Ich denke die wichtigsten Punkte wurden bereits angesprochen, aber ich wiederhol nochmal was für mich hier relevant wäre:
1. Stacksizes - damit sich Calls mit spekulativen lohnen, solltest du entweder relativ deep sein (tendentiell 125BB+) oder eine sehr große Postflopedge auf den Gegner haben.
Edge kann sich hier jetzt unterschiedlich zusammenbauen:
i) du bist schlichtweg 500x besser als dein Gegner und kannst ihn extrem gut lesen
ii) du bist sehr deep und kannst deine Hand relativ straight forward spielen
iii) die Handrange deines Gegners mit der er openraist ist extrem weit und du hast mit KTs dagegen eine signifikante Equityedge.
2. Postflop - Z.b. ist es hier am Flop extrem wichtig, dass du dir VOR deiner Bet Gedanken darüber machst warum du hier überhaupt bettest.
i) welche besseren hände folden -> keine
ii) welche schlechteren Hände callen ODER raisen? -> du bist am Zug, ich kenne deinen Gegner nicht; vor allem unter der Prämisse, dass dein Gegner UTG geraist hat und seine Openraisingrange dementsprechend stark ist
iii) die Wahrscheinlichkeit momentan die beste Hand zu halten?
iv) die Wahrscheinlichkeit bei einem Checkdown die beste Hand zu behalten?
Auf den ersten Blick sieht deine Hand stark aus, aber die ganze Handdynamik hier spricht dafür, dass dein Gegner bei seinem Check einen Plan verfolgt als UTG Raiser und dieser Plan hier bei den Stacksizes tendentiell entweder aus C/F oder C/Shove besteht.
Der Punkt worauf ich hinauswill ist deine Equity gegen die C/Shove Range - dagegen hast du zwar immer noch 9 - 15 Outs, ABER du bist trotzdem ein leichter Underdog und ich halte es hier daher für gar nicht so unsinnvoll bei diesen Stacksizes einfach mal zu checken und dann vielleicht auf späteren Streets selber eine schwächere Handrange repräsentieren zu können und möglicherweise viel lighter ausgezahlt werden -> vielelicht hatte 77 hier am Flop vor C/F zu spielen, aber sieht sich nach einem Check unsererseits am Turn oder River dann doch weider vorne.