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[Geschlossen] Misanthrop falsche Einstellung :-(

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TooropAce
Beigetreten: 11.05.2009
PokerStrategist

Ich merke zur Zeit das ich die meisten Mitmenschen nicht leiden kann. Und dies wird immer schlimmer. Schon so richtig zum Hass.
Aber dies ist leider nicht gut fürs Karma oder die Ausstrahlung.

Ich erkläre das mal kurz (vielleicht sollte ich doch mal zum Psychologen)

Wenn ich zum Einkaufen gehe und merke, was für dumme Fragen die Leute stellen und ich stehe an der Kasse, da wünsche ich diesem nix gutes. Oder wenn ich Abends weggehe und sehe bei uns die ganzen *möchtegerns* mit Schal und hintergeschleckten Haaren und dann kommt nur dummes blabla raus, dann denk ich mir oft "Lieber Gott lass die dummen aussterben"

Oder was ich garnicht abkann wenn viele meiner Mitmenschen meinen, sie seien besonders schlau und wollen mir irgendwelche Stories oder Geschichten oder Geldanlagen, Ideen verkaufen. Da denk ich mir "Wenn du mich schon verarschen willst, dann gib dir bitte mühe"

Das ist nämlich mein Problem das ich 90% der Menschen für Dumm halte, was dieses schürrt das mancher Freund das mittlerweile genauso sieht. Das die Menschen immer dümmer werden.

Ich hab oft das Gefühl das viele wirklich die Bildung aus dem Abendfernseh von RTL oder der Bildzeitung haben.

Ich bin auch kein Doktor und Professor, aber ich bin lieber in einer Runde gebildeter Menschen die sich über den Finanzmarkt, Politik, Geschichte, Sport oder was auch immer unterhalten und dann auch fundiertes herauskommt.

Wenn ich dann (ob gefaked oder auch nicht) dann oft sehe was meine Mitmenschen reden und aber absolut keine Ahnung haben oder Frauentausch die Abendunterhaltung schlecht hin ist, dann wird mir einfach oft schlecht.

Dazu kommt noch das ich durch mein Berufsleben viel Kontakt zu Menschen habe, ich darfs leider nicht erzählen. Aber wenn ich auspacken würde was viele von sich geben, das würde mir keiner glauben. Das geht schon in Richtung "Der Fernseh geht nicht, drücken Sie mal den EIN/AUS Schalter dann kommt JA JETZT GEHT ER" und das ist nicht übertrieben.

Auch meine Arbeitskollegen sind jeden Tag am Kopfschütteln. Oder wenn ich einfach Quer durch das Internet lese, stelle ich langsam wirklich fest "DUMM DUMM DUMM"

Und ich meine mit Dumm nicht unbedingt die Schulbildung oder gewisse Charakteristika sondern einfach DUMM. Wie erkläre ich das jetzt am besten :-/

Weil meine Dr. oder Prof. Kunden sind oft die Dümmsten und damit meine ich nicht das sie einfach in einem Bereich was nicht wissen, sondern einfach nicht um 3 Ecken denken können.

Die Frage ist, ist dies Behandlungsbegründet oder ist es wirklich so das viele einfach nur noch dümmer werden. Jemand das Buch "Generation Doof" gelesen?

Das trifft so manches wieder was ich denke und dies kann ich leider nicht abschütteln, aber dies überträgt sich auf meine Ausstrahlung und das will ich nicht. Von mir aus sind alle DUMM aber mich darf es einfach nicht jucken, ich muss mich ja nicht mit jedem unterhalten.

Ein gutes Beispiel, letztens war ich weg und lerne einen 20Jährigen Studenten kennen. Und wir Unterhalten uns über die momentane Lage in der Welt und ich war total überrascht, weil es ein super Gespräch war und dieser Junge Mann einfach fundiertes Wissen hatte. Das sehe ich aber immer selten.

Oder ist dies nur eine Subjektive Wahrnehmung das ich mich mehr auf die Dummen konzentrier als auf die, die nicht Dumm sind ?

Gutes Zitat was mir gefällt:
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Na ich bin ja mal gespannt, was ich jetzt zu hören bekomme :-D


18 Antworten
Hurrycain666
Beigetreten: 13.05.2009
PokerStrategist

Sicherlich gibts n ganzen Haufen dummer Menschen, aber ein Großteil deiner Wahrnehmung dürfte selektiv sein, da du den Durchschnittlichen bzw. nicht negativ Auffallenden kaum wahrnimmst und offenbar wenig Kontakt zu Menschen hast, mit denen du halbwegs auf Augenhöhe diskutieren kannst.

Ich hatte ein gute Zeit lang dasselbe Problem, allerdings ist der Ursprung nicht, dass es immer mehr dumme Menschen gibt, was zwar sein mag, allerdings sollte es dir eigentlich ziemlich egal sein.
Ursprung ist unterbewusst meist die Unzufriedenheit mit einem selbst oder der eigenen Situation, die sich dann auf dein Umfeld überträgt, du wertest die anderen ab um dich besser zu fühlen. Es macht dich sogar wütend dass sie in ihrer hirnverbrannten Unbekümmertheit scheinbar so fröhlich vor sich hinleben.

Wenn du es hinbekommst das es dir selbst gut geht, kümmert es dich herzlich wenig ob dir drölfzigtausend Idioten am Tag über den Weg laufen, da du dich dann mit einem herzlichen Grinsen und je nach dem etwas Mitleid abwenden und weiter dein Ding machen kannst.

