein und alles andere zu verteufeln. Und die 4 Leute, die meinen Beitrag da oben runterdaumiert haben, dürften wohl gefrustet mit Chips und Cola vorm Rechner hocken. Geht mal raus und macht was, das euch gefällt. Dann seid ihr nicht so negativ. ;)

LG


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Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006
BlackMember

Original von Thomas6409

hab mir überlegt cliffs zu geben, aber das Video ist viel zu gut um es nicht komplett anzuschauen, sinnvoller kann man 20 Minuten eigentlich nicht verbringen.

Cliffs:
- Menschen reagieren auf die selben Nahrungsmittel unterschiedlich
- Ernährung ist somit völlig individuell, gibt keine eine Ernährungsweise die für alle am besten ist
- Mit Blutzucker-Messgerät kann man messen, welche Nahrungsmittel bei einem selbst die größten Insulinspikes auslösen
- Der Sprecher hat mit seiner Arbeitsgruppe genau das gemacht und bei Studienteilnehmern nach jeder Mahlzeit das Blutzuckerniveau gemessen. Das mit Proben der Darmflora korreliert und einen Algorithmus entwickelt, der anhand diverser Marker die beste Ernährung predicted.
- Die empfohlenen Ernährungsweisen sind nicht per se z. B. low carb oder high fat oder whatever, sondern all over the place, beinhalten teilweise Eiscreme (mehr Menschen reagieren auf Eis besser als auf Reis als andersrum), Schokolade etc.
- Mit dem Messgerät quasi Schritt für Schritt durchtesten und für sich selbst herausfinden, was man am besten verträgt. Darauf basierend eine Ernährungsweise aufbauen.
- Algorithmus scheint noch nicht public zu sein (?), wird wohl irgendwann bei denen ein Business draus

Finde die Idee sinnvoll, so ein Messgerät kostet ja nicht die Welt. Ich schätze man kann das einfach mit einem normalen Diabetiker-Messgerät machen und die Werte in Excel plotten.

Klingt an sich sehr nice, bin interessiert. Hat jemand Lust das zu machen und sich auszutauschen? Ich wüsste z. B. nicht, in welchem Zeitabstand man messen sollte und ab welcher Portionsgröße. Wenn ich ne Hand voll Nüsse zwischendurch esse, macht es dann Sinn zu messen? Sollte der Spike an sich nicht geringer ausfallen, einfach weil weniger Nahrungsmenge? Solche Fragen müssten beantwortet werden. Das Paper lesen wird wohl helfen :f_tongue:

Edit:
Paper: https://www.cell.com/abstract/S0092-8674 (15) 01481-6 ohne Leerzeichen, das Forum kann nicht mit Klammern im Link umgehen
https://www.acsh.org/news/2015/12/06/the-algorithm-for-the-perfect-diet
https://www.theatlantic.com/science/archive/2015/11/algorithm-creates-diets-that-work-for-you/416583/
https://www.amazon.com/Personalized-Diet-Pioneering-Program-Prevent-ebook/dp/B06XZM4XJG


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Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Wird nur Blutzucker gemessen oder auch andere Dinge? Es gibt ja noch einiges mehr, das man messen könnte. Wenn nur auf den Insulinspiegel geschaut wird, ist das viel zu wenig, um daraus eine optimale Ernährungsweise abzuleiten, weil Carbs nicht essentiell sind. Würde ich so ein Modell bauen, wäre Blutzucker auf jeden Fall ein wesentlicher Faktor, den ich berücksichtigen würde, aber sicher nicht der einzige. LDL, ATP, Harnsäure, Blutdruck, Gerinningsfaktoren, Resorbtionsraten von Mikronährstoffen, etc. sind auch wichtige Faktoren, die man messen sollte, wenn man ein gutes Modell bauen will. Die Idee einen Algorithmus zu basteln, finde ich aber cool. Da kann man sicher spannende Sachen rausfinden.


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PhoenixFFM
Beigetreten: 27.11.2007
Elite Grinder

Original von Renne01
Wenn du Details wissen willst, kommst du am schnellsten mit dem Suchbegriff "Paleo" vorwärts. Die Idee dahinter ist, dass man wohl am gesündesten unterwegs ist, wenn man sich annähernd so ernährt wie die Neandertaler damals.

