Hey,
das hier ist kein typischer problem-mit-weibern-thread, sondern es geht ums studieren. trotzdem hab ich es lieber hier als im studiums-forum gepostet, weil ich das passender finde....
problem vorneweg: heute hat mein master angefangen und ich bin grade ziemlich down, weil sich meine befürchtungen bezüglich der kommilitonen zu bestätigen scheinen...
es ist so, dass ich nach dem abi in einer 0 bock phase steckte und mich aufgrund meines generellem interesse für wirtschaft, aber auch mangels alternativen und ohne ein richtiges auseinandersetzen mit dem thema, für ein BWL studium entschieden habe.
da ich in köln wohne stand für mich sofort fest auch hier bleiben zu wollen, bei der überlegung WO ich aber studieren will, habe ich mich total dämlich verhalten.
ich steckte wie gesagt in einer komischen phase, in der mir alles nicht so wichtig war und weil ich irgendwo gehört hatte, dass FHs praxis orientierter als unis sind, was ich das super fand, habe ich mich kurzer hand (nur) an der FH beworben und bin angenommen worden - ein schritt, den ich momentan mehr bereue als jemals zuvor.
Andere leute verbringen (zurecht) wochen damit, sich unis anzugucken, um dann eine entscheidung zu treffen, aber ich habe mich einfach für die FH entschieden, ohne jemals vorher einen fuß in die uni oder die FH gesetzt zu haben....mir ist rückblickend unverständlich was mich in dieser zeit geritten hat.
ich habe bis heute noch nie die uni köln von innen gesehen, aber trotzdem haben mich in der vergangenheit öfters zweifel an meiner entscheidung geplagt, weil ein uni abschluss wahrscheinlich ja schon angesehener ist (ich wäre mit meinem abi wohl auch ohne probleme an die uni gekommen).
mit diesem akademischen problem habe ich mich aber mittlerweile abgefunden, mein eigentliches problem sind wie gesagt vielmehr meine kommilitonen.
während meines bachelors habe ich sehr schnell gemerkt, dass ich mit abstand zu den jüngsten gehöre (an der FH haben viele kein abi u daher eine ausbildung vorher gemacht) und konnte mit den leuten um mich herum nicht so mega viel anfangen....
ich war nicht isoliert oder so, natürlich hab ich mich integriert u hatte auch so clique mit der man zusammen in den vorlesungen sitzt und lernt etc.
Das ganze ging allerdings fast nie über die FH hinaus, außer bei den semesterpartys haben wir kaum mal was außerhalb der vorlesungen gemacht. ich weiß nicht ob ich sagen soll dass ich das schade fand - natürlich hätte ich mir das anders gewünscht, andererseits waren die leute halt nicht diejenigen, mit denen ich mega viel machen wollte.
wir haben uns halt gut verstanden, aber zb zum feiern gehen, rumhängen, etc waren es dann doch (vllt aufgrund des altersunterschieds von 3+ jahren) iwie nicht die richtigen, sodass ich mich bei freizeitaktivitäten immer auf meinen freundeskreis außerhalb der FH beschränkt habe.
Das ganze hat mich vor allem gegen ende meines studiums zunehmend gestört, als der kontakt mit ehemaligen schulfreunden schwächer wurde, weil jeder seinen freundeskreis etwas in richtung uni transformiert hat.
als es anfang des jahres um die bewerbung für einen master ging, sollte dort alles anders werden. ich wusste von freunden die ander uni studieren, wie schnell die da einen freundeskreis unter gleichaltrigen herstellen konnten - also genau das, was ich auch haben wollte und wie es ja auch eigtl normal ist!
verbunden mit den (vermeintlich) akademischen schwächen der FH im gegensatz zur uni, wollte ich mich daraufhin bei den unis Köln + Münster für den master bewerben und hatte mir aufgrund meines 1,9er schnitts auch gute hoffnungen gemacht.
die enttäuschung kam dann aber recht schnell, als ich feststellte, dass ich die zulassungsvoraussetzungen aufgrund fehlender credit points im mathe/vwl bereich nicht erfülle....
