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[Geschlossen] $0.1/$0.2 AJs Blind Battle

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$0.1/$0.2 Fixed-Limit Hold'em (8 handed)

Stats SB Vp$iP:22 PRP%:7 TAG:2,3. WtS:30. W$S:60. AtSteal:33 Hands:240

Hier gibt es eine kleine Vorgeschichte, der SB hat in den zwei Runden vorher jedes mal versucht den Blind zu stehlen. Ich hatte glaube ich einmal KK einmal AK und jedes mal Treffer am Flop. Der SB hat daraufhin den Pot aufgegeben ohne meine Karten zu sehen.

Richtige gespielt?

Preflop: Hero is BB with A:c, J:c.
6 folds, SB raises, Hero 3-Bets, SB caps, Hero calls.

Flop: (8 SB) J:h, A:s, K:s (2 players)
SB bets, Hero raises, SB 3-Bets, Hero caps, SB calls.

Turn: (8 BB) 2:c (2 players)
SB checks, Hero bets, SB calls.

River: (10 BB) 5:c (2 players)
SB checks, Hero bets, SB folds, Hero gets uncalled bet back.

Final Pot: 10 BB.


10 Antworten
Ludwitch
Beigetreten: 26.02.2005

Wie schätzt du in der Situation seine Capping Range ein? Uns schlagen AA, KK, AK, JJ. Wir schlägst QQ, TT, Ax. Wenn er nur diese Häne cappt, sollten wir am Flop vielleicht runtercallen. Spätestens nach seinem Flop-Reraise würde ich aber runtercallen.
Wenn du denkst, dans er oft genug eine schlechtere Hand hat: Call die 3bet am Flop und Raise Turn für mehr Value.


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Danke Ludwitch für Dein Feedback,
Ok der Cap Preflop ist sehr stark, aber wie gesagt es gab hier eine Vorgeschichte. Die letzten beiden Runden hat er jedes Mal aus dem SB gebettet und jedes mal von mir ein Raise Preflop kassiert. Die Conti am Flop gecallt und die Conti am Turn gefoldet. Ich denke er hat mir die gute Hand nicht abgenommen und deshalb vielleicht ein wenig getilt. Seine bets kamen auch in kurzer Folge.

Ich schätze seine Hand Range schon etwas tighter ein als im Starting Hand Chart, da er in mir einen aggressiven Blindverteidiger sieht, aber immer noch lose genug, damit AJs Favorit ist. Ich setzte ihn auf 22+ A2+ KT+ QT+ SC ab 78s+ OneGapper J9s+ (so in etwa).

Es schlagen mich nur AA, KK, JJ, AK, QT. Nach seiner Spielweise tippe ich eher auf etwas wie K:s Q:s oder T:s 9:s. Der Fold am River sieht stark nach gebustetem Draw aus. Die Action Preflop und Flop nach Overplay, am Turn hat er sich dann wieder gefangen. KQ hätte er wahrscheinlich aber am River gecallt.
Wenn er am Turn dann wirklich weiter Gas gegeben hätte, dann hätte ich auf Call Down umgeschalten. Aber Two Pair ist im BlindButtle sehr sehr stark.

Soweit meine Einschätzung


storge
Beigetreten: 09.08.2005

Wenn der Gegner on Tilt ist wird er doch am Turn quasi immer contibetten. Wieso nicht call Flop, raise Turn oder call Flop, call Turn, raise River? Ich hätte den Flop nicht geraist, wenn ich den Gegner so aggressiv und seine Range loose genug einschätzen würde.

Andere Frage: Welche Range gibst du deinem Gegner nach der Flop-3-bet?


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Ich hatte meine Handeinschätzung am Flop in meinem zweiten Post schon abgegeben.
Während der Hand hatte ich ihn am Flop auf ein schlechtes A oder einen K getippt.
Im Nachhinein denke ich war er auf einem Flushdraw, mit einem A oder K hätte er am River noch einmal gecallt.

Der Flop war mir zu Drawlastig um call Flop Raise Turn zu spielen.
Jedes Pik oder T macht mir den Plan gleich zunichte. Bei verbundenen 2 Pair habe ich da oft schlechte Erfahrungen gemacht.


storge
Beigetreten: 09.08.2005

Das musst du mir erklären. Willst du am Flop raisen, weil du es am Turn meistens nicht mehr kannst, da eine eklige Karte kommt? Oder weil du direkt am Flop protecten möchtest?


