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Trennung,Ängste,Depression

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john84
Beigetreten: 22.06.2007

Hallo Leute,
kurz zu mir und meinem Problem.
Ich bin 30 Jahre alt und meine Partnerin und ich haben beschlossen uns zu trennen.
Ich finde die Entscheidung eigentlich gut und richtig,da es wirklich nicht mehr funktioniert hat.
Wir waren mehr als 5 Jahre zusammen,wohnen zusammen,haben einen Hund zusammen und sie hat ein Kind(nicht von mir,aber ich hab sie wirklich sehr lieb).
Ich hab in den letzten Jahren sozial wirklich viel verpennt,hab alles schleifen lassen und keine kontakte aufgebaut oder gepflegt.
Ich wohne etwa 200km von meinem Heimartort entfernt und will dort auch nicht mehr zurück.
Ich bin erzieher und arbeite mit Jugendlichen in einer Heimeinrichtung und ich merke mir geht emotional,physisch und psychisch einfach die kraft aus.
Ich bin eigentlich nicht der mensch der gut mir seinen gefühlen umgehen kann und auch weinen fällt mir sehr schwer genauso wie offen über meine Gefühle zu sprechen oder jemanden oder auch mich in den arm nehmen zu lassen.ziemlich weired für nen erzieher in dem bereich.
Die Kids fordern sehr viel und es tut mir wirklich leid aber ich kann ihnen gerade nicht das geben was sie brauchen,meinen arbeitsalltag muss ich aber trotzdem irgendwie regeln.
Ich hab im prinzip gerade keine Ideen,Ziele oder auch nur irgendeine art von Idee wies weitergehen soll.
Ich hab hier niemanden(ein freund aus meiner ehemaligen Heimat ist immer am wochenende hier,aber dann will er immer nur saufen.worauf ich keine lust hab.mit reden ist da nicht soviel) der mich da auffangen könnte.
eine Person gibts da noch,da ist eine Freundin meiner ex die gerade ebenfalls ne sehr schwere zeit durchmacht und gerade dabei ist sich von ihrem mann zu trennen obwohl sie auch drei kinder hat.
Sie macht ne Therapie und studiert und kümmer sich um die kids usw.
Sie ist wirklich ne sehr tolle offene,hübsche(sofern überhaupt relevant.Interesse daran habe ich gerade nicht so)intelligente person die mir gerade sehr beisteht da ich ja wie gesagt,keinen menschen zum reden hab.
gestern hab ich mich einfach ne std im büro eingeschlossen und einfach so losgeflennt,so hab ich das letzte mal vor drei jahren oder so geweint.
Ich hab auch recht viel gekifft,quasi immer wenn ich frei hatte(nie wenn ich am nächsten tag arbeiten musste da ich den kopf frei und klar brauche)und das war so ziemlich mein einziges Interesse.
mir gings auch schon vorher schlecht,hab mich alleine gefühlt usw usf was wohl der hauptgrund für die Trennung war.
Allerdings war ich nie alleine da sie,das kind und der Hund(der mir auch sehr viel halt gegeben hat,Hunde lieben bedingungslos.egal wies dir geht,was du tust,sie sind da und lieben dich einfach)da war.
wir verstehn uns weiterhin gut und es ist keine "Schlammschlacht" oder sowas.
Sie möchte den Hund teilen und ihre Tochter darf und soll ich auch weiterhin sehen, da es ja auch schlecht für sie wäre wenn einer ihrer wichtigsten bezugsperonen einfach so wegbricht.
Von dieser Freundin habe ich nun einige wichtige Tipps bekommen die mir hoffentlich heflen werden denn momentan fühl ich mich einfach leer,kaputt und kraftlos.
Ich hab keine perspektive und seh den wald vor lauter bäumen nicht(aussage der freundin meiner exfreundin und das sehe ich genauso)
Ich glaube ich habe einfach immer relativ viel,relativ lange von mir weg geschoben.
wenns probleme gab,einfach weg. irgendwohin.umzug,Party halt irgendwie verdrängen.
mein Plan sieht vorerst so aus(auch auf anraten dieser bekannten mit der ich sehr gut reden kann)
Hausarzt aufsuchen(evtl AD)
systemische Therapie anfangen um vergangenes aufzuarbeiten(ich glaub da steckt einfach viel in mir drin was ich nicht verarbeitet habe,was mich geprägt hat und noch immer prägt.womit ich aber abschliessen muss)
wieder selbstwert gefühl entwickeln
Vielleicht auch mal beten und um hilfe bitten auch wenn ich eigentlich nicht gläubig bin,aber mit irgendwem muss man ja sprechen
wieder soziale kontakte knüpfen die auch ohne Alkohol funktionieren(DAS ist eigentlich das Hauptding.immer wenn ich mich leuten oder alten sehr guten Freunden treffe läuft es genau auf eins hinaus.was trinken gehn.Alkohol spielt dort eine sehr grosse rolle und mir scheint es so als man halt von wochenende zu wochenende lebt.so möchte ich aber nicht leben.ich will mich nicht betrinken)
kiffen abstellen
Sport treiben
Ziele und perspektiven entwickeln(auch wenn mir dazu gerade die kraft zu fehlen scheint.Vielleicht zusammen mit einem Therapeuten)