Der Neandertaler ist übrigens ausgestorben ...


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DrPepper
Beigetreten: 20.10.2006
Elite Grinder

Original von PhoenixFFM

Original von Renne01
Wenn du Details wissen willst, kommst du am schnellsten mit dem Suchbegriff "Paleo" vorwärts. Die Idee dahinter ist, dass man wohl am gesündesten unterwegs ist, wenn man sich annähernd so ernährt wie die Neandertaler damals.

Der Neandertaler ist übrigens ausgestorben ...

Der Homo Sapiens dagegen lebt und frisst jetzt jeden Tag bei McDonald's. Solide Argumentationskette.


Antwort
Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Original von PhoenixFFM

Original von Renne01
Wenn du Details wissen willst, kommst du am schnellsten mit dem Suchbegriff "Paleo" vorwärts. Die Idee dahinter ist, dass man wohl am gesündesten unterwegs ist, wenn man sich annähernd so ernährt wie die Neandertaler damals.

Der Neandertaler ist übrigens ausgestorben ...

Der Neandertaler hat sich mit anderen Humanoiden vermischt und weiterentwickelt. Viele Menschen tragen seine Gene in sich. Von "ausgestorben" würde ich daher eher nicht sprechen. Aber egal. Vll. ist er einfach ausgestorben. Sein Verschwinden hat aber sicher nicht mit seinen Ernährungsgewohnheiten zu tun. Sich so zu ernähren wie er, ergibt schon Sinn, weil wir fast die selbe Hardware haben. Das heißt aber nicht, dass wir nicht auch andere Dinge schadlos verstoffwechseln können. Wie gesagt dient "Paleo" nur als einfacher Einstieg in die Materie, wenn man mal ein bisschen googlen will. Ich persönlich esse übrigens nicht paleo, vll. zu 2/3. Mein Ziel ist es da auf 80% zu kommen. Da bliebe noch genug Raum für Getreide und Milchprodukte, wobei ich nur wegen der ganzen Getreideprodukte auf keinen höheren Prozentwert komme. Ich mach da auch keinen Zwang draus. Ich versuch einfach nur noch mehr Gemüse und Obst zu essen. Dadurch würde ich automatisch weniger von anderen Sachen essen. Von kompletten Verzicht, nur um irgendeiner Gruppe anzugehören, halte ich nichts. Das Leben ist schließlich auch Genuss und es soll keine Qual sein. :)


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Snookz
Beigetreten: 13.06.2008
PokerStrategist

Ich könnte halt nie auf Milchprodukte verzichten, finde die einfach zu geil.
Ein Kollege von mir ist gegen Milchprotein allergisch. Im Alltag wird es da manchmal schon echt blöd, weil da auch der "Schuss Sahne" für instant Krankenhaus ausreicht. Also vollständig Milchfrei ist nicht ganz so easy. Fängt dann z. B. schon beim Dönerfleisch an, wo ggf. in der Flüssigwürzung Milchprodukte benutzt werden.


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Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Bei Unverträglichkeiten oder Allergien ist das natürlich blöd. Ob man nun generell auf Milchprodukte verzichten soll oder nicht, ist strittig. Wenn man beim Kauf auf Qualität achtet, wird aber wohl auch nicht viel passieren, solange man sich sonst gut ernährt und generell einen gesunden Lebensstil hat. Ich persönlich hab bis vor 3 Jahren im Schnitt täglich 1 Liter Milch getrunken. Nebenwirkungen gabs eigentlich nie welche, obwohl ich laut Test keine Milch vertrage. Als ich die Milch mal testweise weggelassen hatte, fühlte ich mich trotzdem irgendwie immer besser. Also hab ichs so beibehalten. Am Anfang war der Verzicht aber wirklich sehr schwer für mich. Es gibt aber genug gutschmeckende Alternativen. Jetzt trink ich statt Kuhmilch pflanzliche Milch, aus Haselnüssen, Kokos, Mohn oder Reis. Schmeckt auch super und hat was "milchiges", auch wenn keine andere Milch an Kuhmilch rankommt. Wo man imo gar keine wirkliche Alternative finden kann, ist Käse. Wer Käse mag, findet keine brauchbaren Alternativen. Aber imo ist das kein Problem. Man kann ja auch mal Kuhmilchprodukte konsumieren. Normalerweise wird man davon nicht umfallen und man konsumiert das idR. auch nicht täglich. Deshalb muss man sich da eigentlich keinen Kopf machen. Ich frag in der Dönerbude auch nicht, ob Milch enthalten ist. Man kann es so konsequent machen. Wenn einen das aber psychischen Stress bereitet, bringt einem der vll. vorhandene körperliche Vorteil auch nichts.


