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Tagebuch aus der LP-Krise - Mittendrin

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HonkeyCJ
Beigetreten: 02.10.2010
Poker Player

Ohne Umschweife direkt zum Thema (hatte einen elendig langen Text geschrieben, dann hab ich leider gefailed beim F5 drücken und alles war weg :facepalm: ). Keine Sorge mit meinen Schlaf/Blasenproblemen hats diesmal nichts zu tun^^

Ich (M, 24 J) befinde mich im 7. Semester (ab heute) des Bachelors Technische Kybernetik der Uni Stuttgart und habe ganze 57 LP angesammelt. Alle Hammerprüfungen wie HM3, TM2+3 oder Thermodynamik noch vor mir.
Meine Prüfungsordnung sieht den Verlust des Prüfungsanspruches nach dem 10. Semester vor, wenn bis dahin nicht die Bachelorarbeit geschrieben wurde. Ich hätte also noch theoretisch 4 Semester Zeit die Kurve zu kriegen.

Das sind die harten Fakten.

Heute hab ich mich durch die ganze Scheiße gewühlt und festgestellt bis wohin sie mir reicht. Bis zum Hals und drüber würde ich sagen.
Angefangen bei der Prüfungsordnung, über das Modulhandbuch bis zur peniblen Planung des kommenden WS 14/15. Ein 8 Stunden-Marathon. Länger als ich jemals für irgendetwas am Stück gelernt habe.

Das ist auch gleichzeitig mein größtes Problem. Ich bin so unglaublich faul und schiebe alles so heftig vor mir her dass es schon krankhaft ist. Ohne Not schiebe ich Prüfungen von einem Semester auf das andere und mach mir selber das Leben schwer. Ich betreibe Prokrastination nicht, ich hab den Shit erfunden.
Aber es bleibt ja nicht nur beim Uni-Stuff. Auch im normalen Alltag erledige ich selten etwas sofort, außer es erfordert sofortiges Handeln, bsp. Amtsgänge (mit Fristen) etc... .

Ich steh seit Jahren auf wenn ich will, muss dazu sagen ich wohne bei meinen Eltern und muss mich eigentlich um absolut NIX kümmern. Den Tag über mache ich meist sinnlose Sachen,das Übliche eben: Zocken, Filme/Serien, Nachts um 3 Uhr in irgendwelchen Hinterzimmerspelunken pokern. Kurz: Alles, außer lernen.

Also habe ich mir heute einen Plan aufgestellt mit Prüfungen die ich Frühjahr schreiben will. Ich habe mir stundenlang den Kopf über "günstige" Wahlkombinationen zermattert.
Ergebnis: Ich muss pro Semester 50 LP ranklotzen weil zeitaufwändige Praktika meine 4 Semester erheblich verkürzen.

Der Plan ist es jetzt auch wirklich so durchzuziehen.Doch momentan plagen mich arge Selbstzweifel, aber nicht wegen dem Lernstoff. Ich weiß 50 LP/Semester sind ziemlich viel, aber ich halte es für machbar zumal ich wirklich gute Kombiantionen gefunden habe und eine ausgewogene Mischung aus Verstehen und Auswendiglernen gefunden habe trotz des naturwissenschaftlichen Backgrounds. Glücklicherweise mache ich damit auch keinen Abschluß auf Sparflame weil die Kybernetik von Natur aus ziemlich breit gefächert ist. Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten.
Ich habe diese Zweifel weil ich fürchte nach 2 Wochen schon wieder die Motivation zu verlieren und dann nicht mal mehr die Chance zu haben es wirklich noch zu schaffen.

Dieser Thread soll deshalb als Blog fungieren, als langfristiges Projekt der Rehabilitation. Ich möchte am Ende darauf zurückblicken können und von mir selber sagen können dass ich es geschafft habe. Wenn es hart auf hart kommt werde ich auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen also Psychotherapie oder whatever, denn so kann es einfach nicht weitergehen. Vielleicht ist/war jemand von euch in der gleichen Situation und hat wertvolle Tipps für mich?

Als weitere Hilfe habe ich mir vorgenommen folgende Regeln ab jetzt strikt zu beachten:

1. kein Schieben mehr, außer es ist strategisch sinnvoll (Bsp.: ein anderer Prof oder ein anderes Institut übernimmt die Vorlesung und es ist deswegen bedeutend einfacher/angenehmer/whatever)

2. jeden Tag etwas für die Uni tun - niemals den Faden verlieren

3. vor 10 Uhr aufstehen

4. 4x die Woche pumpen, das halte ich schon länger durch wird also eher nicht so das Problem sein

5. auch im Alltag mehr Initiative zeigen und anfallende Sachen sofort erledigen

Natürlich bin ich kein Idiot und weiß natürlich dass ich das nicht von heute auf morgen alles auf die Reihe kriegen werde. Es wird ein täglicher Kampf mit mir selber sein, aber ich will es versuchen. Ich habe jahrelang einfach in den Tag hineingelebt ohne an die Zukunft zu denken. Das hat jetzt ein Ende.


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41 Antworten
Pokersaft
Beigetreten: 02.03.2006
Oldschool Grinder

Dann wünsch ich dir viel Glück!

... und hoffe du bist nun schon wach ;)


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TAHG2010
Beigetreten: 10.12.2010
PokerStrategist

Von 8 auf 50 erscheint mir nicht besonders sinnvoll. Hast du dich an der Uni mal mit irgendjemandem beraten? Gibt immer Möglichkeiten da was zu drehen. Wie sieht die Finanzierung aus?
imo kann man auch die Bachelorarbeit schreiben, bevor man alle Scheine hat.
Deine Regel Nummer 1 solltest du schnell wieder vergessen.


