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NL HE 6 Max mit Vorkenntnissen

17 Beiträge
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Servus,
ich suche ein Konzept wie ich möglichst schnell besser werde. Ich habe über die Jahre immer mal wieder Holdem/PLO 6max/hu /husngs gespielt, war aber eher so der Break-Even Player. Nachdem ich Poker ne Weile sein gelassen habe, möchte ich nun wieder damit beginnen und möglichst schnell gut werden.
Mir geht es dabei gar nicht so ums Material, dann da sind diverse ebooks vorhanden, sondern mehr um eine logische Reihenfolge, welche Aspekte des Spiels man nacheinander betrachten sollte (hier gibt es schon Unterschiede zwischen den ebooks).
Ich dachte an:
- Preflop: open raising (nicht nur die Ranges sondern wieso man diese benutzt und wie man da gut adjusted)
- 3 Betting: Wann und welche Ranges ( da baller ich gefühlt noch zu viel/in schlechten Spots)
- Aspekte des Postflop Plays:
- cbets: wann/wie hoch/cr besser?
etc.
- Gameselection (da fühle ich mich schon ganz okay und vermeide Tische ohne Fisch(4-tabling zur Verbesserung gerade))

Würdet ihr das da noch besser unterteilen? Jede Quelle spuckt da auch leicht unterschiedliche Sachen aus.
So Wall of Text vorbei, wie würdet ihr das generell angehen?


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16 Antworten
Xenomystus
Beigetreten: 10.10.2006
Elite Grinder

-richtiges exploiten des Gegners bzw seiner Ranges
-Handbewertungsforum benutzen

ich persönlich hab nur ein einziges ebook gelesen und das auch erst recht spät... halte mehr von Handbewertungen und Videos von guten(!!!!!!) Spielern


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lichtwicht69
Beigetreten: 19.04.2009
PokerStrategist

wir wissen ja gar nicht was du schon kannst.
das wichtigste ist imo die position, dann die ganze odds and outs kiste.
das mit den openraisings ergibt sich dann mehr oder weniger, chart ist fürn start denke ganz gut.

der nl anfängerkurst ist auch strukturiert aufgebaut.


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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Vorschläge zu Videos?
Meine Vorkenntnisse sind relativ fundiert, früher hat mich mein Mindset auch einiges kosten lassen. Ich möchte jetzt zunächst mal (wieder) ein gutes ABC Game aufbauen, von dem aus man dann adjusted.


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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

1) Alte Sachen und Angewohnheiten möglichst vergessen, gibt einfach viele Fehler die man macht ohne sich weiter darüber Gedanken zu machen, da man denkt es ist richtig.

2) Aktuelle! Grundbasis aufbauen (Harrington on Online Cashgame ist perfekt dazu (6max NL)

3) Mit weiterem Content und eigenen Überlegungen das Spiel langsam und nach und nach erweitern. Dabei vorallem darauf achten, dass man versteht, warum man sein Spiel anpasst. Nur so kann man nachher auch entsprechende Sachen wieder weglassen bzw. an neue Sachen anpassen. Das Spiel sollte wie ein Gesamtplan aussehen und nicht wie viele verschiedene Contentteile von unterschiedlichen Spielern, die eventuell gar nicht zusammenpassen.

4) Viel Spielen mit nicht zuvielen Tischen und dabei ebenfalls nachdenken und gerade neue Konzepte von von Punkt 3) beachten. Geld ist erstmal egal. Lieber am Anfang wenig Geld und später mehr Geld als ständig etwas mehr Geld als wenig zu haben.

Wo der zusätzliche Content dann herkommt, ist eigentlich egal. Deine Vorkenntniss helfen dir natürlich auch, da du vieles schneller begreifst als ein Anfänger. Allerdings trotzdem drauf achten, dass du dich nicht zu sehr davon beeinflussen läßt. Bei viel Content auf einmal und sehr schnell besser werden zu wollen besteht immer die Gefahr, dass du etwas durcheinanderbringst.


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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Danke, sehr hilfreicher Post. Small Stakes No Limit Holdem und The Poker Blueprint sollten doch eine gute Basis darstellen, oder?(oder zu unaktuell?)
Generell der Begriff Basis ist schwammig, was ist damit gemeint? ABC Game?

Ich glaub gewisse Sachen zu vergessen ist schon relativ schwierig, generell habe ich jetzt das Gefühl durchs lesen gewisser Materie Postflop schon wesentlich besser zu spielen als früher. Die Samplesize ist zwar noch minimal, aber die Redline bewegt sich im Bereich > 0.
Ich habe jetzt auch eine Stop Loss Regel von 4 BI in einer Session, bzw weniger wenn ich merke, dass das das Spiel beeinflusst und versuche vor allem konzentrierter zu spielen. NL25 4-tabling kommt mir aktuell aber sehr einfach vor.


