A) Hat Thunder1214 ja schon beantwortet.
B) Nehmen wir mal an, dass du jetzt Preflop gecalled hast und am Flop das J35 Board kommt: (die Erklärung wird etwas komplexer)
i) je trockener das Board, desto besser ist es zu callen -> der Grund dafür ist relativ einfach: Dein Gegner wird dir keine Draws geben und wir selber keine Draws haben können
K72r, Q72r, J72r ist so langsam dann die Grenze. Eine ganz gute Faustregel für den Anfang ist folgendes:
Wenn am Turn 30% der Karten direkte Scarecards sind, dann spiel am Flop nicht mit einem Call weiter, AUSSER dein Gegner blufft am Turn nicht.
T72r wäre da so ein Board -> J, Q, K A = 16/47 = 34%
J72r ist grenzwertig -> Q, K, A = 12/47 = 25%
ii) je weniger gute Doublebarrelkarten für den Gegner am Turn kommen können, desto besser wird es weiterzuspielen mit Calls -> z.b. ist ein 723r Board für 66 relativ gefährlich gegen einen aggressiven Gegner zu callen, da du oft die 2nd oder 3rd Barrel bekommst
iii) d.h. es ist wahrscheinlich besser gegen aggressive Gegner den Flop (diese 723 Boards z.b.) einfach oft aufzugeben und hin und wieder einen Move zu machen, wenn du glaubst das der Gegner ein bisschen Handreading beherrscht. Du nimmst dann auf eben diesen 723 Board eine Hand wie 55 und verwandelst sie in einen Bluff -> optimalerweise liegt dann da auch noch ein Flushdraw, um dann auf diversen Turns auch weiterbluffen zu können. (das aber bitte nur machen, wenn du das wirklich verstanden hast und dir sicher bist, dass dein Gegner folds machen kann)
Übrigens: Wenn du OOP mal so Sachen wie JTs callst und auf dem Q27ss oder K72ss Board dann den Flushdraw hast, dann kannst du auch mal C/C spielen. Die Argumentation ist ähnlich wie bei den Pocketpairs -> die Boards sind abgesehen von den Flushdraws sehr trocken und deine Range aus Made Hands ist relativ solide - durch einen C/R würdest du deine Range in Flushdraws, Sets und Toppairs sofort polarisieren (und die meisten Spieler haben zuwenige Toppairs auf diesem Board in der Range, um sinnvoll mit Flushdraws raisen zu können).