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Es gibt zwei Szenarien,
Die erste ich spiele am Flop aggressiv um gegen Draws zu protecten. Dann spiele ich am turn und River meist auch aggressiv, bis bei einem möglichen angekommenen Draw Gegenwehr kommt, dann schalte ich auf Call Down um. Es gibt natürlich jede Menge Ausnahmen...

Szenario zwei Call Flop Raise Turn wie von Dir vorgeschlagen. Das spiele ich auf einem Draw Heavy Board ungern aus folgenden Grund.

Ich calle den Flop auf dem Flop gegen einen Gegner, der auch einen Draw Aggressiv spielen kann mit dem Plan ihn am Turn oder River zu raisen.

Am Turn kommt dann ein :p, Q oder T. Sollte ich dann wirklich den Turn raisen? Das sind immerhin 15 Karten, die mir den Plan durchkreuzen könnten. In diesem Fall wäre ein Call Down schon fraglich.

Wenn er wirklich auf einem Draw war vielleicht meine Einschätzung falsch dass er Tilt war, sondern er spielt die 3-Bet als Raise for Free Card. Ich checke dann am turn zu ihm und er verzichtet auf die Bet. und mein Plan call Flop Raise Turn ist nach hinten los gegangen.

Ich denke mit der zweiten Version bin gegen Monster so wie so hinten und bei Draws gebe ich ihm billig Free Cards.


Roblow
Beigetreten: 15.05.2005

raise flop finde ich grundsätzlich schon mal nicht so schlecht, wenn dein plan aufgrund von reads der war, eine flop 3bet zu callen, um den turn erneut raisen zu können.

den flop aus dem grund zu raisen, weil er drawy ist und du viele turns nicht mehr raisen magst und meinst, so protecten zu können, finde ich nicht gut und mit der annahme liegst du dann leider auch falsch.

der pot ist bereits so aufgebläht, dass protection gegen einen flushdraw und/oder auch gegen einen gutshot eh nicht mehr möglich ist.

somit geht's nur darum, wie du das maximum an value rausholen kannst und das geht in der regel nicht mit einem flopraise sondern mit cFrT.

somit solltest du, wenn du dich häufig vorne siehst, aus value gründen die standard line spielen, oder eben mit reads, r/c F, raise turn spielen. allerdings ist diese line häufig nicht gebalanced.

es ist ja nicht so, dass du zwingend den turn raisen musst, wenn du den flop nur gecallt hast. du bist ja flexibel und kannst dein spiel der situation und dem gegner anpassen.

abgesehen davon sind in villains range gar nicht so viele flush kombos möglich nach seinem flop cap. was soll er da schon groß haben, zudem wird ein draw im capped pot in der regel eher passiv gespielt, da man sich eh kaum bis keine fe gegen bessere hände ausrechnen kann.


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Hallo Roblow,
Danke für Dein Feedback, das bei mir einige weitere Fragen bzw. Unklarheit hervorruft.
Bisher dachte ich, dass im Spiel Made Hand gegen Draw folgende Regel gilt:
Setze solange der Draw nicht ankommt, um die Drawing Hand für die weiteren Karten bezahlen zu lassen.
HU ist das für das weitere Money was in den Pot kommt, ein gutes Geschäft für die Made Hand, da je nach Draw aber als Hausnummer etwa 33% dem Draw gehören und 66% der Made Hand. Für beide ist es bei einem Pot am 5 Einsätzen profitabel, da der Pot als "Gewinn" für beide steht.
Beispiel:
Made Hand bekommt zu 66% dann 7BB für 1 Anteil Pot damit 4,66BB
Draw Hand bekommt zu 33 % dann /BB für 1 Anteil Pot damit 2,33BB

So gibt die Drawing Hand der Made Hand für jeden weitere Karte 1/6BB ab sozusagen als Preis für die Karte.

Vorausgesetzt, der Eine gewinnt nur wenn der Draw ankommt und der Andere nur wenn der Draw nicht ankommt. Das Unabhängig davon, ob die Hand foldet.

