Floorman wird gerufen du wirst ermahnt und bei nicht tippen wie gewünscht können sie von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und dich freundlich vom Tisch nehmen bzw des Casinos verweisen.
Original von josch2001
Das hat glaube ich steuerliche Hintergründe. Der Tip ist für die Angestellten und kann dann als Trinkgeld versteuert werden welches anscheinend günstiger ist für die Angestellten, als wenn das Casino erst Rake nimmt und es dann als Gehalt auszahlt. Deshalb halt höherer Tip, weniger Rake. Bei den kleineren Limits Win/win. Umso höher gespielt wird, desto mehr geht es natürlich zu Lasten der Spieler.
Und der Fiskus spielt da mit und lässt denen das als "Trinkgeld" durch gehen?
Immerhin ist Trinkgeld per Definition freiwillig (?), somit ist das doch eigentlich Steuerhinterziehung?
Aber bei der Nähe zum Staat und bei der hohen Steuerleistung drückt man da wohl gerne mal ein Auge zu.
Bis zu 80€ aus dem Pot nehmen ist schon kräftig, auch wenn da 10k drinnen liegen.
Anscheinend, wenn es denn überhaupt so ist, wie gesagt "ich glaube...". Alle heilige Zeit kommt mal ein neuer Spieler, dem das dann erklärt werden muss und dann wird das eigentlich auch immer akzeptiert. Zu 99,9% machen es die Spieler also mehr oder weniger freiwillig. Ist halt so ne Art Gentlemen Agreement oder ungeschriebenes Gesetz. Von daher ist es wohl für den Fiskus auch schwer das zu widerlegen, dass dem nicht so ist.
Für hohe Limits und Pötte ist es natürlich schon sehr viel. Bei 5/5 und 5/10 ist es aber denke ich schon fair für alle und sogar günstiger als in anderen Casinos mit 20 Rakecap.
Finde die Regelung auch Fair mit den 1% mand Tip. Und ja man muss ihn zahlen da gibts keine Ausnahmen.
Da es erst bei größeren Pötten der Fall ist, geht der overall Rake nochmal runter.
Denke da sollte man sich auf keinen Fall beschweren, sondern eher über den geringen Rake freuen.
@josch
Das "glaube" war weil ich mehrere Länder recherchiert hatte und das alles ein wenig unterschiedlich war. Wenn du zweifelst, warum nicht schnell mal selbst googeln?
https://www.isa-guide.de/wp-content/uploads/2012/06/hessen_spielbankgesetz_10.10.2012.pdf
§8 Spielbankabgabe nach Umsatz von 50 auf 60 % steigend
§9 Zusätzliche Leistung nach Umsatz von 30 auf 20 % fallend
§10 Weitere Leistungen
Es liegt daran, weil das Rake an das Finanzamt fließt und der Tip an die Spielbank. Das ist bei allen Spielbanken in Hessen und Rheinland-Pfalz so. In Saaraland ist das auch ähnlich.
Unter diesen glücklichen Umstand ist das Rake auch so niedrig.
@jotha: Ich habe mich überhaupt nicht auf deinen Post bezogen, ich zweifel ihn auch nicht an.
*rumtheorieren*
Wenn du es drauf ankommen lässt, müsste man nach meinem laienhaften Rechtsverständis sogar gegen das folgende Hausverbot durch nicht-tippen klagen können und Recht bekommen. Was meint ihr?
Naja, wenn sie mit der Hautfarbe argumentieren ja zB eher nicht. Immer ist also schonmal nicht möglich, nur die Frage wo die Grenze ist. Trinkgeld ist natürlich was anderes. Wenn es staatlich kontrolliert ist, also eher noch sozialer als ein komplett privates Unternehmen, wieso sollte man wegen etwas freiwilligem Hausverbot bekommen?
Anyway, sie könnten dann irgendeinen anderen willkürlichen Grund nennen.
Die Geschichte wird so erzählt werden:
Gast weigert sich Trinkgeld zu geben, obwohl das seit jeher in Spielbanken üblich ist. Das verursacht Unruhe unter den anderen Gästen und stört den Spielbetrieb. Dies wirkt negativ auf die entspannte Spielatmosphäre, die man den anderen Gästen bieten möchte. Daher wird ein Hausverbot gegen den Gast ausgesprochen, der die üblichen Gepflogenheiten einer Spielbank nicht akzeptiert und den Spielspass der anderen Gäste mindert. Tschüssikovski und CiaoCiao.