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ChrizJay
Beigetreten: 03.03.2007
Elite Grinder

Bin in einer ähnlichen Situation. Super viele geschoben in der Uni, jetzt endlos viele Besteh-oder-flieg-raus Prüfungen, hab letztes Semester sogar TROTZ lernen eine 6 geschrieben und MUSS Ws 14/15 bestehen ... nächste Woche fängts an. Aber was soll ich jammern? (Mir geht natürlich trotz selbstvertrauen die Düse) Es ist wie es ist ! geändert werden muss die gesamte Einstellung. Kein Plan wie schwer dein Zeug ist, bei mir ist es machbar. Versuch mich auch jeden Tag zu motivieren. Bezweifel, dass es ohne etwas zu ändern dabeibleibt. Deshalb : ICH KANN, ICH WILL, ICH WERDE!

Lese seit geraumer Zeit auch mehr und mehr Motivationsbücher und die gängigen Klassiker der Self-Education. Die tägliche Dosis soll jedoch nicht nur das schlechte Gewissen befriedigen. Es soll sich auch wirklich was verändern. Klein für Klein.

Sachen die ich atm probiere:

1. Der Klassiker schlechthin -> Ziele visualisieren.
Stell mir nachm Aufstehen immer vor, wie es später ist, dann in meinem Beruf zu arbeiten,wie ich das Studium schaffe, neue Kontakte an der Uni knüpfe, glücklich dabei bin. Geld verdiene, dieses dann wieder für Sachen die ich momentan nicht kann ausgebe, meine Familie glücklich ist, weil ich glücklich bin.

2. Die unangenehmen Dinge zuerst !
Die unangenehmen Ding sind ziemlich sicher die Wichtigsten. Irgendein Anruf oder Email oder das recherchieren über den neusten Lernstoff/Skript lesen oder Hausarbeit erledigen. Sei sicher, wenn du es nicht tuen willst, IST ES WICHTIG !

3. Barrieren schaffen.
Erschaffe unsichtbare Barrieren, mit welchen du die angenehmen Dinge nur über das erledigen der täglichen Arbeit erreichen kannst. Sei kreativ dabei.
Du zockst gerne oder benutzt den Laptop für Filme ? Gut, dann leg dir dein ganzes Papier auf die Tastatur. Such dir an der Uni Leute, die dich ständig über den neusten Stoff im WhatsApp fragen. Verpflichte dich, indem du eine Lerngruppe bildest. Lass jemanden jeden Morgen bei dir anrufen usw. Wenn du einmal etwas zu einer Gewohnheit gemacht hast, denkst du garnichtmehr an das "Einhalten" ... du machst es einfach!

4. Belohn dich.
Hier kannst du auch kreativ sein. Lass die Belohnungen aber nicht zu groß sein. Ein Tag Pause ist zB keine gute Belohnung. Auch nicht besonders gut -> ungesundes Essen oder Alkohol. Wenn dann nur in Maße, nicht schweinisch werden.

5. Sei realistisch.
Es macht keinen Sinn, Geister zu jagen. Manchmal sind Ziele einfach nicht oder nur mit sehr viel Glück erreichbar. Dh nicht, dass es keine Ziele sein dürfen, mach dir nur klar, die richtigen Ziele zu formulieren, Schritt für Schritt dem Ziel näher kommen, der Schlüssel liegt in der Konstanz und wenn etwas nicht so klappt, wie du das gerne hättest, nicht gleich aufgeben, sondern weiter und weiter zu arbeiten und zu lernen.

Der rest würde jetzt den Rahmen sprengen.
Wenn Lust hast, orientier dich erstmal daran und ergänze deine eigenen Regeln.

Viel Erfolg und keine Ausreden mehr
Grüße aus Freiburg

Edit: Vegessen, deine Regel 1, ist totaler Mist. Keine außer, aber, wenn, dann blalabla


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nebosback
Beigetreten: 09.11.2009
PokerStrategist

50 LP sind mal für 1 oder 2 Semester machbar, vor allem wenn es große Themenblöcke wie Statistik, Jura für Nicht-Juristen o.ä. beinhaltet, was man auch alleine und flexibel lernen kann.

Aber die von dir geplante Ochsentour geht zu 100% schief, vor allem i.d. heutigen B.Sc./M.Sc.-Zeit. Du rennst dich 3 Semster lang ab und fällst am Ende dann bei irgendeinem TEil zweimal durch und bist dann ausgebrannt.

Würde lieber in Absprache mit Beratungsstellen mir realistischere Ziele setzen...


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BurneyGumble
Beigetreten: 09.07.2009
PokerStrategist

Gl @ OP

Kenne das leider nur zu gut. Bin inzwischen seit ~ zwei jahren Selbstständig und am Anfang war es einfach nur eine Qual sich selber zu motivieren.

Aber inzwischen läuft das in meinem Kopf doch schon etwas geregelter ab und ich bleibe halt am Ball.
Mich motiviert, ist imo eigentlich nicht gerade Gesund, aber irgendwie muss ich das ja regeln, die Angst vor dem Scheitern und Versagen.

Deshalb auch hier die Frage an ChrizJay.
Welche Bücher sind das, vo denen Du da redest?