Bisher dachte ich immer die Line Call/Flop Raise/Turn spielt man gegen den Aggressor, wenn man denkt er hat keine Made/Hand bzw. eine Schlechtere oder die Line sogar als puren Bluff/SemiBluff.

Wie ich Deinen Tipps entnehme, ist erster Teil "die Protection gegen den Draw" hier nicht relevant.
Habe ich das richtig verstanden?


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Hier eine weitere Hand um zu sehen ob ich kapiert habe?

So besser?
Ok Raise River hätte man noch spielen können...

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$0.1/$0.2 Fixed-Limit Hold'em (10 handed)

Preflop: Hero is BB with K:s, A:s.
UTG raises, 8 folds, Hero 3-Bets, UTG calls.

Flop: (6.5 SB) K:c, T:s, 7:d (2 players)
Hero bets, UTG raises, Hero calls.

Turn: (5.25 BB) 9:h (2 players)
Hero checks, UTG bets, Hero raises, UTG calls.

River: (9.25 BB) A:c (2 players)
Hero bets, UTG raises, Hero calls.

Final Pot: 13.25 BB.
Results follow:


Roblow
Beigetreten: 15.05.2005

hallo perfectjava,
ich kann zwar nicht allem folgen, was du hier geschrieben hast und was du mir damit sagen willst, aber ich gehe auf jeden fall mal auf die punkte ein, die mir klar sind und vll. erledigen sich ja dann von alleine die punkte, die ich nicht verstanden habe.

es ist vollkommen richtig, immer dann zu setzen, wenn du davon ausgehen kannst, in den meisten fällen die beste hand zu halten, egal ob dein gegner eine made hand oder einen draw hält.
idr weißt du aber nicht genau, ob du gegen eine made hand oder einen draw spielst, weil zumindest einigermaßen gute spieler ihre unterschiedlichen hände gleich oder ähnlich spielen.

call flop, raise turn spielst du als standard immer dann, wenn du

- in position zu deinem gegner bist
- eine gute made hand hälst und davon ausgehen kannst, die beste hand zu halten
- mit guten draws, wenn du wenig fold equity benötigst und bessere hände folden können

ebenso spielst du die line
- unabhängig, ob du oder dein gegner der aggressor ist
- unabhängig, ob villain einen draw oder eine made hand hält (in abhängigkeit, welche made hands du ihm gibst)

protection ist auf jeden fall in dem spot relevant, da der pot schon eine recht ordentlich größe angenommen hat. in großen pötten ist protection wichtiger als in kleinen.
aber aufgrund der pot größe am flop kannst du mit deinem raise einfach nicht gegen draws protecten. somit ist das raise auch nicht for protection.
wenn du dein raise auf den turn verlagerst, sprich cFrT spielst, ist protection eher möglich, aber zumindest vergrößerst du in aller regel dein value.

bei deinem bsp. mit der jeweilig anteiligen equity von made hands und draws ist das sehr verallgemeinert. zudem machst du den großen fehler, dass du auf allen streets von der gleichen equity ausgehst. dem ist aber natürlich nicht so, da sich je nach turn- und riverkarte die equity nochmal verschiebt.

hast du beispielsweise am flop mit deinem draw eine equity von 33%, um dein bsp. aufzugreifen, ändert sich die auf eine blank am turn nach unten. triffst du hingegen deinen draw, kann sich die equity bis auf 100% erhöhen.

zu deinem 2. bsp. ist es wieder anders gelagert, da du in dem spot out of position spielst. hier gelten als standard line andere regeln, als wenn du ip spielst.
kurz gesagt, hast du in den beiden spots die jeweilige standardline für den falschen spot gewählt... ;)
ip wäre cFrT die standard line, oop b/3b F, bet T die richtige standardline.

hierzu gibt es auch entsprechende strategieartikel, aber erst am silber oder gold glaube ich.

zu der 2. hand ist aber noch zu sagen, dass du am river eine 3bet hast. villain wird hier fast immer AT, AJ oder AQ halten und dagegen hast du eine klare 3bet, da bessere hände eigentlich kaum in seiner range sind, insofern er bessere hände schon am turn raisen würde und sie nicht auf den river delayed.

ich hoffe, ich habe nichts vergessen und bin auf all deine fragen und punkte eingegangen.


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