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[Geschlossen] Bauch weigert sich gegen Limit-Aufstieg

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e306
Beigetreten: 01.02.2007
BlackMember

Hallo Gemeinde.
Ich spiele seit 4 Wochen Poker und habe in den Semesterferien verdammt viel NL 10 (FR BSS) gespielt. Mit 50 Dollar angefangen und bin jetzt bei 550 Dollar.
Laut Bankroll-Mangement-Artikel wäre das die BR für NL25, aber irgendwie "traue" ich mich nicht aufzusteigen.
Bei einem verlorenen Stack auf NL10 ärgere ich mich schon schwarz - selbst wenn ich an dem Tag trotzdem noch 50 Dollar im Plus bin.

Rein objektiv gesehen, sollte mich das eigentlich gar nicht Kratzen, denn ich habe eigentlich absolut keine finanzien Sorgen und ob mein Gesamtvermögen jetzt 10 Dollar größer oder kleiner ist, macht prozentual fast gar nichts aus. Trotzdem geht bei jedem verlorenen Stack mein Puls auf 200 und ich weiß nicht, ob es auf NL25 noch schlimmer wäre.

Denkt ihr, ich sollte mich dazu zwingen, ein Limit nach oben zu gehen (was langfristig sicher profitabler ist), oder noch ein paar Wochen abwarten und weiter NL10 grinden? Gewöhnt man sich automatisch mit der Zeit an höhere Limits?

Wie habt ihr es geschafft, in BigBlinds zu denken und nicht in Geld? (wenn man zB einen NL1000 Stack verliert, nicht dran zu denken, daß man sich davon ein Notebook hätte kaufen können)

Zudem gehe ich nach 4 Wochen nicht davon aus, daß ich ein "guter" Pokerspieler bin. Ich habe zwar 50 Stacks auf NL10 gewonnen, aber das ist größtenteils aus der Dummheit und den Tilts der anderen Spieler entstanden. Deswegen weiß ich nicht, ob ich eine Zeit lang einfach nur zu viel Glück hatte, oder ob ich NL10 nachhaltig beherrsche.

Ich glaube ich sucher mir besser einen Therapeuten ;)


15 Antworten
feyyd
Beigetreten: 24.07.2005
Oldschool Grinder

Ich mache bei einem Limitaufstieg anfangs immer Verlust weil ich weaker spiele. Man gewöhnt sich aber an ein Limit, finde ich. Irgendwann ist dann die Komfortzone erreicht, wo ein Stackverlust ganz normal ist. Wenn du dich immer darüber ärgerst, dann riskierst du zu wenig und verschenkst Value.

Also, wenn dich das bei NL10 noch so aufregt, dann gewöhne dich erst an das Limit und steig dann auf, wenn du dich wohlfühlst und mal mit 1 Tisch einen Shot probieren willst.


hova
Beigetreten: 09.11.2006
Elite Grinder

Original von e306
Zudem gehe ich nach 4 Wochen nicht davon aus, daß ich ein "guter" Pokerspieler bin. Ich habe zwar 50 Stacks auf NL10 gewonnen, aber das ist größtenteils aus der Dummheit und den Tilts der anderen Spieler entstanden. Deswegen weiß ich nicht, ob ich eine Zeit lang einfach nur zu viel Glück hatte, oder ob ich NL10 nachhaltig beherrsche.

Ich weiß nicht wieviele Hände du gespielt hast - das ist zur Bewertung wichtig - aber 50 Stacks auf NL10 in 4 Wochen ist wirklich eine beachtliche Leistung. Auch wenn der ein oder andere hier das Gegenteil behauptet, allein so lange tiltfrei A-game zu spielen ist ziemlich gut. Wenn du mit dem selben Ehrgeiz und der selben Konzentration an NL25 rangehst, wirst du auch mit NL25 keine Probleme haben.