Versuch doch einfach mal andere Leute kennen zu lernen, egal wo und wie, es gibt nämlich ne Menge interessanter Menschen auf der Welt, aber die laufen einem selten im Supermarkt über den Weg. Meist lernt man sie über Leute kennen mit denen man sich gut versteht, und ich hoffe davon gibts ein paar. ;)


TooropAce Themenstarter
TooropAce
Beigetreten: 11.05.2009
PokerStrategist

Original von Hurrycain666
Sicherlich gibts n ganzen Haufen dummer Menschen, aber ein Großteil deiner Wahrnehmung dürfte selektiv sein, da du den Durchschnittlichen bzw. nicht negativ Auffallenden kaum wahrnimmst und offenbar wenig Kontakt zu Menschen hast, mit denen du halbwegs auf Augenhöhe diskutieren kannst.

Ich hatte ein gute Zeit lang dasselbe Problem, allerdings ist der Ursprung nicht, dass es immer mehr dumme Menschen gibt, was zwar sein mag, allerdings sollte es dir eigentlich ziemlich egal sein.
Ursprung ist unterbewusst meist die Unzufriedenheit mit einem selbst oder der eigenen Situation, die sich dann auf dein Umfeld überträgt, du wertest die anderen ab um dich besser zu fühlen. Es macht dich sogar wütend dass sie in ihrer hirnverbrannten Unbekümmertheit scheinbar so fröhlich vor sich hinleben.

Wenn du es hinbekommst das es dir selbst gut geht, kümmert es dich herzlich wenig ob dir drölfzigtausend Idioten am Tag über den Weg laufen, da du dich dann mit einem herzlichen Grinsen und je nach dem etwas Mitleid abwenden und weiter dein Ding machen kannst.

Versuch doch einfach mal andere Leute kennen zu lernen, egal wo und wie, es gibt nämlich ne Menge interessanter Menschen auf der Welt, aber die laufen einem selten im Supermarkt über den Weg. Meist lernt man sie über Leute kennen mit denen man sich gut versteht, und ich hoffe davon gibts ein paar. ;)

Kein Dummer Beitrag :)
Da kann was dran sein, ich bin momentan alles andere als mit mir zufrieden. Aber ob ich alle abwerte nur damit es mir besser geht ich weiss nicht. Ich hab ja auch meine Freunde, Bekannte die ich mag und schätze das sie so sind wie sie sind. Nämlich nicht dumnm. Aber da ist was dran, das muss ich mir mal durch den Kopf gehen lassen. Vielleicht ist es das was mich innerlich ärgert wie kann ein Schnösel dumm sein aber trotzdem glücklich. Ich hoffe das dies nur eine Phase ist :)

Danke dir für diesen Beitrag der mich etwas nachdenklich macht :)


Hurrycain666
Beigetreten: 13.05.2009
PokerStrategist

Freut mich, gerne. Wie gesagt, hatte dieses Problem auch sehr lange, und es ist leider eine Abwärtsspirale, da du diese Einstellung auch ungewollt durch kleine Gesten und deine Körpersprache andern übermittelst.

Das mit dem Abwerten passiert auch komplett unterbewusst, dh nicht, dass du durch die Gegend läufst und dir denks "waaaah du Penner, du bist so dumm, warum gehts dir besser als mir" (zumindest sollte das eher selten passieren ;)) aber wenn es dir schlecht geht, oder du durch Stress im Job einfach mal genug hast, und du keinen oder nur ungenügenden Ausgleich in deiner Freizeit findest, egal ob körperlich oder geistig, dann genügt schon dass dein Hirn mitbekommt dass es da jemandem von Körpersprache, Ausdruck etc besser geht, den du im Prinzip als unterlegen Einordnen würdest. Und das schlägt sich dann in noch schlechterer Stimmung wieder. Dass du solche Aggressionen gegen diese Menschen aufbaust ist schlicht das Ventil. Dummerweise ist es zu. (noch!)

Man soll ja nicht von sich auf andere schließen, aber ich kann da nur für mich sprechen da ich in meinem relativ großen Bekanntenkreis eigentlich der einzige war dem es so ging.

Man sieht eine tolle Frau die mit einem un-glaub-lich-en Vollpfosten zusammen ist, und denkt sich, wie zur Hölle kann die so dumm sein auf diesen Affen reinzufallen? Und was macht der Affe richtig, was ich offenbar nicht hinbekomme?

Man kennt Leute die wie du eingangs beschrieben hast, die einfachsten Zusammenhänge nicht begreifen, aber durch reinen Fleiß ein Hammer Abi, tolles Studium und dann einen guten Job haben.

Ich im Gegensatz kam mir immer viel schlauer vor, und konnte mit kaum jemandem im Freundeskreis über Dinge sprechen, die mich wirklich interessieren.
Ich hatte viele Interessen, habe aber keine so Intensiv verfolgt dass man sie Hobby hätte schimpfen können, und ausser zocken und abends mit Freunden saufen hatte ich im Prinzip kein wirkliches eigenes Leben.
Das ging soweit, dass ich auch auf Partys richtig schlechte Laune bekommen habe, wenn ich mir einfach nur so die fröhlichen, ausgelassenen Menschen um mich herum betrachtet hab.

