Hallo zusammen,
ich habe gestern viel Preflop Action bekommen mit AK und mich deshalb ein bisschen mehr mit den Preflop Aktionen befasst. Meine Einstellung bisher war: Sofern ich in späten Positionen Action mit AK bekomme, stelle ich das Geld Preflop rein und das ist profitabel. Lediglich wenn ich z.B. aus UTG raise call ich auch mal eine 3bet (oder wenn ein tighter Spieler mich 3bettet).
Bei genauerer Betrachtung ist es aber nicht mehr so eindeutlig:
1) Hero openraist aus später Position und bekommt eine 3bet. Dieser Fall ist noch recht klar. Solange Villain nicht sehr tight ist, kann hier profitabel eine 4bet gespielt werden. Der Gegner wird häufig folden und Hero gewinnt den Pot Preflop. Dass Hero auf eine 5bet/Push nicht mehr folden kann, ist auch klar. Bei üblichen 3bet/4bet Größen werden nur ca. 36-37% Equity gebraucht um +EV zu sein (inkl. Rake). Selbst Wenn Villain hier nur QQ+, AK hält bedeutet dies 39,6% Equity.
Formel für All in call nach 4bet.
EV=(Pot+Invest)*Equity-Invest-(Pot+Invest)*Rake*Equity
Ist die Formel korrekt?
2) Wie ist das Szenario aber umgekehrt? Hero 3betted und bekommt eine 4bet? Angenommen Villain hat keine Bluffs in seiner Range und spielt 4bet/f mit QQ+, Ak, dann kann Hero hier nicht profitabel 5betAI spielen. Mit Rake werden ca. 46,2% Equity benötigt.
Grundsätzlich ändert es auch nicht viel, wenn Villain die Range um JJ, TT erweitert (steigt nur um 2% gegenüber QQ+, Ak) und ist immer noch -EV. Profitabel wird es erst, wenn der Gegner AQ dazu nimmt.
Wie ist eure Meinung zu dem Thema? Haben Villains auf den Micros häufig genug AQ in der Preflop Broke Range oder 4bet bluffen viel? Wie spielt ihr die Hand?
Viele Grüße
RiCkDiE