Das mit den sozialen Kontakten ist insofern schwierig als das ich erstmal allein klar kommen muss und jammerlappen nicht grad "sexy" auf ihre umgebung wirken und nicht so coole nette und liebe menschen anzieht.
Ich werd wohl vorerst in meiner neuen Wohnung sitzen(sofern die denn bald kommt.Bewerbungen laufen)und mich von tag zu tag zu retten versuchen,mir hier und da den hund ausleihen,mal spazieren gehn oder mir ne sportgruppe suchen.
Gruppenakitivitäten sind natürlich immer super,aber wer will sich den scheiß von nem völlig fremden anhören der grad ne schwere zeit hat?richtig.niemand.
naja,
ich hoff es geht igendwann wieder aufwärts.
Krisen hatte ich schon einige Im Leben,aber nie so schwer und so heftig und das nicht nur wegen der Trennung,klar ist sowas scheisse,sondern auch und vor allem weil ich einfach alleine bin.
Nicht nur wegen des redens,auch wegen des zeitverteibs und überhaupt emotionaler stabilität und gesundheit.
Ich weiss nicht was ich mir gerade davon verspreche das ausgerechnet hier zu schreiben,vielleicht bekomm ich ja ein paar positive gedanken hier. :)


Antwort
Zitat
19 Antworten
paulfelzpp
Beigetreten: 28.12.2007

Original von john84

mein Plan sieht vorerst so aus(auch auf anraten dieser bekannten mit der ich sehr gut reden kann)
Hausarzt aufsuchen(evtl AD)
systemische Therapie anfangen um vergangenes aufzuarbeiten(ich glaub da steckt einfach viel in mir drin was ich nicht verarbeitet habe,was mich geprägt hat und noch immer prägt.womit ich aber abschliessen muss)
wieder selbstwert gefühl entwickeln
Vielleicht auch mal beten und um hilfe bitten auch wenn ich eigentlich nicht gläubig bin,aber mit irgendwem muss man ja sprechen
wieder soziale kontakte knüpfen die auch ohne Alkohol funktionieren(DAS ist eigentlich das Hauptding.immer wenn ich mich leuten oder alten sehr guten Freunden treffe läuft es genau auf eins hinaus.was trinken gehn.Alkohol spielt dort eine sehr grosse rolle und mir scheint es so als man halt von wochenende zu wochenende lebt.so möchte ich aber nicht leben.ich will mich nicht betrinken)
kiffen abstellen
Sport treiben
Ziele und perspektiven entwickeln(auch wenn mir dazu gerade die kraft zu fehlen scheint.Vielleicht zusammen mit einem Therapeuten)

Das ist doch schon mal ein super Plan, so von außen betrachtet.
Wie sieht es mit Mannschaftssport alá Fußball aus? So lernt man viele neue Leute kennen, gehört dazu, lernt dadurch wiederum neue Leute kennen...Und alles ohne das man jetzt wirklich aktiv auf Fremde zugehen muss.


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john84 Themenstarter
john84
Beigetreten: 22.06.2007

ich will niemandem zu nahe treten,aber fussball ist so gar nicht mein ding.


Antwort
Zitat
paulfelzpp
Beigetreten: 28.12.2007

Gibt ja noch andere Mannschaftssportarten...Handball, Tischtennis, Volleyball, Badminton, Football, Baseball usw.
Würde dir halt regelmäßigen sozialen Kontakt verschaffen und sich bestimmt ziemlich positiv auf deine Gefühlswelt auswirken.


