Original von Thurisaz
Original von vokalmatador
Im Buddhismus erleuchtet zu sein bedeutet doch, die Welt ohne alle Schranken wahrzunehmen, so wie sie ist, ohne einer Selektierung durch das Gehirn. Alle Informationen werden bewusst und gleich bewertet. Es gibt also keine Informationen mehr, die unser Gehirn ausblendet weil es diese für nicht wichtig genug erachtet. Wenn ich mich recht erinnere.
Den Zustand soll man mit Mediation erreichen können.
Die sollen einfach ein paar Pappen einschmeißen, damit erreichen sie den Zustand schneller.
Thurisaz
Ich muß zugeben, habe gschmunzelt, obwohl ich mir sicher bin, dass das nur von einem kommen kann, der noch nie meditiert hat oder für sich nicht zufriedenstellende Ergebnisse damit erfahren hat.
Aber ich finde den Ansatz ganz gut, denn er hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Nachdem ich mal nach LSD gegooglet habe, bin ich bei Wikipedia über foldendes Zitat gestossen:
Spirituell
LSD wird als Entheogen betrachtet, weil es intensive spirituelle Erfahrungen hervorrufen kann, währenddessen Konsumenten das Gefühl haben, mit einer größeren spirituellen oder kosmischen Ordnung in Kontakt zu treten. Einige Konsumenten berichten von Einsichten in die Funktionsweise des Gehirns, und einige erfahren langanhaltende Veränderungen ihrer Lebensperspektiven.[19] Einige Konsumenten betrachten LSD als „religiöses Sakrament“, oder als ein „mächtiges Werkzeug um mit dem Göttlichen in Kontakt zu treten“. Stanislav Grof schreibt, dass die während LSD-Erlebnissen beschriebenen mystischen und religiösen Erfahrungen sich nicht zu unterscheiden scheinen von ähnlichen Beschreibungen in heiligen Schriften der Weltreligionen und Texten antiker Zivilisationen.[20]
Der Zustand scheint also wirklich der gleiche (behaupten wir jetzt einfach mal) zu sein.
Ich persönlich habe beides schon gemacht: "bewußtseinserweiternde" Drogen genommen (LSD war nicht dabei, daher kann ich es nicht beurteilen) und auch sehr positive Erfahrungen mit Meditation gemacht.
Warum rümpfen wir aber die Nase oder lachen darüber, wenn jemand sagt, dass er durch Halluzinogene die "Erleuchtung" erfahren hat, finden es aber bewundernswert (ich zumindest), wenn jemand dieses Ziel durch jahrelange Medition erreicht?
Kann es sein, dass Meditation nur körpereigene Halluzinogene entwickelt und sogenannte "Erleuchtete" im Buddhismus eigentlich nichts anderes sind als unter Halluzinationen leidende "psychisch Kranke"?
Fällt mir irgendwie schwer zu glauben.
Irgendwelche Meinungen dazu?