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[Geschlossen] Harrington

7 Beiträge
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Hab mir grad das Buch angeschaut, bzw. die Beispiele in dem Buch und bin auf folgendes gestoßen:

NL25

UTG $16 (Unknown)
MP
CO
BTN (Hero) $25 (9♥ 9♣)
SB
BB

UTG raises $0.9, 2 folds, Hero calls $0.9, 2 folds

FLOP ($2.15) 8♦ 7♦ 2♣

UTG bets $1.30, Hero?

Nun meint Harrington man sollte hier raisen, sein Begründung ist:

Man will ja keinen großen Pot mit der Hand gegen Unknown spielen und kann am Turn nicht erneut callen, da Villain unbekannt ist und man nicht weiß, was seine Bet bedeutet. Wir haben keine Stärke gezeigt also kann er einfach weiterbarreln um uns zum folden zu bringen oder halt wirklich for value betten wenn er eine Hand hat.

Letzlich ist es nur ein Information Raise, mMn.

Man kriegt wohl kein Value von schlechteren Händen, vlt. wenn Villain passiv ist und hier 2 mal mit nem Draw callt.

Aber wenn Villain hier aggressive ist und sowas wie AdTd hat, dann kann er ja einfach shippen und wir müssen folden ist doch fast genau das selbe wie eine Turn barreln, nur haben wir den Vorteil der Position nicht ausgespielt.

Wenn Villain passiv ist, wird er wohl auch eher nicht 2nd barreln und wir kriegen die Information auch wenn wir hier callen und er zu uns checkt.
Vlt. callt ein passiver Villain etwas öfters wenn er Stärke sieht, aber dafür müssten wir auch einen viel größeren Pot spielen wenn wir raisen und Villain callt.

Irgendwie finde ich hier einfach nur zu callen besser.

Meinungen dazu?


6 Antworten
MiiWiin
Beigetreten: 01.03.2007
Elite Grinder

Kann mich deiner Argumentation weitesgehend anschließen. ;)

Raise/fold macht hier wenig Sinn, vor allem die Begründung den Pot klein halten zu wollen...wenn man das möchte, sollte man halt nicht raisen.

Scheinbar ist es für ihn ja auch ausgeschlossen dass eine schlechtere Hand callt, also ist es weder ein Value- noch ein Bluffraise (es wird wohl nicht häufig etwas besseres folden).

Callen wir am Flop und möglicherweise am Turn, investieren wir nicht mehr wie bei einem Raise am Turn, sind dem SD aber deutlich näher. Ich sehe hier keinen Sinn in einem Raise, außer Villain ist recht loose und kann auch locker drübershppen, so dass wir raise/broke spielen können.

Gegen evtl. aggressiven 16$-Stack könnte ich mir das sogar vorstellen, aber raise/fold scheidet für mich ebenfalls aus.


Overseer10
Beigetreten: 24.08.2010
PokerStrategist

Wo genau ist der unterschied zwischen dieser Hand und der Hand in "Let's play Shorthanded - Teil 6" Minute 14:30?


MiiWiin
Beigetreten: 01.03.2007
Elite Grinder

Original von Overseer10
Wo genau ist der unterschied zwischen dieser Hand und der Hand in "Let's play Shorthanded - Teil 6" Minute 14:30?

Müsstest du vielleicht mal die Hand schildern.


Overseer10
Beigetreten: 24.08.2010
PokerStrategist

NL 50

Hero 8 :spade:8 :heart:

UTG raises $2, Hero calls $2, 3 folds

FLOP ($4.75) 2 :diamond: 4 :heart: 6 :heart:

UTG bets $2.50 , Hero raises to $7.50

Cram begründet seinen raise mit "um Villain zu einem Fehler zu zwingen und zu gucken wo ich stehe"

http://de.pokerstrategy.com/video/10728/


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Villain callt sogar und cram checkt den Turn behind auf eine T♣

Verstehe den Sinn dahinter nicht so wirklich.
Wenn ich raise, dann macht es ja nur wirklich Sinn wenn ich erwarte, dass schlechtere Hände callen.

cram meint, dass Villain dadurch ein Fehler machen kann/wird also mit einer schlechteren Hand callt.

Dann muss man aber auch konsequenterweise den Turn betten (weitere Möglichkeit für Villain ein fehler zu machen), weil die T♣ Villains Calling Range so gut wie nicht verbessert hat.

Villain ist da 36/19/1.2/39 also schon SD bound.


MiiWiin
Beigetreten: 01.03.2007
Elite Grinder

Wenn das die Argumentation ist, kann ich sie von meiner Seite aus nicht unterstützen.

In meinem Artikel steht ja drin, dass es Ausnahmen gibt. Beispielsweise wenn man den Gegner sehr gut kennt und sehr viel über ihn weiß (wenn man 99%ig WEIß dass er schlechtere Hände callt und nur bessere raist bspw.).

Dies ist aber ganz selten gegeben, sicherlich nicht gegen random Gegner auf NL50, wo man sehr viele häufig wechselnde Gegner hat.


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