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[Geschlossen] Der M-Faktor

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Bergsteiger3
Beigetreten: 24.04.2008
PokerStrategist

Das M bezieht sich grundsätzlich auf Fullring-Tische. Sitzen weniger Spieler am Tisch ist nach Harrington das effektive M aussagekräftig. Das berechnet sich aus M * Spieleranzahl / 10.

Beispiel:

6 Seats, Stack 8500, BB 200, SB 100, Ante 50

M: 14,2

Da man hier öfter durch die Blinds geht, ist das effektive M anzusetzen:

M_eff: 14,2 * 6/10 = 8,52

also ein erheblicher Unterschied.


Coach
maniac
Beigetreten: 29.03.2006
Elite Grinder

ich versteh nich ganz ob das in online mtt sind macht danach zu spielen.

grün= nl bss
gelb= mittlere phase einen sng
orange= pof
rot= pof als supershorty
tod= odds all in bei jeder hand

findes es nur krass wie er sich dazwischen wirst mit suitetconnectoren weil man augenscheinlich dann immer noch viele BB left hat
ok 2 live cards aber warum macht das noch sinn bitte?

warum kann man mit suitedconnectoren profitabel in der gelben phase restealen?

finds nich falsch was er schreibt nur hab ich das gefühl zu schnell zu aggro zu werden und mein turney aufs spiel zu setzen.

ist das deswegen so, weil er lieber viel risiko geht um länger in der grünen phase bleiben zu können?
dafür aber in kauf nimmt schnell zu busten?
kann man somit sagen das es viel "früher" als in sng darauf ankommt einen flip einzugehen da man damit quasi ja auch länger überleben muss.

deshalb rentiert es sich, da die dauer ja auch obv länger ist. somit früher wird man gezwungen früher mehr risiko zu gehen.

sprich das was im late sng 4-6 handed oder itm 3-handed abläuft?

wie kann ich dann mein PoF gescheit an die strategie anpassen.
spiel ich dann PoF und nehm 1BB=1M?


Hi maniac,

der Resteal mit suited Connectors (SC) ist ersteinmal abhängig von der Foldequity, die du dir gibst. Wenn du weißt, dein Gegner schmeisst nie weg und callt alles, dann kannst du nicht profitabel mit SC restealen.

Wenn aber dein Gegner einen Teil seiner Range foldet und mit dem besseren Teil callt (AQ+, und höhere Pckets), dann sind Suited Connectors besser als z.b. AT. Du bist nie dominiert, hast Livecards und die bestmöglichen Strassen und Flushouts.

Wenn du annimmst, dein Gegner hat AA, dann hast du mit SCs immer noch die beste Performance, denn mit einem kleineren Pärchen oder auch Ax bist du ziemlich crushed.

Das M ist nur ein Mittel, um eine korrektere Angabe zu machen, wieviele Chips du eigentlich noch hast. Für SH musst du das entsprechend Bergsteiger3 anpassen (s.oben).


Ich frage mich allerdings auch, ob das M-Konzept nicht generell etwas zu krass ist bei Online Turnieren mit schnell steigenden Blinds. Ich hatte des öfteren den Fall, dass ich als CL an der Bubble eigentlich laut Harrington schon in der roten Zone war und ich sehe zwar ein, dann etwas Druck zu machen, aber regelrecht verzweifelt seine Chips verblasen muss man da in meinen Augen trotzdem nicht.


@Jakoebchen: Dein Hinweis auf die schnelle Struktur von Onlineturnieren ist richtig. Das klassische, von Harrington beschriebene M-Modell muss hier sicherlich angepasst werden.

Es beschreibt aber die Wichtigkeit, nicht nur den eigenen Blind zu betrachten, sondern auch die Antes und insgesamt deine Turniersituation. Das ist nach wie vor gültig, auch wenn die M-Werte in sehr schnellen Turnierformen angepasst werden müssen.

Deshalb ist eine Beschäftigung mit M unerlässlich für jeden guten Turnierspieler, auch wenn du dann von den konkreten Werten, von denen Harrington spricht, abweichen wirst.


Nur sollte man das vielleicht auch erwähnen in dem Artikel. Die Zoneneinteilung ist nämlich dann gar nicht mehr so richtig gut, wenn die Top5 geschlossen in der roten Zone sind :)


Da der Artikel "M nach Harrington" heisst, denke ich nicht, dass wir ihn ändern müssen.

Für eine Vielzahl der Turniere trifft das M-System relativ genau zu. Außerdem werden im Artikel viele Möglichkeit genannt, das M an andere Turnierformen anzupassen (-->effektives M).

Es trifft nicht auf Superturbo-Turniere zu, da hier oft mit deutlich weniger M gespielt wird als im Zonensystem beschrieben. Diese Turnierform wird aber nicht von sehr vielen gespielt. Hier ist ein eigener Artikel bereits geplant. Aber auch das erwähnt der Artikel, wenn er darauf hinweist, dass letztlich immer das M im Verhältnis zum M anderer Spieler zählt.

Ein einziger Artikel kann leider nicht auf alle Spezialturniere eingehen, aber er gibt dir das Wissen, deine Spielweise selber zu überdenken und entsprechend anzupassen.


gelöscht


habe mal ne Frage zu der Restealtabelle im PDF zu den späten Turnierphasen, was meinen genau die Zahlenwerte in der Tabelle? BB's, den M-Faktor? ?(


Hi schwek,

der besseren Verständlichkeit wegen (und weil das M immer variabel zu berechnen ist) stehen in den PDF Charts die Anzahl der Big Blinds. Je nach Höhe der Antes musst du also deine BigBlinds in Beziehung zum M setzen.

Aufgrund der unterschiedlichsten Turnierformen lässt sich dafür nicht ein allgemeiner Chart mit M erstellen, weshalb wir auf die Anzahl der BB zurückgreifen.

Viele Grüße
Huckebein


vielen Dank


frage zu beispiel 1

wie wäre das richtige verhalten von hero, wenn utg nach dem rais von 550 all in geht. fold?

hab leider diese frage auch schon unter den artikel geschrieben. sorry.


Da du sehr viele Outs hast, legst du die Hand nicht mehr weg. Das ist ja auch der Grund für den Raise :)


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