natürlich gibt es auch noch andere unis in D, bei denen mir dann aber das master programm entweder nicht zugesagt hat oder die unis in städten lagen, in die ich nicht ziehen will.
so lief es dann drauf hinaus, dass ich mich für ein master programm einer FH bewerben musste, die FH Köln da aber eindeutig zu den besten (nicht privaten) in D zählt und ich mich daher auch dort wieder beworben habe.
meine hoffnung dabei war, dass ich aufgrund meines 7 semestrigen bachelors, vllt mit jüngeren nachrückenden studenten zusammen kommen würde, die den bachelor in regelstudienzeit durchgezogen haben und es dadurch besser mit dem alter passt...
ich wurde auch prompt angenommen...
tja, heute war mein erster tag und ich bin frustriert...wir sind ~18 leute, davon ca. 4 in meinem alter, der rest 2+ jahre älter. soweit erstmal kein weltuntergang, aber wir haben auch ~10 ausländer, von denen einige kaum deutsch können (master ist in englisch) und dazu noch nen starken frauenüberschuss.
das soll jetzt hier natürlich nicht rassistisch klingen, aber ich hatte einfach auf leute (vor allem mal paar jungs) in meinem alter gehofft, mit denen ich super klarkomme/ auf einer wellenlänge bin, und man mal zusammen feiern geht usw....quasi nen ersatz für alte schulfreunde!
wenn ich da 3 inder hocken hab, die kaum deutsch können, 3 jahre älter als ich sind und dann auch noch nicht grade so aussehen, als wollte ich mit denen meine freizeit verbringen, dann frustriert mich das echt....
ich mein: studentenzeit ist die geilste zeit, man lernt viele neue leute kennen, die dann im normal den alten freundeskreis langsam ersetzen. nur bei mir ist das leider nicht der fall....
das soll jetzt nicht heißen, dass ich sonst keine freunde habe, aber es ist halt frustrierend, wenn man durch das gesamte studium, Bachelor+Master quasi niemand nennenswertes dazu gewinnt!
dazu kommt dann noch, das mein bester kumpel jetzt in ne andere stadt zum studieren gegangen ist ( und dort natürlich direkt super anschluss hat), und so kann man dann halt (theoretisch ausgedrückt) die "verluste" auf freundesseite, die sich mit der zeit so einschleichen, nicht kompensieren....
ich hoffe ihr könnt meine situation was nachvollziehen.
klar werden jetzt viele sagen, "warte doch erstmal ab, das war der erste tag im master, vllt sind die ja doch korrekt"
da ist auch sicher was dran, aber ich bin mir wirklich schon zu 95% sicher, dass die leute dort keine guten freunde von mir werden. vor allem die jungs sind halt ein ausfall, auf die ich auch mehr wert lege, nachdem ich im bachelor schon viel mit weibern rumgehangen hab....
heute hab ich dann noch zufällig auf fb gesehen, dass eine kommilitonen aus dem BA doch an der uni münster für den master untergekommen ist, weil sie damals ein mathe wahlfach belegt hatte, das ihr die nötigen credits brachte
bei denen finden anscheind alle direkt anschluss, es werden parties organisiert, man fährt gemeinsam zum oktoberfest, etc....
genau sowas hatte ich mir auch gewünscht, mit vielen neuen leuten, und möglichst viel zusammen machen. aber dann kommt man sich halt stattdessen "menschlich deplaziert" vor, um das jetzt mal überspitzt zu formulieren.
ich weiß ehrlich gesagt auch grad garnicht was ich hören will...großartig möglichkeiten habe ich nicht. ich könnte allerhöchstens den master nach dem 1. semester abbrechen, ein praktikum machen, und mich dann woanders nochmal bewerben. wo weiß ich allerdings noch nicht.....eine möglichkeit credits nachzuholen, um es auch noch nach münster zu schaffen, sehe ich bisher nicht ♠_frown:
aber kann man das wirklich nur aufgrund der kommilitionen durchziehen? eine garantie auf verbesserung habe ich sicherlich nicht...