Original von Hergen13
Daran, sich mit einem anderen (erfahreneren) Spieler über seine Entscheidung in einer wichtigen Turniersituation (FT) zu beraten finde ich nicht im mindesten verwerflich. Die dadurch gewonnene Edge kommt im vollen Umfang ohnehin erst auf lange Sicht zur Geltung da es bei so einem coaching ja nicht nur um eine Entscheidung in der konkreten Situation, sondern auch und vor allem (wenn es ein guter Coach ist) um die Erwägungen die zu dieser Entscheidung führen.
Einen FT erreicht man nunmal nicht so häufig, und dann muss man auch die Möglichkeit haben in dieser speziellen Situation für die Verbesserung des eigenen Spiels auf ein Coaching zurückzugreifen. Was man dafür bereit ist zu zahlen steht auf einem anderen Blatt.
Sonst müssten mit der gleichen Logik auch private Cashgame-Coachings verboten werden, was schlicht absurd ist.
Jeder Spieler darf imo alle Mittel zur Verbesserung des eigenen Spiels heranziehen die er bekommen kann - vorausgesetzt die Konkurrenz hat die Möglichkeit auf die gleichen Mittel (Bücher, Artikel, Videos, Coachings etc.) zurückzugreifen. Ein unfairer Vorteil entsteht nur dann, wenn man Möglichkeiten nutzt auf die andere unmöglich zurückgreifen können (Superuser Account o.Ä.) oder die schlicht vom Betreiber verboten sind (bestimmte Hilfsprogramme).
Wo ist der Unterschied, ob ich mir einen bot programmieren lassen, der für mich Entscheidungen trifft, oder ob ich einen coach dafür bezahle, dass er für mich Entscheidungen trifft?
Wenn es um die Verbesserung des Spiels im allgemeinen geht, dann kann ich ja mit einem Coach nachher die wichtigsten Hände durchgehen.
In einem hast du recht: bei CG oder sng sieht es nicht anders aus. Für mich eine ganz klare Form von Multiaccounting, was mMn bei allen Pokerseiten explizit verboten ist.