Was aber WIRKLICH schief gelaufen war ist, dass ich im Prinzip meine schulische Karriere vollkommen in den Sand gesetzt hatte, ich habe sogar mitunter aus dem von dir beschriebenen Gefühl die Teilnahme verweigert. Ich hab mir eingeredet es wäre unter meinem Niveau mich zu Beteiligen wenn Leute für aus dem Heft vorgelesene Sätze eine 1 im mündlichen bekamen, ich hatte Lehrer in informationstechnischen Fächern die schlechter waren als manche Schüler, wie soll ich sojemanden als Lehrperson ernst nehmen? Alles nur ausreden, und das zwangsläufige Versagen verstärkte meine Abneigung, die Abneigung verstärkte das Versagen etcetc...

Gleiches kann man eigentlich für Beziehungen mit Frauen und Freundschaften behaupten, entweder ich fühlte mich den anderen intellektuell überlegen und hatte sie halt zum feiern und weil sie einfach sympathisch waren dabei, hab mich aber immer maßlos geärgert wenn die Runde in diskussionen stammtischparolen und dümmste Vorurteile als gegebene Tatsachen verkaufen wollte.
Frauen wurden mir entweder sofort langweilig, oder sie trennten sich von mir, weil ich aus Überzeugung so toll zu sein keine Notwendigkeit sah irgnedwelche tollen Dinge zu unternehmen oder sie auch einfach in Gespröchen nie ernst nahm.

Im Endeffekt sah es nüchtern betrachtet so aus:

Ich: Arroganter Penner, kein eigenes Leben, keine interessanten Hobbys, lediglich das Glück einer halbwegs charmanten Art die es mir leicht machte viele Leute kennen zu lernen.

Karriere: Schullaufbahn versaut, sitzen geblieben, Privatschule besucht, abgebrochen, gejobbt -> 0 Perspektive

Frauen: Oberflächliche Affären, nie auf Augenhöhe, dann überhaupt keine mehr, dank der inzwischen schon eher misantropischen Haltung

Freunde: Oberflächlich noch wie immer aber merklicher Rückzug, da keine gemeinsamen Interessen, derbe Ausfälligkeiten bei Trunkenheit etc.

Um es kurz zu resümieren:

Ich habe mir quasi mit fleiss alles kaputt gemacht was das Leben so ausmacht, und mir ironischerweise eingeredet, dass alles zu tun WEIL ich nicht so dumm wie alle anderen sein wollte. Dieser Selbstbetrug funktioniert leider im Bewusstsein perfekt, aber dein Unterbewusstsein merkt genau wie beschissen es im Grunde aussieht, und deine Stimmung wird immer schlechter und schlechter.

Inzwischen hat sich einiges verändert, ich habe mir mit viel Mühe eine Ausbildung an Land gezogen, wohne alleine, habe ein neues Umfeld, rauche sehr viel weniger und kann mit den "einfachsten" Menschen einen tollen Abend verbringen. Weil ich mit meiner Situation wieder zufrieden bin, mich jetzt intensiver mit Dingen beschäftige die ich schon immer mal machen wollte (Instrumente spielen, Sport) und meine neue Arbeit mir Spaß macht.

Und der Job war quasi der Anstoß, ich musst nichts wirklich weiter dafür tun, da mit wachsender Zuversicht und daraus resultierendem Selbstvertrauen das Interesse und der Spaß an allem übrigen kam. Es ist quasi genau das Gegenteil der Abwärtsspirale in der du gerade steckst.
(Das ist natürlich jetzt eine Unterstellung und reines Mutmaßen. Falls es bei dir noch nich so aussehen sollte, sei froh, dann bleibt dir einiges erspart! ;) )

So, das war jetzt einiges an Text. Ich hoffe jedenfalls dass es dir gelingt, die Sache dingfest zu machen, die dir aktuell am meisten Unbehagen oder Unzufriedenheit beschert, sei es deine Arbeit, dein Liebesleben, oder wenn du Glück hast "nur" dass du wenige Menschen kennst mit denen du dich austauschen kannst.
Finde heraus was dich runterzieht und suche einen Weg es zu ändern, alles andere kommt dann höchstwarscheinlich ganz von allein.
Wenn du aus irgendwelchen Gründen vieles oder gar alles davon momentan nicht ändern kannst, finde irgendwas zum Abschalten, nichts vorm PC. Mach ihn aus, lern ein Instrument, geh mit Mucke im Ohr joggen, was auch immer dir als erstes einfällt. Ich hätte die letzten Jahre jeden ausgelacht der mir erzählt hätte das man sich nach Sport toll fühlt wenn man total kaputt ist. Aber genau sowas braucht es. Wenn du körperlich ausgelastet bist, dann such dir irgendwas was deinen Kopf auf positive weise beschäftig. Wenn du dich danach innerlich richtig ausgeglichen fühlst, und dir die Welt in dem Moment am Arsch vorbeigeht, ists genau das richtige.

Und die Abneigung gegenüber den vielenvielen dummen Menschen wird sich als lästige Begleiterscheinung deiner Unzufriedenheit verflüchtigen. :f_thumbsup:


Sehr interessanter Beitrag von beiden,

@Ersteller:

Seit einigen Monaten habe ich fast genau das gleiche Problem, sprich eigentlich seit ca. 3 - 4 Monaten. Es ist sehr schwierig für mich, mich für etwas zu motivieren und lasse mich in letzter Zeit leider auch sehr gehen. Es ist einfach dieses Gefühl oder der Gedanke daran, dass es so viel Überfluss an Bullshit gibt mit dem sich die Leute beschäftigen. Und ich frage mich dann immer: "Mein Gott, das kannst du doch jetzt nicht ernst meinen". Es sind einfach diese "ignoranten" Leute, welche Handlungen oder Leute beurteilen, anhand von Informationen, welche sie entweder aus dem Fernseher oder aus der Zeitung haben, anstatt mal die breite Ansicht zu wählen und sich mal ein wenig mehr mit der Materie auseinanderzusetzen. Es kotzt mich zum Teil so dermassen an, dass ich einfach weg von den Leuten muss und mich erstmal Ablenken muss um wieder einigermassen "normal" zu sein.