Am BJ tisch saß neben mir ein Mädl dass irgendeinen "Jackpot" (kenne die genaue Terminologie nicht) gehitted hat. War glaub 10kish, sie hat dann 100€ Trinkgeld geben wollen, da wurde der dealer richtig unfreundlich und sauer/entsetzt, meinte dass 500€ standard sind. Der floorman stand daneben und hat zugestimmt. Die Dame saß da nur mit offener Kinnlade, während der Dealer ausführte dass sie ja für den service tippen, schließlich verlängen sie ja auch nichts, wenn die spieler verlieren
fand ich schon sehr absurd, hätte mich gefreut wenn sie dann den 100er chip zurückgenommen und einfach hit and runned hätte, sie hat aber auf 200 erhöht iirc.
Tjo... dass man mit so einer Handhabung dann auch die weitere potentielle Kundschaft verschreckt,
scheint die Herrschaften nicht zu interessieren.
Hätte es an der Stelle der Dame drauf ankommen lassen und mich vollkommen geweigert
nach so einer Forderung auch nur irgendetwas zu tippen.
Was will das Casino tun? Sie zu etwas Freiwilligem verklagen? Sie verprügeln lassen?
Im Gegenzug hat das Mädl natürlich einen Anspruch auf Auszahlung des (ungeminderten) Gewinns.
Das Angebot in Wiesbaden ist jetzt auch bei Weitem nicht so überragend,
als dass da ein Hausverbot nicht verschmerzbar wäre.
Klassisches Trinkgeld im Casino kommt vom Roulette mit 1/35stel, also ca. 3 %. Das sollte auch hier für einen Jackpot oder ähnlich zutreffend sein. Bei Poker sind nach meiner Kenntnis 1% angemessen.
@Josh
mag sein, bei meinen Argumenten hatte ich die Private Runde in Dortmund vor dem geisten Auge, dort war es immer so, dass es genug Kapazitäten gab für die Öffentlichkeit. Wenn Privaten Partien der Vorzug auf Kosten von "normalen" Gästen eingeräumt wird, kommt das Casino meiner Meinung nach nicht der sozialen Verantwortung nach, einen geregelten Spielbetrieb zur Zügellung des natürlichen Spieltriebes der Menschen zu gewährleisten.
@Tip beim Roulette / Poker
Roulette ist aber auch kostenlos und beim Poker zahlt man ja ohnehin Rake, finde da werden Äpfel und birnen verglichen. Bin mal nach dem Poker mit 1380 € Stack aufgestanden und wollte den auf eine runde Zahl bringen. Hab Roulette gespielt a 10€ Jetons. Die Kugel fiel nicht so wie erhofft und war schnell 380 im Brand. lege nochmal 20 Stück aus nichts kam. Lege nochmal 10 Stück aus nichts kam. Denke mir ok fuck it, noch einmal 19 dann ist schluss. (Hab eh mit 500 angefangen und wollte auf keinen Fall so weich sein mich durch Roulette in den Brand zu schießen. Lege also die letzten 19 Stück aus meistens plein, aber eben 3 Stück auf die 26 und 2 cheval daneben. Bekomme knapp 1,4 ausgezahlt und nachdem er gefragt hat in welcher Stückelung schaut er mich erwartungsvoll an als er das türmchen baut. Ich tippe 10€ von dem knapp 1400€ gewinn. (hatte ja 190 nur für dieses Spiel ausgelegt, das vergisst man schnell). Und der Groupier guckt mich ganz verwundert an und fragt mit einem ganz ungläubigen Ton "10€?" wirft sie in den Tronc und sagt nicht mal Danke.
Dieses 1 Stück pro Treffer Plein erzählen sie Jungesellinnenabschieden die das erste mal im Casino sind. Bei diesem teuflischen Spiel wäre es eher angebracht wenn das Casino Trinkgeld an die Spieler gibt, dafür dass sie bei diesem Raub mitmachen. Aber dann so eine bornierte Einstellung was das fordern über 10€ Trinkgeld angeht. Was wär wenn ich mit 50€ gespielt hätte? in der Casino-Bubble in der die da Leben fehlt der komplette Bezug zum Geld. Da ist halt keine Relation von Trinkgeld und Serviceleistung. Eine Kellernin im Restaurant tippe ich 10€ für eine Rechnung von 100€ und sie hat uns eine Stunde lang essen rangekarrt. und nicht nur 90sek am Rad gestanden.
@TooBigToFail
Ich kann deine Argumente gut nachvollziehen. An sich bin ich auch auf dieser Seite. Im Casino ist eher wie der Vergleich von Restaurant in Deutschland und USA. Wenn du dort so viel Trinkgeld gibst wie hier, dann gibst Du von der Systematik drüben an sich zu wenig.
Du weißt, dass ein Gerichtsurteil gefällt werden mußte, dass das Casino den Tronc ggf. auffüllen muss, um Mindestlohn zu zahlen? So üppig wie früher ist es anscheinend nicht mehr, wenn da Bedarf und Klärung nötig gewesen ist.