Hallo Leute,
kurz zu mir und meinem Problem.
Ich bin 30 Jahre alt und meine Partnerin und ich haben beschlossen uns zu trennen.
Ich finde die Entscheidung eigentlich gut und richtig,da es wirklich nicht mehr funktioniert hat.
Wir waren mehr als 5 Jahre zusammen,wohnen zusammen,haben einen Hund zusammen und sie hat ein Kind(nicht von mir,aber ich hab sie wirklich sehr lieb).
Ich hab in den letzten Jahren sozial wirklich viel verpennt,hab alles schleifen lassen und keine kontakte aufgebaut oder gepflegt.
Ich wohne etwa 200km von meinem Heimartort entfernt und will dort auch nicht mehr zurück.
Ich bin erzieher und arbeite mit Jugendlichen in einer Heimeinrichtung und ich merke mir geht emotional,physisch und psychisch einfach die kraft aus.
Ich bin eigentlich nicht der mensch der gut mir seinen gefühlen umgehen kann und auch weinen fällt mir sehr schwer genauso wie offen über meine Gefühle zu sprechen oder jemanden oder auch mich in den arm nehmen zu lassen.ziemlich weired für nen erzieher in dem bereich.
Die Kids fordern sehr viel und es tut mir wirklich leid aber ich kann ihnen gerade nicht das geben was sie brauchen,meinen arbeitsalltag muss ich aber trotzdem irgendwie regeln.
Ich hab im prinzip gerade keine Ideen,Ziele oder auch nur irgendeine art von Idee wies weitergehen soll.
Ich hab hier niemanden(ein freund aus meiner ehemaligen Heimat ist immer am wochenende hier,aber dann will er immer nur saufen.worauf ich keine lust hab.mit reden ist da nicht soviel) der mich da auffangen könnte.
eine Person gibts da noch,da ist eine Freundin meiner ex die gerade ebenfalls ne sehr schwere zeit durchmacht und gerade dabei ist sich von ihrem mann zu trennen obwohl sie auch drei kinder hat.
Sie macht ne Therapie und studiert und kümmer sich um die kids usw.
Sie ist wirklich ne sehr tolle offene,hübsche(sofern überhaupt relevant.Interesse daran habe ich gerade nicht so)intelligente person die mir gerade sehr beisteht da ich ja wie gesagt,keinen menschen zum reden hab.
gestern hab ich mich einfach ne std im büro eingeschlossen und einfach so losgeflennt,so hab ich das letzte mal vor drei jahren oder so geweint.
Ich hab auch recht viel gekifft,quasi immer wenn ich frei hatte(nie wenn ich am nächsten tag arbeiten musste da ich den kopf frei und klar brauche)und das war so ziemlich mein einziges Interesse.
mir gings auch schon vorher schlecht,hab mich alleine gefühlt usw usf was wohl der hauptgrund für die Trennung war.
Allerdings war ich nie alleine da sie,das kind und der Hund(der mir auch sehr viel halt gegeben hat,Hunde lieben bedingungslos.egal wies dir geht,was du tust,sie sind da und lieben dich einfach)da war.
wir verstehn uns weiterhin gut und es ist keine "Schlammschlacht" oder sowas.
Sie möchte den Hund teilen und ihre Tochter darf und soll ich auch weiterhin sehen, da es ja auch schlecht für sie wäre wenn einer ihrer wichtigsten bezugsperonen einfach so wegbricht.
Von dieser Freundin habe ich nun einige wichtige Tipps bekommen die mir hoffentlich heflen werden denn momentan fühl ich mich einfach leer,kaputt und kraftlos.
Ich hab keine perspektive und seh den wald vor lauter bäumen nicht(aussage der freundin meiner exfreundin und das sehe ich genauso)
Ich glaube ich habe einfach immer relativ viel,relativ lange von mir weg geschoben.
wenns probleme gab,einfach weg. irgendwohin.umzug,Party halt irgendwie verdrängen.
mein Plan sieht vorerst so aus(auch auf anraten dieser bekannten mit der ich sehr gut reden kann)
Hausarzt aufsuchen(evtl AD)
systemische Therapie anfangen um vergangenes aufzuarbeiten(ich glaub da steckt einfach viel in mir drin was ich nicht verarbeitet habe,was mich geprägt hat und noch immer prägt.womit ich aber abschliessen muss)
wieder selbstwert gefühl entwickeln
Vielleicht auch mal beten und um hilfe bitten auch wenn ich eigentlich nicht gläubig bin,aber mit irgendwem muss man ja sprechen
wieder soziale kontakte knüpfen die auch ohne Alkohol funktionieren(DAS ist eigentlich das Hauptding.immer wenn ich mich leuten oder alten sehr guten Freunden treffe läuft es genau auf eins hinaus.was trinken gehn.Alkohol spielt dort eine sehr grosse rolle und mir scheint es so als man halt von wochenende zu wochenende lebt.so möchte ich aber nicht leben.ich will mich nicht betrinken)
kiffen abstellen
Sport treiben
Ziele und perspektiven entwickeln(auch wenn mir dazu gerade die kraft zu fehlen scheint.Vielleicht zusammen mit einem Therapeuten)
Das mit den sozialen Kontakten ist insofern schwierig als das ich erstmal allein klar kommen muss und jammerlappen nicht grad "sexy" auf ihre umgebung wirken und nicht so coole nette und liebe menschen anzieht.
Ich werd wohl vorerst in meiner neuen Wohnung sitzen(sofern die denn bald kommt.Bewerbungen laufen)und mich von tag zu tag zu retten versuchen,mir hier und da den hund ausleihen,mal spazieren gehn oder mir ne sportgruppe suchen.
Gruppenakitivitäten sind natürlich immer super,aber wer will sich den scheiß von nem völlig fremden anhören der grad ne schwere zeit hat?richtig.niemand.
naja,
ich hoff es geht igendwann wieder aufwärts.
Krisen hatte ich schon einige Im Leben,aber nie so schwer und so heftig und das nicht nur wegen der Trennung,klar ist sowas scheisse,sondern auch und vor allem weil ich einfach alleine bin.
Nicht nur wegen des redens,auch wegen des zeitverteibs und überhaupt emotionaler stabilität und gesundheit.
Ich weiss nicht was ich mir gerade davon verspreche das ausgerechnet hier zu schreiben,vielleicht bekomm ich ja ein paar positive gedanken hier.