Original von ChrizJay
Lese seit geraumer Zeit auch mehr und mehr Motivationsbücher und die gängigen Klassiker der Self-Education. Die tägliche Dosis soll jedoch nicht nur das schlechte Gewissen befriedigen. Es soll sich auch wirklich was verändern. Klein für Klein.


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bastimw
Beigetreten: 07.10.2008
PokerStrategist

Ich hatte selbst mein Studium mehr oder minder in der letzen Minute abgeschlossen und da teilweise 15 Prüfungen + Belege in einem Semester geschrieben und bestanden.
Meine Fehler waren, dass ich das Studium zu sehr als Freizeit gesehen habe und das Motivation im Prinzip nicht vorhanden war.
Das Problem tritt besonders häufig bei Leuten auf die nicht wissen für was sie es tun, bzw. einfach nie richtig arbeiten waren und das nicht als Verbesserung ihrer Lebens-Situation sehen.

Schieben würde ich an deiner Stelle gar nix mehr, denn deine Motivation, wird mit zunehmenden Druck vermutlich nicht besser. Normale Menschen sind 9 h auf Arbeit und müssen dort zwangsläufig auch was tun und selbst dann sind die noch dazu fähig so Dinge wie Haushalt/Kinder etc. zu schmeißen.

Wenn du wirklich noch dein Studium bestehen willst und du dir der Konsequenzen klar bist, was passiert wenn du es nicht bestehst,

[die Konsequenzen werden sein das du für 8.50 €/h zu 90% an einer Supermarktkasse sitzt oder Busfahrer wirst - sind 1500 Brutto - 1100 Netto, davon geht ab: Miete, Strom, Telefon, Bafög-Kredit usw. - was dann effektiv vermutlich zur 1 Zimmer Wohnung und Urlaub auf Balkonien führt]

dann wäre es auf jeden Fall sinnvoll erstmal einem geregelten Tagesablauf einzurichten ... Wecker um 8 ins Bett um 1. Dann setzt du dir Tageszeiten wo du immer in gewissen Rhytmen lernst und Freizeit hast. Vielleicht solltest du Dinge wie Fernseher/ Computer auch erstmal ganz weit wegstellen, abschalten oder abgeben - der Mensch ist arg dazu geneigt, seine Zeit gern mit sinnlosen Dingen totzuschlagen oder zu vergeuden, gerade Computerspiele neigen dazu, dir immer wieder flasche und unnütze Glücksgefühle und Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Sowas führt denke zur Übereizung deines Belohnungssystems und im Reallife bekommst du eben oft nicht so viele Erfolgserlebnisse und nimmst auch deshalb vom RL gern Abstand.
Zu verlieren hast du ja nix, also kannst du auch eine Umstellung wagen ...


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HonkeyCJ Themenstarter
HonkeyCJ
Beigetreten: 02.10.2010
Poker Player

Thx da ist ja schon einiges zusammen gekommen.

Heute tatsächlich um 8 uhr aufgestanden und erstmal 2 Stunden lang das Zimmer geputzt, da kommt ein ganz schöner Siff zusammen. Die ersten 4 Stunden Thermodynamik hab ich mir auch noch gegeben. Als Etappenziel versuche ich jetzt bis zum Vorlesungsbeginn zumindet die Grundlagen aufzuarbeiten die ich für diverse andere Fächer brauchen werde (Regelungstechnik, wen es juckt^^). Wenn ich das nicht mache wäre es so wie als ob ich Extremstellen von Funktionen ausrechnen soll ohne überhaupt zu wissen was eine Funktion ist.

@TAHG2010

Jo es ist schon ein gewaltiger Sprung das gebe ich zu. Aber diesmal wird ja auch richtig gelernt. Ich habe immer nur 2-3 Tage intensiv für irgendetwas gelernt . Bei Mathe oder Elektrotechnik kommt man damit einfach nicht weit, wenn ich die Prüfungen überhaupt angetretten habe.

@ChrizJay

Hat gut getan deinen Beitrag zu lesen, man ist nicht der Einzige. Die Bücher würden mich auch interessieren.
Wir packen das!

@nebosback

Im Prinzip muss ich schon 2 solcher Semester jetzt ableisten. Damit wäre das gröbste geschafft. Und es geht schon in die Richtung die du angedeutet hast: Bei mir wäre das dann bsp.: "Wirtschaftswissenschaften für Kybernetiker" oder im Wahlbereich "Planung und Betrieb von Verkehrssystemen". Der Stoff ist 80% auswendiglernen und das alleine bringt schonmal fast 30 LP. Im Nachhinein echt idiotisch dass ich nichtmal das gemacht habe. Es wäre so easy gewesen und ruck zuck ein Semester gespart.

@BurneyGumble

Danke dir!

@bastimw

15 Sachen sind aber schon ne Hausnummer, hart. Wieviel LP waren das dann zum Schluß in einem Semester?
Ansonsten triffst du genau den Punkt. Ich war nie richtig arbeiten hab auch absolut null Motivation oder Ambitionen gehabt irgendwas zu machen.
Den Computer verbannen geht leider nicht. Ich lerne praktisch den ganzen Tag damit. Bin ja schon froh dass meine Studienfreunde immer alles brav in die Dropbox hochladen und man so echt komfortabel lernen kann. Ich versuche aber nicht mehr auf irgendwelchen Seiten zu surfen. Fernsehen ist kein Problem.


