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[Geschlossen] live poker Pro in Ger?

158 Beiträge
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Foxhound2
Beigetreten: 28.08.2010
BlackMember

Vielleicht wurde die Frage schon paarmal gestellt, ich hätte dennoch gerne eine gute Antwort:

Nehmen wir an jemand schlägt online longterm NL200 solide und hat eine BR für live 5/10. Ist es dann besser ein live pro in Deutschland zu sein anstatt einen standard 9to5 Bürojob mit sagen wir 2,5k Euro netto zu haben?


157 Antworten
qpunisher
Beigetreten: 26.12.2008
PokerStrategist

wer nicht mit der zeit geht, der muss mit der zeit gehen.


p00s88
Beigetreten: 08.09.2007
Oldschool Grinder

kannste dir doch ausrechnen, wenn du die wr und hands/h kennst


Gluecksfisch
Beigetreten: 28.05.2009
Legacy Member

Wenn Du 2.500 Euro netto verdienst bist Du meiner Meinung nach dumm, diesen aufzugeben um den großen Traum des tollen Pokerprofis zu leben. Es geht 1-3 Jahre gut, Du hast auch noch Motivation und fühlst Dich geistig und körperlich ausgelastet. Das lässt nach, Du verlierst die Motivation, evtl. biste auch zu schlecht oder Deine Interessen (Kinder, Familie, geregeltes Leben) verändern sich.

2.500 Euro netto ist ein deutlich überdurchschnittliches Gehalt mit einem bei Dir scheinbar "easy" Job ohne Nachteinsätze, größere Herausforderungen, Mitarbeiterverantwortung oder beruflichen Reisen. Wenn Du dies jetzt aufgibst glaube ich nicht das Du, zB in 3 Jahren, einen ähnlichen Job mit ähnlicher Bezahlung einfach so wieder erhälst.

Bin in ähnlicher Situation, was das finanzielle angeht aber würde auf gar keinem Fall den Job aufgeben, allein der sozialen Faktoren wegen. Dazu kommt noch die Absicherung durch den Arbeitgeber (zB zusätzliche betriebliche Altersvorsorge), Versicherungen, Rentenbeiträge vom Arbeitgeber und andere Dinge.

Dazu kommt noch das es gar nicht so viele Casinos in .de gibt wo Du regelmässig, dh täglich, NL1000 profitabel (langfristig) spielen kannst.

Für mich wäre das auch eine Option, aber nur dann wenn ich eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung in den USA erhalten würde. Hier in Deutschland würde ich es auf gar keinem Fall machen, allein schon weil mir das Umfeld und die Struktur (Regeln, Verhaltensweisen, Atmospähre) in deutschen Casinos nicht so sehr gefallen, als das ich dieses täglich bzw. verpflichtend (da Job) haben muss.


werty018
Beigetreten: 03.08.2006
Oldschool Grinder

Original von Gluecksfisch
Wenn Du 2.500 Euro netto verdienst bist Du meiner Meinung nach dumm, diesen aufzugeben um den großen Traum des tollen Pokerprofis zu leben. Es geht 1-3 Jahre gut, Du hast auch noch Motivation und fühlst Dich geistig und körperlich ausgelastet. Das lässt nach, Du verlierst die Motivation, evtl. biste auch zu schlecht oder Deine Interessen (Kinder, Familie, geregeltes Leben) verändern sich.

2.500 Euro netto ist ein deutlich überdurchschnittliches Gehalt mit einem bei Dir scheinbar "easy" Job ohne Nachteinsätze, größere Herausforderungen, Mitarbeiterverantwortung oder beruflichen Reisen. Wenn Du dies jetzt aufgibst glaube ich nicht das Du, zB in 3 Jahren, einen ähnlichen Job mit ähnlicher Bezahlung einfach so wieder erhälst.

Bin in ähnlicher Situation, was das finanzielle angeht aber würde auf gar keinem Fall den Job aufgeben, allein der sozialen Faktoren wegen. Dazu kommt noch die Absicherung durch den Arbeitgeber (zB zusätzliche betriebliche Altersvorsorge), Versicherungen, Rentenbeiträge vom Arbeitgeber und andere Dinge.

