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[Geschlossen] Wenn BR Building zum Sport wird - oder auch Geiz vs. Geld ausgeben

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pKay
Beigetreten: 21.01.2005
BlackMember

Toller Threadtitel was?^^..

Hat sich ja jemand darüber beschwert, dass niemand den Anfang macht. Hätte ich auch innem anderen Forum posten können aber bei den "Profis" ist die Warscheinlihckeit, dass viel Geld erwirtschaftet wird ja tendenziell grö�?er.

Wie ist im Allgemeinen eure Einstellung zu auscashen? Eigentlich ja ne dumme Frage, da dass ja höchstes Ziel beim Pokern sein sollte bzw. als dieses angesehen wird. Man pokert um Geld zu verdienen und sich damit ein "besseres Leben" zu gestalten - mehr Luxus und Sachen, für die man sonst eigentlich kein Geld hat - prinzipiell ja das Gleiche, als würde man Arbeiten gehen.
Anfangs dachte ich mir 'wow toll. Ein paar Euro mehr pro Monat; sehr nice! Endlich kann ich mir dies und das kaufen...' Und was ist? Eher im Gegenteil! Sieht man meine Mittel früher und Heute in Relation zu dem was ich ausgebe, bin ich noch viel geiziger geworden...

BR Building ist eben "zum Sport" geworden - so wie es ja auch empfohlen wird! Man sollte nicht in $ denken sondern in "Punkten" die man sammelt. Die BR ist eine Art Rangliste etc.

Und wenn ich mal endlich den "gro�?en Batzen" auscashen würde, was ich im Moment wegen des Dollarkurses nicht mache würde ich ihn vermutlich auch nur anlegen und mich eigentlich nicht ranwagen.

Haltet ihr diese Einstellung für normal? Für gut oder für schlecht? Wie handhabt ihr das? Ist euch das Pokergeld egal, da es ja eben "wie geschenkt vom Kartenspielen" kommt?! Oder seht ihr auch die Arbeit die dahinter steckt und bekommt eher Skrupel?

Wenn ihr Abends für 50 Euro trinkt und bezahlt - genie�?t ihr das Gefühl zu sagen "nur 10BB, nur 5BB, nur 1SB, nur 1/10SB" und darüber zu lachen? Oder findet ihr das eher bedenklich? Mir fällt es auch jeden Fall viel schwerer real money in Euro auszugeben auch wenn ich dann manchmal realisiere, wie das gleiche täglich online passiert wenn ich Aces cappe...

So, dann schreibt mal schön :)


17 Antworten
dayero
Beigetreten: 26.02.2005
Oldschool Grinder

diesen sportlichen anreiz habe ich auch, aber ich sehe das nicht als gefahr, sondern als wichtige "qualifikation". ich bin eigentlich ein extrem faules subjekt und ohne spielanreize würde poker genauso dahinvegetieren wie meine anderen hobbies (und pflichten :rolleyes:).
ich nutze diesen sportlichen aspekt aber nur um mich zu motivieren. ansonsten ist meine herangehensweise da so rational, wie es mir möglich ist. die bankroll ist für mich ein reines arbeitswerkzeug und wird benutzt um einen gewissen trade off aus profitmaximierung und risikominimierung zu optimieren. die bankroll wird in einem gewissen rahmen gehalten, der rest wird ausgecasht und hat nie wieder was mit pokern zu tun.

mein verhalten im real life wird das zusätzliche geld auf absehbare zeit kaum ändern. da ich auf das pokergeld nicht unmittelbar angewiesen bin, wird es einfach gespart. wenns gut läuft, kann ich mir davon irgendwann mal ne wohnung anzahlen. die perspektive, schon früh in meinem leben eine eigene wohnung zu haben und mir dadurch mehrere zehntausend euro miete sparen zu können, ist mir einfach zu wichtig, um die kohle jetzt einfach sinnfrei zu verprassen.

diese sehr langfristige, spassfreie herangehensweise resultiert vor allem aus dem bewu�?tsein, da�? ich wahrscheinlich gut genug poker spiele, um damit beträge zu generieren, die in meiner lebensplanung eine ernsthafte rolle spielen könnten. und diese möglchkeit gedenke ich nicht durch irrationales verhalten, sowohl beim pokern als auch drumherum, zu gefährden.


