@ Zagabad
Nachdem ich den thread hier durchgelesen habe, fühle ich mich genötigt, auch noch ein paar Anmerkungen machen.
Auch ohne jetzt über die Intention der Aussage von NoSekiller spekulieren zu wollen, kurz zur Ergänzung: Damals erhielt man die 50 USD Startgeld ausschließlich auf PartyPoker; dort durfte man die Microlimits aber nur 4 Wochen (können auch 6 gewesen sein) nach der Anmeldung spielen, danach musste man Spielstärke und Bankroll für 0,5/1 erreicht haben (also 350 USD im plus sein). Wer das damals geschafft hat (und ja, ich wäre daran gescheitert), der wird auch heute ohne jede Schwierigkeiten 1.000 Sumnit Points in 3 Monaten schaffen.
NoSekillers Aussage zur Spielstärke gilt sicherlich für die höheren Microlimits (vielleicht ab 0,25/0,5, möglicherweise schon ab 0,1/0,2), aber auf den kleinen sind es doch dieselben Leute wie damals: zum einen Pokeranfänger, die sich die limits hocharbeiten wollen und den gleichen Wissenstand wie die damaligen Anfänger haben, und zum anderen Leuten, die mit Paysafe-Card 15 € eingezahlt haben und je nach Mentalität Calling-Stations oder Maniacs sind, sich aber niemals mit Pokerliteratur beschäftigt haben.
BigAndy hatte Dir ja bereits vorgerechnet, dass Du rund 30.000 Hände wirst spielen müssen, um die 50 USD freizuspielen. 10.000 Hände im Monat ist so rund die Anzahl Spiele, die Du später wirst spielen müssen, um einen Deinem limit angemessenen Mitgliedsstatus bei PS zu erhalten. Es ist also keineswegs ein unbekanntes Problem, sondern genau so beabsichtigt. Unter den deutschen Anfängern sind heute vmtl. immer weniger Hardcore-Spieler mit hoher Fingerfertigkeit und Auffassungsgabe, weswegen die Anforderungen vielleicht etwas nach unter korrigiert werden, aber am Grundkonzept wird sich wohl kaum etwas ändern. Spieler wie ich sind übrigens von den Pokerstrategen der 1. Generation schon vor 4 Jahren dafür belächelt worden, dass wir nicht nach 4 Wochen auf FL-FR-Tischen locker 8 tabeln konnten.
Und ja, wir 5 USD-Spieler von damals sind keineswegs die Helden hier, sondern hatten es am einfachsten. Nicht so sehr, weil damals die Gegner schlechter waren als heute, sondern weil wir diesen Betrag vorbehaltlos erhielten und uns ohne jeden Druck mit den schlechtesten Gegnern auf den niedrigsten Limits messen sollten und durften. Der Aufbau einer Bankroll aus eigener Kraft - auch schon beim Spiel um einzelne Cents - schafft das Selbstvertrauen, um einen Aufstieg in den limits in Angriff nehmen zu können.
Mein Ratschlag also: vergiss die 50 USD.
Nimm sie als das, wofür das Startgeld ursprünglich gedacht war: als Möglichkeit, Online-Poker ohne eigenen Einsatz kennenzulernen. Beginn mit eigenem Bankroll-Plan auf den niedrigsten limits, mach dort Gewinn und spiel Dich nach oben. Auch wenn Du die Punkte nicht schaffst, mit dem Gewinn kannst Du dann immer noch weiter spielen. Und letztendlich sind 35 Euro für 3 Monate spielen nun auch nicht so viel Geld, dass man deswegen jetzt ein Faß aufmachen müsste.