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KQs Equity

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marekn
Beigetreten: 25.07.2008

Limit Hold'em $0.25/$0.50
PokerStars
6 players
Formatiert mit pokerpilot.com: Der Poker-HUD für Mac und Windows

Stats Villain
VPIP: 25, PFR: 20, 3Bet Preflop: 8, AF: 1,5 Hands: 893 (WTS 48)

Stacks:
UTG - Hero ($9.80)
MP - MP ($22.82)
CO - CO ($17.77)
BTN - BTN ($20.72)
SB - SB ($21.07)
BB - BB ($4.00)

Preflop: ($0.35, 6 players) Hero is UTG with Q♠ K♠
Hero raises to $0.50, MP raises to $0.75, 4 folds, Hero calls $0.25

Flop: A♠ T♠ J♥ ($1.85, 2 players)
Hero checks, MP bets $0.25, Hero raises to $0.50, MP raises to $0.75, Hero calls $0.25

Turn: T♥ ($3.35, 2 players)
Hero checks, MP bets $0.50, Hero calls $0.50

River: 8♦ ($4.35, 2 players)
Hero checks, MP bets $0.50, Hero calls $0.50

Zur Hand:

Ich openraise nach Chart, bekomme die 3bet von einem aus meiner Sicht aggressiven Spieler und calle natürlich.
Den Flop treffe ich sehr gut mit der Straight + Nutflushdraw.
Er 3betted und ich calle. Hier kommt die 1. Frage: Sollte ich hier cappen? (Fullhouse gefahr)
Ich sollte vermutlich cappen. Mit dem Draw aufs FH hat er 6 Outs, 7 Outs für Quads. Korrekt? Damit kann er immer am FLop immer callen.

Board: AsTsJh
Equity Win Tie
MP2 83.81% 79.14% 4.66% { KsQs }
MP3 16.19% 11.53% 4.66% { KK+, JJ-TT, ATs+, KQs, AJo+ }

Am Turn kommt aus meiner Sicht mit der Zehn keine gute Karte, da das FH ankommt, und ich entschließe mich nur zu runter zu callen. Zu Weak?
Ich wundere mich warum ich hier immer noch 66% Equity habe??? Ist das FH bei seiner Range so selten? (9 Kombos?, TP+ 27 Kombos?)

Board: AsTsJhTh
Equity Win Tie
MP2 66.28% 62.04% 4.24% { KsQs }
MP3 33.72% 29.48% 4.24% { KK+, JJ-TT, ATs+, KQs, AJo+ }

Board: AsTsJhTh8d
Equity Win Tie
MP2 75.02% 71.45% 3.57% { KsQs }
MP3 24.98% 21.41% 3.57% { KK+, JJ-TT, ATs+, KQs, AJo+ }

schwierige Hand...

Spoiler

Total Pot: $5.35
MP shows K♣ T♣ (three of a kind, Tens)
Hero shows Q♠ K♠ (a straight, Ten to Ace)


Antwort
Zitat
4 Antworten
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006

Ich würde den Gegner wieder als TAG charakterisieren, mit preflop 3-bet und AF eher am unteren Ende. Andererseits gibt es bei 900 Händen schon noch Platz für Statistikschwankungen. Seine 3-bet Range wird der Range aus dem Equilab ziemlich entsprechen. Es ist offensichtlich, dass die Range des Gegner den Flop sehr gut trifft. Viel besser geht es für ihn kaum noch. Nach dem ersten Schlagabtauch ist auch klar, er hat den Flop gut getroffen. Draws hat er keine, weil das nur Flush Draws sein könnten. Es ist nicht anzunehmen, dass er einen Gutshot mit KK/QQ so spielt. Flush Draws sind aber nicht in seiner Range, weil du und das Board alle Karten dafür halten. Er hat also eine made Hand, die er nie aufgeben wird, was immer jetzt noch kommt.