Antwort
Zitat
john84 Themenstarter
john84
Beigetreten: 22.06.2007

Das hoffe ich auch. Kampfsport wär was


Antwort
Zitat
Diddy81
Beigetreten: 14.09.2005

Würde mir an deiner Stelle mal aufschreiben,

1) was du alles brauchst, um dich gut/wohl/glücklich/erfüllt zu fühlen.

2) diese Liste nach Prioritäten ordnen.

3) dir für den wichtigsten Punkt einen aktionsplan überlegen, wie du diesen befriedigen kannst. (Hier auch bei anderen mal nachfragen wie die das machen, um Hilfe bitte, sich austauschen. Dann hast du auch Feedback/ neue Ideen und teilweise Unterstützung. (war für mich am Anfang auch schwer, aber mit der Zeit wird es leichter ;-) ))

4) ersten Stepp auf diesem aktionsplan machen und ins handeln kommen :-)

Was mir damals sehr geholfen hat, sich nur auf den wichtigsten Punkt zu konzentrieren und akzeptieren, dass dabei andere Dinge hinten runterfallen oder erstmal zurückstecken müssen. (Beispiel, habe damals Bekannten gesagt, dass ich erstmal mit meinem Leben klar kommen muss und erstmal zeit für mich brauche, aber mich nach dieser Phase wieder melde)


Antwort
Zitat
john84 Themenstarter
john84
Beigetreten: 22.06.2007

ersteres ist eigentlich klar.
freunde/bekannte. eben leute die mich mit raus nehmen,mit denen ich reden und was unternehmen kann und die mich (irgendwann)auch verstehen.
dadurch glaube ich dann auch wieder selbstvertrauen entwickeln und mich öffnen zu können.
irgendwann natürlich auch mal wieder sex.
3 Monate bisher ohne,aber zzt komm ich damit ganz gut klar da ich auch andre baustellen hab.
ich glaub ich hab auch einfach probleme meine gefühle auf die reihe zu bekommen.
ich hab da son bild an dem ich mich immer orientiert hab.Männer weinen nicht und männer sind immer locker und lässig.das bin ich leider gerade gar nicht und wenn ich heulen muss fühl ich mich danach irgendwie befreit aber schäm mich auch dafür.
schwäche zu zeigen und mich zu öffnen gehört nicht unbedingt zu meinen stärken.


Antwort
Zitat
Addel
Beigetreten: 21.05.2006

Erstmal: Man braucht sich fürs Heulen mal aber mal gar nicht zu schämen. Ist wohl mehr als natürlich. Insbesondere in deiner Situation. Und wenn du sagst es hilft dir: Dann lass es raus!
2. Lass die Finger von den Drogen. Insbesondere Marihuana verstärkt dein Leid. Also bloß nicht.

3. Such dir echt Freunde (nicht nur Saufkumpels). Bin momentan auch in einer beschissenen Situation aber ich kann mit so vielen Menschen darüber reden. Und es hilft mir. Die Freundin von deiner Ex ist zum Beispiel so jemand. Rede weiterhin viel mit ihr, das hilft. Aber passt auf, dass ihr euch nicht gegenseitig runterzieht.


Antwort
Zitat
john84 Themenstarter
john84
Beigetreten: 22.06.2007

Heut kommt nochmal der kumpel der immer am wochenende da ist. Er sagt er will paar bier zischen. Ich sag ich werd mich nixht betrinken. Er sagt ja klar aber paar bierchen gehn schon. Werd dann meinen standpunkt schon klar mschen wenn ich keine lust mehr hab ein bier oder allgemein alk zu trinken.
Das mit dem kiffen hab ich eh vor. Und wenn ich arbeiten muss mach ichs sowieso nicht. Morgen hab ich ne wohnungsbesichtigung. Geh nochmal ne runde mit der freundin der freundin mit den hunden raus.
Sportpartner bin ich gerade dabei per facebook zu finden.
Einige melden sich auch bereits. Einer ist sogsr fitnesstrainer und hat gerade seine erzieherausbildung beendet. Er ist zwar denk ich viel jünger als ich aber damit komm ich klar.
Es haben sich ja auch noch fünf andre gemeldet und wir werden nächsten mittwoch zum bjj training gehn. Auch welche aus meiner altersklasse. Hausarzt und therapie werd ich ebenfalls nächste woche in angriff nehmen. Vielleicht fahr ich auch in meine heimat. Besuch alte freunde. Versuch dabei wenig bis gar keinen alk zu trinken und besuch vor allem auch mal meine oma und meinen stiefopa dem es gerade sehr sehr schlecht geht. Und auch da tut es mir leid das ich ihm in so schweren stunden schwer beistehn kann da ich mich so um mich selbst drehe gerade.


