Wenn du einen Raiser vor dir hast, dann kannst du nur mit einer Hand spielen, die eine gute Equity gegen den Raiser hat. Die solltest du dann reraisen, um den Raiser zu isolieren. Callst du, lädst du nur noch mehr Spieler hinter dir in die Hand ein und du hast keine Position mehr. Die einzige Ausnahme davon ist das Spiel im big Blind, weil man da niemand mehr isolieren kann. Das Verhältnis zwischen call und Reraise ist von den Kosten her auch deutlich teurer als in den anderen Positionen. Dafür hat man einen Positionsnachteil. Im big Blind reraist man am besten nur dann, wenn man einen deutlichen Equityvorteil hat.
Ein Reraise ist auch wichtig, weil man damit die Initiative erhält. Initiative hat viele Vorteile, unter anderem erzeugt sie Foldequity auf dem Flop. Callst du nur cold, hat dein Gegner die Initiative und stellt dich auf dem Flop mit seiner Contibet vor Probleme.
Der Maniac hinter dir ist in dieser Situation vorteilhaft. Er wird dich mit vielen schlechteren Händen reraisen und damit Foldequity gegen die anderen Spieler erzeugen. Der Maniac isoliert sich selbst gegen dich mit einer unterdurchschnittlich schlechteren Hand. Gut für dich. Nach dem Flop kommt man dann kaum noch von der Hand runter, dafür wirkt sich der preflop Vorteil auf lange Sicht auch aus.
Es ist auch vorteilhaft, einen Maniac direkt vor sich zu haben. Das erlaubt das umgekehrte Spiel: der Maniac raist einen Spieler vor sich (oder eröffnet mit einem Raise), dann reraist du ihn, als ob er nicht da wäre. Gegen einen Maniac ist jede Hand, die einen normalen Raise wert wäre, ein Reraise wert. Damit isolierst du häufig den Maniac, bekommst Position auf ihn und hast häufig die bessere Hand. Ich spiele sehr gerne gegen Maniacs, wenn ich Position habe.