Problem an der Hand ist, dass wir Preflop alle schlechteren Aces (AQ, AJ) aus dem Pot drängen, wenn wir 3-betten, zudem müssen wir auf ne 4-Bet gegen den Typen folden. Finde den coldcall daher nicht schlecht. Denn AK ist 200BB deep einfach kein Monster mehr. Postflop muss man dann natürlich downcallen.
Da trifft auch das Konzept aus Professional NL-Holdem mit den Stack-to-pot-ratios zu: Wir wollen mit AK ein relativ kleines SPR, 3-5 vielleicht. Wenn wir hier aber normal 3-betten, so auf 130 und er callt, sind 260 im Pot. Wir haben ~1700 left -> SPR ist 13, denkbar ungünstig für eine Hand wie AK, da Villain uns mit 3 ~Potsize-Bets all-in bekommen kann und wir mit AK 200BB deep nicht unbedingt um unseren Stack spielen wollen. Uns stehen jedenfalls toughe Entscheidungen bevor.
Wenn wir nur callen, ist das SPR etwa 30, besser für unsere Hand. Denn so deep kann Villain weniger light valuebetten. Warum? Er kann also z.B. nicht einfach 3 Streets mit einer guten, aber nicht unverwundbaren Hand potten und den River dann shoven, auch wenn das bei 100BBs vllt. standard wäre, weil er in Gefahr läuft, einen check-raise zu kassieren, weil wir noch 100BB zusätzlich im Stack haben.
Ich bin mir bei diesen Konzepten nicht ganz sicher, ist ein bisschen her, dass ich das Buch gelesen habe; also verbessert mich bitte, wenn ihr könnt.
Ich sage auch nicht, dass Callen unbedingt besser ist, ich will nur darauf hinweisen, dass es nicht unbedingt schlechter sein muss oder sogar besser sein könnte. Nur, weil wir AK haben und ein looses Image müssen wir noch lange nicht 3-betten, etwas thinking out-of-the-box ist doch ganz gut
Wäre cool, wenn ihr euch dazu äußert.