Original von TimboXX83
Die Leute spielen nunmal nicht perfekt wie man es von Ihnen erwartet und raisen hier Asse schon mal, vor allem bei so ner weaken Bet. Ich schrieb Draws am Turn und dort kommt eine Karte an, die sowohl Straightdraws (9T, 56) also auch Flushdraws möglich macht. Es ist doch allgemein bekannt, dass die Leute eher schechte calls machen, von wegen:"Vielleicht blufft er ja doch und ich call mit A9" oder "treffe ich vielleicht doch meinen Flush am River", als auf Ace-high boards großartig nach nem Flopbluff weiter den Turn oder sogar den River bluffen.
Wenn ich gegen Aggro spiele finde ich deine Line gut, aber so agressiv sieht Villain auf die ersten Hände nicht aus.
Du kannst doch nicht wirklich dazu raten mit Aces und Set am Flop runterzuchecken...
wer spricht den von runterchecken am flop? ich sagte lediglich das wir den flopraise callen sollten und den turn wie den river c/raisen sollten (am turn geht c/c auch am river mit den nuts logischerweise nicht). unser gegner wirkt ziemlich normal, was ist seine raisingrange am flop? wird er wirklich A9 raisen? man kann es natürlich nicht ausschließen, aber welchen sinn sollte es in seinen augen machen? viel wahrscheinlicher ist eine sehr starke hand oder eine sehr schwache, eine sehr starke wird er raisen um schwächere hände zum call zu bewegen. eine sehr schwache hand ohne sichtbare outs wie z.b. KQ wird er wohl auch raisen oder folden aber selten callen.
das board ist sehr dry, daß ist eigentlich auch für schwache/durchschnittliche spieler häufig eine wa/wb-situation mit den mittelstarken händen, 88 oder A2 callen sie und raisen es nicht. zu beachten ist auch hier die statistik vom gegner, der wirkt ziemlich solide warum sollte er frewillig A4 hier raisen, wenn er doch angst haben sollte nur in bessere hände zu laufen durch einen raise.
der turn bringt die möglichkeit eines FDs wie auch eines Str8draws, die tatsächlich ihm alle geholfen haben könnten, nur bleibt folgendes zu beachten: warum sollte er den draw nicht 2nd barreln? und zum anderen, was noch viel wichtiger ist, wie oft haben bluffs vom flop wirklich was aufgegabelt und sind bereit eine bet von uns zu callen für den preis, das wir alle seine bluffs durch eine donk verscheuchen? die paar FDs oder str8draws sind in gesamtsumme seiner bluffhände ein sehr geringer anteil. überleg dir was mit z.b T8 98 JT QJ KQ KJ KT 33 44 34 passiert, auf ne donk von uns, er wird er sie alle folden und nur weniger ein viertel davon hat nen flushdraw (er hat viel häufiger offsuit als suited). dazu kommt wenn er ein schwaches pair am turn gemacht hat mit z.b. T8 wird er ne bet von uns nicht callen aber wenn wir checken geben wir ihm die chance twopair/trips am river zu machen und es selbst zu betten. alles bessere wie twopair oder sehr starkes toppairs sollte er selbst betten oder spätestens am river, wo wir durch den c/r genauso viel gewinn machen wir durch ne bet von uns, das sollte erstmal zeigen warum nen check am turn besser ist als ne bet.
der river ist noch deutlich einfacher zu behandeln, die karte ist ne absolute blank, welche hand callt ne bet von uns die nicht selbst bettet? middlepair offensichtlich nicht, was ist mit händen wie A8-AJ? zum ersten sind sie sehr unwahrscheinlich, wie ich in der flopbetrachtung schon zweimal erklärt habe, zum zweiten wird er sie häufig klein am turn oder river valuebetten gegen was auch immer (gegen schlechtere Asse vllt oder KK-99 weil viele erwarten würden das du AQ+ am river selbst vbettest, was ich hier probiere zu zeigen nicht optimal wäre), durch den c/r bekommst du maxvalue von den händen, die leute fühlen sich da häufig geblufft. gegen alle busted draws, die es ja deiner meinung viele am turn gab, ist es logischerweise wieder besser ein c/r zu probieren, da sie unsere bet nie callen werden oder bluffraisen aber wenigstens ab und zu am river bluffbetten.