Mutter Teresa war für mich immer ein Sinnbild für Liebe, Aufopferung und Hilfsbereitschaft.
Und jetzt habe ich das hier gelesen und mir ist echt die Kinnlade runtergeklappt.
Auszug aus "mutter theresa info":
Am 19. Oktober 2003 fand in Rom die offizielle Seligsprechung von Mutter Teresa statt. Derzeit wird bereits mit Eile die Heiligsprechung vorbereitet. Schon zu Lebzeiten umgab die kleine Ordensgründerin ein Mythos, der die höchst unerfreuliche Wirklichkeit öffentlichkeitswirksam kaschierte. mutter teresa info dokumentiert die gerne verdrängten Schattenseiten der Ordensgründerin: So hielt die Freundin von Diktator „Baby Doc“ Duvalier die Demokratie für „Teufelswerk“, zweifellos in der Annahme, dass das „Gute stets von oben kommt“.
Die millionenfach eingesammelten Spendengelder setzte sie nicht dazu ein, um die Not vor Ort (beispielsweise in Kalkutta) zu lindern, sondern hortete sie auf Konten des Vatikans. Ihr Leben lang verachtete sie das Diesseits so sehr, dass sie ihren Kranken in Kalkutta keine schmerzlindernden Tabletten geben ließ, da die Kranken in ihrem Leid und ihrem Schmerz dem Herrn Jesu Christi so viel näher seien. Statt irdischer Hilfe bekehrte sie Tausende von Menschen, die Zuflucht bei ihr suchten, zum Christentum (zweifellos in dem Glauben, sie dadurch vor dem Höllenfeuer zu retten).
Lebensrettende oder -verlängernde Maßnahmen waren in ihrem Sterbehospiz jedoch unerwünscht, da Teresa nach erfolgter Bekehrung das Bett frei haben wollte, um weitere Seelen retten zu können. Kein Wunder, dass viele Slumbewohner große Angst hatten, dem „Todesengel von Kalkutta“ jemals zu begegnen…
Für mich bricht jetzt zwar kein Weltbild zusammen, da ich mich von Kirche und Christentum schon lange distanziert habe, aber ich frage mich wirklich: Gibt es überhaupt irgendwelche "Gutmenschen" auf dieser Welt oder ist das alles nur Heuchlerei, da eigene Ziele (wie z.B. der Glaube, dadurch in den Himmel zu kommen oder sein Ego aufzuwerten etc.) immer im Vordergrund stehen?