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[Geschlossen] Regelfrage Open Fold

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otb11
Beigetreten: 05.08.2009
PokerStrategist

Hi heute beim Live-game eines regionalen Pokeranbieters aus Hannover.

Eine Bekannte limpt in MP, alle folden bis zum SB, der ist nur mit BB beschäftigt und raised 3BB. BB foldet. SB übersieht limper und zeigt die Karten offen.
Dealer entscheidet auf open fold und schiebt die gesammten Chips zu meiner Bekannten. Sie beschwert sich natürlich nicht und sonst auhc kein anderer. Jetzt trotzdem meine Frage: Kann sie alles gewinnen, obwohl sie ja nur einen BB im Pot hatte?

greetz otb11


11 Antworten

Wurden die Karten nur aufgedreht oder offen in den Muck geworfen ?
Wenn sie den Muck berühren ist es ein Fold und sie ist die letzte im Spiel und gewinnt den Pot.

Wenn die Karten nur aufgedeckt wurden, wäre es eigentlich kein Fold und deine Bekannte muss ihre Entscheidung treffen (Call, Raise, Fold).

Es kann allerdings sein, dass die Hausregeln des Casinos vorschreiben, das die Karten als gemucked zählen. Kann ich mir aber eigentlich nicht vorstellen.


Lord_Roke
Beigetreten: 01.03.2005
Elite Grinder

Afaik ist eine Hand in dem Moment tot, in dem sie für alle Spieler sichtbar wird. Ob sie dabei den Muck berührt oder auch nur die Setzlinie des Spielers übertritt ist irrelevant. Somit die gewinnt die einzige Hand, die noch live ist, den Pott.


Original von Lord_Roke
Afaik ist eine Hand in dem Moment tot, in dem sie für alle Spieler sichtbar wird. Ob sie dabei den Muck berührt oder auch nur die Setzlinie des Spielers übertritt ist irrelevant. Somit die gewinnt die einzige Hand, die noch live ist, den Pott.

Richtig wenn es sich um ein Turnier handelt, was ich annehme, bei cashgames darf man seine Hand zeigen, soweit ich weiss.


OliOlsen11
Beigetreten: 28.10.2008
PokerStrategist

Also letztes Wochenende hatten wir ne ähnliche Situation. Einer raiste, als ein anderer foldete und er zeigte seine Karten, weil er dachte die HAnd wär zuende, bemerkte aber nicht, dass noch einer im Pot ist. Von uns wusste keiner, wie es nun weitergeht und wir einigten uns so drauf, dass die Hand einfach weitergespielt wird. Derjenige, der die Hand gezeigt hatte, hat dadurch nen krassen Nachteil gehabt und natürlich die Hand verloren. Ich fand unserer Regelung eigentlich recht fair und war auch irgendwie amüsant.
Brachte uns auf die Idee, dass man mal spaßeshalber ne Runde spielen könnte, in der einer (z.B. der BU) immer offen spielen muss. Weiß jetzt nicht, ob wir es mal machen, aber schau mer mal . Als Gag wärs denk ich mal lustig. So a la Blindmans Bluff


otb11 Themenstarter
otb11
Beigetreten: 05.08.2009
PokerStrategist

Also es war eine Hand in einem turnier, nicht in einem cashgame.


Der Spieler mit der offenen Hand darf keine aktive Aktion mehr setzen.

Die Bekannte hat jetzt alle Optionen: call, raise oder fold.

Sollte ein Board gespielt werden, checkt der SB automatisch und kann wieder nur callen oder folden wenn deine Bekannte nicht bettet.

Turn und River das Gleiche.

Eine Hand ist nur dann tot wenn sie den Muck berührt hat, in diesem Fall ist der Pot also falsch zugestellt worden.


Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006
PokerStrategist

Bei den Playmoney anbietern sind auch nur sehr wenig Dealer wirklich fit was die Regeln angeht... schon die verrücktesten sachen erlebt ^^


Original von kearney
Der Spieler mit der offenen Hand darf keine aktive Aktion mehr setzen.

Die Bekannte hat jetzt alle Optionen: call, raise oder fold.

Sollte ein Board gespielt werden, checkt der SB automatisch und kann wieder nur callen oder folden wenn deine Bekannte nicht bettet.

Turn und River das Gleiche.

Eine Hand ist nur dann tot wenn sie den Muck berührt hat, in diesem Fall ist der Pot also falsch zugestellt worden.

Das sollte soweit richtig sein.

Weiss jetzt nicht obs wirklich so ist das man kein raise mit offenen karten machen darf. Aber grundsätzlich sind keine Karten tot wenn sie nicht den Muck berühren.


duschprinz
Beigetreten: 04.03.2007
Oldschool Grinder

ich habe das bei nem Sachpreisveranstalter vor ein paar Jahren auch so erlebt: Die Karten durften nur dann gezeigt werden, wenn der Dealer "Showdown" sagte. Wenn davor eine Karte oder beide aufgedeckt wurden, war's automatisch ein Fold. Hört sich zwar nach Gängelung an, lässt aber keinen Spielraum für Interpretationen und ist somit klar zu spielen. Alle anderen Regelungen führen immer wieder zu Diskussionen, die es imho nicht braucht (siehe PCA der Fall mit Negreanu, war in irgend einer hochgepokert-Sendung thematisiert)


otb11 Themenstarter
otb11
Beigetreten: 05.08.2009
PokerStrategist

Danke für die zahlreichen Antworten.


Original von kearney
Der Spieler mit der offenen Hand darf keine aktive Aktion mehr setzen.

Die Bekannte hat jetzt alle Optionen: call, raise oder fold.

Sollte ein Board gespielt werden, checkt der SB automatisch und kann wieder nur callen oder folden wenn deine Bekannte nicht bettet.

Turn und River das Gleiche.

Eine Hand ist nur dann tot wenn sie den Muck berührt hat, in diesem Fall ist der Pot also falsch zugestellt worden.

Jep, genau so schaut es aus. Siehe Ept-Regelwerk:

34. Aufdecken von Karten. Wenn ein Spieler Karten öffnet obwohl noch Aktionen anderer Spieler möglich sind, dann bleibt die Hand weiterhin aktiv und kann zu Ende gespielt werden, aber es wird eine Bestrafung ausgesprochen. Die Strafe beginnt am Ende der Hand. Wenn ein Spieler die Karten absichtlich ohne Ansage öffnet dann wird die Hand für ungültig erklärt. Es liegt im Ermessen des Turnierleiters die Regel durchzusetzen


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