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[Geschlossen] Outs, Odds, Implied Odds und Reverse Implied Odds

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alcapone2000
Beigetreten: 24.07.2006

Hallo, ichhabe eine Frage zum Artikel.
Ich steh irgendwie aufm Schlauch.

Betrügen die Odds zu gewinnen hier 2:1, so würdet ihr in einem Drittel der Fälle $24 gewinnen, und in zwei Drittel der Fälle $8 verlieren. Rechnet man das zusammen, macht ihr im Schnitt $2.67 Gewinn. (1/3 * $24 - 2/3 * $8 = $2.67)

Das macht doch im Schnitt 8€ GEwinn und nicht 2.67 ?

DANKE:D


podo
Beigetreten: 18.06.2007
alcapone2000
Beigetreten: 24.07.2006

lol Danke für den Link

Aber es geht mir nicht um die Rechnung!

1:2 sind die ODDS

ich muss 8 geben, 24 sind im Pot.
Würde also 2 mal 8 verlieren und 1 mal 24 gewinnen.

im schnitt also 8 gewinnen und nicht 2,XX

HEHEEE
Ich bin doch noch drauf gekommen.

8 Gewinn in 3 Fällen aber in einem Fall 2,66 .
Also doch im Schnitt 2.66


alcapone2000
Beigetreten: 24.07.2006

Hallo, hätte noch 2 Fragen ?

eispiel: Ein NL $100 Spiel. Man raist Preflop mit K J First In auf $5. Der Small Blind callt den Raise. Alle anderen folden. Der Flop kommt: K 9 2. Der Pot ist $11 groß. Der Small Blind macht eine relativ starke Bet von $8. Wir gehen in diesem Beispiel davon aus, das der Gegner ebenfalls eine Made Hand hat, und das die Odds, das man vorne liegt 2:1 sind. Man läge also in nur einem von drei Fällen vorn. Was tun?

Warum schaut man hier auf die odds bis zum river.
Müsste man hier, wenn man sich geschlagen sieht, nicht die odds zum turn anschauen. Das währen 4,4 und somit ein fold. ?

2.

Reverse Implied Odds werden doch in unsere entscheidung mit einbezogen in dem wir unsere outs discounten. ???


Sleyde
Beigetreten: 15.01.2005

Lies mal weiter oben hier im Thread, die selbe Frage gab es glaube ich schonmal ;).

Mit "Odds, dass man vorne liegt" ist gemeint, dass wir davon ausgehen, dass wir in 33% der Fälle am Flop die beste Hand halten. Die Odds, die hier gemeint sind, sind nicht zu verwechseln mit den Pot Odds oder den Odds, die beschreiben, wie oft wir unsere Hand verbessern.

Reverse Implied Odds werden beim discounten meistens nicht mit miteinbezogen, da man davon ausgeht, dass sich implied odds und reverse implied odds meistens gegenseitig aufheben. Reverse Implied Odds spielen aber vor allem Preflop eine große Rolle. Z.B. hat A3o große reverse implied odds, da es oft dominated ist.

Postflop spielen sie dann keine so große Rolle mehr.


alcapone2000
Beigetreten: 24.07.2006

Ich weis net ob ich es ganz verstanden habe, reserve im.od. und im.od, kommen nur dann ins spiel, wenn wir die equity in der momentanen situation anschauen.

Mit "Odds, dass man vorne liegt" ist gemeint, dass wir davon ausgehen, dass wir in 33% der Fälle am Flop die beste Hand halten. Die Odds, die hier gemeint sind, sind nicht zu verwechseln mit den Pot Odds oder den Odds, die beschreiben, wie oft wir unsere Hand verbessern.

Hier Sprechen wir auch von der equity, nur halt in odds gerechnet.?

Ich glaub jetzt hab ichs oder ?


Sleyde
Beigetreten: 15.01.2005

Hm, nein. Die Equity hat damit eigentlich erstmal nichts zu tun.

Es geht nur um die Annahme, wie oft wir denken, nach seiner Donk noch vorne zu liegen AM FLOP. Anders ausgedrückt müsste der Satz so lauten:

"Wir denken, dass wir in 33% der Fälle am Flop nach seiner Donk noch die beste Hand halten."

Die Equity wäre wieder etwas anderes ... nämliche unsere Gewinnwahrscheinlichkeit gegen seine Handrange oder bestimmte Hand bis zum Showdown.


alcapone2000
Beigetreten: 24.07.2006

OK . Versuch NR.3

SOoo jetzt hab ichs kappiert. :)

Bis jetzt habe ich immer nur nach odds und outs, zu verbesserung meiner Hand gerechnet.

