Lies dir meinen Post nochmal durch.
1. Du nimmst an, dass sein Call 22 und KQ bedeutet
2. Dieses Wissen hast du aber schon BEVOR du am Flop raist. D.h. wenn du raist und gecalled wirst, dann bestätigst du nur etwas, was du schon vorher wusstest.
=> d.h. du raist am Flop und weisst das du nach einem Call geschlagen bist. Dies ist rein spieltheoretisch mit AA aber Unsinn, wenn du raist und weisst das du ausser bei einem Fold geschlagen bist und wenn der Gegner folded, dann hättest du für den Raise nicht AA gebraucht, sondern hättest auch mit verdeckten Karten spielen können ohne sie vorher anzuschauen.
Ob dein Gegner jetzt nach deinem Raise nur mit 22 oder KQ weiterspielt? Keine Ahnung, aber wenn ich mir alleine das Board angucke, dann kann ich noch einen möglichen Flushdraw entdecken, einen offensichtlichen Straightdraw und vielelicht auch so Sachen wie AK, KJ oder KT oder vielleicht sogar eine Q.
Normalerweise will ich mit einer Hand wie AA ohne sehr spezielle Informationen nicht um 100BB am Flop spielen (ein Raise würde aber nur Sinn machen, wenn du dazu bereit wärst - ich hoffe das ist logisch); denn wenn das Geld am Flop reingeht, dann gehe ich erstmal davon aus, dass wir gegen einen starken Draw spielen oder gegen eine Range aus Made Hands, die uns potentiell dominiert hat.
=> dies führt dazu, dass in meinen Augen ein Call am Flop wesentlich besser ist als ein Raise.
Wenn du jetzt ein Spieler bist, der hier seine Straightdraws und Flushdraws am Flop oft semibluffed und dein Gegner darüber bescheid weiss, dann ist es natürlich besser mit AA hier auch am Flop zu raisen. Da ich aber nicht davon ausgehe, dass dein Gegner davon ausgeht, dass du hier deine Draws immer semibluffst -> halte ich einen Call für besser.