Antwort
Zitat
john84 Themenstarter
john84
Beigetreten: 22.06.2007

Ich hab gerade so ein niemand mag mich gefühl. Und nach gestern irgendwie noch mehr. Ich hab mich nicht betrunken, war ein bisschen angetüdelt und hab nen mini kater. Wir sassen einfach 3 std rum und haben gelabert. Hat ganz gut getan. Danach waren wir mit einer gruppe junger wiwis unterwegs für die ich als erzieher aber relativ uninteressant war. Und da er mit nem master in dem bereich schon in der unternehmensberatung arbeitet war er halt der king. Ich kann aber auch nicht erwarten das mich jemand mag wenn ich mich selbst nicht mag zzt. Ende vom lied war ich sass heulend von 2.30 bis 3.00 auf der couch. Dem drang jetzt noch nen joint nachts ging ich aber nicht nach. Ich fühle mich einfach komplett alleine in nem dunklen loch.


Antwort
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john84 Themenstarter
john84
Beigetreten: 22.06.2007

Das mit den hunden ist wohl abgesagt da sie keine zeit hat. Schade.


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Zitat
limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009

Ich bin in einer ähnlichen Situation.
Wenn es dir richtig beschissen geht würde ich die Telefonseelsorge oder den psychosozialen Dienst empfehlen. Die kennen solche Probleme zuhauf und reagieren entsprechend. Bis Du einen Termin beim Psychologen bekommst gehen nämlich mal locker 3 Monate ins Land. Hätte selbst auch nie gedacht, dass ich mal bei sowas anrufe, aber das hilft ungemein wenn einem gerade die Decke auf den Kopf fällt.

Würde auch vermehrt mit Personen sprechen, die ähnliche Probleme haben oder hatten (wie diese Freundin). Ich habe gemerkt, dass das Verständnis für Ängste und Depressionen sehr beschränkt ist. Nicht weil jemand das nicht verstehen will oder kein Mitgefühl hat, sondern weil Angst etwas irrationales ist. Und dann bekommst Du meist technische Ratschläge ala ändere dies und das. So einfach ist das in einer solchen Situation aber nicht.


Antwort
Zitat
Mauslord
Beigetreten: 06.09.2011

Kopf hoch Großer.

Merkst du nicht das dich Menschen mögen?

-Deine Ex hat weiterhin Kontakt mit dir und erlaubt dir ihr Kind zu sehen
-die Kleine mag dich
-Die Freundin von deiner Ex steht dir bei
-Kumpels hast du anscheinend auch

:f_thumbsup:

Original von Diddy81
Würde mir an deiner Stelle mal aufschreiben,

1) was du alles brauchst, um dich gut/wohl/glücklich/erfüllt zu fühlen.

...


Antwort
Zitat
john84 Themenstarter
john84
Beigetreten: 22.06.2007

die steht mir wohl nicht mehr so bei.
meine ex meinte schon sie findet das komisch wenn wir dauernd schreiben,die freundin meinte sie sucht sich das selbst aus mit wem sie befreundet ist aber seit zwei tagen werden meine nachrichten zwar gelesen aber zeit zu treffen ist nicht mehr da und zum zurück schreiben reicht es offensichtlich auch nicht mehr.
so starr ich also auf mein handy und warte darauf das sich irgendwer bei mir meldet aber das wird nicht passieren,wozu auch?
einen kumpel hab ich hier,das stimmt.immer am wochenende,immer nur mit alkohol.
kumpels aus meiner heimat schon jahre nicht mehr gesehn und deshalb auch schlecht mal eben über meine problemchen zu sprechen.
ich könnt einfach nur schlafen den ganzen tag.
und nein,ich merke nicht das mich menschen mögen.
ich würd das tollerieren nennen.
meine ex sagte schon sie hat mitleid mit mir.was wohl der grund dafür ist das ich so wohlwollend noch hier wohnen darf und das sie noch so nett zu mir ist.


