Wer von denen seid ihr?
der Spaß-Spieler
Diese Exemplare sind (für mich) zum Großteil relativ ertragbare Spielertypen. Sie sind nicht wirklich verwurzelt in der Pokerszene und erwarten nichts vom Spiel. Sie spielen weil Poker ihnen Spaß macht und quitten deswegen dann auch meist Online, wenn sie erkannt haben, wie langweilig es ist mit den kacknits auf den micros um die Wette zu folden. Sie beschränken sich dann meist auf sehr spärliche Casinobesuche, wo sie ausschließlich aufgrund von Unterhaltungszwecken hingehen. Gegen solche Leute zu broken, ist am angenehmsten, da dieser Typ das poker Spielen nicht wirklich als einen Wettkampf ansieht und auch keine Ambitionen haben "gute Spieler" zu werden; sprich, sich weiter zu entwickeln. Was das verlieren gegen solche Leute am angenehmsten macht ist, das man sich sicher sein kann, dass sie durch Gewinne keine Bestätigung für ihre Donkhaftigkeit bekommen und sich auf ihr Luck irgendwas einbilden. Broket mann gegen so jemanden, kann man das Casino noch mit der geringsten agressiven Anspannung verlassen.
der Hobby-Spieler mit Ambitionen
Hier wird es jetzt schon etwas komplizierter. Diese Spielertypen sind schon um einiges nerviger. Sei es Online oder Live. Für Sie ist Poker noch nicht ein wichtiger Bestandteil in ihrem Leben, aber sie sind dennoch bemüht "gutes" Poker zu Spielen. Sie beschäftigen sich auch mit Theorie und kaufen sich möglicherweise sogar Pokerbücher. Das gefährliche(imm sinne von...gefährlich einem auf die Palme zu bringen)ist bei diesem Typ, dass er was auf sich hält. Hier kommt eine sehr despektierliche und vor allem alberne Selbstzufriedenheit mit ins Spiel(obwohl natürlich in den meisten Fällen, völlig talentfrei), was einem schon mal sehr tilten kann, wenn man so jemanden spielt. Dieser Typ verlässt das Casino nicht mit dem Gefühl glück gehabt zu haben, wenn er Stunden lang rumnittet und dann 2mal ein glückliches Setup erwischt.(wie es beim ersten Typ der Fall wäre). Nein, er geht raus mit einer gehörigen Portion Selbstgefälligkeit. Das selbe gilt natürlich auch für Online. Nur das das Dasein solcher Leute, Online noch viel alberner ist. Vor allem jetzt, wo Online Poker tot ist(für solche Leute zumindest). Die Frage ist da nur, wie lange es dauert bis er merkt, dass jeder andere genauso spielt wie er. Wenn er das dann mal, nach einigen Jahren verstanden hat und das Leuchten in seinen Augen verblasst ist, wird er dann meistens quitten. Insofern er nur Online spielt...
der schlichte Profit-Spieler
"der schlichte Profit-Spieler" ist derjenige, dem Poker und vor allem die Pokerszene, absolut egal ist. Poker ist für ihn nur Mittel zum Zweck. Sie verdienen sich durch Poker jeden Monat einen nicht unerheblichen Betrag hinzu. In den meisten Fällen spielen solche Spieler mehr Online als live. Casino Besuche gibt es aber auch hin und wieder. Wenn er dann mal in nem Casino auftaucht wird man bei ihm verschont von irgendnem nervigen pokerbezogenen Geschwafel, worüber diskutiert wird, wie sick doch der Move von Elky auf dem Final Table XY war, etc. Er erkundigt sich vor jedem Casino Besuch nach dem Rake und gibt auch so gut wie nie Trinkgeld. Alles umfassend sind solche Leute live, dennoch relativ angenehm zu ertragen. Allerdings ist dieser Typ natürlich auch, wie Typ 2, eine BR nit. Was logisch ist, weil so etwas wie eine emotionelle Komponente keine Rolle bei so jemanden spielt. Sowas wie tilten gibt es bei solch Menschen auch nicht. Und ich mein jetzt tilten, obwohl man sich noch ans BRM hält. Geschweige denn, "richtiges" tilten.
