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AQs - Herocalldown with Ahigh

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MrRobot
Beigetreten: 19.06.2022
Poker Player

PokerStars - $0.02 NL - Holdem - 8 players
Hand converted by PokerTracker 4

MP+1: $2.93
CO: $0.83
BTN: $2.03
Hero (SB): $2.33
BB: $1.82
UTG: $1.94
UTG+1: $1.25
MP: $2.85

Hero posts SB $0.01, BB posts BB $0.02

Pre Flop: (pot: $0.03) Hero has A♥ Q♥

fold, fold, fold, MP+1 raises to $0.07, CO calls $0.07, fold, Hero raises to $0.34, fold, MP+1 calls $0.27, fold

Flop: ($0.77, 2 players) 7♠ 5♥ T♦
Hero checks, MP+1 bets $0.74, Hero calls $0.74

Turn: ($2.25, 2 players) 6♣
Hero checks, MP+1 bets $1.08, Hero raises to $1.25 and is all-in, MP+1 calls $0.17

River: ($4.75, 2 players) 2♦

MP+1 cashed out $4.22 for a fee of $0.04

Spoiler

Hero shows A♥ Q♥ (High Card, Ace)
(Pre 29%, Flop 18%, Turn 7%)
MP+1 shows A♣ K♣ (High Card, Ace)
(Pre 71%, Flop 82%, Turn 93%)
Rake paid $0.17

Wahrscheinlich werde ich gleich durchbeleidigt, ... anyway.

Villain ist die typische loose canon mit 48/26 auf 300h und 8 (1/12) fold 2 3bet. Mit einer Cbet am Flop bekomme ich wahrscheinlich nichts besseres zum folden, dafür glaube ich aber, dass Villain viel stabben wird, weil er hier mit einer weiten Range und viel Air unterwegs ist. Seine große Floatbet sagt mir, dass er entweder sehr stark ist oder mich zum folden bringen will. Ich vermute seine Range ist hier zu bluffheavy, also entscheide ich mich für den X/Calldown. Frage: wie würde man hier den EV des Calldowns berechnen? Mein Ansatz: So tun als wenn Villain am Flop direkt shoven würde und dann meine Equity am Turn benutzen. Wenn er also am Flop geshovt hätte, dann bräuchte ich grob 42% Equity für den Call. Als Range gebe ich ihm JJ-TT,77,55,ATs-A8s,KTs+,QTs+,JTs,98s,ATo,KTo+,QTo+,JTo gegen welche ich 43% Equity am Turn habe. Ergibt das Sinn? Obv ownt er natürlich meine Seele mit seiner Hand + Line :f_frown: Ist der Calldown trotzdem gerechtfertigt?


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9 Antworten
p00s88
Beigetreten: 08.09.2007
Oldschool Grinder

Bitte in Zukunft Handbewertung ohne Ergebnis posten, danke.


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Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006
Elite Grinder

Da das Board am Flop deiner Range nicht so super hilft und eher der des Gegners, würde man auf diesem Board ausser Position ziemlich häufig nur checken. Das heisst, auch starke Hände wie AA, KK nur check. Wenn der Gegner dann nahe potsize bettet, dann kann man alles schwache bequem entsorgen, denn du hast ja auch etliche starke Hände im Gepäck, die du weiterspielen kannst. Gerade bei diesem Gegnerprofil kannst du erst recht viel checken, da er erstens nichts brauchbares folden wird (Bluffs bringen nichts) und er zweitens viel selbst bettet, so dass dir mit deinen guten Händen kein Value entgeht.

Gegen potsize würde ich das am Flop wegwerfen, trotz zweier backdoor Draws mit Overcards. Bei der Size geht es absehbar um den Stack (nur noch gut halbe potsize übrig für den Turn) und da willst du etwas mehr haben als nur high Card. Deine implied Odds sind auch nicht toll, da schon viel Geld im Pot ist und nicht mehr viel für Turn und River übrig ist.

Für die Berechnung des Calldowns wertest du deine Equity am Flop. Du kannst ja noch etwas treffen. Da du ihn KQ und QJ bluffen lässt, kannst du ihn auch alle Pockets betten lassen. Deine Equity am Flop wäre dann ca. 39%.

Für den Calldown rechnest du
EV = EQ * (2*1,99 + 0,77) - 1,99 > 0
-> EQ > 1,99 / (2*1,99 + 0,77) = 41,9%

Es würde also nicht ganz reichen, wenn er zu 100% bettet. (gegen Range JJ-55, ATs-A8s, KTs+, QTs+, JTs, 98s, ATo, KTo+, QTo+, JTo)


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Zitat
LMcrow
Beigetreten: 15.08.2006
Elite Grinder

Board hittet ihn einfach zu oft gerade wenn er weit callt imo, am flop haben wir noch ganz gute backdoor equity da ist der call close(würde gegen pot aber wahrscheinlich auch folden), turn ist dann einfach giveup as played.

Hast dich mMn zu sehr gegen diesen spielertyp reingesteigert.


