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[Geschlossen] KJo ausm BU

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Known players:
[tg]Position_Stack:hands/vp$ip/RaisePreflop/AF/WTS/ORL/BBvsSteal/W$SD;SB$11,05:68/50/3/1,0/44/0/0/47;MP1$9,02:65/22/3/3,0/38/0/-/80;Hero$17,14:///////;[/tg]
0,05/0,1 No-Limit Hold'em (8 handed)
Hand recorder used for this poker hand: Elephant.Base 0.99 by www.pokerstrategy.com.

Preflop: Hero is BU with K♥, J♦
UTG2 folds, MP1 calls $0,10, 3 folds, Hero raises to $0,50, SB calls $0,45, 2 folds.

Flop: ($1,20) A♣, K♠, 9♠ (2 players)
SB checks, Hero bets $0,85, SB calls $0,85.

Turn: ($2,90) 4♥ (2 players)
SB checks, Hero bets $1,38, SB calls $1,38.

River: ($5,66) 2♥ (2 players)
SB checks, Hero checks.

Final Pot: $5,66

Results follow (highlight to see):
Hero shows a pair of kings (Kh Jd)
SB shows (Kd Ts)

Hero wins with a pair of kings (Kh Jd)

Hab zwar nicht viele Hände, aber SB sah mir bisher doch den Stats entsprechend mit einer loosen range aus. Conti am Flop wird von ihm gecalled. Ab hier bin ich nicht mehr ganz sicher. Ich gebe ihm eine weite Range und sehe ihn als sehr callfreudig. Allerdings dachte ich, vielleicht kriege ich ihn doch noch von einem kleinen Ass oder KQ runter (was ich bei ihm auch etwas fraglich finde), bzw. kriege von schlechteren Kings oder Pockets noch Value. Auch ein Flushdraw wäre möglich gewesen, vielleicht auch mit Gutshot. Die Turnbet war vermutlich zu klein? Am River checke ich way ahead / way behind.
Line ok? Oder hätte ich am Turn zur Potcontrol checken sollen? Dann hätte ich bei einer Riverbet aber Kopfschmerzen bekommen. Ein Checkbehind ist für viele ja eine Einladung den River mit Allem zu betten.

Danke im Voraus, Grüße


5 Antworten
Misissippi
Beigetreten: 18.07.2008
PokerStrategist

hm, also ich hätt die Hand wohl komplett anders gespielt.

Pre: wenn ich wie hier nicht first in komme geht KJo bei mir in den Muck...

Flop: Auch wenn hier einige draws liegen würd ich auf dem board über nen check behind nachdenken.

Turn: find ich as played in Ordnung, wenn du ihm in seiner Range häufig mit draws siehst.

river: geht klar (eine bet kommt hier nicht mehr in Frage. Geplatzte draws werden natürlich nicht mehr bezahlen und showdownhände die du schlägst sehe ich hier eigendlich auch nie callen).


dschey
Beigetreten: 22.09.2006
Oldschool Grinder

Hallo ainsophaur,

ich finde dein isoraise gut, bist ja IP und KJo spielt sich auch nicht soo schlecht =P. Auch finde ich die cbet am Flop iO, Villain hat (bei den stats) so eine große callrange, dass ich mich sogar noch vorne sehe mit 2nd pair. Die Karte am Turn ist eine blank, da haette ich auch gebettet. Am River kommt zwar wieder ne blank, aber da checke ich auch behind.

Grueße

dschey


Die Hand finde ich schon am Flop nicht unbedingt optimal gespielt. Du hast Position und eine Hand mit dezentem Showdownvalue, aber offensichtlich kein Monster - du schlägst schliesslich nichtmal Toppair.

Um jetzt hier profitabel betten zu können, sollte der größere Teil der gegnerischen Range der am Flop called gegen KJ hinten liegen und das wird ohne spezielle Reads schon relativ schwierig zu konstruieren, da der Gegner hier Kx, QQ, JJ, viele Flushdraws und viele Gutshots callen muss (und nicht C/Raisen sollte).
Ob die Bet am Flop hier gut ist, lässt sich also so überhaupt nicht beurteilen - ich persönlich bevorzuge hier den Check am Flop, da ich lieber mehr Informationen über die Range meines Gegners und die Turn und Riverkarten haben möchte.

Mit einer Bet baust du am Flop einen Pot auf, aber im Prinzip kannst du nicht erkennen welche Karten jetzt genau welchem Teil der gegnerischen Range weiterhelfen, weil du eben nicht genau abschätzen kannst wie sie grundlegend aussieht. (das ist ein weiterer Punkt noch für den Check - Information am Showdown)


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Was meinst du mit Information am Showdown? Dass ich einen Teil seiner Range sehe und dies für spätere Hände nutzen kann?