Nach der Session dann geschaut was für eine Equity ich gegen die von ihm möglich gespielten Hände hatte.
Man hat am Tisch einfach keine Zeit seine Equity mit Equilator zu berechnen.

Da ich mich immer nach Strategie( zumindest versucht ) gehalten habe und meine Tras Hands ( auch TP mit schlechtem kicker) als Trash oder draw(odds/outs) gesehen und gegen eine bet gefoldet habe, habe ich mich nie gefragt zu wieviel % oder in wieviel fällen ich vorne liege.

Und wie berechnen wir die 33%.
woher wissen wir das wir in einem von drei Fällen vorne liegen.
Ist es eine Annahme oder wird es berechnet.


Sleyde
Beigetreten: 15.01.2005

Es ist eine Annahme.


alcapone2000
Beigetreten: 24.07.2006

OK. Vielen dank für die Hilfe.


Original von Sleyde

Original von itbmotw
Man gewinnt aber nur den halben Pott, sprich der Pott wird gesplittet, sprich du bekommst nur die Hälfte, kannst also nur halb so viel callen.

Richtig! Es ist ja etwas anderes, ob du den ganzen Pot gewinnst oder ob du den splittest (dann gewinnst du nämlich nicht!)

nja aber man verliert doch auch nichts? mal vom rake abgesehen. aber man gewinnt die hälfte von limpern oder callern die vorher ausgestiegen sind.

also sollte es doch egal sein ob ich die outs mitzähle oder nicht?!

oder hab ich grad irgendwo nen denkfehler?


Jo hast du

angenommen du hast KJ und dein Gegner AJ

Board: AKQA

im Pot befinden sich 10$ und dein Gegner setzt 1$ nach Odds und Outs (vereinfacht 1:11) kannst hier breakeven callen (mal unter der Annahme wir kennen Villains Karten und wissen das er kein FH hat).

Da du aber nur einen Splitpot hast kannst hier nur 5$ gewinnen mit einer T. Du verlierst also 10 mal 1$ und gewinnst 1 mal 6$ -> EV -4$.

Du bräuchtest hier somit 1:22 was 0.5$ in einem Pot von dann 11$ entspräche für 10 mal -0.5$ und 1mal + 5.5$ -> EV+-0$


Hyperex
Beigetreten: 03.07.2007

Hi.

Eine Frage.

Sagen wir ich habe einen Flushdraw am Flop getroffen. Dann habe ich ja 9 Outs und somit etwa die 36 prozentige Wahrscheinlichkeit bis zum River etwas zu treffen.

Wenn ich mich dafür entschließe den Einsatz meines Gegners zu callen, darf ich mir aber nur eine 18 prozentige Chance einrechnen, wenn ich am Turn etwas treffen will, um die Hand weiter zu spielen oder?

Wenn ich mit 36 Prozent rechne, verfälsche ich doch das Ergebnis ?(

Somit cann ich die vollen 36 Prozent ja nur als Rechengrundlage nehmen, wenn mein Gegner am Flop All In geht oder?


Sleyde
Beigetreten: 15.01.2005

Richtig.

Es sind übrigens ca 19% für die nächste Karte und 34,5% bis zum River. nicht 36 und 18 =) .


itbmotw
Beigetreten: 03.03.2007

Ich hab mir mal den FL Odds und Outs Artikel angesehen, dort wird konkret auf Seite 4 genannt wie viele Outs man abziehen soll, auf NL ist das direkt warscheinlich nicht übertragbar, da die implied Odds bei NL wichtiger sind, ist hier etwas ähnliches geplant, bzw was sind so die groben Regln beim discounten bei NL?


