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warum ist es nicht einfach, sich vegan zu ernähren?
Schon mal überlegt was man alles weglassen und das irgendwie kompensieren muss? Ich würd das keine Woche aushalten...
Z. B.? (Bis auf Vitamin B12)
bzw.: Wie ernährst du dich jetzt?
Zur letzten Frage: Momentan ernähr ich mich ziemlich durchschnitts-europäisch/deutsch - mit hin und wieder ner kleineren oder gern auch größeren Vergrillung wo es ja explizit um Fleisch geht. Soll heißen: Viel zu viel Fleischkonsum, viel mehr als nötig wäre und auch nicht zwingend gesund ist. Will meine Ernährung aber auf jeden Fall anpassen, so dass Fleisch wieder was besonderes wird und nicht täglich konsumiert wird. Eine Mitbewohnerin hatte mich da mal ziemlich angefixt was die vegetarische Küche angeht, da gibts ne Menge leckere und auch einfachere Sachen die mir das wesentlich angenehmer gestalten als gedacht. Idealerweise streb ich also an alltägliches weniger Billig-Fleisch (Discounter-Wurst etc) zu essen, sondern lieber seltener hochwertiges.
Das wird aber für mich schon ne kleinere Anstrengung sich so umzustellen im Alltag, gerade wenns schnell, einfach und möglichst billig sein soll. Die vegetarisch lebende Mitbewohnerin hat beispielsweise in der Küche deutlich mehr Zeit benötigt als ich - und gemeinhin mit ihrem Bio Zeug auch deutlich mehr bezahlt.
Überleg ich mir jetzt dass man bei veganer Ernährung auf sämtliche Tierprodukte (Milch, Butter/Margarine, Eier, ...) verzichten bzw. diese substituieren muss wird das nochmals ein riesen Aufwand. Es mag ne Menge leckere vegane Rezepte geben, aber durch diese Einschränkung auf "Gemüse" muss man tierisch aufpassen dass einem da nicht auch noch zahlreiche Nährstoffe fehlen. Das von dir genannte Vitamin B12 und Kalzium ist die eine Sache, letztlich muss man sich aber genauso z.B. um Eiweiße bemühen. Und da fallen ne ganze Menge Lebensmittel raus, die man so "normal" gewohnt ist. Man schafft es zwar eine vegane Alternative zu finden (siehe Tabelle ganz unten) - aber die Auswahl wird halt kleiner und damit deine Küche nicht unbedingt vielseitiger/ausgeglichener. Genauso wie man als Fleischesser nicht jeden Tag Schnitzel ist würd ich auch nicht jeden Tag Tofu essen wollen, aber da musste dir eben nen anderen Eiweißlieferanten suchen. Auf sowas muss man dann eben bei der Nahrungszusammenstellung achten, dass du trotz veganer Ernährung all deine Nährstoffe aufnimmst um gesund leben zu können. Klar kann man jetzt sagen, der normale Fleischesser rechnet jetzt auch nicht nach was er gerade zu sich nimmt, gemeinhin steht aber auch die Grundlage seiner Ernährung auf breiteren Füßen so dass er das gar nicht so ganz genau nachrechnen muss.
Hatte mal eine Diskussion mit nem Veganer, der meinte auch dass er niemandem empfehlen würde einfach "frei Schnauze" vegan zu leben. Da gehört halt dann doch etwas mehr dazu und ein bisschen sollte man sich schon einen Kopf machen wenn man seinen Körper gesund ernähren will. Unmöglich ist es nicht, aber stressig. Und mir deutlich zu stressig
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Eiweißgehalt von veganen Lebensmitteln (pro 100 Gramm)
- Bierhefe = 48 Gramm Eiweiß
- Tofu (in fester Form) = 39,8 Gramm Eiweiß
- Tempeh = 31,4 Gramm Eiweiß
- Sojabohnen = 28,6 Gramm Eiweiß
- Erdnüsse = 26 Gramm Eiweiß
- Sojagranulat = 22,0 Gramm Eiweiß
- Linsen = 17,9 Gramm Eiweiß
- Getrocknete Erbsen = 16,4 Gramm Eiweiß
- Navy Bohnen = 15,8 Gramm Eiweiß
- Kidney Bohnen = 15,4 Gramm Eiweiß
- schwarze Bohnen = 15,2 Gramm Eiweiß
- Soja = 15 Gramm Eiweiß
- Haferflocken = 15 Gramm Eiweiß
- Nudeln = 15 Gramm Eiweiß
- Lima Bohnen = 14,7 Gramm Eiweiß
- Pinto Bohnen = 14,0 Gramm Eiweiß
- Tempehburger (1 Burger) = 12,5 Gramm Eiwweiß
- Grape Nuts = 12,4 Gramm Eiweiß
- Baked Beans (vegan) = 12,2 Gramm Eiweiß
- Kleie (alle Sorten) = 12,0 Gramm Eiweiß
- Kichererbsen = 11,9 Gramm Eiweiß
- Gries = 11 Gramm Eiweiß
- Sojamilch = 10,0 Gramm Eiweiß
- Erbsen = 8,6 Gramm Eiweiß
- Brot = 8 Gramm Eiweiß
- Reis = 7 Gramm Eiweiß
- Erbsen = 6 Gramm Eiweiß
- Pommes Frites = 4 Gramm Eiweiß
- Kartoffeln = 2 Gramm Eiweiß