Antwort
Zitat
Diddy81
Beigetreten: 14.09.2005

Ich kenne das mit dem nur schlafen wollen nur zu gut. Ich habe dann meist entweder geschlafen oder sinnlos im lnternet gesurft (auch so ne Art sucht).

Ich hatte Glück, dass mein Vater mich damals relativ hart unter Druck gesetzt hat und mich zu Aktivität gezwungen hat. Das war sehr hart in der Situation, aber mir hat diese Aktivität sehr geholfen aus diesem Trott auszubrechen. Einfach weil ich gemerkt habe, dass man durch Aktivität vorankommt und mich das Stück für Stück wieder aufgebaut hat.

Mit anderen Personen über solche Dinge zu sprechen ist oft schwer, weil ich für mich gemerkt habe, dass Personen, die noch nicht in einer ähnlichen Situation waren, nicht wirklich Wissen wie sie reagieren sollen und in meinen Gesprächen ich eher das Gefühl hatte, dass ich den gegenüber gerade überfordere. Daher waren/ sind für mich die Termine bei meiner Psychologin sehr wichtig, weil ich hier wirklich jemanden habe bei dem ich mich aussprechen kann und die auch weiß wie und in welche Richtung man so ein Gespräch führt. Würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, das als prio Nummer eins zu setzen, da Aktionen zu machen, um einen Termin zu bekommen (auch wenn er erst in 3 Monaten ist). Was mir sonst noch geholfen hat war, sich in solchen Situationen hinzusetzen word aufzumachen und für eine Stunde oder solange du willst einfach nur aufzuschreiben was du gerade denkst und deine Gedanken dabei nicht zu steuern. Das hat mich irgendwie befreit, weil ich dadurch Sachen rauslassen konnte. Telefonseelsorge habe ich zwar nie gemacht, würde ich an deiner Stelle aber auch mal testen und schauen wie es dir damit geht (die haben glaube ich auch einen Chat, falls du nicht telefonieren magst). Wichtig ist, dass du halt Aktionen machst egal wie klein (Telefonanruf, etc) und proaktiv wirst.

Wenn ich das jetzt richtig sehe, sehnst du dich nach Zuneigung. Ich hatte das Problem noch nie, weil ich immer das Gefühl habe, dass zumindest meine Familie mich liebt (Mama, Papa, Schwester). Aber ich denke, dass du auch hier proaktiv werden solltest, statt auf dein Handy zu schauen lieber mal deine Großmutter anrufen, die freut sich sicher. Oder einfach mal in die Heimat fahren und Familie besuchen. Ich für mich habe gemerkt wie krass der Unterschied in einer zwischenmenschlichen Beziehung halt ist zwischen Familie, sehr guten Freunden (auch wenn du sie schon länger nicht gesehen hast), saufbuddies und random Bekanntschaften. Ich würde da aber jetzt auch nicht ein Gespräch Erwarten wo du dich aussprechen kannst (außer bei Familie) sondern eher mit dem Mindset reingehen: cool den mal wieder zu sehen und zu hören wie es dem geht, mal schauen wie sich das Gespräch entwickelt. Aber auch hier musst du proaktiv auf die Leute zugehen und damit rechnen, dass manche eventuell sich nicht zurückmelden ;-)

Und ganz wichtig, wenn du mal einen Tag hast, wo gar nichts ging, nicht frustriert sein, hatte ich auch unzählige und hat sich für mich auch bischen wie ein Jo-Jo angefühlt (mal euphorisch dann wieder down) :-) ich habe mir dann am nächsten Tag immer gedacht, du kannst jede Sekunde neu anfangen, deine Ziele zu verwirklichen :-)


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Mauslord
Beigetreten: 06.09.2011

Ich hoffe es geht bei dir weiter, magst du uns ein update geben?


