Die 66%-Regel ist am River wichtig, am Flop gilt sie mit Einschränkungen...
Aus dem Gold-Forum:
Original von frib
Grundsätzlich kommt die 66 % - Regel von der Annahme aus, dass ALLE BESSEREN HÄNDE uns 3betten, und ALLE SCHLECHTEREN CALLEN.
In der Realität ist es allerdings nicht ganz so einfach, nur von 66% auszugehen, sondern die Grenze kann sich verschieben, abhängig davon sind viele Faktoren:
- Villain wírd natürlich nur knapp bessere Hände, die uns aber oft schon crushed haben (z.B TPTK vs TP2ndK) nicht immer 3betten, dafür aber vielleicht auch mal schlechtere (Semibluffs)
- Villain blufft selbst, hier macht ein Raise oft eh keinen Sinn
- GANZ WICHTIG: Position. Es gibt halt gerade OOP oft die Situation, dass wir vielleicht die nötige EQ nicht haben, aber dann am Turn nur von besseren Händen eine Bet bekommen, aber schlechtere behindchecken. Hiermit müssen wir dann halt versuchen die Ini zu bekommen, um Gegner dazu zu bringen, auch mit schlechteren Händen zu bezahlen.
Alles in allem ein sehr komplexes Thema, und die exakte nötige EQ lässt sich eigentlich nur bestimmen, wenn man wirklich genau weiß, wie Villain spielt
In der von dir geposteten Hand ist genau so ein Fall, in dem das ganze recht stark von der Turnaction von Villain abhängt:
- Wie loose wird er am Turn raisen, wenn wir cr Flop spielen (raist er nur gute Hände, haben wir natürlich nen easy c/r Flop, weil wir dann auf den Turnraise mit unseren2 Outs easy folden können)
- Wie oft c-bettet er am Turn ui?
Als default würde ich hier aber trotzdem erstmal c/r
Finde ich eine gute Ausführung von Frib.
Zusammenfassend kann man sagen EQ ist nicht alles, es kommt sehr darauf an wie Villain und Hero an den späteren Streets weiter spielen. Je passiver Villain ist desto näher kannst du dich mit deinem c/r den 50% EQ nähern.