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2nd Nut Flush am River auf 4-Flush Board

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TyCobb
Beigetreten: 30.03.2006
Elite Grinder

Original von Fasteddie70
Fold Preflop

Ist in Theorie schon kein Call und erst recht vs Tight passiv der zu wenig 3-Bettet

#

MMn nen sehr valider Punkt. Man kann aber auch argumentieren, dass pokern eben nicht nur reines "der solver sagt x" ist. Damit meine ich zB, dass die meisten poker erstmal mutmaßlich zum Spaß spielen und ein knapper spot auch einfach gecalled werden kann um Hände zu spielen. Außerdem kann ein knapper spot auch einen Lerneffekrt habe, indem ich mich oop in einen schwierigen Spot bringe und versuche, das beste daraus zu machen. Hätte hero die Hand gefoldet, hätte er sich nie in den spot gebracht, hätte nicht darüber nachgedacht, hätte die Hand hier nie gepostet und mutmaßlich niemals erfahren, dass die Hand eigentlich nen fold ist.

Für mich wäre das übrigens auch eher nen no brainer call pre gewesen, von daher danke für den Input.

Tldr: Knappe spot kann man uU einfach auch mitnehmen um daraus zu lernen.


Antwort
Zitat
ThiloHarich
Beigetreten: 09.01.2008
PokerStrategist

Wenn man das Raise callt, sollte einen Plan für das Spiel nach dem Call zu haben.
Wir callen mit Suited Connectors, weil wir auf den Flush oder die Straight hoffen, eben um damit den großen Pot zu gewinnen, wenn der Flush/Straight kommt, oder durch eine Semibluff / C-Bet.

Am Flop würde ich also (nach der obigen Logik) den Draw schon anspielen, gerade gegen einen passiven Gegner, eben weil der passive Gegner vielleicht schon direkt folded.

Es kommen noch 2 Karten 9 Outs. 4*9 = 36 % unseren Flush zu treffen. Mit etwas unter 50% können wir ja schon profitabel alli gehen. die restlichen 14% holen wir in dem Fall wenn der Gegner foldet.
Nach dem Check ist aber nach dem Raise ein ReRaise sogar profitabler als ein Call.

Am Turn kommt der Flush -> ab hier können wir (in den allermeisten Fällen) Geld verdienen, und das müssen wir bestmöglich tun. -> bet, etwa halber pot.
Das sieht natürlich aus und wir verdoppeln bei einem Call den pot.

Am River verbessert sich die Karte weiter, weil der Nut Flush weg fällt. Ja natürlich betten wir auch hier, Nur durch die Bet wird der call Preflop überhaupt spielbar.
Frage ist eher wieviel. Würde er mehr als halben Pot bezahlen?


Antwort
Zitat
IbeatGTO
Beigetreten: 09.08.2024
PokerStrategist

Original von ThiloHarich
Wenn man das Raise callt, sollte einen Plan für das Spiel nach dem Call zu haben.
Wir callen mit Suited Connectors, weil wir auf den Flush oder die Straight hoffen, eben um damit den großen Pot zu gewinnen, wenn der Flush/Straight kommt, oder durch eine Semibluff / C-Bet.

Am Flop würde ich also (nach der obigen Logik) den Draw schon anspielen, gerade gegen einen passiven Gegner, eben weil der passive Gegner vielleicht schon direkt folded.

Es kommen noch 2 Karten 9 Outs. 4*9 = 36 % unseren Flush zu treffen. Mit etwas unter 50% können wir ja schon profitabel alli gehen. die restlichen 14% holen wir in dem Fall wenn der Gegner foldet.
Nach dem Check ist aber nach dem Raise ein ReRaise sogar profitabler als ein Call.

Am Turn kommt der Flush -> ab hier können wir (in den allermeisten Fällen) Geld verdienen, und das müssen wir bestmöglich tun. -> bet, etwa halber pot.
Das sieht natürlich aus und wir verdoppeln bei einem Call den pot.

Am River verbessert sich die Karte weiter, weil der Nut Flush weg fällt. Ja natürlich betten wir auch hier, Nur durch die Bet wird der call Preflop überhaupt spielbar.
Frage ist eher wieviel. Würde er mehr als halben Pot bezahlen?

Die Logik ist genau falsch!

Passiv heißt, dass er underblufft und eher nicht anspielt, wenn er nichts hat. Aus genau diesem Grund checken wir, weil er uns mitteilen wird, ob er etwas hat oder eben nicht. Checkt er am Flop behind, dann können wir am Turn anfangen zu bluffen, was gerade in diesem Spot sehr gut ist, weil wir noch viel Equity haben. Spielt er an, dann können wir je nach Betsize entscheiden, ob ein Call sinnvoll ist.


Antwort
Zitat
ThiloHarich
Beigetreten: 09.01.2008
PokerStrategist

Ja - Tommelwirbel - da gebe ich dir Recht.

Hier bei einem tigthen passiven Spieler bekommen wir mit einen call mehr Informationen zu seinem Blatt als mit einer Bet.
Das habe ich versucht zu sagen mit "nach obiger Logik", die sich auf unsere Karten also den Flush konzentriert, und damit die eine Bet erklärt.

Mir ging es darum zu sagen. Wenn Call/Invest Preflop, dann muss man später das investierte Geld auch wieder realisieren, das geht nur über eine Bet.
Aus den Gründen die du nanntest, macht der Check am Flop Sinn. Aber irgendwann müssen wir das Geld schon holen.

Spätestens am River.

Am Turn müsste einen tight passiver Spieler eigentlich weiter betten. Von daher kann man auch da checken. In der Annahme dass er bettet.
Auch am Turn würde ich betten. Durch den Check haben wi ja die Info, dass er vermutlich etwas getroffen hat, und bereit ist weiter zu bezahlen.


Antwort
Zitat
Fasteddie70
Beigetreten: 07.09.2005
Oldschool Grinder

Ich glaube das letzte was Bigdog im Moment braucht ist es marginale Spots zu spielen um daraus zu lernen.
Wenn es eh schon bescheiden läuft will man sein Spiel so simpel wie möglich und so +EV wie möglich halten .

Außerdem erfordert der Call Preflop extreme Spielweise Postflop mit einer riesigen XR Range um den Spot +EV für die gesamte Range zu gestalten die dann auch weit called.

Ich habe OOP in 3BP als Caller auch extreme Probleme weil der Spot so schwierig zu spielen ist.

Von daher simplifiziere ich mit wenigen Calls und mehrFolds oder 4-Betfolds


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Zitat
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