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john84 Themenstarter
john84
Beigetreten: 22.06.2007

klaro,update :)
ich hab mit meiner chefin und der freundin der freundin nochmals gesprochen.
meine chefin meinte (sehr hart aber trotzdem nachvollziehbar und fair)"du musst begreifen niemand interessiert sich in erster Linie für dich.wenn du irgendwo hingehst um leute kennen zu lernen,dann wird das nix.die werden dich ablehenen.niemand will das hören.wenn du irgendwohin gehst,machs weils dich interessiert.dann sprichst du über die dinge die du erlebt hast und ihr findet gemeinsamkeiten.das dauert."
die freundin der freundin meinte "du willst dich sulen und suchst gründe dich schlecht zu machen.da hab ich langsam kein mehr bock mehr drauf"
verstand ich alles.und nach nem tag der tiefen innegehens hab ich mir gedacht .so nicht.
ich bin raus.einfach alleine.hab mir sachen gekauft,da mein look eher schlabber als wirklich stylisch war.
ich hab mich bewusst irgendwo hingesetzt,menschen geholfen zb beim tragen von sachen,plätze in der bahn frei gemacht.eine arbeitskollegin hatte nen autounfall und ich hab sie zu was zu trinken eingeladen um sie aufzumuntern.
ich hab mich gezwungen so negativen mist aus meinem kopf zu verdrängen und hab versucht wieder mehr zu lachen.dazu hab ich mir comedyvideos angeschaut und herzlich gelacht.
das kiffen hab ich weitestgehend aufgegeben(bis auf gestern)und siehe da mir gehts besser.
die leute lachen mich an,ich hab wieder mehr(wenn auch nicht vollends auf der höhe,aber dennoch)selbstbewusstsein und gehe aktiv auf menschen zu höre vor allem auch zu.
ich hab gemerkt das mich das kiffen geradezu depressiv macht,gestern war noch alles super und heute steh ich auf und hab wieder so nen dreck und unsicherheiten im kopf.
richtiges kontrastprogramm zu den tagen ohne davor.hätt ich das nur mal früher gemerkt.
die therapie geh ich trotzdem an,da ich aus so gedankenspiralen einfach raus kommen will.
ich verdreh mich immer wieder in dieselben verhaltensmuster,hab mich in den letzten jahren von beziehung zu beziehung gestürzt weil ichs nicht ertragen konnte alleine zu sein.mich nicht komplett gefühlt.
ich versuch meine gefühle zu akzeptieren und zu zeigen.
meine mutter ist ein sehr negativer mensch und aus dem leben und der gefühlswelt meines vaters kenne ich nur das was meine mutter mir über ihn erzählt hat und das schlagen habe ich akzeptiert weil ich wusste warum er so ist.
ich denke das sowas viel dazu beiträgt wie ich heute bin und wie ich mich selbst sehe.
ich bin nicht 100% da,aber auf nem guten weg.
rückschläge wirds geben,klar.
spätestens wenn ich mal in der eigenen wohnung sitze und mich langweile.
aber ich bin zuversichtlich.noch heute die kleine drogenindizierte depression des kiffens überwinden und morgen wieder durchstarten oder mich heut schon zwingen mir was gutes zu tun :f_thumbsup:


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john84 Themenstarter
john84
Beigetreten: 22.06.2007

so bude ist geregelt und wird am 1.08 bezogen.
sehr coole wg :)
ich hab da auch jemanden kennengelernt die sich jetzt als eher schlechte wahl entpuppt hat.
wir haben geflirtet und uns quasi jeden abend geschrieben und auch fast jeden tag gesehn ohne das da was lief.
sie war ebenfalls in einer trennung mit ihrem freund der ebenfalls noch bei ihr wohnte und alles was soweit ganz cool.
ich hab dann aufgrund schlechten selbstwertgefühls und auch weil einfach lang raus bin aus dem game einige zeichen schlecht gedeutet und chancen nicht wahrgenommen sie zb zu küssen,worüber wir auch sprachen(es war also nicht nur ein eindruck das die chance da war und sie das auch wollte usw)
irgendwann war die tür dann zu und wir schrieben nur noch und ohne ein gut nacht ging ich eigentlich nie ins bett was bei ihr aber auch so war.sie sagte zwar ich schätze dich eher als freund aber das flirten liess sie halt trotzdem nicht.so hab ich alles auf eine karte gesetzt und hab ne "romantische" aktion gestartet und ihr ne tüte mit schokolade,nem wein, ner karte auf der stand das es mir leid tut das ich manchmal nicht die richtigen worte finde,und nem strauss drin vor die tür gestellt.
ergebnis war der letzte upfuck.sie hat sich mehr aufgeregt als sich gefreut und den kontakt abgebrochen weil sie kein bock hat das sowas nochmal passiert und ihr das zu stressig ist.
sie hätt mir ja immerhin erklärt auf welcher ebene das ganze abläuft.
auf nachfrage ob ihr denn der kontaktabbruch nix ausmachen würde bekam ich die antwort weniger als wenn eben sowas nochmal passiert.
wie ein schlag vor die brust und ein tritt in die eier.
sie hat da auch keinerlei blatt vor den mund genommen und sich da sehr krass ausgedrückt.
das war nicht gerade förderlich für mein ego und zieht mich nach nem kurzen hoch wieder krass nach unten.
meine ex besucht derweil verschiedene lover und weil sie weiß das ich ebenfalls jemanden gut fand hat sie daraus auch keinerlei hehl mehr gemacht.
ich denk drüber nach entweder die stadt zu verlassen,den job zu wechseln oder ich weiß auch nicht.
so gehts auf jeden fall nicht weiter.es muss sich was verändern.
ich fühl mich einfach "instabil"wenn ihr wisst was ich meine.nicht labil!
jeder kleine sturm zieht mich weg und die hochs dafür umso krasser nach oben mit blickrichtung unten.
es hat mir auch nich mehr soviel ausgemacht hier niemanden zu kennen weil sie mich auch hier und da zu leuten und ihren freunden mitgenommen hat oder wir einfach bei ihr saßen oder sehr oft auch essen gegangen sind.
das war schon sehr geil einfach und gab mir ein gutes gefühl.
schade das ich das jetzt schon wieder in den sand gesetzt habe.


