Original von SlowLarry
Original von SlowLarry
nochmal zur formel:
p(f) > V-H-EQ*(2*H-2*V) / (P+V+H-EQ*(P+2*H))
sind wir uns da einig?
Das soll die Bedingung für EV(raise) > 0 sein, V=Villainbet, H=Herobet, P=Pot vor Gegneraktion? Schaut spontan nicht schlecht aus, muss ich mir aber nochmal in nüchternem Zustand anschauen
In nüchternem Zustand fällt mir dann auch auf, dass das nicht die Bedingung für EV(raise) > 0 ist, sondern für EV(raise) > EV(call) ;). Die Formel stimmt aber so.
Falls es sonst noch jemand nachvollziehen will:
Wir spielen HU um einen Pot der Größe P, wobei wir die Equity EQ gegen die Range des Gegners besitzen. Villain bringt die Bet V, wir haben die Wahl zwischen einem Call und einem Raise der Höhe H. Auf letzteren möge der Gegner mit der Wahrscheinlichkeit p(f) folden.
Im Gewinnfalle (Wkeit EQ) gewinne ich per saldo P + V, im Verlustfalle (Wkeit 1-EQ) verliere ich den gecallten Betrag.
=> EV(call) = EQ(P+V) - (1-EQ)V
Raise ich, so gewinne ich den Pot P+V, falls der Gegner foldet. Tut er dies nicht, so gewinne ich trotzdem mit der Wkeit EQ den Pot P+H (H ist hier der vom Gegner gecallte Raise) und verliere mit der Wkeit 1-EQ den geraisten Betrag H.
=> EV(raise) = p(f)*(P+V) + (1-p(f))*[EQ(P+H) - (1-EQ)H]
Die Bedingung EV(raise) > EV(call) führt nach einigen trivialen Umformungen auf obige Formel von Hazz.
Die Berechnung ist übrigens nicht 100%ig sauber, da sie davon ausgeht, dass die Ereignisse "Gegner foldet nicht" und "Hero gewinnt kraft seiner Equity" unabhängig sind. Das EQ in der EV(raise)-Formel ist eigentlich eine bedingte Wahrscheinlichkeit, in der EV(call)-Formel aber nicht.
Anders ausgedrückt: Meine Equity hängt ja von der Range des Gegners ab. Nach dem Call meines Raises H muss ich Villain eigentlich eine bessere Range geben, als nach seiner Bet V.
Folgende Formel:
p(f) > V-H-EQ*(2*H-2*V) / (P+V+H-EQ*(P+2*H))
Stimmt die wirklich? Auf Grund der ganzen "Minusse" im Zähler bekomme ich eine negative Wahrscheinlichkeit raus, als ich versuchte das Bsp aus dem Semibluffartikel nachzurechnen.
edit: ich hab mir mal die arbeit gemacht und EV(Call)<EV(Raise) selbst danach aufgelöst. Wenn ich keinen Fehler gemacht habe müsste man die Formel oben mal -1 nehmen damit es stimmt und V und H in der Klammer im Zähler vertauschen.
also: p(f) > -V+H+EQ*(2*V-2*H) / (P+V+H-EQ*(P+2*H))
Artikel: http://www.pokerstrategy.com/de/strategy/fixed-limit/77/
P = 6,25
H = 2
V = 1
EQ = 0,326
Wenn ich nichts falsches eingesetzt habe und mich nicht verrechnet habe folgt: p(f) > -0,279 (!?!?!)
Dann habe ich mir die einzelnen Formeln geschnappt:
EV(call) = EQ(P+V) - (1-EQ)V
EV(raise) = p(f)*(P+V) + (1-p(f))*[EQ(P+H) - (1-EQ)H]
Für die Werte oben folgt:
EV(call) = 1,6895
das habe ich dann mit EV(raise) gleichgesetzt (für den breakevenpoint) und komme auf p(fold) = 0,5889
Warum kommt Hotte dann auf:
Es gilt: EV Semibluff > EV call, wenn P(Fold) > 0,35 / (0,674 * 6,25 + 0,35)) = 0,077
Wo ist der Unterschied der Formeln? So wie ich es momentan verstehe dürfte es keinen geben. Am Runden liegts wohl nicht. Da komme ich auf p > 0,0763.
Zu guter letzt habe ich noch ein anderes Problem 
Ich habe mir selbst mal Gedanken gemacht wie man das mathematisch fassen könnte (bevor ich gemerkt habe dass es Artikel + Thread schon gibt) und bin auf folgende Formel gekommen (Bezeichnungen wie bei euch).
EV(raise) = p(f)*(P+V) + (1-p(f))*[EQ(P+2H) - (1-EQ)H]
Fett ist der Unterschied zu eurer Formel (ich bin stolz dass er nur so gering ist ;). Der Teil um den es mir hier geht ist folgender: Villain foldet auf den Semibluffraise nicht und Hero gewinnt trotzdem (nach seiner EQ). Die Frage ist dann: Mit welcher Potsize muss man rechnen? Ihr habt mit mit 1H gerechnet ich mit 2H.
Wo ist mein Fehler? Ich gehe davon aus, dass man hier den eigenen Raise Betrag nicht mitzählen darf bei der EV Berechnung, sondern dass dieses 1H der Call von Villain ist, aber nicht Heros Raise. Richtig? Wenn das so ist, warum? 
editXY: genau so ist es wohl. richtig ist also:
EV(raise) = p(f)*(P+V) + (1-p(f))*[EQ(P+H) - (1-EQ)H]