Original von MarseMarsen
Okay also erstmal vielen Dank für die Einschätzung!
Dann sag ich mal was zu den einzelnen Punkten.
Ich bin mir nicht sicher, obs wirklich schon zu loose ist. Klar hast Du recht, dass ich dadurch oft in unangenehme Spots gerate, aber die Spieler auf NL25 sind mMn noch so schlecht, dass es so i.O. ist.
Ich hab noch keine NL50SH oder mehr Shots gemacht, aber ist es dort nicht erstmal sinnvoll, tighter zu spielen, weil ich sonst eher ausgespielt werde?
Auf NL 25 callen die Leute einfach viel zu viel. Die richtige Adaption gegen Leute die Overall zu wenig folden und zu viel callen ist nicht selbst looser zu werden und fit or fold zu spielen (das klappt nur im Upswing, longterm wird das einfach nicht laufen fit or fold zu spielen und zu viel moven wird dich auf dem Limit auch kaum vorran bringen), sondern selbst etwas tighter zu werden, dafür aber mehr for Value zu spielen.
Kleines Beispiel: Villain mit 35/24 und fold to 3bet von 40% OR im CO. Du sitzt am BU und hast z.B. KQ. Kann man extrem gut for Value 3betten, weil Villain meist auch noch Hände wie KJ,QJ,KT,QT etc callt, man selbst ist dabei nur von AQ+ dominiert.
Im Gegenzug macht es aber in meinen Augen kaum Sinn unbedingt Q6s im MWP zu spielen. Was machst du auf nem Flop mit FD und Action? Broke gehen und dir dann fast immer nen besseren Draw zeigen lassen? Auf Action folden, aber dann macht ja der Preflop call auch kaum Sinn.
Original von MarseMarsen
Woher die 25 VPIP kommen zeigt auch folgender Punkt 2
Die Gap kommt daher, dass ich in vielen Spots mit maginalen Händen calle.
Z.B. wenn vor mir raise/ call/ call gespielt wird, 2-3Leute limpen oder Ähnliches.
Da spiele ich zB auch Q6s und werfe es inimproved bei Action einfach wieder weg.
Bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich das longterm profitabel spielen kann, oder obs im Moment Upswing-bedingt ganz gut läuft.
Ich open-limpe btw nie!
Dazu hab ich ja weiter oben schon was geschrieben, aber wenn du schon mit limpst (was ich btw fast nie gut finde), dann lieber SCs, weil die auch mal Combodraws floppen, bzw häufiger nen Draw als Q6s oder wenigstens suited Aces, damit drawst du dann auf die Nuts und andere FDs haben reversed Implied Odds gegen dich.
Finde aber mitlimpen bei sowas und gucken ob man was trifft kein gutes play. Nicht falsch verstehen, aber das machen Fische im allgemeinen eben auch. Da isoliere ich IP lieber sehr loose (wobei ich Q6s dann wohl gegen mehrere limper mucke, aber gegen einen kann man z.B. K2s isolieren IP) und spiele dann IP meist HU gegen nen Fisch als im MWP mit ner meist sehr schlechten Hand zu c/f.
Original von MarseMarsen
Was wäre denn ein ordentlicher SH-Wert? Ich muss zugeben, keine Ahnung davon zu haben
Und ja, die Samplesize ist mit ~10k Händen sehr klein, aber ne Tendenz ist denke ich schon zu erkennen.
Ok bei 10k Händen ist die Samplesize nicht so riesig, aber ich denke man erkennt schon erste Leaks. Der WTS liegt bei normalen TAGs zwischen 20 (sehr nitty) und 27 (sehr SD lastig). Umso häufiger man zum SD geht umso schwächer ist natürlich die Range mit der man den SD sieht und umso stärker sollte die Preflop Range sein, um das etwas ausgleichen zu können.
Kleines Beispiel: Jemand mit 12/12 und nem WTS von 27 hat ne stärkere Range am SD als jemand mit 32/26 und nem WTS von 24, obwohl der zweite nen geringeren WTS hat.
Du hast aber nun sowohl ne sehr weite preflop Range (die meiner Meinung nach grade als Umsteiger viel zu loose ist) als auch nen hohen WTS und wirst damit auf dauer eben keine Werte von >50% W@SD halten können (was ich bei den Stats dann schon auf nen Upswing zurückführen würde).
Original von MarseMarsen
Ich tu mich im moment noch schwer mit den 3-Bets, das ist richtig!
Ich calle TT, JJ (manchmal auch QQ) oft nur, um nicht in ne 4-Bet zu laufen, oder auf nem ekligen Board leichter folden zu können... Da muss ich sicher noch dran arbeiten.
Mit AK dagegen 3-bette ich fast immer, iwie passt das nicht zusammen, ich weiß, aber ich trau mich wie gesagt im Moment noch nicht so in die ekligen Spots ♦
Werde da aber versuchen in den kommenden Sessions besonders drauf zu achten.
Hab mir auch grad den zweiten Teil von Cram's Video Reihe angeguckt und schon wieder feststellen müssen, dass ich viiieeel mehr 3-betten muss!
Der falsche Ansatz wäre einfach so drauf los zu 3betten. Guck dir deine Gegner an, wie reagieren sie auf 3bets. Spielen sie im 3bet Pot fit or fold etc. Überleg dir bevor du 3bettes, was du damit eigentlich bezwecken willst und ob das play Sinn macht. Mach dir Gedanken wie die Hand weiter gehen könnte.
Original von MarseMarsen
Ein ähnlicher Punkt wie Punkt 4.
Versuche durch passive Defends, eklige Spots pre- und postflop zu vermeiden, was mein Spiel natürlich nicht vorran bringt... Das ist mir leider (oder zum Glück?) alles bewusst, ich muss mich da nur mal zu überwinden ♦
Finde ich als Ansatz eher Suboptimal aus 2 Gründen. Du verteidigst deinen SB zu viel, die GAP zwischen BB und SB sollte größer sein.
Außerdem bringen dich zu viele passive Defends meist in ecklige Postflop Spots. Oder c/f du z.B. immer Hände wie KQ etc ohne Hit? Zu viel passives defenden sorgt nur dafür, dass du OOP in Pots ohne Initiative stehst, also genau das was man eigentlich vermeiden sollte.
/edit: Overall finde ich deine Stats zu loose und zu passiv. Auf NL 25 lässt sich 16/14 extrem profitabel spielen, weil die Leute einfach nichts folden können. Man lässt sich für seine guten Händen einfach ausbezahlen und gut ists. Wobei man natürlich auch loosere Spielstile profitabel spielen kann, das Problem hierbei ist, dass man sich so einen Stil erstmal angewöhnen muss (das heißt man muss nach und nach aufloosen, sonst wird man langfristig loosing player sein).
Ich würde allgemein nicht so sehr auf eigene Stats achten, sondern vielmehr auf Hände/Situationen etc im allgemeinen und versuchen diese mit dem maximalen EV zu spielen.