Zum anderen Teil vernachlässige ich zum Beispiel aufs extremste meine Wohnung. Vor ein paar Tagen sah es fast so aus als würde ein Messie drin wohnen. Und obwohl ich kein Messie bin und mich das Ganze so gestört hat, habe ich wochenlang nichts dagegen unternommen.

Ich kann mir vorstellen, dass die Wohnung in ihrer Art wie sie aufgeräumt ist, auch oft das innere eines Menschen wiederspiegelt. Das habe ich einfach bei mir selbst mal betrachtet und kam zu der Antwort: JA!

Was mich einfach so "runterzieht" sind allgemeine "Probleme" der Gesellschaft, gegen die man fast nichts tun kann.

Beispiel Geld:

Wir sind so abhängig davon, dass man ohne Geld fast nichts tun kann wie zum Beispiel eine Weltreise machen, sonst Reisen oder sich einfach mal einen Weekendtrip gönnen. Das geht ohne Geld nicht. Wir sind so extrem gezwungen "Geld" zu verdienen, sodass wir eigentliche Träume und Wünsche nicht erfüllen können, weil wir uns das ganze einfach nicht "leisten" können. Jetzt kann natürlich jeder kommen und sagen: "Ja aber Junge, dann ist es materialistisch". Nein!

Mein Traum ist es vom Poker leben zu können, doch dadurch dass ich eine eigene Wohnung habe und laufende Rechnungen wie KK etc. bezahlen muss, arbeite ich logischerweise jeden Tag. Dadurch dass ich dann wie jeder jeden Tag arbeiten muss, habe ich nicht mehr viel Freizeit um zu pokern, was das ganze natürlich wieder extrem in die Weite rücken lässt.

Dann weiter die Geschichte mit der Gesellschaft:

Diese verdammten Konditionierungen die wir in uns haben und von unseren Eltern gelernt haben, sprich verinnerlicht bekommen haben. Wir sind so gefangen in dieser Gesellschaft, da man ja dazugehören muss um arbeiten zu können und Geld verdienen. Das ist so ein scheiss Teufelskreis.

Wir sind umgeben von moralischen und ethischen Grundsätzen, die zum teilweise so schwachsinnig sind, dass ich glatt ausrasten könnte. Menschen beurteilen Menschen durch ihre Moralvorstellungen, durch ihre ethischen Vorstellungen, anstatt sich das ganze mal anzuschauen und dann darüber zu urteilen. Klar jeder Mensch urteilt, aber es gibt so wenige Menschen die sich das ganze zuerst einmal anschauen und nur nach Medienberichten, Aussagen von anderen etc. urteilen.

Ich bin der festen Meinung, dass der Staat uns dümmer halten will, denn dumme Menschen gehorchen am besten! Wenn ich zum Beispiel bei uns in der Schweiz lesen muss, dass der Staat die finanzielle Unterstützung der Schulen zurückschrauben will und im nächsten Beitrag lesen muss dass wir wieder ein paar Kampfjets kaufen wollen, da dreht es mir völlig ab! Sowas macht mich extrem rasend!

Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber das würde den Rahmen platzen lassen, ist schon jetzt ein halber Roman.

Das hab ich jetzt mal loswerden wollen, hier und jetzt! Vllt. sieht es einer ja ähnlich oder sogar genau gleich.


TooropAce Themenstarter
TooropAce
Beigetreten: 11.05.2009
PokerStrategist

Alle beiden Beiträge finde ich sehr informativ und anregend nachzudenken.
Was mich etwas "sehr überrascht" das wir alle Parallelen aufweisen oder aufgewiesen haben.

Ich habe Stress in der Arbeit (wenig Geld) bin auch unmotiviert, ich liege oft Daheim habe einfach auf garnix Lust. Weder weggehen, joggen, zocken, pockern oder sogar mal einen Porno anschauen. Einfach auf garnix. Dann kotzt mich alles an.
Ich schalte den Fernseh an schon schaut mich ein "Lenßen und Partner" ins Gesicht und ich werde sehr Aggressiv, wie kann sich sowas ein Mensch antuen so einen Schrott anzuschauen. Dann gehe ich ins Internet lese nur Bullshit das ich mal dem einen oder anderen die Meinung blasen würde "wie dumm er doch ist"

Aber auf der anderen Seite ist mir Langweilig, ja ich weiss :-/

Auch habe ich kein richtiges Hobby, alles fängt an mich zu langweilen ab einem bestimmten Punkt. Ich spiele ein PC Spiel, nach paar Stunden wenn nicht sogar nach einer Stunde, langweilt es mich. Ich kann mich einfach für nix motivieren und wenn es eigentlich noch soviel Spass macht.

Das kann auch an der Finanziellen Situation zusammenhängen, ich gehe 40 Stunden arbeiten und kann gerade mal LEBEN. Also Miete zahlen, Strom, Telefon und dann Lebensmittel und ab und an weggegen (nicht saufen). Aber sparen für urlaub oder sich mal was gönnen geht garnicht. Da bin ich dann wieder sauer auf den Staat, warum es keine Mindestlöhne gibt. Wei kann man Menschen zumuten für knapp 1100 euro arbeiten zu lassen wenn schon die Lebenserhaltung bei 600 Liegt, mit Miete usw.

