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Kneipendiskussion

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StephanN
Beigetreten: 18.08.2007

Und was ist mit FC Bayern? Da ist der Erfolg erarbeitet und dadurch natürlich viel cooler, trotzdem macht es mir oft die Bundesliga kaputt weil es so einseitig ist.

am coolsten ist für mich oft das Abstiegsdrama, da gibt es oft Überraschungen und jeder hat eine Chance.

aber gut ich sehe auch keine Möglichkeiten der Optimierung und bin mit dem Produkt ganz zufrieden.


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Moderator
krong
Beigetreten: 26.12.2005

Zwischen Scheichclubs und Kreisliga gibts ja glücklicherweise noch ausreichend Fußball, den man auch als Fußballromantiker verfolgen kann...


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Zitat
NoG2k5
Beigetreten: 19.02.2005

Original von StephanN
Und was ist mit FC Bayern? Da ist der Erfolg erarbeitet und dadurch natürlich viel cooler, trotzdem macht es mir oft die Bundesliga kaputt weil es so einseitig ist.

am coolsten ist für mich oft das Abstiegsdrama, da gibt es oft Überraschungen und jeder hat eine Chance.

aber gut ich sehe auch keine Möglichkeiten der Optimierung und bin mit dem Produkt ganz zufrieden.

Joa wie man es sehen möchte...... Man könnte jetzt wieder die Themen "geschenktes" Olympiastadion, Steuertricks dank der CSU oder die Kirch-Affäre erwähnen, aber das würde die Kneipendiskussion sprengen :f_drink:


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Kleeblatt1903
Beigetreten: 28.04.2006

Original von johngone

Original von NoG2k5
So ist das heute wohl leider.

So war es schon immer und es ist doch auch völlig normal. Wären die Katar Scheichs nicht da, wären es halt andere Sponsoren oder Geldgeber. Fußballvereine sind halt am Ende des Tages halt auch nur Firmen die profit machen wollen und am Ende ist Fußball für viele auch Entertainmeint. Ich schaue mir jedenfalls lieber Barcelona gegen Liverpool an als Cottbus gegen Aue.

Wem das nicht gefällt der kann sich ja Sonntags in der Kreisliga bei seinem Dorfclub seiner Wahl den "echten" Fußball mit noch halb besoffenen, bierbäuchigen Männern anschauen die keinen Pass über 2 meter spielen können.

Genau diese Haltung ist Teil des Problems. Wenn Fußball nur noch als „Entertainmentprodukt“ verstanden wird, verlieren wir das, was ihn eigentlich ausmacht: Gemeinschaft, Identität, Leidenschaft – unabhängig von Glamour und globaler Vermarktung.

Ja, Geld spielt im Fußball schon lange eine Rolle. Aber zwischen „es war schon immer so“ und dem heutigen Ausmaß liegen Welten. Früher hatten Vereine regionale Verwurzelung, heute gehören sie Hedgefonds oder Staaten mit zweifelhafter Menschenrechtslage. „Normal“ ist es nicht, wenn sportlicher Erfolg zunehmend davon abhängt, wer sich den größten Investor leisten kann.

Und dieser Spott über den Amateurfußball ist respektlos. Gerade dort findet man noch Werte wie Ehrenamt, Nähe zu den Fans und ehrlichen Wettbewerb. Ohne diese Basis würde der Profifußball überhaupt nicht existieren – das ist keine Witzveranstaltung mit Bierbäuchen, sondern das Fundament des gesamten Systems.

Es geht nicht darum, Barcelona gegen Liverpool schlechtzureden. Es geht darum, ob wir zulassen wollen, dass der Fußball nur noch Spielball von Konzernen und Autokratien ist – oder ob wir als Gesellschaft, als Fans, klare Grenzen ziehen.
just sayin


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Zitat
Kleeblatt1903
Beigetreten: 28.04.2006

Und noch als Ergänzung:
In Deutschland gehören die Vereine nicht irgendeinem Scheich oder Milliardär, sondern den Mitgliedern. Das ist kein veraltetes Romantikmodell, sondern ein Schutzmechanismus: vor Willkür, vor Ausverkauf, vor genau der Entfremdung, die du hier scheinbar ganz locker abnickst.

Wer „Geld ist Geld“ sagt, ignoriert, was dabei auf der Strecke bleibt:
Mitgliedermitbestimmung, Vereinsidentität, faire Wettbewerbsbedingungen – alles zugunsten von Investoren, die im Zweifel schneller wieder weg sind, als du „Financial Fair Play“ sagen kannst.


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johngone
Beigetreten: 22.05.2019

Du hast recht, das mit dem Amateurfußball war tatsächlich respektlos, ich weiß selbst wie viele Leute da sehr viele Herzblut reinstecken. Die Aussage ziehe ich zurück, auch wenn ich sie natürlich absichtlich etwas überspitzt dargestellt habe.

oder ob wir als Gesellschaft, als Fans, klare Grenzen ziehen.

Ich glaube der Zug ist doch schon lange abgefahren. Da werden sich sicherlich einige Fans finden, die da mitziehen würden, aber das wird ein so kleiner Teil sein, dass es niemanden juckt. Das hört sich immer so romantisch an, wenn man sich gegen den Kommerz stellen möchte usw., am Ende des Tages wird es aber einfach ignoriert oder gab es da in den letzten 10 Jahren irgendwelche Erfolge zu verzeichnen?

