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Beginnerfragen zu Wahrscheinlichkeiten und Samplesize

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Mediton
Beigetreten: 01.02.2011
Poker Player

Guten Abend Community,

Ich kämpfe mich gerade durch grundlegende Verständnisfragen. Ich werfe diese einfach mal in den Raum.

1) AA vs KK. AA gewinnt in 84,5%. Bezieht sich das auch auf die folgenden Setzrunden? Ich mache alles richtig, wenn ich preflop AI gehe. Sollte dies nicht der Fall sein, ist ein Fold auf einem einfarbigen, für uns ungünstigen Flop nur Schadensbegrenzung, wenn Villian auf unsere CBet raised? Wäre er preflop AI gegangen, wäre das Geld sowieso schon in der Mitte.

2) Ebenso bei einem AI preflop, wenn wir KK halten. Beziehen sich hier die rund 82% (bei einem Gegenspieler) auf die Chance, die Hand in 82% der Fällen zu gewinnen?

3) Wenn ich mir einen Coinflip anschaue, haben wir eine 50/50 Chance. Wir setzen auf Kopf, es erscheint Kopf. Haben wir nun wieder eine 50% Chance Kopf zu treffen, oder nur noch 25%, da Kopf schon einmal erschienen ist?

4) Ich lese des häufigeren, dass man (zum Beispiel) NL2 mit einer gewissen Anzahl von Händen schlagen sollte. Mit einer Samplesize von 50.000 Händen benötige ich 12BB/100Hände, damit ich auf $120,00 komme. Knapp soviel, um auf NL5 auzusteigen. Wenige Leute möchten sich zu einer geringen Samplesize äußern, da diese nicht aussagekräftig ist. Viele sagen aber auch, dass NL2 Kindergarten ist und durchaus 40BB/100 zu erzielen sind. Woran orientiere ich mich während der NL2 Phase?

5) Kann man nicht schon bei 3000 Händen sagen, ob 74,8% CBET (50% Flop CBSucess), gut, naja, oder schlecht ist? Mit VPIP% 11 bin ich wohl realtiv tight (nach SHC, BSS), finde den Gedanken aber schwierig, dass die nächsten 10.000 Hände so spielbar sind, um diesen niedrigen VPIP% auf rund 20% auszugleichen. Lassen sich denn nicht hier schon falsche oder richtige Verhaltensmuster ableiten?

Gibt es denn da jemand, der sich das Ganze mal in der Summe bei niedriger Samplesize anschauen möchte, um ein paar Gedanken loszuwerden?

Viele Grüße
Mediton


Antwort
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5 Antworten
rgz65
Beigetreten: 20.10.2010
Oldschool Grinder

1) Die genannte Prozentzahl bezieht sich immer auf die Situation die du gerade betrachtest, in deinem Fall Preflop. Stell dir mal vor bei AA vs AK ist AA natürlich deutlicher Favorit, kommt dann zum Beispiel KKK am Flop haben wir 0% Gewinnwahrscheinlichkeit, die Situation hat sich verändert und es wäre nich so schlau weiteres Geld zu investieren (wenn wir die gegnerischen Karten kennen würden). Du musst also jedesmal sobald neue Informationen da sind neu evaluieren.

2) verstehe die Frage nicht.

3) Die Wahrscheinlichkeiten ändert sich nicht. Bzw wenn wir nen Würfel betrachten und eine 6 gefallen ist, wieso sollte bei einem erneuten Wurf sich die Wahrscheinlichkeit ändern?(vllt mal stohastische Grundkenntnisse anschauen unter diesem Aspekt was sind Wahrscheinlichkeiten & (mögliche) Ereignisse)

4) nach 50k Hands sollte aufjedenfall eine Tendenz erkennbar sein, mehr braucht man letztlich nicht. Deine genaue Winrate wirst du gerade am Anfang eh nie bestimmen können da du dich ja auch weiterentwickelst etc.
Es gibt keine Spieler die Nl2 mit 40bb/100 schlagen. Du findest ja auch keine Spieler auf Level eines Messis oder Ronaldos in der Kreisklasse. Und selbst die genannte 12bb/100 WR ist schon eine sehr hohe Winrate, die vermutlich nicht mal ne Handvoll Spieler haben. Die Winrate gibt ja quasi deinen Skill im Verhältnis zum Playerpool & Rake an (daher ist die Winrate auch höher wenn du tableselectest und versuchst gegen möglichst viele schlechte Spieler zu spielen und Rake ist auch nicht außer Acht zu lassen). Wie du sagst bist du selber Einsteiger und gegen genau solche Leute (oder welche die sich kaum weiterentwickeln) spielst du auf NL2. Je höher das Limit umso besser die Konkurenz und somit musst auch du mehr drauf haben um longterm konkurrieren zu können.

5) Kenn mich jetzt nicht mit der Varianz einzelner Stats aus um dir die Frage bezüglich der Aussagekraft von 3k Hands zu beantworten. Ohne genauere Erläuterung zu der Situation kann man auch den Rest der Frage nicht beantworten. Es kommt auf die Situation an und wir bräuchten dann auch die Stats auf die Situation bezogen. 11% Vpip im Allgemeinen ist viel zu Tight, was für das erlernen der Grundlagen aber ein guter Ansatz ist. Wenn du weniger Hands spielst machst du auch weniger Fehler, während du erste Konzepte lernst und Erfahrungen sammelst.

Falls du genauere Infos zu deiner DB haben willst dann Screenshotte doch einfach mal etwas und poste es hier. Wird bestimmt jemand dann antworten.


Antwort
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herbsch
Beigetreten: 27.06.2007
BlackMember

Ergänzend zu der ausführlichen Antwort:
VPIP 11 (auf 6max) ist nicht etwas zu tight sonder schon NIT ( viel zu tight)
Wenn du dein Spiel verbesserst brauchst du NICHT den Durchschnitt der vorherigen Hände ausgleichen, du kannst dir ja dann den jeweiligen Zeitraum betrachten.
Über deine Basiswerte VPIP, PFR UND 3BET hast bereits nach 1000 Händen eine brauchbare Info.
LG herbsch
Präzisiere Frage 2 mal


Antwort
Zitat
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006
Elite Grinder

2) Du hast KK, der Gegenspieler AA. Dann hat er 82% Gewinnchance, du 18%. Bei KK gegen QQ haben die KK 82%.


Antwort
Zitat
Mediton Themenstarter
Mediton
Beigetreten: 01.02.2011
Poker Player

Vielen Dank Euch drei, für die Erläuterungen!


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Moderator
Eem01ofEEnGe
Beigetreten: 02.05.2011
Poker Player

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