Darf man sich hier auch äu�?ern, wenn man keine BR hat? xD

Spätestens wenn man darüber nachdenkt, für den Lebensunterhalt zu pokern, muss man ja schon mal hier und mal da auscashen. Da das ja ein ungebrochenes (wenn auch nciht besonders nahes) Ziel von mir ist, habe ich mir darüber ja schon länger Gedanken gemacht.
Erstmal habe ich festgestellt, dass man für diesen Schritt eine deutlich grö�?ere BR braucht als ich anfangs dachte. 300 BB sind da so lächerlich wenig, dass man es garnciht erst probieren braucht, damit einen auf Pokerpro zu machen.
Aus Diskussionen mit Jjacky ergab sich 1k BB als sehr sinnvolle Grenze. Denn bei 1k BB hat man auch nach einem krassen 1-2 Moantigen DS vermutlich noch genug BB um auf seinem Limit weiterspielen zu können. Wenn es wirklcih mal ganz hart kommt, muss man ein Limit runter. Aber wenn man von seinen Pokereinnahmen wirklich abhängig ist, muss man unbedingt verhindern 2 oder mehr Limits zu fallen. Das kann für den Finanzhaushalt und für die Nerven katastrophale Folgen haben.

Nun will man aber auch mal irgendwann auf höhere Limits kommen. Alles über 1kBB auszucashen ist also auch nciht unbedingt sinnvoll. Deshalb hab ich mir überlegt, dass es sinnvoll ist, von seinen letzten 30-60k hands seine durchschnitts BB/100 zu nehmen, 10% abzuziehen und den Rest dann auszucashen, aber niemals durch einen Cashout unter 1k BB zu kommen. Wie gesagt alles nur Theorie. Das klingt für mich aber nach einer effektiven Möglichkeit, gut von seinen Pokereinkünften leben zu können und gleichzeitig genug Sicherheit zu haben.
Man kann ja 500-600 BB auf ein Sparbuch oder eine ähnlich risikofreie Weise noch etwas Gewinn erwirtschaften lassen. Und wenn man im Jahr nur 1,5% kriegt ist es immernoch mehr als wenn das Geld auf NT verstaubt. Au�?erdem hat man im äu�?ersten Notfall bei einem Sparbuch das Geld gleich zur Hand (man löst das SB einfach auf).

Kurz: Ich kann pessimistischen BR-Sport nachvollziehen, aber zuviel und zu weng is ehn Deng ;)


Sleyde
Beigetreten: 15.01.2005
BlackMember

Irgendwie sind Online und Reallife Geld bei mir getrennt. Ich mache mir viel mehr Gedanken, wenn ich mal rl ins Kino gehe und die Spendierhosen anziehe für 30€, als wenn ich online einen 200$ Stack in einer Hand verzocke. Komisch irgendwie. Ich bin auch geizig, aber gönnen tu ich mir doch jetzt mal was. Am Ende bin ich dann ein alter Mann mit 1 Mio Dollar - und sonst nichts ... ne ne ^^ .. Geld ist da, um es auszugeben!


Scipio
Beigetreten: 22.03.2005
Elite Grinder

Naja, ich sehe das eigentlich ein wenig anders.
Sobald ich die ausreichende BR mit Polster für mein Traumlimit habe, werde ich auch immer schön auscashen, aber davor sehe ich das alles als ein wenig kontraproduktiv an.
Zudem denke ich, dass der Pokertraum irgendwann mal platzen wird und ich sollte erst gar keine falsche Vorstellung von Geld bekommen.
Irgendwann muss man "normal" arbeiten, um auf seine Gröten zu kommen und das könnte für manche ne ganz schöne Umstellung werden...


patrikskjold
Beigetreten: 17.01.2005
BlackMember

ich cashe viel aus und nutze das geld um die wirtschaft anzukurblen ;-/


tmy
tmy
Beigetreten: 15.01.2005
BlackMember

als winning player gibt man gerne sein geld aus...


