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NL10: SH 5bet Bluff Berechnung

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zoty79
Beigetreten: 01.04.2010
PokerStrategist

Grabbed by Holdem Manager
NL Holdem $0.10(BB) Replayer
Hero ($16.89)
BB ($5.45)
UTG ($10.45)
UTG+1 ($5.25)
CO ($7.61)
BTN ($11.92)

Dealt to Hero 4♥ A♥

fold, fold, CO raises to $0.25, fold, Hero raises to $0.85, fold, CO raises to $1.80, fold

CO wins $1.80

Hallo,

ich hätte mal folgende Frage. Wie berechnet man, ob in dem Spot ein 5bet Bluffship profitabel ist?

Villains´4bet Range am BTN beträgt 9,3% (24).

Ich gebe ihm mal folgende Range:

       Equity     Win     Tie
UTG    58.13%  56.60%   1.54% { JJ+, A9s+, KTs+, QJs, AJo+, KJo+ }
UTG+1  41.87%  40.33%   1.54% { Ah4h }

Jetzt weiss ich nur nicht genau, wie die Rechnung funktioniert!? Er hat auf jeden Fall 103 Kombos. Davon foldet er 67. Wenn ich gecallt werde gebe ich ihm folgende Range:

       Equity     Win     Tie
UTG    69.67%  68.53%   1.15% { JJ+, AQs+, AKo }
UTG+1  30.33%  29.18%   1.15% { Ah4h }

Dagegen habe ich 30,33% Equity. Wenn ich richtig gerechnet habe, dann foldet er in 65% der Fälle.

Ich gewinne also in 65% den 2,75$ Pot und wenn ich gecallt werde stehen mir 30,33% des Gesamtpots von 14,37% zu. Und weiter weiss ich jetzt nicht. ?(

Grüße
Zoty


Antwort
Zitat
5 Antworten
oers
Beigetreten: 21.12.2007
Oldschool Grinder

Erstmal Villian ist kein Fullstack. Gegen den würde ich ohne gute Reads wenn überhaupt nur in sehr guten Spots bluffen wollen.

Man kann den EV für die 5bet relativ leicht im Vakuum berechnen aber das vernachlässigt deine 3bet. Problem ist, dass villian auf die 3bet nur callen könnte und das damit dann richtig umständlich wird.
Das etwas übertriebene Beispiel, warum die 3bet berücksichtigt werden sollte, ist da immer, dass du für 100bb mit 72o auf 99bb openraist und dann den push callst, weil du ja selbst gegen AA genug Equity für den call hast. Der call ist dann profitabel aber das openraise ist einfach schlecht.

Die kurze Rechnung, die komplett den EV der 3bet vernachlässigt, sieht so aus.

FE hast du die 65% richtig berechnet und bei Equity sind die 30,3% wichtig.

FE*Deadmoney+(1-FE)*Gesamtpot*Equity*Rake-Investment = EV

0,65*(0,85+0,1+1,8)+(0,35)*((2*7,61+0,1)*0,3033*0,95-(7,61-0,85)) = EV

Für die ausgiebige Rechnung, bezieht man die 3bet mit ein.
Um das möglichst simple zu halten, könnte man sagen, dass villian keine 3bets callt. Das Problem ist nämlich, dass für den Fall die Rechnung einfach unangemessen groß wird, da alle möglichen Postflopszenarien dort enthalten sein müssten. Die Frage ist nur, wie realistisch es ist, dass villian keine 3bets callt?


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Zitat
Benzodiazepin
Beigetreten: 16.07.2009
Oldschool Grinder

für den fall, dass villain die 3bet callt, kann man vereinfacht heros EQ vs villains callingrange * realisierungsfaktor nehmen. ne hand wie A4s sollte nen eher schlechten rf haben, da man wenig pair value hat (auf Axx bekommt wenn wenig geld von schlechteren händen und auf 4xx realisiert man seinen SD value eher schlecht. positiv wirkt sich natürlich der flushdraw value aus, da man die EQ im rr pot mit nfd idr gut realisiert bekommt (weil man am flop broken kann und je nach sizing auch oft am turn gegen all-ins comitted ist). den rf letzlich zu beziffern ist trotzdem sehr schwer, weil fe am flop ja auch noch ne rolle spielt, die das ganze wieder kompensiert. würde ihn mal eher pessimistisch beziffern und vllt von sowas wie 0,7 ausgehen. klingt das realistisch?


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Zitat
oers
Beigetreten: 21.12.2007
Oldschool Grinder

Dann bekommt man mit dem Faktor eine angepasste Equity raus und wie geht es dann weiter?
Welche Formel verwende ich dann? Die Standardformel für EV=Pot*Eq-Investment? Wenn ja welche Werte setzt man für Pot und Inv. ein?


Antwort
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zoty79 Themenstarter
zoty79
Beigetreten: 01.04.2010
PokerStrategist

HI, danke für die zahlreichen Antworten.

Im Grunde habe ich ja mit der Hand ge3bettet, weil Villain ja ein groben Teil foldet, und dann 4bettet er ja auch viel. Aber in dem Spot ja wohl zu viel. Also müsste ja die 3bet/5bet in sich ja Profitabel sein!

Jetzt habe ich nochmal kurz nachgerechnet, und es ist in der Tat so, dass Pocketpairs einen höheren EV haben im vergleich zu A4s (EV 0,98 Cent), und hier als Grenze mal 66 genommen mit einem EV von 1,14 Dollar. Also lohnen sich wohl Pocketpairs gegen Gegner, die viel Bluff 4betten mehr als A4s. Habe ich übrigens aus dem Video von Benzodiazepin :f_biggrin: War jetzt die perfekte Möglichkeit mal das Ganze nachzurechnen. Aber jetzt meine Frage. Gegen Villains, die dann doch eher callen, eignet sich doch dann A4s als Bluff doch besser, weil wir im Falle eines Calls gegen die Callingrange ganz gut performen, und wie es schon Benzodiazepin gesagt hat, wir auch viele Boards broken können.

Mal eine Beispielrange mit Rangeprotection:


       Equity     Win     Tie
UTG    54.27%  53.28%   0.98% { AdAs, AhAs, AsAc, KdKs, KhKs, KsKc, QdQs, QhQs, QsQc, ATs+, KTs+, JTs, T9s, 98s, 87s, 76s }
UTG+1  45.73%  44.75%   0.98% { Ah4h }

Also müssen wir im Grunde schauen, ob wir einen Gegner haben, der eher callt, oder einen haben, der eher Bluff4bettet, um die richtige Bluffinghand auszuwählen!?

Was meint ihr dazu??


Antwort
Zitat
oers
Beigetreten: 21.12.2007
Oldschool Grinder

Original von zoty79
Im Grunde habe ich ja mit der Hand ge3bettet, weil Villain ja ein groben Teil foldet, und dann 4bettet er ja auch viel. Aber in dem Spot ja wohl zu viel. Also müsste ja die 3bet/5bet in sich ja Profitabel sein!

Woher nimmst du denn die Information? Auf der einen Seite soll er viel folden aber er 4bettet auch viel? Und woher weißt du, dass er mit der Stacksize überhaupt eine 4bet/fold Range hat?

Ich muss zugeben, dass ich seit einer Weile kein Poker mehr spiele aber haben auf NL10 Spieler wirklich Rangeprotection? Vor allem wenn sie nicht mal Fullstack sind.

Ich bin, mit den hier gegeben Infos, immer noch für einfach Preflop folden.


Antwort
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