Nachdem ich mich letztens verklickt habe und ich die 3-bet des BB gegen meinen Stealraise aus dem SB mit einem Cap beantwortet habe, habe ich mir Gedanken zum Bluffen im FL gemacht. Anders als im NL steht nie der komplette Stack auf dem Spiel.
Nachdem Cap war mir klar, dass ich jetzt eine starke Hand repräsentieren muss und hab weiter Gas gegeben, was dazu führte, dass ich den Pot ohne Showdown gewonnen habe.
Aber:
- sowas funktioniert nur bei Gegner die tight sind und einen niedrigen WTS-Wert haben
- Der Gegner sollte mitdenken und nicht einfach alles runtercallen
- das Board sollte dafür geeignet sein, am besten wäre es wohl dry, dass man ein hohes Pocket repräsentieren kann.
- funktioniert nur gegen 1 Gegner, weil sonst der Pot zu groß wird und möglicherweise die Odds für einen Call gegeben sind und/oder jemand top oder midpair runtercallt.
?
Im Gegensatz zum NL kann man keinen wirklichen Druck aufbauen, sollte man also schon Preflop viel Stärke zeigen ?
Disclaimer:
Die Spielweise ist nicht zu empfehlen und nur in sehr sehr wenigen Fällen erfolgreich und auch nur gegen Gegner, auf die man sehr gute Reads hat.
Mich interessiert, ob so ein pure Bluff, also kein Checkraise auf einem drawlastigen Board oder eine Standardbet im unraised Pot HU, theoretisch irgendwann mal sinnvoll sein kann.
Dann die Frage nach der Position, wenn ich an einem sehr tighten Tisch sitze und ebenfalls ein tightes Image habe, kann man dann UTG-Raises machen, weil die mehr Stärke vermitteln als ein Raise vom BU ?