Einige Fragen zur Aktion auf eine Continuation Bet (CB):
Standardmäßig entsteht die Lage wie folgt: Wir erhöhen am Button, der BB geht mit. Insgesamt befinden sich also die Blinds (0,75 BigBet), unsere Erhöhung (1BigBet) und der weitere Einsatz des BB (0,5 BigBet), mithin 2,25 Big Bet im Pot.
Der Flop kommt und wir treffen ihn – wie in zwei Drittel aller Fälle – nicht. Der BB checkt zu uns.
Hier gilt der Satz, dass wir immer setzen. Schließlich hat auch der Gegner den Flop zumeist verfehlt und wir setzen eine Small Bet in einen Pot von 2,25 BigBets = 4,5 Small Bets, erhalten also Potodds von 1:4,5. Der Pot ist jetzt 2,5 BigBets oder 5 Small Bets groß.
Nun kennt der Gegner diese Überlegung aber auch, das heisst, er weiss, dass wir in zwei Drittel aller Fälle keine starke Hand halten und trotzdem setzen. Für ihn stellt sich die Lage so dar, dass er für einen Call Pot-Odds von 1:5 erhält. Lohnt sich unter diesen Voraussetzungen nicht in 100% der Fälle weiter zu spielen?
Der Gegner muss jetzt freilich seine Standard-Line, wenn er etwas getroffen hat (check/raise) mit dem Call, wenn er nichts getroffen hat, balancen, aber sind die Pot-Odds nicht auch dann noch überzeugend, wenn er raist oder seine Standardline variiert und c/c Flop spielt, um auf dem Turn Stärke zu markieren?
Mir ist schon klar, dass ich das Rad hier niht neu erfinden kann, meine Überlegungen also falsch sein müssen; ich wäre aber dankbar, wenn mir jemand den Denkfehler aufzeigen könnte.