Antwort
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leo7689
Beigetreten: 13.11.2007
Oldschool Grinder

Schaut mir ein bisschen nach "Wunsch-Fantasie-Range" aus :f_ugly:

Woher weißt du, dass Villain auf diesen Squeeze genau diese Hände callt - und laut deiner Analyse nämlich alle ... die er dann auch alle am Flop pottet und am Turn (mehr oder weniger) shoved.
Woraus schließt du, dass er so eine Range hat? Was ist, wenn er auf die 3b die ganzen Offsuit Hände bis auf Premiums muckt und dafür mehr suited Connectors ala 56s - T9s (oder auch suited 1 Gappers) und Pairs callt. Wenn du Villain nämlich so eine Range gibst, siehts wesentlich schlechter für dich aus.

Frage: Denkst du, du hast eine Edge gg diesen Villain? Wenn ja: Eine megagroße, weil er ein arger Fisch ist, ein große weil er Fisch ist oder eher eine kleine?


Antwort
Zitat
MrRobot Themenstarter
MrRobot
Beigetreten: 19.06.2022
Poker Player

Danke fürs Feedback. Die Hand war vermutlich overplayed - meine angenommene Range ist ja auch relativ optimistisch und kann natürlich auch ganz anders aussehen. Ich habe trotzdem nochmal mit GTO+ verschiedene Szenarien durchgespielt und der Solver scheint gegen einen zu weit floatenen Villain X/Shove only zu bevorzugen und das selbst, wenn ich die Toprange TT+, ATs in die Bettingrange packe und die Floatbluffs graduell reduziere. Die Flopequity und direkte Foldequity ist also wahrscheinlich mehr wert als ein potentieller X/Calldown-Bluffcatch.


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MrRobot Themenstarter
MrRobot
Beigetreten: 19.06.2022
Poker Player

@leo: Klar, kann die Range falsch angenommen sein, aber irgendwelche Annahmen musst du nun mal treffen, sonst kannst du keinen EV berechnen. Jetzt könnte man sagen, dass man ausschließlich GTO spielt, aber ich möchte diesen Spieler ja maximal exploiten und jeden noch so kleinen +EV Spot mitnehmen. Keine Ahnung wie groß meine Edge auf diesen Spieler ist, vermutlich relativ groß. Ich glaube tatsächlich auch nicht, dass mein Play hier deutlich -EV sein wird.


Antwort
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leo7689
Beigetreten: 13.11.2007
Oldschool Grinder

Original von MrRobot
@leo: Klar, kann die Range falsch angenommen sein, aber irgendwelche Annahmen musst du nun mal treffen, sonst kannst du keinen EV berechnen. Jetzt könnte man sagen, dass man ausschließlich GTO spielt, aber ich möchte diesen Spieler ja maximal exploiten und jeden noch so kleinen +EV Spot mitnehmen. Keine Ahnung wie groß meine Edge auf diesen Spieler ist, vermutlich relativ groß. Ich glaube tatsächlich auch nicht, dass mein Play hier deutlich -EV sein wird.

Bzgl Range: Dein Vorgehen ist imo nicht optimal. Du solltest hier viel genauer arbeiten und die Hände gewichten.
Ich mache das immer so: Nehm ich an, eine Hand ist fast sicher in der Range nehm ich sie zu 95% rein (du kannst hier auch 100% nehmen, macht keinen großen Unterschied). Ist sie wahrscheinlich drinnen gewichte ich sie mit 70%. Ist sie vielleicht drinnen gewicht ich sie mit 50%. Ist sie unwahrscheinlich drinnen, aber doch möglich dann 30% Gewichtung und ist sie nicht oder nur sehr sehr unwahrscheinlich drinnen, dann gewichte sie zu 5% (oder eben 0% - macht nicht viel aus). So erhälst du imo viel genauere Ergebnisse.

Bzgl. Edge: Ich habe meine Frage hier nicht ohne Grund gestellt. Wenn du denkst, deine Edge ist sehr groß, dann solltest du marginale Spots (wie diesen) einfach sein lassen. Du machst in allen anderen Händen mehr Profit als in dieser Hand gegen diesen Gegner - wieso also so ein marginales Play gg einen so weaken Spieler eingehen. Zudem hälst du die Varianz kleiner, was normalerweise im Sinne eines guten Regs sein sollte.

Dass dein Play hier deutlich -EV ist glaub ich auch nicht, aber es ist eben ein marginaler Spot.


Antwort
Zitat
MrRobot Themenstarter
MrRobot
Beigetreten: 19.06.2022
Poker Player
Spoiler

Original von leo7689
Bzgl Range: Dein Vorgehen ist imo nicht optimal. Du solltest hier viel genauer arbeiten und die Hände gewichten.
Ich mache das immer so: Nehm ich an, eine Hand ist fast sicher in der Range nehm ich sie zu 95% rein (du kannst hier auch 100% nehmen, macht keinen großen Unterschied). Ist sie wahrscheinlich drinnen gewichte ich sie mit 70%. Ist sie vielleicht drinnen gewicht ich sie mit 50%. Ist sie unwahrscheinlich drinnen, aber doch möglich dann 30% Gewichtung und ist sie nicht oder nur sehr sehr unwahrscheinlich drinnen, dann gewichte sie zu 5% (oder eben 0% - macht nicht viel aus). So erhälst du imo viel genauere Ergebnisse.