Mit Menschlichkeit hat so ein robotisches Verhalten natürlich nichts zu tun, aber gut. Gibt schlimmeres...
der Image-Spieler
Der hier zum Beispiel. dieser Typ spielt Poker, weil es "cool" ist. Solche Menschen sind irgendwo in den 90ern hängengeblieben, bevor der Pokerboom und das was dann folgte, das ursprüngliche Image des Poker-Spiels zerstört hat. Kein Wunder, dass hier das erste mal Sonnenbrillen ins Spiel kommen. Das solche Spieler zum größten Teil Live spielen, muss ich ja nicht weiter erwähnen. Jedenfalls wird man solche Menschen mit wenigen Ausnahmen immer mit Sonnenbrillen vorfinden. Falls Südländer, dann auch noch meistens mit dazu passenden Schmuck, um einen authentisches Mafia-Mitglied darzustellen, oder was auch immer. Natürlich auch auf NL50 oder Nl100 tables, oder 20$ donkaments. Nein, das ist solchen menschen nicht peinlich. Die nerdig angehauchte Fraktion dieser Gruppe, zeichnet sich meist durch stillschweigen aus, hingegen die Südländer-Fraktion, meist mit ihrem finanziellen Reichtum braggt. Desweiteren setzen sie sich selbst als Pokerspieler auch im Alltag gerne in Szene, Vor allem wenn dieser Typ auch Charaktereigenschaften vom "lal-Pro"(der gleich folgt) mitbringt. Ein typisches Merkmal wäre bspw., wenn das facebook Profil-Foto, ihm an nem Pokertable zeigt.
der lal-Pro
der lal-Pro, ist einer meiner Lieblinge. Obwohl er dennoch sooo nervig ist(vielleicht sogar am nervigsten), wenn man mit ihm spielt. Wenn man allerdings über solch Typen nachdenkt, oder nur von weiten beobachtet, hat man wenigstens seinen Spaß. Dieser Typ zeichnet sich auf jeden Fall mal damit aus, indem er irgendein Kleidungsstück von nem Poker-Anbieter trägt. Sei es T-Shirt, Cap, Uhr, Sonnenbrille, Pulli, Schweißband oder alles zusammen. Ein weiteres sehr wichtiges Merkmal sind die komplexen Chiptricks, die er zelebrieren kann. Das in Kombination mit ner "fit or fold" Taktik, sind die sichtbaren Hauptmerkmale. Weiters, neigen Spieler aus dieser Gruppe auch zum tilten. Was auffällt bei dem Tilt solcher Spieler ist, dass komischerweise das luck im Tilt, dann im Kopf als spielerisches Können verarbeitet wird. Da findet irgend eine Art Verdrängungsprozess statt. Das ganze müsste wohl noch genauer erforscht werden. Wie bei den meisten anderen Spieler-Typen sind für Verluste auch hier, meist andere Spieler oder Umstände verantwortlich. Beim "lal-pro" ist das ganze aber noch um ein bisschen exzessiver. Abgesehen von den ganzen Merkmale ist die Grundvoraussetzung für diesen Typ, der, dass er komme was wolle, sich das Image als ne Art Poker-pro aufrecht erhalten kann. Vor anderen Menschen, aber vor allem auch vor sich selbst. Denn alle Spieler aus dieser Gruppe sind besessen von der Pokerszene. Sie wissen alles, kennen jeden Spieler, kennen alle Resultate, und verfolgen jede Kleinigkeit mit großem leuchten in den Augen.
Zu erwähnen wäre auch noch, dass diese Menschen im Laufe der Zeit hin und wieder auch anfällig sind, der Sucht zu verfallen.
der Bilderbuch Nerd
Der "Bilderbuch Nerd" ist jemand, der grindet. Er gindet und grindet und grindet. Dann geht er einmal pro Monat underrolled ins Casino, setzt sich an Tisch und wartet Stundenlang immer wieder auf den BB. Womit er sich total überlegen fühlt. Diese gefühlte Überlegenheit wird dann bestätigt indem er nach 347 Stunden endlich AA hält und gegen Hakan, der pre blind mit any 2 reinstellt, den pot geshippt hat. Was ne Ownage...