Es geht also um die Frage, ob du mehr Value mit cap Flop bekommst oder mit call Flop 3-bet checkraise Turn. Das hängt einfach davon ab, wie häufig er am Turn betten wird, wenn du callst (so gut wie immer) und wie häufig er auf deine Action am Turn draufsattelt (raise Turn nach cap Flop von dir oder 3-bet Turn nach call Flop checkraise Turn von dir). Ich denke, seine Sets wird er am Turn auch nach cap Flop raisen, weil er annehmen wird, dass er häufiger gegen ein 2-Pair oder ein schwächeres Set unterwegs ist als gegen eine Straight. Die Linie call Flop 3-bet checkraise Turn macht ihn vielleicht etwas vorsichtiger, weil das eine extreme Monsterlinie ist (stop and go) und er dir dann weniger oft AT oder AJ gibt. Mit AA bei dir rechnet er nicht unbedingt, weil du preflop nicht gecappt hast.

-> wenn er AK/AQ hat, dann gewinnt call Flopraise - checkraise Turn eine halbe Bet mehr - 18 Kombos
-> er hat aber Grund anzunehmen, dass nach dem Checkraise am Flop AK/AQ keinen Vorteil mehr hat und dann 3-bettet er damit vielleicht nicht
-> wenn er KQs hat, dann hast du einen Freeroll wegen des Flush Draws und cap Flop gewinnt mehr, da er sich am Turn nicht bremsen lassen wird - 3 Kombos
-> wenn er ein Set hat, dann ist es unklar, ich würde aber zu cap Flop tendieren - 6-9 Kombos
-> wenn er ein 2-Pair hat, dann wird er am Turn nicht 3-betten, mit AJ aber vielleicht noch raisen -> call Flop cr Turn leicht besser - 11 Kombos

-> seine Range ist stark in Richtung 2-Pair+ verschoben, wobei es sich dann nicht viel schenkt

Jedoch: am Turn findet eine Equityveränderung statt, die die Action fast nur zu deinen Ungunsten beeinflussen kann. Paart sich das Board, dann besteht FH Gefahr. Gibt es einen Flush, dann wird er weniger gern weiter raisen. Daher: cap Flop, so bekommst du das Geld rein, so lange noch alles klar ist.

Am Turn: AA, JJ, TT, ATs haben FHs/Quads = 9 Kombos. AK/AQ/AJ/KQs haben kein FH, was 30 Kombos sind. Aus der Sicht des Gegners hast du dich mit AT und TT verbessert. Das betrifft in erster Linie seine KQs und AJ, der Rest seiner Hände liegt entweder immer noch vorne oder war schon am Flop hinten. In deiner Range liegen aber auch AK/AQ/AJ, da muss er sich zunächst keine Sorgen machen. Er liegt aus seiner Sicht immer noch meistens vorne und kann mit allem betten, was er am Flop 3-bettet.

Aus deiner Sicht hat der Gegner plötzlich viele FHs/Quads. AJ ist keins (9), KQs auch nicht (3), aber AA, JJ, TT, ATs sind welche (9). Der Vorteil gegen KQs ist klein, der Nachteil gegen FHs ist extrem (1 Out). -> Du gehst hier vom Gas, da der Gegner auch mit schwächeren Händen zuverlässig bettet, du aber keinen Vorteil mehr gegen seine Range hast. -> Calldown nach dem Prinzip way ahead, way behind.

Board: A♠T♠J♥ T♥
       Equity     Win     Tie
MP2    46.54%  41.34%   5.19% { KsQs }
MP3    53.46%  48.27%   5.19% { AA, JJ-TT, AJs-ATs, KQs, AJo }

Das dürfte es wohl eher treffen als die von dir angenommene Range.

Edit:

Habe mir noch nachträglich den Spoiler angesehen. Gegner 3-bettet preflop nicht nach Chart und spielt am Flop einen 3-bet Semibluff ohne Foldequity. Nun ja.