Und das mit der Wohnung ist genau das gleiche, bei mir schauts oft aus wie bei einem Assi, es stört mich, aber ich kann mich nicht aufraffen das zu ändern.
Und da ist schon was dran so wie es in der Wohnung aussieht so sieht es in einem selber aus.

Ich muss versuchen mit mir selber zufrieden zu werden und dann denke ich wird alles andere von selber kommen.

Danke an euch beiden :-)


dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

Erkenn mich sehr stark in euren Posts wieder, war auch kein besonders guter Schüler (zwar Abi, abeer definitiv nicht volles Potential abgerufen), weil ich mir immer dachte "lol auswendig lernen, ich scheiß auf die eins, ne drei bekomm ich durch reine Intelligenz im Gegensatz zu euch Versagern".
Mein Zimmer ist ebenfalls unaufgeräumt, ich hasse Stammtischdiskussionen, bin arrogant und faul und hab wenige Hobbies.
Außerdem leg ich immer Wert darauf "individuell" zu sein, das fängt bei der Kleidung an ( kleide mich zwar modisch, hab aber immer ein auffälliges/besonderes Accessories ) geht beim Bekanntenkreis weiter ( sehr differenziert, viele meiner Bekannten können sich gegenseitig gar nicht leiden )
und endet im Verhalten bzw. meiner Persönlichkeit (geh beispielsweise meist allein weg, weil ich nur mit wenigen Leuten einen ganzen Abend verbringen kann, ohne dass sie mir auf die Nerven gehen).

Erstaunlicherweise bin ich bei meinem Umfeld trotzdem recht beliebt, viele schätzen mich als intelligent ein und Frauen mögen meine Art (wurde mir mehrfach zumindest gesagt ), weshalb ich mich oft auch noch bestätigt fühle in meiner Denkweise.

Alles in allem bin ich auch sehr zufrieden mit mir, weil ich mich als sehr ehrliche Person einschätze und eben meist den anderen überlegen fühle :P
Nichdestotrotz gibt es Momente in denen ich mir einfach wünsche, weniger intelligent zu sein, um diese Leute besser verstehen zu können bzw. Spass mit ihnen haben zu können. In solchen Momenten betrink ich mich meist oder nutz andere Drogen.


TooropAce Themenstarter
TooropAce
Beigetreten: 11.05.2009
PokerStrategist

@dak

Lustig ich vergas auch zu sagen, das ich sehr beliebt bin. Meine Arbeitskolegen sagen mir ständig ohne dich wäre es echt langweilig. Freunde von mir sind schon fast beleidigt wenn ich mal nicht mitgehe. Bei Frauen komme ich komischerweise auch gut an weil ich eben diese gewisse Arrogante, Ehrliche Ader in mir habe.
Komisch wie das alles zusammenpasst :-)

Eigentlich sollte ich das volle Ekelpaket sein mit meiner ART aber das gegenteil ist der Fall, schon lustig :-)


dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

Jetzt nur mal so ein Gedankenspiel:

Vielleicht wissen die Menschen selbst, dass sie dumm oder was auch immer sind oder denken dieses zumindest über Andere und mögen deshalb Personen, die (wie wir) reelativ offen ausleben, dass sie einen Dreck von ihnen halten. ^^

So ähnlich könnte es auch bei beliebten Fernsehcharakteren wie House (oder in anderem Kontext C. Harper) zu erklären sein, viele möchten so sein/ sind so, sind aber zu sehr gefangen in den Moralvorstellungen ihres Umfelds.

Möchte hier keinen Anspruch auf Richtigkeit anmelden, aber finde den Gedanken nicht so abwegig :P

Edit: nehme an, es geht euch auch so, aber trotzdem mal die Frage:
Habt ihr auch nur 1-2 Leute, die für euch Freunde sind, während alle anderen denken, Person 1,2,3,... sind ebenfalls Freunde (Person1,2,3,... denkt das mitunter selbst), diese wahren Freunde sind aber auch so ziemlich die einzigen Menschen vor denen ihr echten Respekt habt?


Hey dak,

Jo schaut bei mir praktisch genau gleich aus. Beliebt sein, bei frauen gut ankommen, alles da.

Und ja ich hab genau 2 "echte" Freunde, bei denen weiss ich dass sie sofort da sind falls ich sie brauche, umgekehrt natürlich genauso. Schon komisch dass wir so "ähnliche" Muster aufweisen.

Bei mir sah es mit dem Geld genau gleich aus, habe echt nur gerade "leben" können damit. Aber sparen und so, vergiss es.

Glaubst du wirklich dass die Menschen wissen dass sie "dumm" sind? Dumm ist ja auch relativ. Für mich bedeutet dumm sein, wenn jemand einfach keine eigene Persönlichkeit hat, einer der nicht hinter seinen Worten stehen kann und sich von Medien und willkürlichen Aussagen lenken lässt. Jemand, bei dem man innerhalb von 5 Minuten einfach nur noch zuschlagen möchte. Ist zwar hart ausgedrückt, aber so fühlt es sich für mich an.