Antwort
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HerrRausrag
Beigetreten: 23.05.2010
Poker Player

Wichtig wird auch sein, deinen Freundeskreis und gewohnte soziale Aktivitäten anders zu bewerten. Du wirst es dir schlicht nicht leisten können weiterhin ständig in Eckkneipen zu pokern und unter der Woche öfter mal einen drauf zu machen. Die Versuchung dazu wird aber nicht weniger, das ist eine ganz magere Situation. Been there, done that.

Da brauchs einen richtigen Cut, der zwangsläufig nicht überall gut ankommen wird. Das musst du hinnehmen und eigene Ziele priorisieren. Deine momentane häusliche Situation (Was sagen eigentlich deine Eltern dazu, machen die da so gar keinen Druck?) und Bequemlichkeit ziehen dich in diesem Sinne runter und klauen dir unendlich viel Zeit, die man sinnvoller nutzen könnte und du scheinbar sinnvoller nutzen musst um deine Ziele zu erreichen. Da muss nicht weniger als ein Paradigmenwechsel her, ich habe selbst nie geglaubt wie sehr die äußeren Umstände die eigene Einstellung beeinflussen können. Du bist in einem bequemen Setting dass dir die vergangenen drei Jahre den Fokus hat verlieren lassen, das muss sich nun fundamental ändern, auch wenns schmerzhaft wird und mit dem teilweisen Verlust von sozialen Strukturen einhergehen wird. Gute Freunde werden das aber (hoffentlich) verstehen können.

Was imo auch noch gern mal unterschätzt wird: So manche spätere Module werden sich auf das beziehen, was grundlagenmäßig in den ersten Semestern an Stoff vermittelt wurde. Das wird nicht zwingend leichter wenn viel Zeit dazwischen liegt...Auch da spreche ich leider aus Erfahrung. Das hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich auf dem Radar, mir fiel es dann sehr schwer mich zu motivieren, sich auch das "alte" Zeug nochmal zu geben und aufzuarbeiten. Ist auch gefährlich, mit hoher Frustration landet man schnell im Fatalismus und neigt dazu den Kopf völlig in den Sand zu stecken. Das sollte dir auch bewusst sein.

Wird ein langer steiniger Weg, aber den ersten Schritt hast du gemacht indem dir deine Situation bewusst geworden ist. Viel Erfolg!


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wusah
Beigetreten: 06.02.2006
Elite Grinder

Sind die 10 Semester max Dauer schon mit Härtefallanträgen etc gerechnet? Frag mal in der Fachschaft/asta nach ob da evtl noch was mit Verlängerung geht. Damit kannst zwar nicht viel weniger Gas geben, allerdings wäre zumindest ein bisschen Druck weg falls du doch noch wo durchfallen solltest.

Und den thread hier fand ich gut: https://www.reddit.com/r/AskReddit/comments/2b0yf8/good_students_how_do_you_go_about_getting_good/


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dertakman
Beigetreten: 23.09.2007
Oldschool Grinder

Eben- wenn die Laune ganz im Keller ist- es gibt sicher hunderte Möglichkeiten das Studium zu verlängern^^

Gremiensemester lassen gerne die maximale Semesteranzahl ansteigen- und sich irgendwo zu engagieren ist ja toll. Und die Fachschaft braucht immer Leute. Urlaubssemester und dann trotz in der Uni rumsitzen , dann kann es sein, dass "wenn bis dahin nicht die Bachelorarbeit geschrieben wurde" (bezogen aus die BA) heißt, dass man sie bis dahin angemeldet haben soll und die BA kann man ja wiederholen, wozu man dann wieder ein Jahr Zeit hat

Nicht das ich die zum Nichtstun ermuntern will, aber wenn der Lebenswandel nur zur Hälfte gelingt, die Aufgabe zu groß erscheint und die Laune ganz im Keller ist- es gibt immer Wege und Möglichkeiten.
Lieber das Studium durchziehen, selbst wenn es nicht so perfekt klappt und man den eigenen Plänen nicht entspricht, als aufzuhören, da man nun wirklich 2 Jahre hart durchpauken muss und man es nicht zutraut/kein Bock darauf hat.

Ich bin selbst so ein Versager-Typ; Informatik nun 11. (sic!) Semester, habe noch 1 (vlt. 2 Note noch offen) Klausuren plus BA offen und weiß gar nicht was ich mit meiner Zeit anstelle, auf jeden Fall nichts produktives. Aber lieber im 11. Semester den Abschluß schaffen (gut da muss ich immer noch mich anstrengen, aber das sollte machbar sein...), als irgendwann im 7. aufgehört zu haben.
Bleibt aber halt trotzdem Mist, dem widerspreche ich nicht ;'-(


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bastimw
Beigetreten: 07.10.2008
PokerStrategist

Original von HonkeyCJ

@bastimw

15 Sachen sind aber schon ne Hausnummer, hart. Wieviel LP waren das dann zum Schluß in einem Semester?
Ansonsten triffst du genau den Punkt. Ich war nie richtig arbeiten hab auch absolut null Motivation oder Ambitionen gehabt irgendwas zu machen.
Den Computer verbannen geht leider nicht. Ich lerne praktisch den ganzen Tag damit. Bin ja schon froh dass meine Studienfreunde immer alles brav in die Dropbox hochladen und man so echt komfortabel lernen kann. Ich versuche aber nicht mehr auf irgendwelchen Seiten zu surfen. Fernsehen ist kein Problem.

