Zum Forum springen
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Geschlossen] Loose 3Bets preflop: Wie am besten adapten?

13 Beiträge
11 Benutzer
0 Reactions
1,127 Ansichten
SunTzu81
Beigetreten: 08.08.2006
BlackMember

Ich tue mich in letzter Zeit ab und zu mal schwer mit Leuten wie Hatidza auf PP, die durch sehr loose 3Bets am BU und im SB (teilweise auch BB) auffallen. Darüberhinaus laufe ich auch sehr oft in Gegner, die eine extrem große 3Betting Range im BB gegen SB Open Raises haben.

Ich glaube, dass ich bisher nicht oder nur unzureichend dagegen adapte und hätte deswegen jetzt gerne mal ein paar Meinungen, was die beste Response ist.

Ich sehe im wesentlichen 3 Möglichkeiten, so ein Preflop Play zu exploiten:

1. Mehr (down)callen
2. Mehr cappen und Initiative beibehalten
3. Mehr bluffen und semibluffen postflop

Die beste Strategie wird natürlich immer alle Elemente zu gewissen Teilen beinhalten, aber die Varianz steigt in jedem Fall dadurch.
Das Erweitern der Calling Range hat vor allem Bluff Induction Value, man fühlt sich aber immer wieder so bescheuert dabei, wenn die Air Hand am River doch noch das Pair macht.
Cappen wiederum committet zu mindestens 2 Barrels postflop und kann einen auch in eklige Positionen bringen. Außerdem will man aus Metagame Gründen nur äußerst ungern b/f Flop nach PF Cap spielen, was sich bei dieser Variante aber kaum vermeiden ließe.
Häufigere Free SD Raises wären vielleicht noch eine 4te Alternative, allerdings denke ich, dass die entsprechend sicheren Spots gegen LAG Aggromaten einfach zu selten sind.


12 Antworten
Tanzhase
Beigetreten: 14.02.2006
BlackMember

Am besten 1+2+3, oder eben etwas tighter werden.


storge
Beigetreten: 09.08.2005
Oldschool Grinder

Original von Tanzhase
oder eben etwas tighter werden.


Nani74
Beigetreten: 15.12.2005
BlackMember

mit dem tighter werden ist imo in den mid/highstakes der falsche ansatz, weil die spieler weichen ihre 3betrange nicht umsonst auf, denn sie wollen eben dass du weniger attackierst. Und damit erreichen sie ihr Ziel -> entsprechend fällt ihnen natürlich auch auf dass ihr dann tighter werdet und passen ihr Spiel entsprechend an, so dass Du immer ein Schritt zu spät bist.

Es gibt also 2 Situation die zw. soliden Spielern dieser Stakes vorkommen.

1. Wie oben beschrieben adapted der eine Spieler auf die Spielweise des anderen usw. . Ist meiner Meinung nach aber zu aufwendig bei zu wenig Ertrag und begrenzt die multitablingmgl.

2. Man spielt einfach ein komplett gebalanctes Spiel wo man nur gegen grobe Gegnerkategorien spielt.

Auf den ultrahighstakes 1k/2k aufwärts würde ich zu 1. tendieren, aber alles was drunter ist also 250/500 bis runter 50/100 würden ich GEGEN SOLIDE ADAPTIONSFÄHIGE Spieler eher zu 2. tendieren. Es spricht natürlich nichts dagegen spezielle Reads die man in einer Session aufschnappt zu nutzen, aber als rote Linie würde ich eher aufs Balancing als aufs Exploiten achten.


Umumba
Beigetreten: 22.04.2006
BlackMember

Imo sollte man speziell Hatidza aka Hangapanga sehr wohl versuchen zu exploiten. Wenn ich aufpasse, openraise ich gegen ihn halt etwas tighter, aber da ich oft nicht aufpasse, kann er das auch nicht dauerhaft merken. ;)


NoSekiller
Beigetreten: 29.08.2006
Oldschool Grinder

Original von Umumba
Imo sollte man speziell Hatidza aka Hangapanga sehr wohl versuchen zu exploiten. Wenn ich aufpasse, openraise ich gegen ihn halt etwas tighter, aber da ich oft nicht aufpasse, kann er das auch nicht dauerhaft merken. ;)

unaufmerksamkeits-deception :heart:


kombi
Beigetreten: 20.08.2006
Elite Grinder

Ich mag Nanis Post.