Ich glaube eher die Menschen sind sich zwar über diese Probleme "Geld, Gesellschaft etc." bewusst aber dadurch dass es so extrem schwer bis unmöglich ist, das ganze innerhalb kürzerer Zeit zu verwirklichen oder eben zu ändern, denken sie gar nicht mehr dran, sprich sie akzeptieren die Umstände. Aber ich finde das falsch, so etwas kann und will ich nicht. Jemand der einfach nur dumm mit dem Kopf nickt und alles akzeptiert der muss doch verdammt nochmal ein trauriger Mensch sein. Klar es gibt das Sprichwort "Lieber dumm und glücklich", aber ganz ehrlich solche Menschen machen mich aggressiv. Sie leben in einer Welt, mit einer Weltanschauung, welche von den Medien und dem Staat kreirt wurde.

Okay schweife ein wenig ab, aber im Grunde genommen haben wir alle dasselbe "Problem". Doch was dagegen tun?

Manchmal würde ich am liebste alles zusammenpacken und einfach gehen. Von der Arbeit aufstehen, gehen. An der Party einfach gehen, weil es mich ankotzt. Oder eben wie TooropAce habe ich einfach keine Lust auf garnix. Lustlosigkeit macht sich breit und dazu kommt auch noch diese leichte Reizbarkeit.


Das wird jetzt provozierend klingen, aber irgendwie springt mir das bei jedem Post hier ins Auge.

Leute die keinen beruflichen Erfolg haben, kaum Freunde haben und ziemlich unglücklich mit ihrem Leben sind gehen her und schieben die Schuld daran auf ihre zu hohe Intelligenz?
Dazu werden dann Phrasen wie dumm aber glücklich gedroschen, die eigentlich immer irgendwie den Umkehrschluss glücklich => dumm implizieren. Vielleicht sind die Leute um euch rum, die positiv durchs Leben gehen und glücklich sind nicht alle die Dummbratzen, für die ihr sie haltet.

Bei Leuten die so argumentieren habe ich einfach fast immer das Gefühl, dass das Leute sind, die zwar vielleicht überdurschnittlich intelligent sind, aber bei weitem nicht so klug, wie sie sich hinstellen sondern eher versuchen ihre Misserfolge und Fehler dadurch irgendwie zu kompensieren. Nicht jeder gutaussehende erfolgreiche BWL Student mit Schal und Gel in den Haaren ist automatisch dümmer als man selbst, nur weil er nen anderen Weg gewählt hat im Leben.


dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

naja, mit dumm mein ich z.B. auch, wenn Leute einfach Verhaltensmuster übernehmen ohne sie zu hinterfragen (auch wenn diese evtll richtig sind), so kann man in unserer Welt erfolgreich sein, jedoch ist das nicht der Weg den ich gehen möchte.
Dumm ist für mich auch, wenn sich jemand von Vorurteilen leiten lässt, ich persönlich gebe mir Mühe, jeden Menschen neutral und unabhängig von Alter, Herkunft etc zu beurteilen aber es ist halt oft schon nach wenigen Augenblicken klar, dass ich ihm überlegen bin :P

Was ich damit sagen will ist, dass ich durchaus die Leistungen anderer anerkennen kann allerdings muss es auch Eigenleistung sein und nicht einfaches befolgen irgendwelcher Vorgaben (Bsp.: auswendig lernen).

Deswegen auch die These:
dumm (angepasst, ohne richtige eigene Meinung)
=>eher fähig glücklich zu sein
(da Missstände seltener erkannt oder nur aus der Bild (inklusive Stammtischparolen zum Selbstbewusstsein aufbessern) übernommen werden)

Recht geb ich dir in dem Punkt, dass ich zu sehr verallgemeinere und evtll auch meine Intelligenz vorschiebe für meine momentan schlechte Einstellung (kein beruflicher Erfolg und kaum Freunde trifft bei mir imo nicht zu, bei ersterem eher das Gegenteil).

@poker4midway: ich glaub du hast mal in einem anderen Thread hier (ging um meine Ex), mich ziemlich stark kritisiert, hab deine Posts zwar geschätzt, aber hätte nicht gedacht, dass wir was gemeinsam haben.
edit: habs gefunden dieses Mädchen...


Original von dak113

@poker4midway: ich glaub du hast mal in einem anderen Thread hier (ging um meine Ex), mich ziemlich stark kritisiert, hab deine Posts zwar geschätzt, aber hätte nicht gedacht, dass wir was gemeinsam haben.
edit: habs gefunden dieses Mädchen...

Ja stimmt, habs nochmal gelesen. Im Nachhinein betrachtet muss ich anfügen, dass es zwar stark kritisierend zu lesen ist, aber auf keinen Fall persönlich sein sollte.

Wollte dich nicht persönlich angreifen, aber ich glaube es hat mich in dem Moment ziemlich sauer gemacht, sorry for that one!

Man denkt oft nich dass man etwas gemeinsam hat, bis es eben soweit ist.

Hoffe du hast mich trotzdem lieb ;)


TAHG2010
Beigetreten: 10.12.2010
PokerStrategist

symptome kommen mir bekannt vor. sehr interessantes thema.
[x]bookmarked

drei dinge, die mir dazu einfallen:

-psychoanalytiker können hier weiterhelfen. es ist nichts schlimmes dabei, deren dienste in anspruch zu nehmen. ich hab ne therapie wegen alkohol und depressionen hinter mir. das hat mir aus dem verhalten geholfen.

- kürzlich hab ich einen artikel darüber gelesen, dass religiöse menschen die glücklicheren sind, weil sie in ihrem leben häufiger einen tieferen sinn sehen.
ich war lange zeit auch der meinung, dass religion eher was für dümmere menschen ist.

