Original von w3cRaY
Lieber Herrigann,
das was du schreibst stimmt in weiten Teilen, und ich gebe dir auch recht, dass man für advanced HU strategies einige Erfahrung braucht. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass viele der Grundstrategien im HU einfach nicht per se anzuwenden sind. Spielt dein Gegner keine baby suited connectors, raised nur J8+, Q9+, Kx+ und Ax+ sowie PP, so kann man im BB wesentlich aggressiver 3betten. Wenn dein Gegner nahezu any2 vom button raist (gegen Gus, würde ich zum Beispiel mein Spiel ziemlich balancen, weake Hände und Monster gleich oft 3betten, während man gegen einen Spielertyp Jamie Gold oft limpen kann, um den Flop zu sehen), musst du ebenfalls aggressiver 3betten, da du dich sonst totblindest. Generell ist Button aggressiv, BB tight richtig, aber die Pros exploiten diese Line ziemlich schnell.
Also in einem gebe ich Dir Recht, man muss sich auf den Gegner einstellen, dennoch ist es gerade am Anfang besser aggressiver zu spielen weil der Gegner einen nicht kennt und man chips sammeln kann. Aber: In position! Oop ist zu riskant gegen einen guten Spieler, wenn man wenig Erfahrung hat.
Und auch sonst vermeidet man es möglichst.
Wenn ein Amateur gagan einen Pro HU spielt und der Amateur immer Position hat, wird der Pro verlieren! Es sei denn vielleicht er heißt Phily Ivey oder durrr.
Position ist wichtig! Es ist nicht nur Basiswissen es ist die Quintessenz im Poker. Wer das nicht vertanden hat sollte echt nochmal Theorie pauken.
Man hat einfach einen so grossen Vorteil.
-Die Grundstrategien sind natürlich nicht nur anzuwenden sondern zu verinnerlichen, und wenn man auf dem Schlauch steht, geben sie einem eine Richtung und lassen einen nicht hoffnungslos im Regen stehen. Aber sie sind auch solide spielbar:
-Es spricht nichts dagegen nach den Regeln zu spielen, die ich ein paar Seiten vorher erwähnt habe. Es ist definitiv nicht zu tight!
-Das Format ist viel zu kurz, um sich dermaaßen exploiten zu lassen! -Sodaß eine evtl. eine Art Superedge entsteht. Sowas klappt nur longterm! Im Hu cg z.B.
-Hinzu kommt, das op einen run haben kann und dann aussieht wie ein maniac etc... und eigentlich ein solides Basis HU spielt.
-Nach eine paar Händen sieht man, wie aggresiv gestealed wird und adapted
aber auch das stand in dem Leitfaden, denn:
OP wird sich am Anfang nicht in diese marginalen Situationen begeben müssen. Die blinds sind niedrig und die 3 bets, wenn sie denn kommen, werden ihn nicht totblinden, wenn er preflop auf 2,5 oder meinetwegen auch 2 bb raised, um das Spiel postflop zu verlagern.
Natürlich sollte man um nicht die Kontrolle zu überlassen gelegentlich 3 betten! Auch mit marginalen Händen wie 98.
Aber auch das stand in dem Leitfaden.
Es ist aber auch fraglich, ob die pros angehalten werden dermaaßen Druck auf die Amateure auszuüben.
Denn ein 1 Millionen Gewinn von ftp bedeutet eine Mega Publicity für ftp.
Man muss sich die anderen 2 Kandidaten und das Spiel der pros in den letzten
Sendungen ansehen und es mit dem Spiel z:B von den Aussi Millions vergleichen.
Wenn Gus da genauso stark gespielt hat, würde ich gegen ihn nicht zu sehr mit weeken Händen preflop 3 betten, weil er, wenn er called eine mega postflop edge hat und ich ungerne in marginalen Situationen und grossen Pötten mit ihm stecken wollte.
Hinzu kommt, dass er am flop gerne stumpf pushed. Auch, oder gerade nach einer contibet.
Eine These von ihm ist nämlich: "Wenn ich pushe, muss ich mir keine Gedanken mehr über die Hand machen und überlasse dem Gegner die schwere Entscheidung und setze ihm dadurch unter enormen Druck."
Das macht er oft und das macht dann kein Spass wenn man nur zu 30% trifft und dann wegschmeissen muss und die Chips langsam immer mehr zu ihm wandern. Und in raised pots kann das schnell das Ende sein.
Deshalb würde ich versuchen die Pötte am anfang nicht durchdrehen zu lassen.
Und später mit SAGE ein equilibrium game gegen ihn zu spielen.
Zumindest in dem Format.
Ich würde ballancen, aber ich würde weniger 3 betten, als z.B. gegen Jennifer Harman.
Alles aus der Sicht von op!
Und was deine range angeht, wenn op mit: 22+, A2s+, K9s+, Q9s+, J9s+, T9s, A2o+, K9o+, Q9o+, J9o+, T9o
aus sb raised sind das 32,4 % pfr ip. Das ist vollkommen ok
Und das er babyasse nicht spielen soll gilt nur für das defenden vom bb.
Es lohnt sich einfach nicht am Anfang mit den Ax vom bb aus krasse action zu machen. Man kann auf bessere spots warten, als unimproved am flop oop mit einer marginalen hand gegen einen HU pro zu stehen.
Dann echt lieber mit 98s oder 87s 3 betten und defenden, als mit dem A6o.
Die playability von den suited connectorn ist besser,man ist fast nie dominiert, und man hat deception, wenn man trifft.