Jedenfalls hätte ich mich bei dem Gegner nach bisherigem Tischverlauf doch arg gewundert, wenn mich da ein checkraise erwartet hätte.

Was mir für meine beiden bets letztlich bei diesem speziellen Gegner ein bishen fehlt ist die fold equity. Ich bezweifel mittlerweile, dass ich ihn z.B. von einem kleinen Ass runterbekommen hätte, bzw. man sieht ja, dass das nicht drin gewesen wäre. Also ist die conti plötzlich eine reine value- und protectionbet und dafür ist middlepair zugegeben sehr dünn. Andererseits kam mir seine range so so so weit vor, und die callingrange ebenfalls. Deshalb bin ich eigentlich überzeugt, dass ich von ihm eben auch mit Kx, QQ, JJ (und weiter runter) und vielen Flushdraws und Gutshots gecalled werde. Nur erkenne ich auch nicht ob ich nicht auch von besseren Händen z.B. einfach runtergecalled werde. Auch habe ich keine Ahnung wie dieser spezielle Gegner z.B. AK gespielt hätte. Hätte er mich preflop geraised? Letztlich stimmt der Punkt, dass ich trotz Flopbet auch am Turn weitgehend informationslos bleibe und ins dunkle bette. Irgendwie callingstation halt.
Aber gerade die Turn und Riverkarten möchte ich doch eigentlich gar nicht haben, was soll mir da groß helfen?

Das blöde bei einem checkbehind ist halt immer, dass sehr sehr viele Gegner sich dann zu einer Bet auf der nächsten Street ermutigt fühlen und ich dann mit meinem middlepair wie gesagt mit Kopfschmerzen dastehe.
Wäre das dann oft ein call? Angenommen ich spiele am Flop checkbehind, er betted den Turn -> Hero? :)
Und wenn statt der blank eine Pik kommt und er betted wirds noch ekliger.

Grüße


Ja genau. Du kannst z.b. erkennen wie dieser Gegner dann seine Flushdraws oder Straightdraws spielt und ob und wie dünn er möglicherweise valuebettet.

Du sprichst das Problem hier im Prinzip ja selber an. Du baust mit einer marginalen Hand gegen eine schwache Range einen großen Pot auf. Ich mein klar, wenn ich vorher die Information gehabt hätte, dass der Gegner sich von Midpairs nicht trennen kann, dann ist deine Line auch gar nicht so schlecht.

Ich persönlich spiele mit solchen Händen aber etwas vorsichtiger (auch weil ich nicht so oft cbette auf solchen Boards) und dementsprechend ist mein Ansatz hier Informationen an späteren Streets zu bekommen.

Ich mein siehs doch auch mal so:

Der Gegner wird am Turn checken (dann hast du meistens die beste Hand) oder selber betten (dann investierst du erstmal den Betrag, den du auch in die Cbet gesteckt hättest).

Jetzt ist es so, dass du durch die Cbet die Range des Gegners einschränkst (er wird Air folden und eine Range aus Gutshots, Straightdraws, Flushdraws, Ax, Kx, QQ und JJ weiterspielen); durch einen Check aber komplett offen lässt.
Worin jetzt mehr EV liegt ist schwierig zu sagen und hängt auch ein bisschen damit zusammen wie du anfängst deine Gegner zu exploiten.

Das Problem mit der Cbet ist halt das du am Turn bei jeder koordinierenden Boardkarte, Flushkarte und auch Blank nicht mehr so richtig sagen kannst, ob du da jetzt valuebettest oder bluffbettest. Dann ist oft die Entscheidung den Turn zu checken und dann am River zu callen oder zu folden. Durch den Check am Turn hälst du aber die potentielle Bluffingrange des Gegners etwas weiter und es kommt nur noch eine einzige Karte (der River) auf dem du entscheiden musst.
Z.b. tendiere ich dazu den Turn natürlich zu callen, wenn ich den Flop checke und mir genau anzugucken welche Range der Gegner valuebetten könnte.

Z.b. sind blankende Riverkarten nach drawlastiger Turnorientierung für mich erstmal ein Indikator zu callen. Koordinieren Riverkarten, die vielleicht sogar noch den Flush ankommen lassen eher nicht.
Durch die Information, die ich dann bei einem Calldown gewinne (oder durch 3 Checks des Gegners), kann ich häufig viel über die Denkweisen meines Gegners ableiten und kann aber meine Equity viel einfacher realisieren.


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