- lauthals lachen zu können, über nicht so intelligente Witze, Umstände, etc.

und dann ist da noch das Zitat von dak113:

Original von dak113
dumm (angepasst, ohne richtige eigene Meinung)
=>eher fähig glücklich zu sein

wenn ich mir überalles und jeden selber gedanken machen muss, dann komme ich aus dem grübeln, doch garnicht mehr heraus. wenn aber den vermeintlich dummen zuhört, erkennt man doch, dass sie zu den für sie wichtigen themen auch eine eigene meinung oder erfahrung haben. ich halte nur noch die menschen für dumm, die sich trotz guter argumente nicht überzeugen lassen wollen. außerdem gibt es ja verchiedene arten von intelligenz und die kann man alle auch trainieren. ehrlich gesagt bin ich manchmal auch froh über dumme menschen, denn ich würde mich nicht bei nem discounter an die kasse setzen wollen.

Original von dak113
naja, mit dumm mein ich z.B. auch, wenn Leute einfach Verhaltensmuster übernehmen ohne sie zu hinterfragen (auch wenn diese evtll richtig sind), so kann man in unserer Welt erfolgreich sein, jedoch ist das nicht der Weg den ich gehen möchte.

:facepalm:

das nenne ich dumm. hinterfrag mal, wieviele verhaltensmuster auch du von anderen, vor allem eltern und lehrern, übernommen hast ohne sie zu hinterfragen. ich hab mich nie gefragt, warum ich anderen zur begrüßung die hand gebe.
so funktioniert sozialisation nunmal. jeder freundeskreis hat irgendwelche verhaltensmuster, die andere adaptieren, wenn sie dazu stoßen.


TooropAce Themenstarter
TooropAce
Beigetreten: 11.05.2009
PokerStrategist

Ja sehr interessantes Thema, leider bin ich nicht zum lesen und Antworten gekommen.

Also bei mir ist es auch so das ich 2-3 sehr gute Freunde habe, aber einen grossen Bekanntenkreis. Und wie oben schon erwähnt ein libeling überall bin. Ich habe nirgends Probleme. Vorstellungsgespräch ich werde genommen. Ein Gespräch bei der Bank ich bekomme das was ich will usw.

Ich war auch schonmal beim Psychologen weil ich manches an mir selber nicht mag, das ich die meisten nicht leiden kann und alle für Dumm verkaufe. Aber ich merke auch das ich dann auch den ganzen Tag frustriert bin.

Mein Psychologe (es war eine Psychologin, auch sie war von mir angetan, lach) hat gemeint ich leide unter einer gewissen Histrionischen Persönlichkeitsstörung und einer Art von Narzissmus. Ich kann auch mit Ablehnung nicht gut umgehen.

ABER was mir aufgefallen ist. Ich habe heute mal versucht zu jedem Menschen nett zu sein, wirklich zu jedem (ob Dumm, Alt, behindert oder was auch immer) und komischer weise. Sind auch alle sehr nett zurück selbst die "Dummen" und ich habe ein Glücksgefühl in mir so richtig "Gut" Ich glaube wenn man ständig Frustriert ist und Frustriert seinen Mitmenschen gegenüber dann sind diese auch nicht gut auf dich zu sprechen und ich denke gleich wieder "oh gott wieder so einer" Das ist wirklich eine Spirale. Ich glaube ich muss mich zwingen einfach "gut" zu sein. Ich glaube so eine Art Karma gibt es schon. Bin ich nett zu meinen Mitmenschen sind die es auch = gutes Gefühl = wieder nett zum nächsten = wieder gutes Gefühl. Umgekehrt Unzufrieden = jeder ist ein depp = andere mitmenschen finden einen nicht unbedingt sympathisch = selbsbestätigung "es sind ja alle deppen"

Ich werde mal für mich versuchen an Tagen wie diesen einfach zu jedem Nett zu sein, natürlich nicht übertrieben und das ich jedem 5 Euro in die Hand drücke. Aber eben nicht meine Frustration an anderen auslasse.


Pokersaft
Beigetreten: 02.03.2006
Oldschool Grinder

Das ist wirklich eine Supererkenntnis :) MAch es! Aber lass dich von Rückschlägen nicht beeindrucken


dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

Original von TAHG2010
symptome kommen mir bekannt vor. sehr interessantes thema.
[x]bookmarked

drei dinge, die mir dazu einfallen:

-psychoanalytiker können hier weiterhelfen. es ist nichts schlimmes dabei, deren dienste in anspruch zu nehmen. ich hab ne therapie wegen alkohol und depressionen hinter mir. das hat mir aus dem verhalten geholfen.

- kürzlich hab ich einen artikel darüber gelesen, dass religiöse menschen die glücklicheren sind, weil sie in ihrem leben häufiger einen tieferen sinn sehen.
ich war lange zeit auch der meinung, dass religion eher was für dümmere menschen ist.

- lauthals lachen zu können, über nicht so intelligente Witze, Umstände, etc.

und dann ist da noch das Zitat von dak113:

Original von dak113
dumm (angepasst, ohne richtige eigene Meinung)
=>eher fähig glücklich zu sein

wenn ich mir überalles und jeden selber gedanken machen muss, dann komme ich aus dem grübeln, doch garnicht mehr heraus. wenn aber den vermeintlich dummen zuhört, erkennt man doch, dass sie zu den für sie wichtigen themen auch eine eigene meinung oder erfahrung haben. ich halte nur noch die menschen für dumm, die sich trotz guter argumente nicht überzeugen lassen wollen. außerdem gibt es ja verchiedene arten von intelligenz und die kann man alle auch trainieren. ehrlich gesagt bin ich manchmal auch froh über dumme menschen, denn ich würde mich nicht bei nem discounter an die kasse setzen wollen.