Bis zum nächsten Casinobesuch wird in den Semesterferien weiter auf NL10 ge200tablet.
Besondere Merkmale: das Bestellen von Wasser,nie Trinkgeld geben und die fresse nicht aufbekommen aufgrund unsicherer und schüchterner Persönlichkeit.
Der Schizo
"der Schizo" ist ein besonderes Exemplar. Er ist derjenige, der die offensten Gefühlsschwankungen hat. In fast allen Fällen handelt es sich hier übrigens um nen volldonk. Man sollte sich aber in Acht nehmen. Online nicht wirkich; es sei denn man nimmt sich chatflames zu Herzen. Live jedoch! Er ist meistens derjenige der gute Laune am table verbreitet. Sollte er aber dann plötzlich schlecht runnen kann sich das schnellst möglich ändern. Aufgrund seiner psychischen Instabilität in Verbindungen mit seinem niedrigen Einkommen(in der Gruppe sind fast alle Unterschichtler), kann die Sache schnell eskalieren. Das ist aber insofern man nicht selber involviert ist, zumindest auch gute Unterhaltung und ne schöne Abwechslung vom folden. "Der Schizo" wird, sobald er zuviel verloren hat schnell persönlich und geht unter die Gürtellinie und schreckt auch vor weiteren Provokationen nicht zurück. Hat man selbst kein dickes Fell, oder wird man schnell gereizt, sollte man da vorher schalten und vielleicht an die Bar gehen, sich ne Auszeit nehmen und das ganze von weiterer Ferne begutachten.
Für Online-Spieler ist das ganze, wie gesagt nicht das große Problem. Da ist es dann nur für mögliche Mitbewohner des "Schizos" für Relevanz.
der Poker-Hipster
Der vielleicht nervigste Spielertyp! Hauptmerkmale sind, dass sie jünger sind als 30, oft Kapuzenpullis und/oder riesige Kopfhörer aufhaben, und einigermaßen gebildet sind.. Sie kennen natürlich auch jeglichen Poker-Ausdrücke. Seien diese noch so nerdig, werden sie bei Gesprächen mit allen anderen Spielertypen trotzdem angewandt. Online spielen sie mit mehreren Monitoren. Ihre sicken skills, die sie zuvor über monatelanges analysieren von coaching Videos aufgeschnappt haben und auswendig gelernt haben, zeigen sie aber nur durch ab und an gute folds. Live spielen sie nur selten allein. Meistens sitzen sie mit anderen Poker-Hipstern am Table oder werden gerailt von ihnen. Chiptricks muss ich natürlich erst gar nicht erwähnen. Genauso wie das I-phone, dass am Tisch liegen muss. Der Unterschied zum "lal-pro", den ich etwas sympathischer finde, wäre das die "Poker-Hipster" per-se keine Donks sind. Sie sind Teil des riesigen langweiligen ekelhaften Einheitsbrei, der sich in Poker in den letzten Jahren entwickelt hat.
der Pokerpro
"Der Pokerpro" ist Live oft(nicht immer) vergleichsweise angenehm, weil er einem nicht so viel Anreiz gibt sich aufzuregen. Es gibt halt natürlich gewisse Ähnlichkeiten mit dem "schlichten Profit-Spieler". Nur das halt der "pokerpro" viel mehr von seinem Leben in das Poker spielen investiert. Da wird er wohl nur vom "Spielsüchtigen" geschlagen. Er ist zwar langweilig, aber man erspart sich das facepalmen, wenn er von Gambler Ali ausgesuckt wird, weil er sich da eben nicht peinlich aufregt.
Allerdings gibt es auch oft "pokerpros" die ihre Vergangenheit im "Poker-Hipster" Dasein haben. Dann könnte es schon auch nervig werden. Vor allem, wenn man selbst grad übelst scheiße runnt und er noch gerailt wird von seinen Hipser-Freunden.