Dazu kommt noch das es gar nicht so viele Casinos in .de gibt wo Du regelmässig, dh täglich, NL1000 profitabel (langfristig) spielen kannst.

Für mich wäre das auch eine Option, aber nur dann wenn ich eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung in den USA erhalten würde. Hier in Deutschland würde ich es auf gar keinem Fall machen, allein schon weil mir das Umfeld und die Struktur (Regeln, Verhaltensweisen, Atmospähre) in deutschen Casinos nicht so sehr gefallen, als das ich dieses täglich bzw. verpflichtend (da Job) haben muss.

Ich stimme die komplett zu ;)

2500€ netto ist echt schon gut...und speziell die anderen Faktoren spielen eine Rolle!


Gluecksfisch
Beigetreten: 28.05.2009
Legacy Member

... dazu kommt noch das wichtige Gefühl zu wissen das man monatlich und regelmässig 2500 Euro erhält um Fixkosten, ausserplanmässige Ausgaben oder höhere Anschaffungen abdecken zu können. Psychologisch nicht unwichtig, dies fällt zB bei Krankheit, Urlaub oder "Pause" weg wenn Du Fulltime-Pro bist.


Foxhound2 Themenstarter
Foxhound2
Beigetreten: 28.08.2010
BlackMember

Ok, das hört sich schon recht konstruktiv an. Nur habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt. Ich habe keinen Job mit 2,5k netto, wollte die Messlatte bloß etwas hoch ansetzen.

Ich bin kurz vor dem Uni Abschluss und weiß nicht wo ich danach arbeiten soll und poker macht mir halt 10 Mal mehr Spaß als den ganzen Tag im Büro zu hocken. Eigentlich war es mein Plan nen Halbtagsjob zu haben und aber hauptberuflich zu grinden, aber wenn die Abschottung auf in Ger kommt ist es zumindest für mich kaum noch profitabel.

Wenn ich mir dagegen vorstelle in Hamburg oder Frankfurt zu wohnen, wo man jeweils mindestens drei Casinos in der Nähe hat, dann wäre das vielleicht gar nicht so schlecht. Ich habe schon unzählige Male versucht einen Richtwert zu finden was eine realistische hourly bei den live 5/10 ist, es hat aber kaum jemand eine sample.

Unter diesen Bedingungen (no fun im Büro, Gehalt die ersten Jahre nicht mehr als 1,6knetto etc, VWL Abschluss hätte ich aber trotzdem ), meint ihr man sollte sowas doch lieber lassen?


Ist doch easy zu berechnen.. gegen die Zonks die da rumlaufen machst etwa 10 BB pro 100 Hands pro Stunde spielst maybe 30 Hands macht 60 €.. ob dir das reicht musst halt selber wissen + wirst wohl nie auf die Samplesize kommen die du brauchst um die kurzfristige Varianz auszugleichen.


Gluecksfisch
Beigetreten: 28.05.2009
Legacy Member

Du bist also der typische Träumer like "hab keine Lust zu arbeiten, also werd ich Pokerprofi". Das bring eigentlich Deine Aussage hier auf den Punkt.

Hört sich für mich so an als wenn Du erwartest nach dem Studium 2500 Euro+ zu verdienen. Was kannst Du denn? Realistisch gesehen nix, sorry aber ist so. No offense. Du hast eine theoretische Ausbildung und ich sehe es immer wieder bei Kollegen das da nicht viel hinter steckt was Dein (erwartetes) hohen Einkommen von 2500 Euro rechtfertigt? Du bist Berufseinsteiger ohne Praxis, das ists halt und damit fängst auch nicht oben an was das Gehaltsgefüge angeht; gerade bei der deutschen Wirtschaftslage woe die Gehälter aktuell eh nicht ganz oben sind. Hocharbeiten heisst es, dazu gehört aber Motivation und die scheint bei Dir - obwohl Du vermutlich noch nie länger als 4 Wochen vernünftig gearbeitet hast im Büro - nicht dazu. Zumindest kommt es so rüber.