Original von dak113
naja, mit dumm mein ich z.B. auch, wenn Leute einfach Verhaltensmuster übernehmen ohne sie zu hinterfragen (auch wenn diese evtll richtig sind), so kann man in unserer Welt erfolgreich sein, jedoch ist das nicht der Weg den ich gehen möchte.

:facepalm:

das nenne ich dumm. hinterfrag mal, wieviele verhaltensmuster auch du von anderen, vor allem eltern und lehrern, übernommen hast ohne sie zu hinterfragen. ich hab mich nie gefragt, warum ich anderen zur begrüßung die hand gebe.
so funktioniert sozialisation nunmal. jeder freundeskreis hat irgendwelche verhaltensmuster, die andere adaptieren, wenn sie dazu stoßen.

ich antworte mal so wie es mir in den Sinn kommt:

1. ich halte von den meisten Psychologen nicht viel (ich weiß, ist auch nicht die beste Einstellung aber naja), obwohl das Thema an sich sehr spannend ist.

2. gibt afaik ne Studie, dass gläubige Menschen einen niedrigeren IQ haben.

3. kann teilweise auch über wenig intelligente Witze lachen, aber jeden Scheiß brauch ich dann auch nicht, hat nicht nur was mit Intelligenz, sondern auch Niveau zu tun.

4. Wie gesagt, ich geb mir Mühe erstmal keinen zu verurteilen und bin mir darüber im klaren, dass auch "dumme" Menschen oft gute Gedanken und eigene Meinungen haben... evtll Varianz
Ob die Existenz von dummen Personen nun mehr Vor - oder Nachteile hat wag ich nicht zu beurteilen, aber guter Gedanke.

5. Es ist ziemlich sicher sehr oft Zeitverschwendung sich über jeden Lebensvorgang Gedanken zu machen, aber meist lassen sich Denkfehler sehr schnell finden und durch Verbesserung spart man die Zeit evtll. wieder ein.
Dennoch ein Punkt in dem ich dir absolut Recht geb.

6. Über diesen Punkt musste ich am längsten Nachdenken.
Du gehst hier in erster Linie auf das nähere soziale Umfeld eines Menschen ein, dieses ist normalerweise selbst gewählt, d.h. ich umgebe mich mit Menschen, die gewisse Ähnlichkeit zu mir haben und kann somit auch eher Angewohnheiten etc übernehmen ohne bis ins letzte Detail zu hinterfragen.
Oft sollte man im nähen Umfeld ja auch Kompromisse eingehen, da das "Ganze", also die Freundschaft, wichtiger ist als einzelne Differenzen.

Imo besteht hier schon ein Unterschied zu vorgegebenen Verhaltensmustern.

@ TooropAce:

Versteh deinen Post nicht ganz, du beginnst damit, wie beliebt du bist und ziehst trotzdem die Schlussfolge, dass die Anderen nett zu dir waren, weil du nett warst?


TooropAce Themenstarter
TooropAce
Beigetreten: 11.05.2009
PokerStrategist

Ich weiss das kann man missverstehen :-)
Ich bin bei Arbeitskollegen beliebt und Frauen in meinem Alter oder bei Menschen die ich von Anfang irgendwie mag.

Aber bei fremden oder älteren oder so hintergeschleckte Haare Typen da bin ich von Anfang an gehässig, verstehst wie ich meine?`Und zu meinen Kunden da bin ich auch nicht immer nett :-/ Weil die sind ja dumm.

Mann kann auch sagen, zu den Leuten wo ich am Anfang nett sein muss / soll wie Arbeitskollegen, Chef usw. Da bin ich schnell beliebt weil ich mich ja nicht gleich von der Seite "ihr seid alle dumm" zeige. Ich glaube ich habe es gut erklärt :-)


Hallo ToorpoAce,

so ein Forum kann eine fundierte psychologische Beratung nicht ersetzen. Und ja, es gibt schlechte Psychologen - so wie es in jedem Beruf gute und schlechte Vertreter gibt. Aber wenn jemand seine Sache versteht, kann er oder sie schon einiges an Hilfe leisten.

Mir fällt (auch an mir selbst) auf, dass einen an anderen Menschen oft das am meisten stört, was man an sich selbst nicht leiden kann. Möglicherweise liegt da der Hund begraben.

So wie du schreibst, kommst du bei anderen Menschen gar nicht so schlecht an. Möglicherweise traust du ihnen nicht, weil du dir selbst nicht traust.

Die Lösung liegt nun nicht darin, dass du dich selbst noch ein bisschen kritischer beobachtest sondern im Gegenteil, dass du dich selbst ein Stück loslässt.

Insofern finde ich dein Experiment ganz spannend. Du beobachtest, wie andere reagieren, wenn du ihnen freundlich begegnest. Solange das nicht zwanghaft wird, ist das ein brauchbarer Ansatz.

Natürlich bist du nicht jeden Tag gleich gut drauf, und die anderen Menschen auch nicht. Aber darauf kommt es nicht an. Es kann sehr überraschen, was in anderen Leuten steckt, wenn man sich auf sie einlässt. Ich denke gerade an jemanden, den ich anfangs als hochnäsig eingeschätzt habe, und mit dem ich jetzt super zurecht komme.

Minusvarianten gibt es natürlich auch unter den Leuten. Aber das merkst du dann früh genug und stellst dich darauf ein.

Gruß

wespetrev


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