Bevor ich überhaupt auf die konkrete Dynamik der Hand eingehe, möchte ich gerne eine grundlegende Diskussion über Boardstrukturen in 3-Bet Pots beginnen.
Diese Boardstruktur trifft eine 3-Bet Callingrange offensichtlich besser als unsere 3-Bet Range. Falls das nicht klar ist, dann bitte drauf hinweisen.
Die wichtigste Frage ist also erstmal WAS machen mit QQ, wenn die Range des Gegners tendenziell besser getroffen hat als die eigene Range UND für QQ ein deutliches Problem gegen eine solide Cbet Calling/Raisingrange auftritt.
Board: T♣9♥7♣
Equity Win Tie
MP2 46.64% 45.15% 1.49% { QdQc }
MP3 53.36% 51.87% 1.49% { 77+, ATs, KTs, QTs+, JTs, T9s, 98s, AcKc, KcJc }
Ich denke das wird niemandem vorher so klar gewesen sein, dass unsere Equity hier nicht gut ist in dieser Situation. Der Grund dafür ist einfach -> es gibt nur sehr wenige Hände in der gegnerischen Range gegen die du richtig weit vorne bist mit QQ, viele Hände gegen die du leicht vorne bist und einige Hände gegen die du leicht hinten bist und einige Hände gegen die du weit hinten liegst. Die Equityanalyse bestätigt dies auch und in solchen Fällen hast du sehr sehr gute Gründe, um Potcontrol zu betreiben - in diesem Fall mit zwei Gegner würde ich dies sogar tatsächlich tun und mir erstmal einen Turn angucken und schauen wie sich beide Gegner verhalten. Denn wenn du tatsächlich hinten liegst, dann hast du 0,0 Outs und wenn du vorne bist, dann hat dein Gegner häufig einen Redraw.
Situationen in denen du nur leicht vorne ODER Underdog bist UND nicht redrawst, sind Situationen in denen langfristig am meisten Geld verloren geht.
Auch OOP würde ich hier übrigens checken und dann tendenziell zum C/Shove am Flop tendieren, weil du den Positionsnachteil nicht durch Potcontrol in dem Szenario kompensierst, sondern dadurch, dass du die Kombination aus Deadmoney + ~46% Potequity gegen eine Callingrange wahrnehmen solltest.
Das Ziel muss es aber meiner Meinung nach grade IP sein
a) möglichst viele Informaitonen zu bekommen
b) diese möglichst billig zu bekommen