Du solltest doch selbst am besten wissen wie Du bisher bei 5/10 NL abgeschnitten hast. Keiner kann Dir sagen wie Deine hourly sein wird, weil niemand weiss wie gut Du verglichen zu regulars bist und ob Du das Spiel überhaupt schlägst, wie Du mit Druck (downswings zB) umgehst. In Hamburg ists ganz sicher auch nicht so das da nur Idioten an den 5/10 Tischen sitzen, die Dir das Geld zuwerfen. Wenn Du planst von 5/10 zu leben solltest Du es auch schon entsprechend oft gespielt haben um das mögliche Gehalt zu bewerten. Oder spielst Du Poker seit einem Jahr und möchtest jetzt Dein ganzen Leben daraufhin ausrichten? Fände ich ziemlich naiv, Du solltest ein wenig längerfristig denken.

Dazu kommen dann in Frankfurt und Hamburg auch erstmal Fixkosten von 2000 Euro für hohe Miete, Auto, Nebenkosten, Versicherungen u.a.


Foxhound2 Themenstarter
Foxhound2
Beigetreten: 28.08.2010
BlackMember

Vielleicht solltest du aufmerksamer lesen, denn in meinem Beitrag steht dass ich die ersten Jahre nicht mehr als 1,6k euro netto verdienen werde. Ich bin durchaus Realist und habe auch schon etwa ein Jahr in nem Büro gearbeitet.

"hab keine Lust zu arbeiten, also werd ich Pokerprofi"

Du schreibst oben du bist in einer ähnlichen Situation wie ich, dann solltest du wissen dass professionelles Pokern durchaus harte Arbeit ist, die aber für mich weitaus angenehmer ist als im Büro.

Und mit deinem Satz hast du vollkommen Recht: "Was kannst du denn?" Wenn ich in ein Unternehmen komme, kann ich erstmal nicht so viel, dagegen habe ich die letzten Jahre so viel Poker Berufserfahrung gesammelt um dieses Spiel besser zu können als die große Mehrheit (so eine Behauptung ist wohl legitim wenn man NL200 longterm schlägt). Ein weiterer Grund warum ich gerne in dieser Schiene weitermachen würde.

Die Frage stelle ich eben deshalb, weil ich nicht weiß ob es rentabel genug ist. Bis man live "entsprechend oft gespielt hat" dauert es mindestens ein Jahr wenn nicht länger und deshalb wollte ich ein paar Infos von Leute die diesbezüglich genug Erfahrung /Wissen haben.


Gluecksfisch
Beigetreten: 28.05.2009
Legacy Member

ist ja nicht negativ gemeint. Hab schon richtig gelesen, Du würdest jetzt ca 1600 Einstiegsgehalt bekommen, was Dir zu wenig ist und Du daher eher Pokerprofi sein möchtest.

Ich bin nicht in der Situation, sondern bin bei 2500-3000 anzusiedeln (netto) und daher möchte ich das nur ungern bzw. gegen einen deutlich Mehrwert aufgeben. Den gibts hier in Deutschland für mich aber halt nicht.

Ich lese jetzt daraus das Du noch nicht 5/10 live gespielt hast und Erfahrungen von anderen haben willst oder wie? Aber Du schlägst NL200 online? Na ja sagen wir es so, die letzten Jahre war ja NL200 online nicht so unbedingt schwer zu schlagen wenn man sich damit beschäftigt, hat sich aber halt verändert. Versuch doch 5/10 NL live erstmal bevor Du sagst/vermutest, das Du es profitabel schlägst. Wie gesagt, ist möglicherweise gar nicht so schlecht besetzt wie Du erwartest.

Kannst es ja versuchen, find den Ansatz mit einem Nebenjob ganz in Ordnung. Dennoch hört sich das für mich noch nicht unbedingt rund an was Du vor hast; wenig Erfahrung im Livegame, keine Motivation auf normalen Job, berufst Dich auf NL200 online in der Vergangenheit. Was ist wenn Du im Livegame nicht klar kommst, möchtest Du dann low-limit (das ist NL200, wenn man davon lebt nun mal) grinden tag und Nacht, ohne soziale Kontakte, körperliche Auslastung oder Herausforderungen und Erfolge (die im Beruf erzielt werden und vom Chef honoriert werden)? Ich mein jeder siehts anders, ich seh es eher skeptisch sofern nicht mindestens 10.000$ dabei im Monat rum kommen.