(also wir haben pro Semester 6-8 große Prüfungen + 2,3,4,5 Belegarbeiten gehabt [hab Elektrotechnik studiert] - bedeutet praktisch das ich die Aufgaben von 2 Semestern auf eins pressen mußte)
Wenn ich es richtig verstanden habe, bekommst du pro Sem 30 LP (also für ein Halbjahr) - 50 mußt du machen und hast dafür 2 Jahre Zeit ... wo ist mein Denkfehler?
Hab selbst noch Diplom gemacht und kann mit LP so nix anfangen und weiß daher nicht wirklich wie knapp das bei dir ist:

was mußt du denn in den 4 Semestern jetzt noch machen?
* Praktikas? (also Betriebspraktikas?)
* Bachelorarbeit? (welcher Umfang? - vermutlich ist es nicht so Umfangreich wie ne Dipl. Arbeit)

Also wenn dein Bachelorstudiengang 6 Sem geht, seh ich kein Problem, dass auch in 4 Semestern zu machen, allerdings mußt du halt Eier machen.

Leg doch mal hier deinen Zeitplan fest.

Zum Thema Motivation:

* ich konnte mit Rechner selbst immer schlecht lernen und hatte mir oft dann DInge ausgedruckt und sie in völliger Ruhe und ohne Fremdeinflüsse oder Ablenkungen ausgearbeitet und mir das wichtigste meist Stichpunktartig noch mal aufgeschrieben oder auch einzelne Aufgaben versucht erst selbst zu lösen, um dann meine fails zu finden.
Weiterhin habe ich mir Prüfungen und Ergebnisse der letzen Jahrgänge geholt und habe bewußt auch den Dialog mit meinen Professoren gesucht (die mich obv. nicht kannten XD) - ich will damit sagen das man mit Zettel, Papier und Taschenrechner weniger abgelenkt wird. Bildschirme lassen einen aus welchen Gründen auch immer, schneller ermüden als nen Zettel, außerdem neigt man dazu einfach weiterzuscrollen, wenns langweilig ist - muß man wissen .

* ich selbst halte es für kritisch, wenn man jemanden zum studieren schickt der stupide 1-12 Klasse Abi gemacht hat, sieht wie diverse Freunde schon mit 16 Geld verdienen und sich große Autos kaufen (weil sie obv bei Mama wohnen) und man selbst irgendwie das Gefühl hat, in einer viel schlechteren Situation zu sein, trotz des Wissen´s, dass man sich mit was viel "wichtigeren" beschäftigt, als es die Freunde evtl. tun.

Da können schon oft Zweifel enstehen, vor allem wenn man schon länger dabei ist.
Kommen hierzu noch Negativerfahrungen von nicht bestanden Prüfungen, für die man eigentlich gelernt hat, zieht einen das langsam in eine Depression.

* Selbst wenn du dir für 14 Tage mal irgendwo einen bewußt langweiligen und stupiden Job suchst, um mal zu schauen, wie die andere Seite ist, wirst du innerhalb von 14 Tagen nicht ausreichend negative Erfahrungen machen, um das als Motivation für dein Studium mitzunehmen, außerdem hast du immer den Hintergedanke, dass es ja in 14 Tagen in alter Gewohnheit weiter geht.

* der Familienkreis ist übrigens meist auch nicht sonderlich motivierend, sondern es kommen eher blöde Fragen wie zB. wann man denn endlich fertig ist usw.
Wenn man in dem Moment sagen würde, dass man im Prinzip ne Studiendepression hat und die Motivation bei - 110 % ist, wäre das der Supergau - wenn die ELtern dann noch teils finanziell zusteuern, wird´s oft noch mal kritischer. Oft interessieren diese sich nur für Ergebnisse und nicht für die Arbeit die du da reingesteckt hast und erst recht nicht, wie es dir zur Zeit geht.

* mir ging es so, dass ich irgendwann einfach am Sinn gezweifelt habe und das Studium selbst halt auch nicht mehr als meinen Lebensweg gesehen habe, sodass die Interesse daran grundlegend verloren gegangen ist - ich hab´s in meiner Tiefphase eher als Klotz am Bein gesehen.

Wie findet man Motivation?

* Schwer zu sagen, bei mir hat es gereicht einfach mal Fernseher und Rechner auszumachen und gewisse Zeiträume zu setzen. Kleine erreichbare Ziele, wenig Ablenkung, nach und nach konnte ich dann meinen Zeitplan voller machen. Überlege wie du vorgehst, wenn du ein Ziel nicht erreichst.

* du solltest mit deinen Eltern darüber reden, dass du extrem demotiviert bist, so bist du auch erstmal eine Last los und wenn dir dein Umfeld schon bisher nicht geholfen hat - schlechter kanns nicht werden ^^
Wenn sie schlau sind, dann wissen sie dir zu helfen.

* nen bissl Sport ist sicher nicht falsch, daraus aber eine Motivation fürs Studium zu finden, wäre ein zu hoher Erwartungswert

* evtl. wäre es für dich eine Option dir über Weihnachten mal nen kleinen Job zu suchen in nem Supermarkt, Bau etc. dabei solltest du dir vorstellen, dass du das dein Leben lang machen wirst.

* Lerngruppen sind gut - kennst du noch wen in deinem Semester der noch das gleiche macht ? Wenn nicht besuch die Lehrveranstaltung und such dir da welche die das auch lernen müssen.

