Laut Gold Artikel über Starting Hands und Equity sollte man im BB mit 35% callen:
Equity = (D – 1)/(2*D + 0,5) = 3/(2*4 + 0,5) = 3/8,5 = 35%
Laut Artikel, sollte man natürlich ein bisschen mehr equity haben wenn die Hand eine schlechte Playability hat aber man darf auch ein bisschen looser spielen wenn die Hand eine Gute Equity hat.
Jetzt meine Frage, gegen ein raise aus UTG, sollte man KJs defenden. Gegend die Standard Range von UTG haben wir 34%. KJs ist als Hand mit Gute Playability bekannt weil die Ja suited ist und auch zwei straight Möglichkeiten hat. Anderseits ist für mich die Hand so sehr vom Range von UTG dominiert, dass ich erstaunt bin dass man hier trotzdem ein call findet. Es wird viel öfters passieren dass man ein Top Pair trifft und dominiert wird (und ein call down machen muss) als man ein draw flopped. Ausserdem, die 35% vom Formel kommen daher dass man im Schnitt Postflop nur ein 4SB Pott aufbauen wird. Dies scheint mir wenig zu sein. Ist Ja Klar dass man den Pot oft augeben wird weil man nichts trifft, aber es wird auch schon passieren dass man ein extrem grossen pot bildet (z.B. mit two pair gegen two pair, flush vs flush, ...) und dies muss den Pot-Schnitt schon höher bringen als 4SB.
Wer bleibt also für ein call mit KJs aus dem BB gegen UTG? Da die Situation nicht so oft vorkommt, kann ich natürlich nicht einschätzen wie es praktisch klappt oder nicht. Es könnte sein dass ich zufällig in dem Spot im Plus bin weil ich oft gegen fish gespielt habe, oder dass ich im Minus bin weil ich Bad Beats mitgemacht habe, deswegen finde ich es besser nicht Result-Orientiert zu schauen ob es klappt oder nicht, sondern hier fragen was ihr davon hällt.
Inzwischen habe ich eine neue Charts vorbereitet, mit dem ich aus dem BB weniger defend. Die Idee ist auch dass fals die Gegner es merken und deswegen öfters raisen, ich eine noch grössere Equity gegen deren Range habe und dies laut meine Rechnungen mehr als die BB die ich aufgebe kompensiert.