Gulliver1985
Beigetreten: 18.03.2007
Elite Grinder

ich kenne nur wenige Leute die sich entschieden haben, ihren Job zu kündigen und Pokerpro zu werden ohne vorher schon nebenbei genug mit Pokern zu verdienen. Von diesen Leute hatte auch keiner wirklichen Erfolg.

Alle erfolgreichen Pokerpros die ich kenne haben bevor sie ihren Job gekündigt haben oder das Studium abgebrochen haben bereits nebenbei viel mehr mit Pokern verdient als in ihrem Dayjob.

Das ist mMn auch die einzige sinnvolle Weise Pro zu werden. Neben jeden normallen Job hat man noch genug Zeit im Schnitt 1-3 Stunden zu pokern, wer bei diesem Spielpensum nicht mehr als 2-3k durchschnittlich macht, sollte gar nicht er daran denke POkerpro zu werden. Erstens sind die Swings so stark (vorallem Live) das man mehr verdienen sollte als in einem normallen Job. (Ein 6k Downswing in 2 Tagen ist einfach unerträglich, wenn es der Durchschnittsgewinn von 3 Monaten ist) Mir fällt es außerdem nach 3 Jahren Pokern richtig schwer mich noch dazu zu motivieren mehr als 3 Stunden zu pokern.

Also lass es lieber sein und spiel erstma nur neben her weiter.


slowrookie
Beigetreten: 08.08.2007
Elite Grinder

also, wenn Du meinst live mit Pokern 10K+ im Monat zu machen, und twar für die nächsten 20 Jahre mach es , wenn net - dann gib bitte Deine dt. Staatsbürgerschaft auf, damit Du unseren Sozialstaat nicht in Anspruch nehmen kannst....

wieso 10K ? priv. KV, Altersrückstellungen, Varianz und ev. später Familie


Tonnes
Beigetreten: 03.05.2008
PokerStrategist

wo is egtl eddy wenn man ihn brauch? der könnte dir sagen wie das funzt ...


Quentin73
Beigetreten: 23.09.2005
Elite Grinder

aber der ist doch gar kein pro


juztstylez19
Beigetreten: 17.01.2009
Oldschool Grinder

live kann die varianz sich halt ziemlich in die länge ziehen, da du einfach deutlich weniger hände spielst! würde dir vorschlagen online und live zu mixen, sodass du deine festen einnahmen durch dein rakeback hast und deine fixkostem bezahlen kannst! also reicht es ja theoretisch nl 200 online BE zu grinden und deine 1,5-2k rakeback im monat zu haben und dann live im casino oder privat highstakes zu spielen


Foxhound2 Themenstarter
Foxhound2
Beigetreten: 28.08.2010
BlackMember

Die Überlegung kam mir halt vor allem wegen der wahrscheinlich bevorstehenden Abschottung. Zur Zeit habe ich keinen Grund verstärkt live zu spielen, aber in Ita und Fra sieht man ja wie tot die ordentlichen Cashgames sind + höherer rake.


Straty
Beigetreten: 04.09.2009
Oldschool Grinder

Ach.. die Abschottung interessiert doch kaum..

Legal spielst du jetzt schon nicht.. Wenns soweit ist spielste halt über proxy oder so (kenne mich mit der Materie nicht so extrem aus, weiß aber, dass es kein Ding ist).
Im schlimmsten Fall zahlste halt ein paar bucks im Monat für den Service, aber bei dem technischen Stand heute und den (eingeschränkten) Möglichkeiten des Staates werden sie dich nciht wirklich hindern könenn.

Vielleicht gehts in 10 Jahren echt nicht mehr, vielleicht können wir dann auch ganz normal spielen, vielleicht ist es dann auch weltweit verboten, vielleicht bin ich dann eh broke, aber bis dahin mache ich mir keine Sorgen diesbezüglich


brunsonsbro
Beigetreten: 26.04.2006
Elite Grinder

mach doch einfach deinen Job bzw. Berufseinstieg und gehe nebenher regelmässig live spielen??? Sehe das Problem nicht.

Kannst in beide Richtungen Erfahrungen sammeln und verbaust dir nix.


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