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Vegetarismus und Milch

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JamesFirst
Beigetreten: 07.11.2006
BlackMember

man kann aber auch differenzieren zw "ist es notwendig mich täglich von fleisch zu ernähren" und "kann ich damit leben eine kuh für meine schuhe die ich jahrelang trage zu opfern"

will sagen es ist nicht schwarz/weiß


Antwort
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Original von JamesFirst
man kann aber auch differenzieren zw "ist es notwendig mich täglich von fleisch zu ernähren" und "kann ich damit leben eine kuh für meine schuhe die ich jahrelang trage zu opfern"

will sagen es ist nicht schwarz/weiß

und man kann sagen: ist es notwendig die kuh zu töten, um jahrelang ein paar schuhe zu tragen, wenn ich mir heutzutage auch schuhe aus drölftausend anderen materialien kaufen kann.

die spannende frage ist wie immer: wo setzt man die relevante grenze. dass man sie irgendwo setzt, ist ja inzwischen so ziemlich jedem bewusst (außer paxis obv.).


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Original von Tezet
die spannende frage ist wie immer: wo setzt man die relevante grenze. dass man sie irgendwo setzt, ist ja inzwischen so ziemlich jedem bewusst (außer paxis obv.).

Genau das ist meiner Meinung nach der entscheidende Punkt.

Es gibt einfach kein völlig konsequentes, jegliches Tierleid vermeidendes Veganer-Dasein, auch wenn manche das immernoch propagieren wollen. Veganer argumentieren nämlich oft mit "Unvermeidbarkeit", was eigentlich totaler Schwachsinn ist. "Unvermeidbar" ist es für die meisten Hardcore-Veganer zum Beispiel, dass man beim Autofahren Insekten tötet, da man ja nicht auf die moderne Mobilität verzichten könne. Dabei hat jeder Mensch genauso die Möglichkeit, nie wieder in ein Auto zu steigen und damit Tierleben zu retten, wie er es in der Hand hat, kein Fleisch mehr zu essen.

Daran kann man erkennen, dass auch die härtesten Veganer nicht jegliches Tierleid vermeiden, sondern ihre "relevante Grenze" einfach nur sehr viel höher liegt, als bei den meisten anderen - nur wollen sie nicht wahrhaben, dass sie eigentlich gar nicht 100% straight-edge sind!

Um das mal konkret auf OPs Ursprungsfrage zu beziehen: Natürlich ist es konsequenter, wenn man als Vegetarier auch auf Milchprodukte verzichtet. Aber ich bin z.B. auch Vegetarier und esse jeden Tag Massen von Quark, weil ich ganz einfach nicht bereit bin, meine Grenze so weit hoch zu setzen, dass ich auch noch darauf verzichten wüde. Wenn es mir allerdings ohne Nachteil möglich ist, verzehre ich immer die vegane Alternative - z.B. im Kaffee bei Starbucks.

Denn Fakt ist: Wer wenig Fleisch ist, sorgt dafür, dass weniger Tiere leiden müssen und nur aufgrund des Geschmacks ihres Fleisches getötet werden. Wer gar kein Fleisch ist, sorgt dafür, dass noch weniger Tiere leiden müssen. Und für den Veganer müssen noch weniger Tiere leiden. Wo man seine Grenze zieht, und natürlich auch, ob einem Tierleid überhaupt wichtig ist, bleibt jedem selbst überlassen.


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Faustfan
Beigetreten: 19.04.2005
Oldschool Grinder

Wer Fleisch isst, sorgt nicht dafür daß Tiere leiden. Das ist ein Irrglaube. Nur wer billigstes Fleisch oder Eier aus Massentierhaltung usw. kauft, tut das.
Fleischverzehr ist der einzige Grund, warum Schweine noch nicht ausgestorben sind. Diese Tiere leben nur, weil sie irgendwann gegessen werden. Es ist ja nicht so, daß man Herden von freilebenden Kühen einfängt und foltert bis man sie endlich schlachtet. Die Wahrheit ist fast das genaue Gegenteil.


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Menin
Beigetreten: 25.03.2008
BlackMember

Original von StrategiegegenArchitektur
Denn Fakt ist: Wer wenig Fleisch ist, sorgt dafür, dass weniger Tiere leiden müssen und nur aufgrund des Geschmacks ihres Fleisches getötet werden. Wer gar kein Fleisch ist, sorgt dafür, dass noch weniger Tiere leiden müssen. Und für den Veganer müssen noch weniger Tiere leiden. Wo man seine Grenze zieht, und natürlich auch, ob einem Tierleid überhaupt wichtig ist, bleibt jedem selbst überlassen.

this

zum glück schreibts jemand.
wie mich jedesmal diese dummen kommentare - die auch hier im thread zu finden sind- ankotzen, von wegen vegetarier die nicht vegan leben, die irgendnen lederzeug besitzen, milch und eier konsumieren oder sonstwas, als inkonsequente heuchler hinzustellen.

niemand ist perfekt, auch kein vegetarier, und die wenigsten behaupten das.
solche dummen kommentare kommen meist von irgendwelchen idioten die ihren eigenen fleischkonsum nur schönreden wollen, so im sinne von "entweder ganz oder garnicht".


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josch2001
Beigetreten: 25.03.2006
BlackMember

Ich finde nicht, dass das dumm ist. Ich versuche auch nicht meinen Fleischkonsum schönzureden, weil mir das echt am Arsch vorbei geht, was da irgendein Vegetarier zu meinem Fleischkonsum beizutragen hat.
Wie Tezet schon schreibt muss jeder für sich die Grenze finden. Das ist auch in Ordnung so. Beim Milchkonsum wird z.B. kein Tier dafür getötet, aber evtl. nicht artgerecht gehalten bzw. das Kalb bald entwöhnt. Wenn jetzt jemand sagt, dass er das in Kauf nimmt, aber die Tötung eines Tieres nicht, finde ich das OK, weil die Grenze bei ihm wohl zwischen der nicht artgerechten Tierhaltung und dem töten des Tieres liegt.
Bei dem Schuhbeispiel ist das eben nicht so, es ist die gleiche Grenze, die er einmal überschreitet und ein anderes mal nicht, genau aber die Grenze als einziges! (davon gehe ich jetzt mal aus) Argument hernimmt.
Ich finde diese Leute auch nicht doof, heuchlerisch oder sonst was, ich kanns nur nicht ganz nachvollziehen, das ist auch schon alles. Kein Grund gleich ausfällig zu werden.


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McTwist
Beigetreten: 28.02.2006
PokerStrategist

fuer die ganzen omnis, veggies, etc hier,
ich bin selber veggie aber nicht weil ich tiere liebe,
sonder weil ich pflanzen hasse und alle vernichten muss :coolface:


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