Nervig ist nur die Langweiligkeit dieses Typs. Jetzt nicht direkt beim live pokern, aber generell in seinem Spielverhalten.
Klar, man müsste da jetzt auch noch viel mehr differenzieren. "Tourney Pro's" sollte man zum Beispiel noch erwähnen. Hauptsächlich deswegen, weil sie scheiße sind...
der Asi
der Asi weiß im prinzip nicht viel von poker und ist öfter in kneipen- und homegames zu finden. Dennoch taucht er natürlich hin und wieder im Casino auf. Der Asi hat genau ein Hauptziel! Und zwar, im größten möglichen Außmas seine Asihaftigkeit zu verbreiten. Natürlich im betrunkenen oder angetrunkenen Zustand. Die zielführendste Methode des Assis, ist die, sich auf nen Tisch zu setzen und dann ausführlich über verschiedene Sexulpraktiken zu sprechen. Sollte er darauf keine Lust haben, dann ist natürlich die Provokation von irgend nem anderen Typen am Table eine weitere Möglichkeit. Gefährlich wird es nur dann, wenn zufällig gerade der Schizo am Table sitzt
Ansonsten erkennt man den Asi daran, dass er zwischen 20 und 40 ist, hochprozentigen Alkohol trinkt und sich die Karten so biegt dass nach einer stunde nicht mehr zu gebrauchen sind.
der Gambler
Hier handelt es sich um Ali und seinen Freunden. Meistens im Rudel auftretend, sind sie da um auszusucken und das dann abzufeiern. Merkmal ist neben der dunklen Haut, die generelle Affinität mit dem Glücksspiels. Ob Automaten, Hundewetten, BJ, Poker...sie sind überall am Start. Nicht zu vergessen, die "High Fives" und Schreierei nach großem gewonnen Pot.
Für einem selber, kann es sehr schnell schwanken, von unterhaltsam bis unerträglich nervend. Kommt natürlich auf jeweiligen Typ drauf an. Gut an diesem Typen ist dass man sicher sein kann dass er alles verlieren wird beim ersten anflug von tilt.
der tiltmonkey-Typ
Der "Tiltmonkey-Typ" ist ein recht spezieller Spieler. Man sollte sich vom Namen nicht täuschen lassen. Der Tilt und seine Aggrohaftigkeit zeichnet ihm natürlich unter anderem aus, aber er hat nicht die sicksten Tilts aller Spieler-Typen. Allerdings hat er diejenigen die sich am regelmäßigsten wiederholen. Man kann quasi die Uhr danach stellen, bevor er sich wieder über Wochen oder vielleicht sogar Monate langem Zeitraum aufregt und beschwert; Sprich auf 180 ist....
Wo wir gleich beim Punkt wären. Die Faszination vom "tiltmonkey" ist nämlich die, das sich seine tilts nur in seinem Hirn bzw. bei ihm zu Hause und seinen kaputten Möbeln ausdrücken. Jedoch nicht durch verlorenes Geld. Zumindest verliert er dadurch nicht mehr, als er auch schon ansonsten verloren hätte. Das ist aber nicht das einzige was diesen Spielertyp so speziell macht. Da wäre nämlich noch der Fakt, das so ein tiltbesessener Spieler, dennoch sehr erfolgreich pokert; Zumindest in der Regel. Die Vermutung stellt sich somit nahe, dass er diesen Tilt und den damit verbundenen psychischen Schmerz braucht um sich weiter zu motivieren. Er ist halt ein wenig masochistisch veranlagt.
Wie man bereits erahnen kann, spielt dieser Spielertyp hauptsächlich Online. Zu hause kann man ja auch viel schöner tilten, als in der Gesellschaft, wo man sich ein bisschen zusammen reißen muss. Und vor allem, wo es nicht jedem interessiert, wie unlucky und wie rigged alles ist.
die Frau
Frauen die pokern sind eigentlich immer süß.