hallo perfectjava,
ich kann zwar nicht allem folgen, was du hier geschrieben hast und was du mir damit sagen willst, aber ich gehe auf jeden fall mal auf die punkte ein, die mir klar sind und vll. erledigen sich ja dann von alleine die punkte, die ich nicht verstanden habe. ♦
es ist vollkommen richtig, immer dann zu setzen, wenn du davon ausgehen kannst, in den meisten fällen die beste hand zu halten, egal ob dein gegner eine made hand oder einen draw hält.
idr weißt du aber nicht genau, ob du gegen eine made hand oder einen draw spielst, weil zumindest einigermaßen gute spieler ihre unterschiedlichen hände gleich oder ähnlich spielen.
call flop, raise turn spielst du als standard immer dann, wenn du
- in position zu deinem gegner bist
- eine gute made hand hälst und davon ausgehen kannst, die beste hand zu halten
- mit guten draws, wenn du wenig fold equity benötigst und bessere hände folden können
ebenso spielst du die line
- unabhängig, ob du oder dein gegner der aggressor ist
- unabhängig, ob villain einen draw oder eine made hand hält (in abhängigkeit, welche made hands du ihm gibst)
protection ist auf jeden fall in dem spot relevant, da der pot schon eine recht ordentlich größe angenommen hat. in großen pötten ist protection wichtiger als in kleinen.
aber aufgrund der pot größe am flop kannst du mit deinem raise einfach nicht gegen draws protecten. somit ist das raise auch nicht for protection.
wenn du dein raise auf den turn verlagerst, sprich cFrT spielst, ist protection eher möglich, aber zumindest vergrößerst du in aller regel dein value.
bei deinem bsp. mit der jeweilig anteiligen equity von made hands und draws ist das sehr verallgemeinert. zudem machst du den großen fehler, dass du auf allen streets von der gleichen equity ausgehst. dem ist aber natürlich nicht so, da sich je nach turn- und riverkarte die equity nochmal verschiebt.
hast du beispielsweise am flop mit deinem draw eine equity von 33%, um dein bsp. aufzugreifen, ändert sich die auf eine blank am turn nach unten. triffst du hingegen deinen draw, kann sich die equity bis auf 100% erhöhen.
zu deinem 2. bsp. ist es wieder anders gelagert, da du in dem spot out of position spielst. hier gelten als standard line andere regeln, als wenn du ip spielst.
kurz gesagt, hast du in den beiden spots die jeweilige standardline für den falschen spot gewählt...
ip wäre cFrT die standard line, oop b/3b F, bet T die richtige standardline.
hierzu gibt es auch entsprechende strategieartikel, aber erst am silber oder gold glaube ich.
zu der 2. hand ist aber noch zu sagen, dass du am river eine 3bet hast. villain wird hier fast immer AT, AJ oder AQ halten und dagegen hast du eine klare 3bet, da bessere hände eigentlich kaum in seiner range sind, insofern er bessere hände schon am turn raisen würde und sie nicht auf den river delayed.
ich hoffe, ich habe nichts vergessen und bin auf all deine fragen und punkte eingegangen.