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Naja, würde nicht sagen, dass du das in den Sand gesetzt hast. Ihre Reaktion auf deine Aktion ist mMn auch einfach ein bisschen übertrieben, weil sie ja vorher durchaus Interesse signalisiert hat...

Zur ex kann ich nur sagen, dass du in deinem Fall am besten nicht mit ihr über solche Dinge sprechen solltest, wenn es dir nicht gut tut zu hören, was und mit wem sie es gerade tut...würde mich selbst in deiner Situation auch runterziehen und man kann ja trotzdem Kontakt haben, auch wenn man über soetwas nicht spricht.

Finde es auch immer schwierig nach einer Trennung ohne cut in eine Freundschaft überzugehen, egal ob die Trennung jetzt sauber und vernünftig abgelaufen ist, oder eben nicht. Tue mich dabei auch schwer, selbst wenn ich die Beziehung beendet habe, weshalb ich denke, dass ihr eben erstmal den Kontakt auf ein Minimum (Kind u. Hund) reduzieren solltet, bis du dich wieder ein bisschen gefangen hast...

Umziehen im Sinne von Neuanfang kann ich ja sogar noch nachvollziehen, aber wieso den Job wechseln? Der Job ansich hat doch nichts mit der momentanen Situation zu tun, so weit ich das jetzt gelesen habe...


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john84 Themenstarter
john84
Beigetreten: 22.06.2007

naja ich bin pädagoge in ner heimeinrichtung.wenn ich mich da schlecht aufgrund emotionaler unausgewogenheit auf die kids einstellen kann und eher an mir zu knabbern hab schafft das frust auf beiden seiten.
bzw die kids merken das ich mich schwer auf ihre probleme einstellen kann und emotionen übertragen sich auch recht schnell,so entstehen spiralen.ich bin allgemein unzufrieden,eben auch auf der arbeit,die kids sind oder werdens dann ebenso.
die sache ist nur dass das anderswo genauso wäre solange ich in dem bereich bleibe.den ich eigentlich liebe.
ich mach meinen job,wer kann das schon von sich behaupten,wirklich gerne.
ich stimme dir auch in allen weiteren punkten zu.
es ist auch nicht so das wir da explizit drüber sprechen.
"ich bin heut abend bzw über nacht nicht da" heisst es dann,was eigentlich immer der fall ist wenn ich zuhause bin.
insofern bin ich froh hier auch bzw ausschliesslich 24 stunden dienste zu haben.wenigstens ca 3 nächte die woche.
das die reaktion übertrieben und (hab ich auch schon gehört von nem freund)sehr asozial war hab ich erstaunlich oft gehört.
dann lag es wenigstens nicht oder nur zum teil an mir.
sprich ich hätte das nicht unbedingt so machen sollen/müssen aber die reaktion auf eine eigentlich nette geste ist halt auch einfach hart.


Antwort
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