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Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006
BlackMember

Paleo ist ziemlicher Unsinn, zumindestens die Begründung dahinter. Dass die Ernährung gesünder ist als vom Durchschnitt der heute lebenden Menschen ist klar, weils einfach nicht schwer ist.
Der menschliche Organismus braucht keine millionen Jahre um sich an neue Ernährungsgewohnheiten zu gewöhnen.

Ansonsten wurden hier ja schon alles wichtige gesagt. Keine verarbeitenden Lebensmittel, wenig tierische Produkte, Obst und Gemüse etc.
Zum Thema Milch dachte ich eigentlich dass die seriösen Quellen mittlerweile einig darüber wären dass diese schlecht ist. Stuft die WHO Milch nicht sogar als wahrscheinlich krebserregend ein? Bzw. als Mitgrund für verschiedene Knochenkrankheiten?
Auch hier ist natürlich klar dass der geringe Konsum von Milch oder Milchprodukten kein Problem in einer ausgewogenen Ernährung ist.

Ach ja Fisch würde ich gar nicht mehr essen aufgrund der extremen Überfischung. Zuchtfisch ist im Normalfall keine Alternative weil er Fischprodukte verbraucht die aus gefangenem Fisch produziert werden.


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Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Zu Milch gibts unterschiedliche Studien. Mal ist ist gut, mal ist sie schlecht. Ich tendiere dazu zu sagen, dass sie schlecht ist, weil sie Krankheiten begünstigen kann wie zB. auch Krebs. Allerdings geht in den Studien, die ich dazu gelesen habe, nicht hervor um welche Art von Kuhmilch und Kuhmilchprodukten es sich handelt. Es könnte also sein, dass die negativen Studienergebnisse deshalb zustande gekommen sind, weil die Wissenschaftler konventionelle Milch aus Massentierhaltung verwendet haben. Vll. wirkt sich Biomilch oder Rohmilch nicht negativ auf den Körper aus. Diese Unterscheidung war den Wissenschaftlern anscheindend nicht wichtig. Die Studien, die Milch positive Wirkungen nachsagen, sind hingegen powered by Milchindustrie. Man kann sich also nicht sicher sein. Aber vll. gibts schon wieder neue Studien, die sich mehr Mühe gegeben haben. Muss ich mal schauen. So oder so sollte man Milch in geringen Mengen konsumieren, wenn man nicht darauf verzichten will, da sie zu den Säurebildern zählt.

Fisch ist ein heikles Thema. Viele Fischarten sind bereits überfischt. Viele Fische sind mit diversen Giften belastet. Da muss man sich vorher schlau machen, welche Fische betroffen sind und welche nicht. Im Zweifel kann man Fische auch einfach Fisch sein lassen. Omega-3 Fette gibts auch in Pflanzen wie zB. Hanf oder Leinsamen (hiervon etwas mehr als Fisch, da die Resorptionsrate etwas niedriger ist). Hilfreich ist zB. der Ratgeber vom WWF: https://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/vernuenftig-einkaufen/einkaufsratgeber-fisch/

Paleo als Grundlage für Ernährung anzusehen, ist sicherlich kein Unsinn. Die Argumentation ist auch kein Unsinn. Überleg dir einfach mal inwieweit sich die Hardware des Menschen damals von der heutigen unterscheidet. So große Unterschiede gibts da nicht. Darüber wie lange es dauert, bis eine Anpassung vonstatten geht, kann man sicher diskutieren. Evolution, sofern wir davon ausgehen können, dass es sie gibt, ist auf jeden Fall ein sehr langsamer Prozess. Deshalb kann man auch davon ausgehen, dass es lange dauert, bis man sich an neue Lebensmittel oder Umweltbedingungen gewöhnt hat. Ob das nun Hunderttausende oder Millionen Jahre dauert, weiß ich nicht. Dass das in ein paar Tausend Jahren erledigt sein soll, halte ich aber für nicht möglich.


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