* mit Professoren des Lehrfachs sprechen - es gibt meistens Professoren die man gut findet, frag sie direkt wenn du Probleme mit gewissen fachspezifischen Aufgaben hast.
Wenn du mit dem ein oder anderen warm geworden bist, kannst du Ihn mal fragen, wie man so demotivierende Phasen durchsteht. Es gibt Profs die in Ihrem Lehrfach gut sind und aber auch ne Menge Lebenserfahrung mitbringen, die sie dir vielleicht sogar offen und gern mitgeben.
Es gibt an jeder Uni/Hochschule auch meistens so nen Psychologen, den man mal aufsuchen kann - wäre in deinem Fall auch kein Fehler.
[du mußt dir eine langfristige Motivation aufbauen ... 14 Tage Euphorie nützen nix]

* mache dir Gedanken über derzeitige Alternativen, mache dir ernsthafte Gedanken wo du im Leben hin willst, was du erreichen willst und was so deine Ziele im Leben sind, passt dein Studium dort überhaupt dazu?
Geh mal ganz konkret die Situation durch, dass du nächste Woche dein Studium abbrichst und wie es dann weiter geht und wie das finanziert wird.
Frag dich wo du in 2, wo du in 3,4,5,6 Jahren stehen willst, frag dich konkret was willst du mal sein.

* so als kleinen Hinweis: es gibt meist sowas wie Urlaubssemster oder auch Krankschreibungen - man kann sich wegen Depression vom Studium krankschreiben lassen und kann damit seine Studienzeit leicht verlängern ... die Anträge müssen aber rechtzeitig sein, schau dir die Prüfungs und Studienordnung an und sprich mit dem zuständigen Professor/Studienberater darüber, so kannst du etwas Zeit gewinnen ^^. Hier mußt du dich aber ganz genau informieren!

* dein Studium ist nur eine Etappe im Leben - ob du noch annähernd was damit zu tun hast in 10 Jahren weiß der Geier . Ich kenn etliche die mal irgendwo, irgendwas studiert haben aber dann einfach andere Möglichkeiten für sich entdeckt haben und darin berufung fanden.
Die Etappe ist aber wichtig und gehört dazu, im Studium lernt man vor allem Dinge unter Druck fertig zu bekommen und diese einzuschätzen .

--- man ist übrigens kein Versager nur weil man länger studiert ;), in relevanten Berufen schaut keine Sau drauf, wie lang du studiert hast, viel wichtiger ist, dass du in dem was du gelernt hast einigermaßen nen Plan hast! Gerade in technischen Studiengängen ist es eher unnötig sich Gedanken zu machen, ob man nen Job findet.
Da einer der Vorredner was von Informatik schrieb, die Leute werden gesucht wie die Nadel im Heuhaufen, als Student kann man sich gar nicht vorstellen, wer alles händeringend Informatiker sucht oder wo es überall Anwendungsbedarf gibt.


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YoBaByYo
Beigetreten: 14.01.2007
Oldschool Grinder

Hab die Antworten nicht gelesen, aber mal zum OP:

4 Semester 50 LP kann gut gehen, hab ich grade gemacht, da ich ein Zweitstudium sehr schnell abschließen wollte (und getan habe). Aber die Veränderungen zu deinen bisherigen Gewohnheiten werden enorm sein, was dir ja auch selbst klar ist.

Was mir dazu noch einfällt:
- 10 Uhr aufstehen ist jetzt ein Witz oder? Schon mal an 7 Uhr gedacht? Selbst wenn du jeden Tag um 24h ins Bett gehst, ist das kein Problem, solange du dich nicht volllaufen lässt. Davon würde ich btw. eh vieeel Abstand nehmen.
- Prüfungen schieben aus strategischen Gründen?! Du kriegst es nirgends geschenkt. Mach dir einen Plan und halte dich daran.
- Such dir motivierte Lerngruppen. Das macht mehr Spaß und du kannst schneller lernen und weißt eher wo du stehst. Aber bitte nicht ne Gruppe, wo nur der Abend/das WE geplant wird. Man trifft sich zum LERNEN.

Viel Glück und setz dich hin. Dann schafft man das auch!


Antwort
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HonkeyCJ Themenstarter
HonkeyCJ
Beigetreten: 02.10.2010
Poker Player

Zum besseren Verständnis: Ich muss natürlich jetzt nicht mehr alle 4 Semester immer 50 LP ranklotzen. Das wären ja dann schon alleine 200 LP. Aber diverse Praktika verkürzen diese Zeit um einiges. Dann bin ich in 2 Modulen noch mit irgendwelchen Planspielen beschäftigt die nochmals je ein WE wegnehmen etc...
80-100 LP solltens in den nächsten 2 Semestern aber schon sein weil ich auch noch genug Zeit für die BA (Bachelorarbeit) brauche und wer weiß wo ich sonst noch faile. Deswegen mach ich mir lieber jetzt im kommenden Winter/Sommer mehr Stress als hinten raus. Wobei ich nicht weiß wie belastbar man ist wenn man neben der BA noch andere Module schreiben muss. Die BA alleine gibt ja nur 12 LP. Und im naturwissenschaftlichen Bereich kann man sich sowas nicht einfach aus dem Ärmel schütteln.

Ich meine mein Vorhaben ist ja nicht "absolut" utopisch. Mit meinen 57 LP auf der hohen Kante und 4 weiteren verfügbaren Semestern wäre ich ja quasi fast noch im Zeitplan wenn man nur einen möglichen 6-Semester Zeitraum betrachtet (also die ersten beiden je 30 LP und jetzt noch die restlichen 4 Semester je 30 LP). Würde also direkt hinkommen, aber ich dürfte nirgends mehr failen. Zumindest nicht mehr hart failen. Aber vor allem muss ich alle Module bestehen die jeweils nur im WS oder nur im SS angeboten werden, sonst seh ich alt aus. Deswegen ergibt sich jetzt auch dieses ungünstige LP-Verhältnis. Bsp. werden alle kommenden Praktika nur im WS angeboten.