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eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009
Elite Grinder

Tipp: "Mental Game of Poker" kaufen und studieren. Da steht im Grunde drin, wie man effektiv, relativ schnell und vor allem beständig besser wird.


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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Ah nice, das gibts für kindle :)


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eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009
Elite Grinder

Ja, aber wie gesagt, das ist kein Lesebuch, das muss man regelrecht durcharbeiten. Dein Englisch sollte auch ziemlich gut sein, finde es, im Gegensatz zu anderen Pokerbüchern, sehr schwer geschrieben.


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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Original von Mart1
Danke, sehr hilfreicher Post. Small Stakes No Limit Holdem und The Poker Blueprint sollten doch eine gute Basis darstellen, oder?(oder zu unaktuell?)
Generell der Begriff Basis ist schwammig, was ist damit gemeint? ABC Game?

Begriffe wie Basis oder ABC-Poker ist nirgens genau definiert. Ich verstehe unter Basis einfach ein einfaches Pokerspiel (eher etwas tighter) was funktioniert und dann durch weiteren Content angepasst und erweitert werden kann. Überhaupt nicht zu verwechseln mit Autopilot und seinen Stiefel runterspielen. Gegnerorientiert sollte man immer spielen. Es ist einfacher z.B. erst 17/14 zu spielen und dann durch mehr Spielverständniss auf z.B. 24/19 zu kommen (der Weg darf ruhig länder dauern), als einfach erstmal wild zu ballern und sich dann zurückzunehmen. Im Grunde macht das ein Spieler, der nicht weiß was er am Pokertisch macht.

Die beiden von dir genannten Bücher gehen da schon einiges weiter und haben auch Content für höhere Limits, die man bis NL100 nicht unbedingt braucht und falsch eingesetzt sogar eher hinderlich sein können. Es macht auf tiefen Limits häufig nicht Sinn zu loose zu spielen. Harrington on Online Cashgame ist super einfach aufgebaut und hat auch einen roten Faden für das Spiel. Würde also eher das Buch empfehlen und dann später die Konzepte aus deinen Bücher versuchen einzubinden. Wenn was nicht funktioniert oder nicht genau verstanden wird, kann man immer wieder zurück zu der Basis gehen. Ich selbst hatte z.B. Probleme mit dem Buch Small Stakes No Limit Holdem und habe eine ganze Zeit gebraucht, bis ich die Konzepte richtig angwendet habe. Habe es sicherlich 3-4mal gelesen und immer wieder neue interessante Details gefunden.

Es gibt einfach soviel Content und die Kunst ist einfach alles passend Zusammenzufügen. Den reinen Content hat mittlerweile jeder...

Ein guter Praxistauglicher Vorgang um sein Spiel zu verbessern ist auch immer zu schauen, welche Gegner (Regs) dir Probleme machen und dann sich genau mit der Thematik zu beschäftigen. Zum einen was man im Spiel dagegen machen kann und noch viel wichtiger, es in sein eigenes Spiel einzubauen. Was dich nervt, wird auch andere nerven.


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eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009
Elite Grinder

Zum ABC Poker: es ist imo auch definitionsache, allerdings beschreibt Ed Miller in "Playing the Player" das ganz passend.

zusammengefasst (Zitat aus dem Buch):

- tightes Spiel vor dem Flop
- tightes Spiel nach dem Flop mit marginalen Händen
- Forcieren starker Hände in den frühen Positionen
- Aggressive Valuebets und seltene Bluffs
- Folds bei ausergewöhnlicher Aggression

Imo (auch Millers Meinung) eignet sich diese Form von Strategie gut um Geld zu machen in Partien bis NL100 (online). Mit guter Tableselection ggf. auch auf NL200, später ist man dann schon fast ein Spot^^. Es weicht allerdings vom Optimum ab ABC zu spielen und kann gut exploitet werden, weiterhin muss man abweichen können um auch gegen bessere Gegner zu bestehen und höhere Stakes überhaupt schlagen zu können. Weshalb er empfiehlt schon von Anfang an zu versuchen davon abzuweichen und darauf Wert legen gegnerspeziefisch zu exploiten und zu schauen, wo, wer vom Optimum abweicht und vor allem die anderen ABC-Spieler zu exploiten. ABC läuft vs schlechte Spieler, gegen ABC-Spieler BE, gegen gute TAGs -EV, gegen gute LAGs krass -EV (LAGs exploiten ABC am besten, was in der Natur beider Stile liegt). Auch wenn man mehr Rake bezahlt, sollte man schon früh üben zu exploiten und nicht exploitet zu werden.