Hi, meine laienhafte Meinung:
Du hast doch hier kein Problem. Wenn es umgekehrt wäre, also, dass du eigentlich einen Limit Abstieg wegen des BR machen müsstest, dann wäre es schon problematischer.
Ausserdem, du kannst doch aufsteigen und wenn es dann klappt, ist alles super. Falls nicht, dann steigst du eben wir ab, und dass dürfte für dich bei deinem Skill dann ja auch kein Problem sein.
Grüße,
ros


Mach dich darauf gefasst das dei auf NL 25 noch viel schlimmer spielen als auf Nl10 glaub mir. Die sehen ein Ass, ein suited Bild oder suited connectors und dann callen die alles. Auch einen Monster raise Preflop.
MAch dich daruaf gefasst gerade von denen eine gewischt zu bekommen
das musst du abkönnen und dich nicht darüber ärgern


liverdracon
Beigetreten: 17.02.2006
Elite Grinder

Ich denke, dein Problem liegt darin, dass du das ganze noch zu persönlich nimmst, wenn du einen Stack verloren hast. Probiere einfach nicht darüber nachzudenken, wieso weshalb, warum der Gegner seinen miracle out trifft. Solange du das rcihtig gespielt hast sollte eigentlich alles ok sein.
Aber tilt und zuviele Emotionen sind tödlich im Poker. Solche Dinge musst du in den Griff bekommen

Falls du dich unsicher fühlst, bleib noch einfach bisschen auf dem Limit. Da ja Geld für dich keine so immense Rolle spielt, wäre es besser einfach am skill zu arbeiten. Des Weiteren kannst du auch gleich an der Psyche arbeiten.

Ja also, wie man am besten nicht an Geld denkt ist einfach ne Kopfsache. Ich sehe das ganze einfach abstrakt und denke einfach nicht an Geld. Klingt schwierig, aber ist eher eine Gewöhnungssache.


Mir wären $550 nicht genug um NL25 zu spielen, bin da etwas konservativer und hätte lieber zwischen 25 und 30 BuyIns für ein Level. Was mir hilft sind es mir ganz feste Grenzen zu setzen.

Wieviele Tische spielst du denn? Mein Vorschlag wäre, dass du z.B. wartest bis du $650 hast und dann einen deiner Tische NL25 spielst und die anderen noch NL10. Ich setze mir dann ziemlich harte Grenzen, wenn du z.B. unter $600 nach einer Session kommst, dann wird wieder nur NL10 gespielt, bis du die $600 wieder hast.

So gewöhnst du dich mit der Zeit daran.

Das schöne ist übrigens, dass wenn du mal ein wenig NL25 gespielt hast, es dir nicht mehr so viel aus macht einen NL10 Stack zu verlieren. ;)


Man gewöhnt sich daran. Ich spiele nun Shortstack, aber ich kenne es ebenfalls, dass man das erste Mal bei einem Limitaufstieg ein bischen "entsetzt" ist über die Beträge. Das legt sich bei mir nach etwa 150 Händen, wenn ich die Betgrößen automatisch drin habe. Mittlerweile schiebe ich meinen 10$ Stack genauso in die Mitte wie meinen 5$ oder 2$ Stack.


BigStack83
Beigetreten: 15.12.2006
Elite Grinder

Du hattest doch anscheinend auch kein Problem damit, mit nur 5 Buy-Ins NL10 zu spielen, da sollten dir 22 Buy-Ins für NL25 doch keine schlaflosen Nächte bereiten ;)

Denk halt nicht in Cent und Dollar, sondern in Buy-Ins und BB, dann wirkt der absolute Betrag weniger einschüchternd


reverendiii
Beigetreten: 29.06.2006
Oldschool Grinder

jo ich versteh dich, hab meine 5000k raked hands standard mit shortstack gespielt und habe dann mit bigstack angefangen, bin dafür aber von nl10 auf nl5 runtergegangen und da waren die verluste viel leichter zu ertragen als auf nl10, also mein tip: alles eine sache der gewöhnung, deshalb keine angst haben und einfach mal nen shot wagen, wenns dir gar nicht gefällt, ist es überhaupt nich schlimm noch ein wenig weiter auf nl10 zu spielen, vor allem wenn du das limit weiterhin schlägst und dadurch mehr vertrauen in den können aufbaust.


hova
Beigetreten: 09.11.2006
Elite Grinder

Original von liverdracon
Ich denke, dein Problem liegt darin, dass du das ganze noch zu persönlich nimmst, wenn du einen Stack verloren hast.