Antwort
Zitat
marekn Themenstarter
marekn
Beigetreten: 25.07.2008

Thanks.
Also eher cap Flop und bei dem Turn calldown nach wa/wb.
Ja die Ranges :f_biggrin:
Allerdings könnte er die von mir angenommenen Hände vielleicht doch drinnen haben da er wie gespielt ja auch KTs in der Range hat..?


Antwort
Zitat
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006

Das ist unklar. Zum einen hat man das Problem von hinterher ist man immer schlauer, wenn man den Showdown gesehen hat. Die gezeigte Hand ist ja ziemlich überraschend. Zum anderen sind die Hände, die ich nicht drin habe, von unterschiedlicher Natur. Daher kann man nicht schliessen, wenn er diesen Gutshot auf diese Weise gespielt hat, dann hätte er es mit anderen auch getan, oder dann hätte er Hände anderer Art (AK/AQ) auch so gespielt.

Was ähnliches wie KT wäre am Flop KK/QQ gewesen. Das wären Gutshots ohne viel Showdownvalue, die am Turn aber nichts treffen. Also spielt er sie am Flop vielleicht auch so, am Turn aber wahrscheinlich doch anders. AK/AQ sind auch Gutshots, aber mit weit mehr Showdownvalue. Die kann er natürlich auch überspielen. Bei KT kann man aber annehmen, dass er am Flop genau wusste, dass er damit keinen Vorteil hatte. Bei AK/AQ kann er sich schlicht irren. Aber auch diese Hände treffen am Turn nichts. Die Turnbet war mit Sicherheit davon geprägt, dass er Trips getroffen hatte und sich dann wieder im Vorteil wähnt.

Aber im Grunde macht das nicht viel Unterschied. Wenn man davon unabhängig analysiert, dass ein Cap am Flop auch bei besserer Einschätzung des Gegners gut gewesen wäre, dann ändert daran das zweifelhafte Spiel des Gegners nichts. Das ist dann halt nur um so mehr so. Und nach einem Cap hätte er am Turn anders weitergespielt, da du ja die Initiative hattest. Ob er da mit den Trips geraist hätte weiss man nicht. Cap am Flop geht ja schon sehr stark Richtung Set/Straight. Dagegen richten auch Trips nicht viel aus.

Bevor man den Showdown gesehen hatte, gab es keine Hinweise darauf, dass er einen Gutshot mit 3-bet Flop spielen würde. Das ist zwar eine der Hände mit den meisten Outs zum Bluffen, aber Bluffs ohne Foldequity ergeben nicht viel Sinn. Allerhöchstens kann man vermuten, dass das eine 3-bet für free Card am Turn gewesen war. Das wäre eine Taktik, die einen gewissen Sinn hat, sie ist aber bei nennenswerter Gefahr, dass es weitere Raises gibt, sehr problematisch. Ein Cap hätte dem einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht, da er dann für die Turnkarte 1 BB mehr bezahlt als er mit einem Call nach Checkraise hätte zahlen müssen und die kostenlose Turnkarte hätte er dann auch nicht bekommen. Als Cap für kostenlose Turnkarte ist das wesentlich besser, da der Gegner dann nicht weiter am Flop raisen kann. Oder man macht es, wenn die Gefahr gering ist, dass der Gegner weiter raist. Hier hatten Sets und Straights bereits einen erheblichen Anteil an deiner Range und da besteht dann oft die Gefahr eines Caps.


Antwort
Zitat
marekn Themenstarter
marekn
Beigetreten: 25.07.2008

Okay.
Vielleicht hat er auch mehr auf seine Hand geschaut, und gerade am Turn nur noch seine Trips gesehen (obwohl ich Ihm das gar nicht
zutraue).
Ich werde das auf alle Fälle bei dem Gegner weiter beobachten. Möglicherweise spielt er in diesen Situationen ja immer so aggressiv.


Antwort
Zitat
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