Ich hab weiterhin recherchiert wie es mit einer Streckung aussehen würde. Es gibt allgemein 2 Möglichkeiten: 1. Urlaubssemester oder 2. Besuch des MINT-Kollegs

zu 1.

sehr schwer durchzuboxen wie ich finde und auch dann nur von begrenztem Nutzen. Ich müsste dann halt echt zum Arzt und dem alles erzählen und selbst dann ist nicht sicher ob das die Uni akzeptiert. Allerdings darf ich dann nix schreiben worin ein Schein erworben werden muss um zur Prüfung zugelassen zu werden. Von daher hätte das auch vorerst keinen Sinn. Bsp. in Thermodynamik wird erstmal verlangt den Schein zu haben um dann zur Prüfung zugelassen zu werden. Wer Mathe studiert hat oder Höhere Mathematik besucht hat kennt das, erstmal muss man 50% der Aufgaben votieren und anschließend 3x vorrechnen. Mit einem Urlaubssemester darf man aber keine Vorlesungen besuchen besser gesagt die Gruppenübungen nicht. Theoretisch wären da aber maximal 2 Semester extra drin.

zu 2.

wer in Stuggi oder Karlsruhe ein MINT Fach studiert kennt das wahrscheinlich. Man kann dort Module aus der Vorlesung "vertiefen". Das bedeutet dass man bsp. den Stoff aus HM1 oder TM1 (Technische Mechanik) auf zwei Semester strecken kann. Wenn man das durchgezogen hat bekommt man ein Semester angerechnet und hat somit 11 Semester zur verfügung. Dummerweise hab ich bereits HM1/2 und TM1 bestanden. Die einzige echte Alternative wäre für mich noch TM2+3, das hab ich aber bereits vor diesen Winter zu schreiben (HM3 bietet das MINT-Kolleg garnicht mehr an und sonst gibt es leider nichts was ich noch belegen könnte). Das ginge also theoretisch auch noch, dann müsste ich aber eine Prüfung schieben die andere bereits vor fast 2 Jahren geschrieben haben :-(

@HerrRausrag

Meine Eltern wissen im Prinzip dass ich ein Jahr länger brauche. Ich habe mir schon vor einem Jahr dazu Gedanken gemacht und bin dann von mir aus auf die zugegangen und hab gebeichtet. Denen jetzt zu verkaufen dass ich wohl noch ein Jahr länger brauchen werde wird schon bitter werden. Vor allem weil die beiden echte Arbeitstiere sind. Ich konnte auch nur auf meinem faulen Arsch hocken eben weil es uns durch die beiden "richtig" gut geht. Dafür bin ich sehr dankbar und weiß das auch zu schätzen. Wohl zu sehr

Ich hab 2-3 richtig gute Freunde denen ich das schon erklärt habe. Die haben Verständnis, aber haben auch gemeint dass es irgendwo schon klar war. Die haben ja immer gesehen was ich so treibe waren teilweise auch am Start bei all den Streifzügen abseits der Uni.

@wusah

Auf deinen Post hin hab ich recherchiert, siehe oben

@dertakman

Ah noch ein Leidensgenosse

Wie sollte man eigentlich ganz allgemein die Tatsache einschätzen dass wir 4-5 Semester länger brauchen als nötig. Reagieren die Personaler da allergisch oder wird das überschätzt. Und gerade neben Mathe und den Maschinenbauern bist du mit Informatik (was im Prinzip in den ersten 3 Semestern nichts anderes als Logik/Mathe ist) ganz einfach DER KING auf dem Arbeitsmarkt.

Die Frage soll mal an alle gehen. Was denkt ihr?

@bastimw

Wow, du hast dir extrem viel Mühe gegeben. Dank an dich. Vieles hab ich mir so auch schon gedacht (Lerngruppen etc...)

Ja der OP war etwas undeutlich, aber das habe ich weiter oben erklärt.

Mein Ziel steht im Prinzip schon fest:
Nach dem Bachelor muss der Master her. Ich will mein Leben JETZT endlich auf die Reihe kriegen. Ist schon schlimm genug dass ich fast an der 30 kratzen werde wenn ich dann endlich mal mit allem fertig bin^^

Da können schon oft Zweifel enstehen, vor allem wenn man schon länger dabei ist. Kommen hierzu noch Negativerfahrungen von nicht bestanden Prüfungen, für die man eigentlich gelernt hat, zieht einen das langsam in eine Depression.

Die Erfahrung hab ich glücklicherweise noch nie machen müssen. Immer wenn ich es verkackt hatte wusste ich im Prinzip dass es wieder NUR an mir lag. Das Prinzip ist eben nicht "lern 4 Tage vorher und bestehe" sondern Nachhaltigkeit. Das Dumme ist dass es in den eigentlichen Aussieb-Prüfungen im ersten und zweiten Semester genau nach diesem Schema geklappt hat. Das geht natürlich nicht immer gut, weil die Lücken immer eklatanter werden.

--- man ist übrigens kein Versager nur weil man länger studiert, in relevanten Berufen schaut keine Sau drauf, wie lang du studiert hast, viel wichtiger ist, dass du in dem was du gelernt hast einigermaßen nen Plan hast! Gerade in technischen Studiengängen ist es eher unnötig sich Gedanken zu machen, ob man nen Job findet. Da einer der Vorredner was von Informatik schrieb, die Leute werden gesucht wie die Nadel im Heuhaufen, als Student kann man sich gar nicht vorstellen, wer alles händeringend Informatiker sucht oder wo es überall Anwendungsbedarf gibt.