Ja, ist ein guter Ansatz - habe ich bei den anschließenden Solverszenarien dann auch so umgesetzt.

Original von leo7689
Bzgl. Edge: Ich habe meine Frage hier nicht ohne Grund gestellt. Wenn du denkst, deine Edge ist sehr groß, dann solltest du marginale Spots (wie diesen) einfach sein lassen. Du machst in allen anderen Händen mehr Profit als in dieser Hand gegen diesen Gegner - wieso also so ein marginales Play gg einen so weaken Spieler eingehen. Zudem hälst du die Varianz kleiner, was normalerweise im Sinne eines guten Regs sein sollte.

Ist halt die Frage, angenommen du weißt, dass ein Play slightly +EV ist, dafür aber high Varaince, würde man es dann nicht machen? In der Hand hier kommt ja noch dazu, dass ich mir nicht absolut sicher bin, ob das Play überhaupt +EV ist - also zusätzlich high Variance über den EV an sich.

Am Rande noch eine grundsätzliche Frage. Wie findet man Sizingtells raus, bzw. gibt es hier einen Default? Bei passiven Fischen würde ich "kleine Bet - schwache Hand, große Bet - starke Hand" ansetzen. Bei aggressiven Fischen/Maniacs eher "kleine Bet - Suckbet mit starker Hand, große Bet - Bluff mit schwacher Hand". Bei der Hand oben ist die Size von Villain ja schon sehr ungewöhnlich.


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Zitat
leo7689
Beigetreten: 13.11.2007
Oldschool Grinder

Original von MrRobot

Spoiler

Original von leo7689
Bzgl Range: Dein Vorgehen ist imo nicht optimal. Du solltest hier viel genauer arbeiten und die Hände gewichten.
Ich mache das immer so: Nehm ich an, eine Hand ist fast sicher in der Range nehm ich sie zu 95% rein (du kannst hier auch 100% nehmen, macht keinen großen Unterschied). Ist sie wahrscheinlich drinnen gewichte ich sie mit 70%. Ist sie vielleicht drinnen gewicht ich sie mit 50%. Ist sie unwahrscheinlich drinnen, aber doch möglich dann 30% Gewichtung und ist sie nicht oder nur sehr sehr unwahrscheinlich drinnen, dann gewichte sie zu 5% (oder eben 0% - macht nicht viel aus). So erhälst du imo viel genauere Ergebnisse.

Ja, ist ein guter Ansatz - habe ich bei den anschließenden Solverszenarien dann auch so umgesetzt.

Original von leo7689
Bzgl. Edge: Ich habe meine Frage hier nicht ohne Grund gestellt. Wenn du denkst, deine Edge ist sehr groß, dann solltest du marginale Spots (wie diesen) einfach sein lassen. Du machst in allen anderen Händen mehr Profit als in dieser Hand gegen diesen Gegner - wieso also so ein marginales Play gg einen so weaken Spieler eingehen. Zudem hälst du die Varianz kleiner, was normalerweise im Sinne eines guten Regs sein sollte.
Ist halt die Frage, angenommen du weißt, dass ein Play slightly +EV ist, dafür aber high Varaince, würde man es dann nicht machen? In der Hand hier kommt ja noch dazu, dass ich mir nicht absolut sicher bin, ob das Play überhaupt +EV ist - also zusätzlich high Variance über den EV an sich.

Wenn du dir absolut sicher bist, dass dein Play slightly +EV ist, dann mach es. Mit marginalen Händen mein ich: Ich bin mir nicht sicher, dass das Play +EV ist ... aber ich denke es ist overall minimal +EV. Das Problem hier ist vor allem: Wenn du Villains Range total falsch einschätzt (was hier sein kann), wird es mega -EV

Am Rande noch eine grundsätzliche Frage. Wie findet man Sizingtells raus, bzw. gibt es hier einen Default? Bei passiven Fischen würde ich "kleine Bet - schwache Hand, große Bet - starke Hand" ansetzen. Bei aggressiven Fischen/Maniacs eher "kleine Bet - Suckbet mit starker Hand, große Bet - Bluff mit schwacher Hand". Bei der Hand oben ist die Size von Villain ja schon sehr ungewöhnlich.

Fische spielen alle dermaßen unterschiedlich, dass es schwer ist generelle Aussagen zu treffen. Ich persönlich habe Notecaddy mit Caddyscatter und spiele nur auf Seiten, wo das Tool erlaubt ist. Da sehe ich auf Knopfdruck, wie er seine Hände bisher gesized hat. Auf Stars ist es verboten bzw. läuft gar nicht :f_frown:


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