Das ging bei mir nach hinten los. 100BB? Macht nix. 2 Minuten später ne Keyhand, spiele ich dann wieder zu loose/zu tight und verschenke wieder 100BB. Ende der Geschichte ist dann immer ne richtig miese Winrate, weil man nicht konzentriert und vorsichtig genug spielt. Wenn einem das Geld egal wird und es nicht mehr die Komfortzone ist spielt man schlecht - Das ist Fakt.


Ich kann das sehr gut verstehen, ich spiele auch noch nicht lange NL25 und fühle mich dort noch nicht so wohl wie auf NL10. Ich denke das das allerdings nur eine Phase ist die schnell vorüber geht, und man sich schnell an das höhere Limit gewöhnt. Ich fühle aber mit dir und muss zugeben, daß ich bei meinen Sessions immer noch den ein oder anderen NL10 Tisch offen habe


Sowas kenne ich. Ich trickse meinen Bauch so aus:

Ich erspiele mir auf dem aktuellen Level ganz bewußt zB zwei Buy-ins für das nächste und spiele dann nur mit diesem Einsatz auf dem neuen Level. Das bedeutet, daß ich die eigentliche Bankroll einfriere. Verliere ich diese beiden Buy-ins gehe ich wieder runter und wiederhole den Vorgang. Komme ich dagegen direkt gut klar mit dem Level wechsele ich zum normalen BRM.

Das birgt für mich den Vorteil, daß ich zum einen nicht gleich um einen Großteil meiner BR fürchten muss und zum anderen verhindere ich dadurch unnötig große Verluste durch nicht A-gaming beim Limitaufstieg.

Wenn ich den Begriff richtig interpretiere, dann würde das dem "Shotten" eines höheren Limits entsprechen; allerdings mit der passenden BR im Positivfall.


liverdracon
Beigetreten: 17.02.2006
Elite Grinder

Original von hova
Das ging bei mir nach hinten los. 100BB? Macht nix. 2 Minuten später ne Keyhand, spiele ich dann wieder zu loose/zu tight und verschenke wieder 100BB. Ende der Geschichte ist dann immer ne richtig miese Winrate, weil man nicht konzentriert und vorsichtig genug spielt. Wenn einem das Geld egal wird und es nicht mehr die Komfortzone ist spielt man schlecht - Das ist Fakt.

ich glaube du hast mich missverstanden. Natürlich sollst du jetzt nicht so machen, als wäre dir das alles scheiß egal. Aber auch darfst du badbeats nicht so ernst nehmen. Es sit passiert, ab zur nächsten Hand. Ich weiß, dass es schwer ist, aber ich habe es hinbekommen, also könnt ihr das auch. Einfach weiter konzentriert spielen und euch nicht davon beeinflussen. Wenn ihr einen kleinen pot gewinnt, springt ihr doch auch nicht gleich 20x im Kreis rum auf einem Bein.


Guennilicous
Beigetreten: 16.09.2006
BlackMember

Original von SebastianW86
Mach dich darauf gefasst das dei auf NL 25 noch viel schlimmer spielen als auf Nl10 glaub mir. Die sehen ein Ass, ein suited Bild oder suited connectors und dann callen die alles. Auch einen Monster raise Preflop.
MAch dich daruaf gefasst gerade von denen eine gewischt zu bekommen
das musst du abkönnen und dich nicht darüber ärgern

spielst du andere NL25 FR Tische als ich ? Wenn da ein Ass liegt, dann spielen zu 90% auch nur Leute mit einem Ass weiter. Die Maniacs sind innerhalb von 10 Minuten broke und wieder vom Tisch.


Ich bin mit 7 Stakes auf NL 25 SH aufgestiegen und es hat geklappt (26 Stakes) weil das Limit total fischig ist, natürlich nicht zu empfelen. Ich würds einfach asprobieren und wenn du mehr als 5 verloren hast würd ich wieder NL 10 spielen


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