Es gibt imo 2 Herangehensweisen, die beide gut funktionieren können und die man je nach Geschmack übernehmen kann:
1) Die Methode mit dem Schätzen eines Equityrealisierungsfaktors (ERF). Man schätzt und legt eben einen Faktor fest. Problem ist imo, dass diese Herangehensweise unpraktikabel und unnötig kompliziert ist. Der Faktor hängt von einigen Faktoren ab, die man leicht falsch einschätzen kann. Somit kann man da auch entsprechend leicht danebenhauen. Wenn man jedoch gut darin ist, ist man recht fix in seinen Anpassungen.
2) Die zweite Methode besteht darin via Trial and Error eine bestimmte Anzahl an Extradefends oder Extrafolds festzulegen, zB. 10%. Diese 10% addiert oder subtrahiert man dann einfach zum/vom Defaultgameplan bzw. dessen Ranges. Man legt also fest, dass man in Position x, gegen Position y um z% mehr oder weniger defendet als per default. Man kann das auch gegen jeden Gegner individuell machen. Nachbesserungen erfolgen entweder frühzeitig nach Gefühl (wenn man eines verspürt) oder einfach alle paar k Hände. Die Kontrolle erfolgt abseits der Tische durch Handanalysen, Statschecks, Reads und Hand-EV Chart. Läufts gut versucht man nochmal eine Schippe oben drauf zu legen, wenns schlecht läuft, nimmt man etwas raus, diesmal in 5% Schritten. Das Prozedere hierbei ist etwas träge, dafür einfach anwendbar, weil man nur eine einfache Stellschraube hat, an der man rumdreht.