Original von pKay
Mir fällt es auch jeden Fall viel schwerer real money in Euro auszugeben auch wenn ich dann manchmal realisiere, wie das gleiche täglich online passiert wenn ich Aces cappe...

Genau aus diesem Grund wurden ja Spielchips erfunden, damit die Spieler den Bezug zum echten Geld verlieren. Ich nehme an, dass die "virtuellen Spielchips" diesen Trend noch verstärken. Den Tipp "in BB zu denken", wie man ihn oft liest, halte ich deswegen auch etwas bedenklich.

Oder wie Wishmaster mal in 'nem Coaching meinte: Da geht man schnell aufs Klo, kommt deswegen im BB auf Timeout und schon zahlt man für den Toilettenbesucht 20$.


Beigetreten: 18.09.2026

ich halte meine BR auf dem minimum und das ist gut so !


GotD
Beigetreten: 04.03.2005
Elite Grinder

Ich habe mir durch das Pokern eine Art festes Zweiteinkommen verschafft, d.h. ich cashe jeden Monat 500$ aus. Das dient erstens zur Ruhigstellung meiner Freundin, damit sie Pokern akzeptiert und zweitens habe ich mir eine umts Flatrate zugelegt, welche ich von dem Betrag bezahle. So kann ich wirklich sagen, ich gebe von meinem Geld nichts fürs Pokern aus.

Das Problem ist natürlich, dass man dadurch die limits nicht so schnell aufsteigen kann, aber andererseits, falls sich wirklich einmal was an System Onlinepoker ändern sollte (Fische lernen plötzlich Pokerbücher lesen, SuperDS, die Vereinten Nationen unternehmen plötzlich etwas gegen die zunehmende Spielsucht iin der Welt und besetzen alle Onlinepokeranbieter inkl. aller dort liegenden Gelder... ;-) ) habe ich wenigstens etwas vom Geld gehabt.


joa, ich mach das ähnlich wie GotD... wenn ich geld brauche, cash ich was aus und fertig... heisst also jeden monat, da ich keinen nebenjob habe^^

is halt das problem mitm limitaufstieg, aber ich versuche weniger auszucashen, als ich gewinn mache, dann haut das schon hin


Denz
Beigetreten: 16.01.2005
Elite Grinder

Also egal welches Limit ich spiele, ich denke immer nur an den Aufstieg ins nächst höhere :) Das mit dem sportlichen Ehrgeiz stimmt bei mir deswegen in jedem fall...

Auscashen tue ich folglich eigentlich nur wenn ich eine grö�?ere Anschaffung machen will oder wenn mein geld knapp würde (was immo nicht der fall ist).

Ist aber schon ein gutes Gefühl wenn man zb abends saufen geht nicht so aufs geld achten zu müssen...wobei ich im RL Poker Diskussionen bis auf wenige Ausnahmen in Zukunft auch vermeiden werde!


Faustfan
Beigetreten: 19.04.2005
Oldschool Grinder

Ich versuche eher, im RL meine BR aufzubauen. Da ich eine gute Arbeit habe, bin ich auf Pokergeld nicht angewiesen. Trotzdem würde ich es von Zeit zu Zeit auscashen, da es mir online nichts bringt. Auf meinem Konto gibt es mir irgendwie ein besseres Gefühl, als auf dem account. Da bleibt nur genug, um swings auszugleichen und evetuell ein Limit aufzusteigen. Alles andere finde ich sinnlos, zumal ja nichtmal die anderen Spieler meine gro�?e BR sehen können. Wenn es eine richtige Rangliste gäbe, dann wäre das vielleicht was anderes.


