Ein Checkraise am Flop wäre dann angebracht, wenn man irgendwo eine stärkere Hand zum folden bringen könnte, und sei es am River. Die in Frage kommenden stärkeren Hände sind bessere Asse oder Pockets. Die 3-bet Range des Gegners sieht ungefähr so aus: 66+, A9s+, KJs+, QJs, JTs, AJo+, KQo. Sie ist minimal looser als der Chart. Die kritischen Hände sind A9s, AJ, AQ (frühestens am River), 77-99. Das sind ca. 40% der gegnerischen Range. Die 77-99 alleine sind knapp 20% der gegnerischen Range.
Ich halte das gar nicht mal für so unwahrscheinlich, dass die Pockets folden, denn sie sehen gegen deine Checkraiserange sehr schlecht aus, wenn du mittleres Paar und besser und gute Draws raist. Die Draws machen nur einen kleinen Teil deiner Range aus. Wieviel, das hängt davon ab, ob du QJo in deiner Range in UTG hast. Prinzipiell hat deine Range hat diesen Flop gut getroffen.
Deine Checkraiserange wäre auf jeden Fall gut balanciert, wenn du die Flush Draws und QJ checkraist. Checkraise Flop kann man als Standardlinie spielen.
Wenn du Reads hast, dass der Gegner wenig wegwirft, dann ist ein Checkraise nicht sehr sinnvoll. Einen Vorteil hast du am Flop nicht. Dabei können auch Stats helfen, die du nach 10k Händen wahrscheinlich hast. Die interessanten Stats sind WtS in Kombination mit WSD. Bei WtS von 45 aufwärts und WSD nahe bei 50 oder weniger ist der Gegner zu loose für einen Move.