Nachdem ich mittlerweile einige tausend Hände gespielt habe, fange ich allmählich an, mir Gedanken über die Intentionen von Preflopspielzügen laut SHC zu machen. Größtenteils habe ich auch zumindest grob eine Idee, wieso manche Karten geraist oder gelimpt werden abhängig von der eigenen Position und den vorherigen Aktionen der Gegner.
Bei zwei Dingen bin ich mir noch ein wenig unklar. Das sind zum einen Pocket-9er und 10er, die aus Early Position in der Regel geraist werden. Mein Problem damit ist, dass ich meistens eigentlich nur gecallt werde, wenn jemand wenigstens einen Jack oder besser auf der Hand hat. Das heißt, wenn ich Overcards auf dem Board bekomme, was sehr wahrscheinlich ist, bin ich meistens in einer WA/WB Situation.
Daher meine erste Frage, wieso der Preflopraise und nicht einfach ein Limp, um auf Setvalue zu spielen, und wie sollte man die beiden Hände Postflop vom Prinzip her spielen?
Dann stehen noch kleine suited Aces zur Debatte, die man aus Late Position spielen kann. Folden alle vor mir, raise ich mit der Intention, hauptsächlich die Blinds zu stehlen und habe im Falle eines Calls mit dem Ass und meiner Position eine gute Ausgangslage für das Postflopspiel.
Wie sieht's aber aus, wenn vor mir Gegner gecallt haben und ich laut SHC limpen soll? Da sehe ich das Problem, dass Fische gerne irgendwelche Aces limpen und ich nicht selten dominiert bin. Mit der Beikarte werde ich auch nicht unbedingt oft am Flop ein Toppair treffen.
Dann hätte ich natürlich noch Chancen auf eine Straight für A2-A5, allerdings wird das meistens nur ein schwacher Gutshotdraw sein, den man in vielen Fällen nicht profitabel weiterspielen kann, weil man nur 4 Outs hat.
Eine weitere Möglichkeit wäre dann die geringe 6%-Chance auf den höchsten Flush.
Meine zweite Frage ist, wieso sollte man kleine suited Aces in late position limpen, was will man damit erreichen und wie spielt man diese Hände postflop?