Nani74
Beigetreten: 15.12.2005
BlackMember

Ja ich denke der Mittelweg ist wohl wieder mal der Richtige. Ich cashe die Hälfte meines monatlichen Gewinns aus, und die andere nutze ich um meine BR zu vergrö�?ern. Pro Monat sind das 500-1000€ neben meinen Einkünften aus dem Job, spare für ein Auto und eine Wohnung (das Auto könnte ja im Porsche Turnier erledigt werden ;) ).
Und irgendwann werde ich dann mal 5/10 oder höher spielen, auch wenns durchs Auscashen länger dauert.


triu
Beigetreten: 24.06.2005
Elite Grinder

ich hab anfangs schnell mal ausgecasht, immer halbe BR - damit ich einfach die sicherheit habe, schon was gewonnen zu haben und die zeit nicht komplett umsonst war!

derzeit is meine lage so, dass ich eigentlich gar nicht auf pokergeld angewiesen bin und in zukunft auch nicht sein werde. deshalb ist mein primäres ziel, limits zu steigen!
ich bin noch knapp 1 1/2 monate zivi, in der zeit werde ich nicht auscashen und mal sehen, wie weit ich noch komme. dann werd ich mir ernsthaft überlegen, wie ich das mit den cashouts machen, wie ich mit weniger spielen genug gewinne usw.

ich spiel poker NUR, weils um geld geht. poker macht spass - aber nur wenn man gewinnt. poker ist hauptsächlich spasslos bei mir, wenn ich breakeven spiele oder unter meiner gewinnerwartung bin - was leider immer der fall ist. au�?erdem kotzt mich die angst an, wenn ich mich an den tisch setze nach nem megaupswing, dass jetzt dann der down kommt

ursprünglich wollte ich 2/4 schlagen und das mal langfristig spielen und brav auscashen - aber irgendwie hat es mich dann doch mehr gereizt auf 3/6 zu gehen und nun wagte ich heute die erste 5/10 session


HoRRoR
Beigetreten: 11.02.2005
BlackMember

war das nicht anfangs eigentlich bei jedem so wie bei mir?

man denkt sich wenn man anfängt, wow 1/2$ möcht ich mal langfristig schlagen, da mach ich guten stundenlohn von 10$ pro stunde, wow wär das geil, da bleib ich dann und verdien gut geld mit?

dann casht man aber doch nciht aus, weil man sich immer denkt, hmm naja ein limit höher kann auch nicht viel schwieriger sein, aber es lohnt sich echt fast doppelt so viel, kann ich fast doppelt so viel gewinn machen, also versucht man 2/4$, dann merkt man, wow 2/4$ kann ich auch gut einfach schlagen und geht immer höher, bis man, dann zumindestens meist, einen auf die klatsche bekommt, nen par tausend $ verliert und sich echt denkt, hmmm wär ich ma geblieben und hätte ausgecasht?

nun gott im nachhinein kommt man schon wieder, aber man ist nie so wirklich zufrieden auf dem limit was man spielt, sondern will immer höher und das geld was man online hat steht in keiner relation zu offline, es sind einfach unsummen für schüler, studenten oder zivis? :)


Original von triu
ursprünglich wollte ich 2/4 schlagen und das mal langfristig spielen und brav auscashen - aber irgendwie hat es mich dann doch mehr gereizt auf 3/6 zu gehen und nun wagte ich heute die erste 5/10 session

#2

Nur das meine 1. 5/10 Sessinon am 16. war. Aber sonst war mein Gedankengang was die Limits angeht genau der gleiche wie bei dir.

Allerdings sehe ich in Poker schon auch Spass wenn ich verliere aber lustiger ist natürlich gewinnen ...

- magicmosh


Schmitten
Beigetreten: 15.06.2005
Oldschool Grinder

Ich denke, BR Bauer könnten Gefahr laufen, dem Peter Principle zu unterliegen.
Das einzige Mittel ist sehr diszipliniertes BR management.
Also wenn ich spüre, da�? ein limit zu hoch für mich sein könnte, dann versuche ich es zwei oder drei mal. Wenn es dann nicht klappt, bleibe ich erstmal unten und cashe dann zum ersten mal aus.


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