Ansonsten: 2# AyCaramba44. SSNH hab ich auf NL25 gelesen und es hat mein Spiel extrem verbessert, das galt auch für Blueprint, allerdings kopiere ich nie den Stil eines Buches, sondern lasse die Konzepte in mein Game einfließen und schaue, wo diese überhaupt angebracht sind.


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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Original von eroticjesus
Ansonsten: 2# AyCaramba44. SSNH hab ich auf NL25 gelesen und es hat mein Spiel extrem verbessert, das galt auch für Blueprint, allerdings kopiere ich nie den Stil eines Buches, sondern lasse die Konzepte in mein Game einfließen und schaue, wo diese überhaupt angebracht sind.

Bei mir genauso, allerdings sind es keine ganz einfachen Büchern wo das Spiel an einem roten Faden von vorne bis hinten erklärt wird. Vielmehr werden Konzepte vermittelt. Wenn man in dem Buch alles verstanden hat und richtig einsetzt, dann kann man auch höhere Limits als NL100 schlagen.


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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Danke für die Hilfe. Ich werde zunächst das Preflop Game verbessern und vor allem schauen Ep und MP sinnvollere Ranges zu spielen. Da war ich, wenn man den Büchern glaubt etwas zu loose. CO und BU werde ich aber relativ loose weiterspielen bis mehr Leute contra geben. 4 Tabling ist da relativ komfortabel, weil man weniger Automode spielt sondern nachdenkt.
Ich fühle mich jedoch aktuell relativ wohl insgesamt, auch wenn ich noch die Preflop Leaks fixen muss.
Kann es eigentlich sein, dass auf NL25 gegen die meisten Leute 100% cbet profitabel ist? Da sind sehr viele mit massiven Leaks dabei sofern ich das sehe...


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viktoalia
Beigetreten: 11.02.2009
Oldschool Grinder

Denk in RANGES, beheersche POT ODS, BLEIB COOL beim spielen, mach dir gedanken darüber, wann dein gegner zahlen kann und wann nicht...und poste hände die du interessant findest aber nicht ganz durchschaust...also hände die dich bewegen-sozusagen-...


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Hallo Mart1,

mehr und vor allem spezifischere Antworten wirst Du wahrscheinlich in unserem NL-Strategieforum finden, das für Fragen dieser Art da ist.

Ich erlaube mir daher, den Thread dorthin zu verschieben.

Gruß

wespetrev


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Wir haben in den letzten Wochen viel darüber diskutiert was Pokereinsteiger überhaupt brauchen und einerseits ist es eine gewisse Verständnisbasis (Range, Methoden um mit Ranges selber Analysen zu machen, Gegnertypen Ranges zuordnen, EV-Lines planen) und darauf aufbauend das Konzept der Valuebet.

Valuebets und die Konzentration auf schlechtere Spieler als man selber, sind in unseren Augen letztendlich die wichtigsten Konzepte.

Z.b. folgende Situation, die immer immer wieder auftritt. Du hast AQ auf AJ35 und bekommst nach Flopbet und Turnbet den C/R und fragst dich plötzlich was zu machen ist. Wenn du dich fragst wo in dieser Situation der Value gegen deinen Gegner herausstammt, dann weisst du im Prinzip schon vor deiner Flopbet, dass du möglicherweise auf einen Turnraise B/F spielen möchtest, weil dein Gegner mit Ax runtercalled und nicht C/Raist. D.h. Situationen zu identifizieren wo du Geld mit Valuebets gewinnen kannst und einen sinnvollen Plan welche Lines du dazu nutzen willst, ist wahrscheinlich der Schlüssel.


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MisterSnS
Beigetreten: 09.11.2011
Oldschool Grinder

Für mich ergibt sich sehr viel einfach aus der Neugierde heraus Neues dazuzulernen und nach und nach die riesige Pokermatrix zu verstehen. Das sollte man auf keinen Fall vergessen. Innere Motivation statt externe/outcomeorientierte. Das retikuläre Aktivierungssystem unseres Gehirns wird dann automatisch seine Aufmerksamkeit auf die Bereiche/den Content lenken der einem für nützlich erscheint. Natürlich können die einzelnen Lernpfade sehr empfehlenswert sein, ich denke jedoch ab einem bestimmten Punkt kann man anfangen sich von einigen Sachen zu lösen und seinen eigenen Spielstil zu finden.

Viel Erfolg! :)


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