Deine Range trifft dieses Board ziemlich gut.
Es ist echt wichtig von diesem Hand vs Range Approach wegzukommen und zum Rangedenken zu kommen.
Klar, deine Hand sieht auf diesem Board nicht so toll aus, aber die Frage, die du dir stellen solltest ist:
Wie ist meine Range?
Wo befinde ich mich in meiner Range?
Deine Range Preflop schätze ich auf QQ+,AKs,AKo
Auf diesem Flop befindest du dich mit KK etwas unterhalb der Mitte deiner Range.
Wenn du auf diesem Flop AA,AKs,AKo bettest und KK und QQ checkst machst du einen Fehler. Deine Checkingrange ist viel zu durchsichtig und jeder thinking player wird dich mit Bluffbets exploiten.
Deine Bettingrange wäre auch zu durchsichtig und es wäre korrekt von deinem Gegner AQ zu folden!!!
Mit der oben aufgeführten "Strategie" machst du es den Gegnern auf lange Sicht zu einfach.
Hier kommen wir also zu dem Schluss, dass wir, sofern wir eine Checkingrange etablieren, wir nicht drumherum kommen starke Hände zu checken. Dadurch ändert sich auch dein Turnplay, weil KK auf einmal weiter unten in deiner Range ist.
Die beste Hand zum Trappen ist offensichtlich AA.
Die nächste Frage: Haben wir auf diesem Board eine Bettingrange?
Klares Ja.
Aus unserer Range Betten wir AK natürlich, aber zu einem geringen Teil sollte man AK auch checken. Ich schätze, dass man 3 AK Combos checkt, 9 AK Combos bettet und alle QQ Combos in einen Bluff turnt.
Das heißt du hast eine Valueranges mit Bluffs, eine Checkingrange aus AA, 3 AK Combos und KK.
Daraus folgt, dass du am Turn relativ bottom of dein Range sein solltest.
Du hast mit KK nur einen. Bluffcatcher also würde ich gerne so viele KK folden, wie ich folden darf.
Der Gegner braucht 32% Foldequity für Autoprofit.
Das ist definitiv ein Board, was du contesten musst. Das A blockt zwar einige Hände aus deiner Value-Checkbackrange, aber es blockt auch die Valuerange deines Gegners also ist es wahrscheinlicher, dass er einen Bluff hält.
Am Turn müssen wir unsere Range ermitteln:
Vor allem ist die Frage ob das ankommende Ass unsere AK Combos blockt, die wir am Flop behindgecheckt haben.
Wenn wir am Flop ein AK checken, dann wäre das erste AK was wir checken wollen A♣:K♣:
Danach kommt A♣:K♥:, weil der Nut-Backdoorflushdraw besser in der Checking-Range aufgehoben ist, mit unserer Bettingline sind wir ja am Turn all-in.
Ein weiterer Vorteil von dem A♣:K♥: ist, dass der K♥: mögliche Herzdraws am Turn für den Gegner blockt. Es ist also unwahrscheinlicher, dass der Gegner Equity am Turn aufspiked.
Das dritte AK welches man checkt ist völlig egal, man könnte jetzt irgendeins nehmen oder zwischen beiden A♣::Kx: zufällig auswählen.
Aber schlussendlich sehen wir, dass das A♠: keine Blockereffekte auf unsere AK Kombinationen hat, da wir Hände mit Backdoorpotenzial am Flop präferiert gecheckt haben.
Wir stehen also am Turn mit 1 Combo AA, 3 Combos AK und 6 Combos KK. Wenn wir nicht mehr als 32% FE zulassen möchten müssen wir logischerweise 68% Defenden. Wenn wir von unseren 10 Combos 7 Defenden, reicht es schon aus die schlechtesten Bluffs des Gegners indifferent zu machen.
Also Defenden wir 50% unserer KK und folden 50%. Mit Reads kannst du mehr KK Defenden, aber wenn du zu viele KK am
Turn Defendest bist du gezwungen mit einigen KK noch den River zu Callen.
Am River braucht der Gegner 29,5% FE mit seiner Bet.
Wir Defenden also 71,5% unserer verbleibenden 7 Combos, macht 5 Combos.
Also Callen wir AA,3 AK Combos und 1 KK Combo.
Da du 3 KK Combos am River hast musst du KK zu 1/3 Callen um auf die benötigte Defendingfrequenz zu kommen.
Fazit: River kann man callen, muss man aber nicht.