Die Frage ist halt wo man die Grenze zw. solide+adaptionsfähig und Monkey zieht. ;>


schiep
Beigetreten: 11.04.2006
BlackMember

Etwas tighter werden ist gegen Leute wie Josipina, gerade aus dem SB, definitiv richtig. Es ist halt dann ein Exploit, weil bestimmte LAGs nicht verstanden haben, zu readapten, also weniger zu 3betten + sie einen hohen WTS haben (man also mit marginalen Händen nicht gut backfiren kann). Pure Aggression mit purer Aggression zu kontern ist oft der falsche Ansatz.
Adaption ist in 6handed games eh überbewertet, in so einer shortterm Zeit kann man halt auch einfach mal schlechte Haende haben und deshalb etwas weniger openraisen. Oder man macht es einfach situationsabhängig, sprich hat man gerade viele Haende, die man openraisen kann, wird man einen Tick tighter und wenn man dauernd nur Trash hat, raist man wieder seine Defaultlines - also falls ihr glaubt, dass sie tatsächlich adapten würden.


Nani74
Beigetreten: 15.12.2005
BlackMember

Die Frage ist halt wo man die Grenze zw. solide+adaptionsfähig und Monkey zieht. ;>

Wenn man erkennt das ein Spieler die selbe Handstärke anders gegen Dich gespielt hat und der Grund dafür rational aus deinem bisherigem Spiel ableitbar ist, dann ist er adaptionsfähig. Und solide bezeichne ich Spieler bis 32 Vpip, alles was drüber ist is eh freewin.


TheJoker
Beigetreten: 17.01.2005
BlackMember

einfach hitten wo is das problem?


Coach
kobeyard
Beigetreten: 02.02.2006
BlackMember

Original von schiep
Etwas tighter werden ist gegen Leute wie Josipina, gerade aus dem SB, definitiv richtig. Es ist halt dann ein Exploit, weil bestimmte LAGs nicht verstanden haben, zu readapten, also weniger zu 3betten + sie einen hohen WTS haben (man also mit marginalen Händen nicht gut backfiren kann). Pure Aggression mit purer Aggression zu kontern ist oft der falsche Ansatz.
Adaption ist in 6handed games eh überbewertet, in so einer shortterm Zeit kann man halt auch einfach mal schlechte Haende haben und deshalb etwas weniger openraisen. Oder man macht es einfach situationsabhängig, sprich hat man gerade viele Haende, die man openraisen kann, wird man einen Tick tighter und wenn man dauernd nur Trash hat, raist man wieder seine Defaultlines - also falls ihr glaubt, dass sie tatsächlich adapten würden.

kann ich einschränkungslos unterschreiben

gerade den ansatz, feuer mit feuer zu bekämpfen, finde ich nicht super smart. in einigen fällen, bei einigen gegnern macht das sinn, je mehr die leute aber zum maniac-dasein tendieren, desto schlechter ist diese form der adaption.

prinzipiell sind imho 2 dinge zu beachten:

1. preflop bisschen tighter
2. je nachdem wie hoch die contibet-turn-frequenz ist (in 3betted-pötten idr sehr hoch) häufig c/c c/r spielen um peels zu balancen. gleichzeitig auch konsequent c/f flop mit händen, die man am turn fast nie weiterspielen kann. dieses spiel solange, bis sie nur noch wenig contibetten am turn, dann viele c/r am flop.

auch mit looseren caps sollte man experimentieren, da einige LAGs darauf doch verhältnismäßig tight folden am turn, gerade wenn ihr bis dato ein sehr solides image habt (nur gegen thinking LAGs sinnvoll)


firsttsunami
Beigetreten: 23.01.2006
BlackMember

Original von TheJoker
einfach hitten wo is das problem?

:heart:


Nani74
Beigetreten: 15.12.2005
BlackMember

auch mit looseren caps sollte man experimentieren, da einige LAGs darauf doch verhältnismäßig tight folden am turn

kann mich da an einen HangaPanga erinnern, da war das exakt die Spielweise wie man ihn geknackt hat, kA ob der immer noch auf Party spielt.


Teilen: