Hallo zusammen
ich spiele zurzeit NL10 6-max cashgame ohne stats und habe in letzter zeit versucht mehr über einen soliden Gameplan
zu lernen. Bis hier hin habe ich sehr inkonsequent gespielt (inkosequent mit openraising ranges/
3bets/bluff3bets, nur simple mathematik wie potodds etc.verwendet)
Um in den limits aufzusteigen versuche ich die mathematik des spiels besser zu verstehen und einen soliden
preflop/postflop gameplan aufzustellen, um zu verstehen wo ich mich mit meiner Range vs Villain befinde.
Nach einigem Input durch videos sind bei mir ein paar verständnisfragen aufgetreten.
1. Wie funktioniert das Zusammenspiel von defending frequencies und pot odds?
Um meine Frage zu verdeutlichen gebe ich ein fiktives, aber häufig auftretendes beispiel.
Bsp.: Hero openraised UTG 3BB, Villain 3bettet vom Button auf 9BB.
Zur vereinfachung (auch weil ich mich mit der kompletten mathematik noch nicht auskenne) verzichte ich erstmal auf
aspekte wie implied odds, equity realisierung etc., um das theoretische problem bezogen auf meine frage klein zu halten.
Simpel ausgedrückt:
Um Villains Autoprofit zu verhindern müssen wir in diesem spot mindestens 33% defenden.
Denn aus Villains sicht:
1-alpha = bet/(pot+bet) = 9bb/(1,5bb(blinds)+3bb(openraise)+9bb = 67%
alpha = 33%
Also müssen wir mit 33% unserer openraising Range durch Call3bet (oder 4bet defenden).
In diesem Beispiel muss Hero 6BB für einen Pot von 9bb+9bb+1,5bb=19,5bb (3bet+call3bet+blinds)
=> 6bb/19,5bb = 30,8%
D.h. wir benötigen ~31% equity um profitabel callen zu können (4bets außenvor)
-Wie konstruiert Hero jetzt seine Range korrekt? Wir wollen natürlich die besten 33% der Hände nehmen, nur wie spielt
dort die Equity mit rein? Versuchen wir hier eine Average Equity von ~31% (pot odds) mit unserer Range gegen Villains
3bet Range zu erstellen?
-Was wäre rein theoretisch wenn Villain nur AA 3betten würde?
In der Praxis könnten wir hier exploitable overfolden (oder? ♦) aber für mein theorie verständnis tut sich hier ja eine
Diskrepanz auf zwischen dem was wir tun sollten und was wir nicht tun können.
Denn an sich müssten wir 33% defenden, aber wir finden keine Kombination von händen die ~31% equity erreicht.
Habe ich das zusammenspiel von defending frequency und equity richtig verstanden?
Sodass wir zuerst eine gewisse Anzahl an Händen aufgrund der Mathematik defenden müssen, quasi als notwendige Bedingung.
(Range von Villain spielt erstmal keine rolle oder? Da es nur um die Preis für den Pot geht?)
Und dann versuchen mit unserer Average Range die nötige Equity zu erreichen um hier profitabel callen zu können, quasi
als hinreichende Bedinung?
Ich hoffe meine Problemstellung ist klar geworden und mir kann geholfen werden, ein gutes verständnis für einen soliden
gameplan und Ebenso die verwendung dieser mathematischen grundlagen als Analyse Tools (welches ist das beste play (raise/call/fold))
zu erhalten.
Falls nicht beantworte ich natürlich gerne rückfragen
Weitere Fragen zu diesem Thema stellen sich mir auch postflop, aber der Einfachheit halber stelle ich die dann später
Vielen Dank im voraus!