Mittlerweile ist der 20 Jährige Fußball Fan 2005 geboren, kam also so um die 2010er zum Fußball und kennt den "alten Fußball" mit richtigen Derbys und Rivalitäten gar nicht mehr. Die wachsen mit ManCity und PSG Konstrukten auf und sind damit fein.


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Kleeblatt1903
Beigetreten: 28.04.2006

Finde ich stark, dass du das mit dem Amateurfußball zurücknimmst – Respekt dafür. Und klar, ein bisschen Überspitzung gehört in Foren auch manchmal dazu.

Klar, es fühlt sich oft so an, als wäre der Zug längst abgefahren. Die Entwicklung ist krass und es wirkt oft, als hätten wir Fans längst keine Stimme mehr. Aber genau das ist Teil des Problems: Diese Resignation spielt denen in die Karten, die den Fußball zum Investoren-Spielzeug machen wollen.

Und doch gab es Erfolge – siehe z. B. die Super League-Pläne, die am Widerstand der Fans gescheitert sind. Auch der anhaltende Protest gegen RB, der Erhalt der 50+1-Regel trotz Lobbydruck, oder jüngst die Faninitiativen gegen Investoren in der DFL. Nach anhaltendem Protest mit Stimmungsboykotts & Bannern hat die DFL die Montagsspiele in 1. und 2. Liga gestrichen. Trotz jahrelanger Investor-Lobbyarbeit steht die 50+1 Regel noch – weil Fans, Mitglieder und auch viele Vereine klar Haltung gezeigt haben.

Natürlich ist die Realität nicht perfekt. Aber es gibt immer noch Räume, in denen Fans gestalten, bremsen oder auch korrigieren können. Nicht alles funktioniert – aber zu sagen „es bringt eh nichts“ hilft exakt den Leuten, die auf komplette Entpolitisierung des Fußballs hoffen.

Der Fußball verändert sich – ja. Aber ob wir ihn komplett denen überlassen, die ihn zur Plattform für Profit, PR und Branding machen wollen, liegt eben auch an uns. Und es ist nicht naiv, für Mitbestimmung, Fairness und Grenzen einzutreten – es ist notwendig.


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Qinii
Beigetreten: 03.01.2012

Der "anhaltende Protest gegen RB" ist vielerorts reiner, blanker Hass und oft auch Gewalt.
Wie kann das als etwas positives gesehen werden?


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Kleeblatt1903
Beigetreten: 28.04.2006

Da muss man schon differenzieren. Gewalt und blinder Hass sind keine Meinung, sondern peinlich.
Wer glaubt, den Fußball zu verteidigen, indem er andere bedroht, hat das Grundprinzip von Fankultur nicht verstanden.
Aber Kritik an RB ist nicht automatisch Hass. Wer das in einen Topf wirft, macht es sich zu einfach.
Viele Fans protestieren nicht, weil sie Lust auf Krawall haben, sondern weil RB ein Paradebeispiel für das ist, was im Fußball gerade schiefläuft: Es geht nicht mehr um Mitglieder, sondern um Markenführung. Die 50+1-Regel wird zwar formal eingehalten, aber inhaltlich ausgehöhlt. Entscheidungen über den Verein treffen nicht die Mitglieder, sondern Konzerne. Und trotzdem wird dieses Konstrukt sportlich belohnt, medial abgefeiert und vielerorts als „normaler Klub“ behandelt. Dass viele Fans das nicht einfach hinnehmen wollen, ist keine Romantik, sondern Haltung.
Wenn keiner widerspricht, wirds zur Gewohnheit – und genau deshalb ist der Protest gegen RB wichtig.

Ich habe aber ja auch noch andere Beispiele gebracht.


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StoniMahoni77
Beigetreten: 17.03.2008

Ich bestreite nicht das es vorkommt und bin auch kein leipzig Fan, die möglicherweise tatsächlich öfter Opfer werden

Hab es selbst aber halt noch nie erlebt (nicht mal im vorbei gehen) und mich daher weder im noch ums Stadion ansatzweise unwohl gefühlt

Für "oft Gewalt" hätte ich dann also auch gerne mal quellen


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Kleeblatt1903
Beigetreten: 28.04.2006

So unrecht hat Quinii da nicht.
Spontan fallen mir da Berichte von Gewaltaktionen in Dortmund vor einiger Zeit ein.


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StoniMahoni77
Beigetreten: 17.03.2008

Um die Definition von oft zu erfüllen, sollte einem spontan aber mehr als einer von 18 möglichen Orten einfallen zu irgendeinem nicht definierbarem Zeitpunkt einfallen


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GTObeatme
Beigetreten: 22.07.2011

.


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Quentin73
Beigetreten: 23.09.2005


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DiscoRpion
Beigetreten: 06.02.2006

Original von Quentin73

Krass. Chelsea bekommt nur eine Kopie? Das ist ja fast so dreist wie bei dem WM-Pokal, von dem die Siegermannschaft (nach der Siegerehrung) auch nur eine Kopie erhält (die selbst auch im Eigentum der Fifa bleibt). :f_rolleyes:


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Bierb4ron
Beigetreten: 05.04.2009

:trumpmegusta:


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Malone32
Beigetreten: 04.10.2006

Ich habe kaum etwas peinlicheres gesehen als das Elfmeterschießen zwischen
Schweden und England bei der Frauen EM!


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Qinii
Beigetreten: 03.01.2012

Leider true. Hab die EM bisher echt gern verfolgt, aber das damit haben sie sich bisschen lächerlich gemacht.


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g0rd0nBleu
Beigetreten: 08.10.2010

Was ist denn passiert?


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NoG2k5
Beigetreten: 19.02.2005


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