_thumbsup:
Hab mich aber auch nie wirklich als Versager gefühlt. Ich weiß ja auch dass ich viele Sachen kann die andere nicht können gerade wenn es um Uni-Stuff geht. Ich wende es nur nicht an und mache mir damit selber das Leben schwer.

@YoBaByYo

Nice, was war es denn für ne Fachrichtung?
Nach 8 Uhr wird sowieso nicht mehr aufgestanden^^

__________________________________________________

Woah ganz schöne Wall geworden


Antwort
Zitat
YoBaByYo
Beigetreten: 14.01.2007
Oldschool Grinder

Ich bin Physiker (Dipl) und hab jetzt LAG Mathe/Ph "nachstudiert". Dh, ich hatte größtenteils Mathe, zusätzlich noch Didaktik und Erziehungswissenschaften und ein paar Praktika.


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Rastabona
Beigetreten: 05.01.2011
PokerStrategist

Original von YoBaByYo
Ich bin Physiker (Dipl) und hab jetzt LAG Mathe/Ph "nachstudiert". Dh, ich hatte größtenteils Mathe, zusätzlich noch Didaktik und Erziehungswissenschaften und ein paar Praktika.

Warum studiert man das alles?

Bist du so einer, der nicht aufhören kann zu lernen?


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YoBaByYo
Beigetreten: 14.01.2007
Oldschool Grinder

Weiß nicht ganz was du damit meinst. Das alles? Ich mein, das sind jetzt gerade mal zwei Sachen. Klar, der Standard ist ein Studienfach, aber manchmal entscheidet man sich halt um?

In meinem Fall wars so, dass ich zunächst Physik studiert habe, und dann, nachdem ich zwei Jahre gearbeitet habe, mich dafür entschieden habe, dass ich den Lehrberuf als attraktiv genug empfinde dafür nochmal in die Uni zu gehen. Da ich schon Kinder hab, war auch klar, dass es zügig passieren muss, also hab ichs in 4 Semestern durchgezogen, wobei ich nach 3 Semestern "scheinfrei" war. Ich hab also 150 ECTS in 3 Semestern gemacht, und mich im 4ten aufs Staatsexamen vorbereitet + gearbeitet, was auch echt kein Vergnügen war.

Das hatte jetzt also weniger damit zu tun, dass
- so viel Spaß an der Uni hatte, dass ich nicht gehen wollte,
- nicht ins Arbeitsleben wollte,
- immer mehr Wissen anhäufen wollte.
Es war einfach Mittel zum Zweck.

Meine Situation war also sicher nicht mit der von OP vergleichbar. Ging mir eher darum, dass 50 LP/ECTS weit weg von unmöglich ist, wobei natürlich ein paar Voraussetzungen vorhanden sein müssen. Insbesondere sollte man natürlich prinzipiell dazu in der Lage sein, jede Klausur zu bestehen, idealerweise ohne wochenlange Intensivvorbereitung.


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Rastabona
Beigetreten: 05.01.2011
PokerStrategist

Deine Leistung ist natürlich respektabel, aber auch die Seltenheit. Du sagst die 50EP/ECTS seien durchaus schaffbar. Der große Unterschied zwischen dir und OP ist aber die Motivation. Das ist ungefähr so als wenn du mit 180 km / h anrauschst und OP gerade probiert den 1. Gang in der 30er Zone reinzukommen.

Was für OP Vollgas ist, ist für dich Fließgeschwindigkeit. Mo offense Op !


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limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009
BlackMember

Mal ne "dumme" Frage.
Könntest Du nicht den Studienort wechseln, wo die Regeln weniger hart sind (als letzten Ausweg)? Kumpel ist bspw. nach Österreich, als er irgendwo im 3ten Versuch hing. Da wurden dann alle Prüfungsversuche auf Null gesetzt. War aber noch die gute alte Dipl. Zeit.


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YoBaByYo
Beigetreten: 14.01.2007
Oldschool Grinder

Klar kann er die Uni wechseln, und irgendwo ist diese Lösung sicher noch besser als das endgültige scheitern. Dafür wird er nicht mal ins Ausland müssen. Wenn OP die Uni wechselt muss er nicht angeben, wie lang er schon an einer anderen Uni studiert hat, das interessiert die auch nicht. Nur wenn er den Prüfungsanspruch verloren hat, z.B. weil er 3 mal durch eine Prüfung gerasselt ist, müsste er es angeben (wird er aber wohl eher nicht).

Aber jetzt nach Wegen zu suchen, wie er weitere 5 Jahre studieren kann, ist doch nicht die Lösung. OP hat doch recht gut beschrieben, dass er jetzt endlich zu Potte kommen will. Da ist ein Studienortwechsel wahrscheinlich eher kontraproduktiv, da er sich um vieles zusätzlich kümmern muss. Arsch zusammenkneifen und rein in die Arbeit.

Das meine "Leistung" nicht zwangsläufig auf jeden anderen Studenten übertragen werden kann ist schon richtig. Ich hatte sehr viel Erfahrung und Wissen, welches OP noch fehlt. Aber ich hatte auch noch Familie, um die ich mich gekümmert habe. Das hat mich auch einige Stunden am Tag "gekostet". Also ich würde sagen, es ist schon drin. Den Kopf würde ich nicht in den Sand stecken.


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