Sleyde
Beigetreten: 15.01.2005

Puh ... Für sowas gibt es einfach keine Regeln. Das Spiel mit den Odds bei NL ist in der Tat etwas ganz anderes. Ich calle Flushdraws auch bei pot odds von 1 zu 3, wenn ich denke, dass ich gute implieds habe.

sorry, da kann ich dir leider wirklich nicht mit regeln dienen. gib mir eine hand, ein board und einen gegner und ich sage dir, wieviele outs ich dir so geben würde.


itbmotw
Beigetreten: 03.03.2007

Ok, vielen Dank für die Antwort, ich hab sie ja so erwartet, nur ganz ehrlich mit einem Beispiel ist mir hier nicht getan, man kann ja beliebige preflop Action, verschiedenste Draws, verschiedene Boards, unterschiedliche Gegneranzahl und unterschiedliche Gegnertypen, Tableimage auf höheren Limits noch.
Ich bin grad dabei mein Spiel hier zu verbessern, da stellen so das discounten und die implied Odds die Probleme dar, ansonsten ist ja nur Verständnis und Mathematik, zu implied Odds hab ich eine gute Lehreichste Beispielhände von Thorsten77, der hilft mir da weiter, das wird so schon, nur beim discounten fehlt sowas, das ist aber noch umfangreicher, da es nicht nur auf reinen Reads aufbaut.

Fangen wir mal an mit einem komplizierten Fall:

Hero im CU mit JTo
BU calls preflop mein raise, und der BB auch, im Pott sind damit 12,5BB.

Board ist nun: 983 2 suited
Der BB bettet xBB Gegner unknown, alle 100BB

Macht 14 Outs, ich würde die auf ca. 8 Outs discounten, hätte aber öfters Probleme weiterzuspielen, wenn der FD ankommt und ich meinen OESD treffe.
Ich kann hier die 2 OESDouts die sich mit den FDouts überlagern abziehen und dann ckeck/folden, wenn die Straight und der Flush ankommen, aber toll ist das nicht.
Zu den Overcardouts: Die müssen sicher stark discounted werde, mathematisch kann man ausrechnen wie stark einmal wegen dem FD, aber auch ohne Flushgefahr gewinnt man nicht immer, wie stark also hier discounten, Problem sind da für mich vorallem dort die implied und Reserve implied Odds, hier den EV abzuschätzen, welchen man im Duchschnitt mit TP erziehlen würde.

Das Bsp mit Begründungen würde mir sicher schonmal viel heflen, ansosten kann man das nur durch Beispiele lernen oder? Diese Art von Lernen entspricht nämlich überhaupt nicht meinem Lernstil, weßhalb ich hier Probleme hab, am besten sind konkrete Regeln, gerne mit unterschiedlichen Faktoren, die man aber halbwegs quantitativ erfassen kann, unterschiedliche Lines bei TP z.B. kann ich gut so lernen aber das hier.

Ein ausführlicher Artikel ist da also nicht geplant, dann werde ich wohl mal die Handbewerter bitten dazu noch eine Woche Lehrreichste Beispielhände zu erstellen, die haben eh schon genug Vorschläge von mir, aber egal solange die anderen User nichts vorschlagen, geht das ja.


itbmotw
Beigetreten: 03.03.2007

Edit: Ok in den neuen Artikel werden jetzt für FD und OESD genau die FL Regeln übernommen, der Rest weggelassen, was gilt denn nun?
Ist das eine völlige Vereinfachung für die Anfänger?


Sleyde
Beigetreten: 15.01.2005

Wenn du dein Spiel verbessern willst, dann befasse dich nicht mit dem Discounten von Outs. So etwas ist total unwichtig. Du solltest wissen, dass dein OESD auf einem 2 suited board nicht so viel wert ist, wie auf einem rainbow Board, aber das reicht dann auch schon, denn:

a) wrst du meistens sowieso nicht die richtigen Pot Odds bekommen und musst die Draws aggressiv spielen, um Fold Equity zu erzeugen

b) kannst du die implied odds eigentlich nie richtig einschätzen.

ich persönlich achte kaum auf so etwas ... da kommt einfach zuviel zusammen. es geht ja nicht immer nur um die pot odds, sondern auch um die möglichkeit, den pot auf späteren straßen mit einem bluff bzw. semibluff zu gewinnen. das macht ebenfalls einen großteil des EV's aus.

in deinem fall is das doch ein einfacher call ... overcardouts müssen in der tat discountet werden aber die implied odds mti deiner straight sind riesig, zumindest bei den 6 cleanen outs. außerdem kannst du ggf den flop raisen und den pot direkt einsacken ...

auf welchen neuen artikel beziehst du dich ?


itbmotw
Beigetreten: 03.03.2007

Bigstack-Strategie: Outs und Odds, ich glaube Seite 4.

Edit: Ist Seite 7, dort steht vom Inhalt das selbe wie beim FL, ich finde das zweifelhaft. Ansonsten zur Info: Ich spiele NL10, da ist die FE nicht so hoch, natürlich ist ein Semibluff oft profitabel, ein raise aber eher selten.


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